Lehrerzimmer - neu im Kino

  • Prompt: KI, erstelle mir ein Drehbuch zu einem lehrerforen-Film.

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    🎬 LEHRERFOREN

    (Ein Film zwischen Pädagogik, Paragrafen und Pausenaufsicht)

    Szene 3: „Thread eskaliert“

    Ort: Lehrerzimmer. Später Nachmittag.
    Auf dem Tisch: halbvolle Kaffeetassen, ein Teller mit Restkeksen, ein Laptop mit offenem Forum.
    Über der Szene schwebt – für das Publikum sichtbar – eine große Projektionsfläche mit dem Titel:
    „Neuer Thread: Der Film ‚Lehrerzimmer‘ – realistisch oder maßlos übertrieben?“


    🪑 Personen:

    • 🐸 Kleiner grüner Frosch – Moderator, sachlich, leicht nervös
    • 🎧 State-of-Trance – sein Alter Ego, dramatisch, mit imaginärem Soundtrack
    • 🐸 Pepe – kritisch, trocken, kommentiert alles
    • 📘 Conni – optimistisch, lösungsorientiert
    • Kollege Müller – schweigsam, beobachtet alles
    • 📎 User_0815 – unsichtbare Stimme aus dem Off (Forumsposts)

    🎥 Szene beginnt

    Kleiner grüner Frosch
    (liest vom Laptop)
    „Also… Beitrag Nummer 47: ‚Der Film ist total unrealistisch. Bei uns würde das Kollegium niemals so geschlossen reagieren!‘

    Pepe
    „Geschlossen reagieren? Wir schaffen es ja nicht mal, uns auf eine gemeinsame Pausenregelung zu einigen.“

    State-of-Trance
    (schaut ins Leere, dramatisch)
    „Was, wenn… das wahre Drama nicht im Klassenzimmer spielt… sondern im Forum?“
    Im Hintergrund ertönt epische Filmmusik – nur für ihn hörbar.

    Conni
    „Ich finde ja, der Film zeigt einfach, wie schwierig Schule ist. Kommunikation ist der Schlüssel!“

    Pepe
    „Kommunikation? Wir haben 86 unbeantwortete Mails im Postfach.“

    Kollege Müller
    (nippt am Kaffee)
    „Und 23 davon sind ‚Dringend!!!‘ markiert.“


    📢 Projektion an der Wand (Forum-Kommentare erscheinen nacheinander)

    User_0815 (Off)
    „Bei uns wäre das anders gelaufen.“

    User_0816 (Off)
    „Typisch Film – völlig überzeichnet.“

    User_0817 (Off)
    „Bei uns ist es noch schlimmer.“


    Kleiner grüner Frosch
    „Leute, bitte sachlich bleiben!!! Ich erinnere an die Netiquette.“

    Pepe
    „Du hast eben drei Ausrufezeichen benutzt.“

    Kleiner grüner Frosch
    (verlegen)
    „Das war moderative Verstärkung.“


    🎬 Plötzlicher Themenwechsel im Thread

    Projektion:
    „OT: Was gibt es eigentlich morgen im Lehrerzimmer – Schokoladeneis oder Vanilleeis?“

    Stille.

    Alle starren auf den Bildschirm.


    Conni
    „Oh! Eis! Das ist schön! Das verbindet!“

    Pepe
    „Schokolade. Immer.“

    Kollege Müller
    „Vanille. Klassisch. Bewährt.“

    State-of-Trance
    (steht auf, hebt imaginären Mikrofonständer)
    „Schokolade ist Leidenschaft! Tiefe! Dunkel! Pädagogische Intensität!“

    „Vanille ist Struktur! Klarheit! Lehrplan!“

    Kleiner grüner Frosch
    „Bitte nicht schon wieder ein Grundsatzthread…“


    📢 Projektion eskaliert

    User_0823 (Off)
    „Schokoladeneis ist überbewertet!“

    User_0824 (Off)
    „Vanille ist langweilig!“

    User_0825 (Off)
    „Das Problem ist das System, nicht das Eis!“


    Pepe
    „Ich wusste es. Egal welches Thema – am Ende ist das System schuld.“

    Conni
    „Vielleicht sollten wir einfach beides anbieten? Differenzierung!“

    State-of-Trance
    (flüstert)
    „Zwei Sorten… wie zwei Perspektiven…“


    🎬 Der Höhepunkt

    Die Kaffeemaschine beginnt plötzlich laut zu blubbern.
    Alle drehen sich um.

    Kollege Müller
    „Sie hat sich aufgehängt.“

    Pepe
    „Wie der Thread.“

    Kleiner grüner Frosch
    (atmet tief durch)
    „Okay. Wir schließen das Thema ‚Eis‘. Und wir schließen das Thema ‚Realismus im Film‘.“

    State-of-Trance
    „Aber was bleibt dann?“

    Kleiner grüner Frosch
    „Das wahre Lehrerzimmer.“

    Er klappt langsam den Laptop zu.

    Stille.


    Conni
    „Also… ich hätte jetzt wirklich Lust auf Eis.“

    Pepe
    „Schokolade.“

    Kollege Müller
    „Vanille.“

    State-of-Trance
    „Stracciatella.“

    Alle starren ihn an.


    🎬 Schwarzblende.

    Ein letzter Forenpost erscheint auf schwarzem Hintergrund:

    Zitat

    „Thread geschlossen. Bitte beim Thema bleiben.“

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • leuchtende Augen,

    Du weißt, dass das GAR NICHT geht. Nach all dieser Zeit hier im Forum müsstest du das wissen.

    Schulzeit in den 70ern: Die Jungs hatten Werken und die Mädchen Handarbeiten. Anders ging nicht.

    Und ich sollte nicht mitmachen dürfen, weil Linkshänder. Eine Lehrerin intervenierte bei der Handarbeitslehrerin (die im Übrigen Nonne war, keine Lehrkraft).

  • Also, ich bin jetzt etwa halb durch den Film durch und ich finde sowohl die Kollegin als auch die Stimmung in diesem Lehrerzimmer unerträglich.

    Ganz zu schweigen von der SL. Wie sie die Kinder dazu zwingen, "schweigend" zu petzen. Von den Eltern braucht man nicht anzufangen.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Das habe ich noch Mitte der 60er (1./2. Schuljahr!) erlebt: Prügel auf den "Hosenboden" vor der Klasse. Spezialität unseres "Lehrers" war aber, ein dünnes Holzbrettchen an die zu diesem Zweck aufgeblasene Wange schnacken lassen und Verbannung in eine kleine Besenkammer ohne Licht... Der alte Pauker "aus echtem Schrot und Korn" hatte seine Ideale aus den 40er Jahren überzeugend weiter umgesetzt. Und ja: Eltern haben nicht aufgemuckt.

    Relevante Hervorhebung von mir. Mein Vater, der Ende der 40er geboren wurde, hat nie eine Prügelstrafe bekommen, aber welche mitbekommen. Warum er nicht? Einerseits war er wohl relativ brav, aber insbesondere war seine Großmutter (!) einerseits bekannt/vernetzt und zweitens absoluter Gegner solcher Strafen. Man wusste wohl von Lehrerseite, dass meine Urgroßmutter sehr aufsässig geworden wäre.

    Es kommt also natürlich, wie immer, darauf an, was die jeweilige Gesellschaft davon hält. Wie jetzt auch. Es gibt Eltern, die würden es gerne haben, wenn wir wieder zulangen, es gibt Eltern, die halten bereits einen strengen Tadel für unangemessen.

    Man kann sich übrigens vorstellen, dass mein Vater 1968 keinen großen Ärger mit seinen Eltern hatte.

  • Meine Großmutter war auch sehr aufsässig. Meine Mutter ist 1941 geboren und als sie im Französischunterricht nach dem Krieg vor die Klasse treten musste und ihre Nase als "typisch" (für was wohl?) beschrieben wurde, brachte ihn meine Oma dazu, sich bei meiner Mutter zu entschuldigen. Er kam sogar mit weißen Handschuhen an den Händen ins Haus (das wird immer erzählt, über die Bedeutung dieser Handschuhe mache ich mir Gedanken...) Ebenso, als er meinen Onkel geprügelt hatte.

    Sie hatte sogar eine Beamtenbeleidigung am Hals und musste Strafe zahlen. Grund: In den 1920ern holte sie schwanger Wasser am Brunnen und musste lange warten, weil die Achtklässlerinnen eimerweise Wasser abfüllten und zur Lehrersgattin brachten (Waschtag). Sie sagte nur: "Was macht der Flappes mit dem ganzen Wasser?" und die Schülerinnen erzählten es in der Schule....

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Manches an dem Film fand ich auch unrealistisch - z.B. dass die Schüler die Schülerzeitung mit dem Interview einfach so, ohne vorherige Prüfung, auf dem Schulgelände verkaufen durften. In vielen Bereichen hätte ich wohl auch anders reagiert als die Lehrerin, aber trotzdem hatte mich der Film beim Ansehen so gepackt wie schon lange kein Film mehr. Alleine die Tatsache, dass ich am späten Abend beim Ansehen NICHT eingeschlafen bin, sagt eine Menge. Gleichzeitig habe ich überlegt, wie ich in der Situation reagiert hätte. Z.B. bei dem Elternabend, da hätte ich wohl offener kommuniziert, was geschehen ist, ohne das Persönlichkeitsrecht des betreffenden Kinds zu verletzen. Im Sinne von "Wie das gelaufen ist, hat mir nicht gefallen und wir arbeiten das gerade mit der Schulleitung auf." (Wobei es in meinem Unterricht solche Kontrollen der Geldbeutel bestimmt nicht gegeben hätte, wenn Kollegen damit hereingekommen wären.) Alles in allem fand ich die dargestellte Situation für alle Beteiligten sehr beklemmend und auch für mich als Zuschauer. Was mir bei all diesen Filmen immer auffällt, ist die doch eher große Distanziertheit im Kollegium untereinander. So habe ich noch nie ein reales Kollegium erlebt. (Am schönsten ist immer, wenn Lehrkräfte oder Ärzte sich in Filmen mit "Herr Kollege" anreden.)

  • Manches an dem Film fand ich auch unrealistisch - z.B. dass die Schüler die Schülerzeitung mit dem Interview einfach so, ohne vorherige Prüfung, auf dem Schulgelände verkaufen durften.

    Für NRW gilt (§45 III Schulgesetz ) :

    "Die Schülerinnen und Schüler haben das Recht, Schülerzeitungen herauszugeben und auf dem Schulgrundstück zu verbreiten. Schülerzeitungen sind Zeitungen, die von Schülerinnen und Schülern einer oder mehrerer Schulen für deren Schülerschaft herausgegeben werden. Sie unterliegen nicht der Verantwortung der Schule. Herausgabe und Vertrieb der Schülerzeitung bedürfen keiner Genehmigung. Eine Zensur findet nicht statt."

  • Interessant, in Bayern ist das entsprechende Gesetz anders:

    BayEug Art. 63: 1Soll die Schülerzeitung auf dem Schulgelände verteilt werden, ist der Schulleiterin oder dem Schulleiter rechtzeitig vor Drucklegung ein Exemplar zur Kenntnis zu geben. 2Sie oder er kann Einwendungen erheben. 3Berücksichtigt die Redaktion die Einwendungen nicht, so hat sie die Schülerzeitung zusammen mit einer Stellungnahme dem Schulforum vorzulegen. 4Das Schulforum soll auf eine gütliche Einigung hinwirken; scheitert die gütliche Einigung, kann das Schulforum die Verteilung der Schülerzeitung auf dem Schulgelände untersagen.

  • Interessant, das muss halbwegs neu sein. Als ich als Berufsanfänger die Schülerzeitung betreut habe, also vor knapp 20 Jahren, gab es diese Regel so noch nicht.

    Bei mir galt damals die Regel: Ihr dürft alles (!) schreiben und drucken, aber es muss (!) euer Name darunter stehen. Das hat eigentlich gut funktioniert.

  • Mich wundert es, dass es so unterschiedlich gehandhabt wird. Ich könnte nicht sagen, wie es in BW ist, aber wenn wir überhaupt eine Schülerzeitung haben, wird sie sowieso von einer Lehrkraft betreut.

    Also in der Grundschule.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Eigentlich ist die Regelung in NRW die konsequentere. Schülerzeitungen sind auch ein Mittel zur Demokratieerziehung. Dazu gehört auch die Pressefreiheit. Eine beratende Lehrkraft widerspricht diesem Konzept nicht, allerdings eben in rein beratender Funktion.

    Die bayerische Regelung ist halt, na ja, typisch bayrisch.

  • Als ich als Student Praktikant bei einer Regionalzeitung war, wurde das nicht standardmäßig gemacht. Wohl aber, und da schließt sich der Kreis zum Film, wenn es eingefordert wurde - wenn ich mich recht erinnere.

  • Demokratieerziehung hin oder her, aber ich glaube nicht, dass man SuS einen Gefallen damit tut, wenn man Schülerzeitungen und besonders Abizeitungen alleine in ihre Verantwortung gibt. Ich habe schon eine Reihe von Fällen miterlebt, bei denen gedankenlos verfasste Artikel oder dort veröffentlichte Lehrercharkterisierungen zu Eskalationen geführt haben, bis hin zu "Die Abiturfeier entfällt, ihr bekommt die Zeugnisse per Post" und da kommen immer auch unbeteiligte ins Kreuzfeuer.

    Die Befürworter sollten sich darüber klar sein, dass die NRW-Regelung auch vollkommen legitimieren würde, wenn eine Gruppe von SuS einer Schule zur AfD-Jugend gehört und beschließt, an ihrer Schule eine Schülerzeitung nach ihren Vorstellungen zu veröffentlichen. Das muss man dann auch ertragen.

    Ganz davon abgesehen, halte ich die Regel auch für weltfremd. Überall da, wo es sonst einen Hausherrn gibt, kann dieser auch das Hausrecht ausüben. Keine Firma muss dulden, dass Kunden oder Mitarbeiter auf ihrem Firmengelände irgendetwas verteilen oder verkaufen.

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