Kritische Anmerkungen zum Medieneinsatz

  • Business-Notebooks sind deutlich robuster als die für den Privatgebrauch. Es gibt ein großes Angebot im Gebrauchthandel an refreshten Geräten, die 3 Jahre im Einsatz waren („abgeschrieben“), preisliche Größenordnung 150-170 Euro. Die Geräte wären problemlos für einige Jahre im Schulbetrieb einsetzbar.

  • Allgemeine Anmerkung: Der Threadtitel lautet "Kritische Anmerkungen zum Medieneinsatz". Es ist erstaunlich, dass es jetzt schon wieder nur um iPads geht. Das hat fast schon was Obsessives.

    Das liegt dran, dass Apple sich in viele Schulen eingezeckt hat.


    Leider nutzt alles was man am iPad gelernt hat später im Job gar nix, weil sowas niemand verwendet.

  • Also haben wir hier einmal einen Fall von Reinkommen, furzen und gehen, weil es stinkt.

    Du bist der Fall, der furzt wenn's ihm nicht passt, nie wieder geht sondern immer nur weiter furzt bis alle anderen gegangen sind. Eine normale Diskussion ist mir dir überhaupt nicht möglich, du bist in jedem 2. Beitrag nur damit beschäftigt rumzukritisieren, dass dir der Inhalt jetzt gerade nicht passt, selbst wenn du diesen selbst vorgegeben hast. Du kommst einfach mit anderen Meinungen überhaupt nicht zurecht. Austeilen kannst du super mit deinen abgedroschenen furzen- und Pöbler-Sprüchen, einstecken kannst du gar nichts.


    Zum Thema: Natürlich macht es einen Unterschied ob man über iPads oder Laptops diskutiert und natürlich macht es einen Unterschied, über welche Schulstufe man diskutiert, inkl. aller möglichen Kombinationen. Unsere Jugendlichen arbeiten seit 2018 mit Laptops im Unterricht und es läuft sehr gut. Worauf willst du denn raus? Dass dir 20 Leute bestätigen, dass bei euch alles scheisse ist? Oder willst du wissen, wie es besser ginge und was diesbezüglich andernorts entschieden wurde? OK, warte, ich blättere auf Seite 1 zurück. Stimmt, du hast überhaupt keine Frage gestellt, du hast nur festgestellt, dass alles scheisse ist. Ja, nee, auf einen weiteren "Digitalisierung-alles-scheisse"-Thread habe ich tatsächlich keine Lust.

  • wie kommt ihr auf die Summe?

    I-Pad, Hülle mit Tastatur und Stift. Modell war vorgeschrieben. Wir haben uns lediglich für den größeren Speicher (es gab nur 64 oder 256 GB zur Auswahl) entschieden, da wir mit einem Appel-Gerät mit 64 GB schonmal Speicherplatzprobleme hatten.

  • Ich behaupte mal ganz dreist, das ist kein Problem der iPads sondern der Lehrperson.

    Na ja, weil das privat gekaufte I-Pads sind, darf aus Datenschutzgründen diese Software, durch die die Lehrer den offenen Desktop jeden Schülers sehen können (ich glaube die App heißt clasroom),nicht installiert werden. Wie will man das Daddeln da verhindern, wenn die Tablets die ganze Zeit auf dem Tisch stehen, weil z.B. auch die Schulbücher digital drauf sind? Ich kann als Lehrperson einfach nicht überwachen, was 27 SuS gerade daran treiben. Wie soll das funktionieren?

    Abgesehen davon, ist das unerlaubte Daddeln noch ein (in meinen Augen) geringes Problem. Viel schlimmer finde ich die ständigen Bild- und Tonaufnahmen, die ständig gemacht werden.

    Die Eltern und SuS mussten einen Vertrag unterschreiben, der all das untersagt. Ist vielen SuS aber ziemlich egal.

  • I-Pad, Hülle mit Tastatur und Stift. Modell war vorgeschrieben.

    Ich frag jetzt noch mal nach. Dein Kind geht in NRW auf eine öffentliche Schule? Zur Teilnahme am Unterricht auf dieser musste es ein iPad haben. Oder war das schon Voraussetzung bei der Anmeldung?


    Was wäre passiert, wenn ihr das nicht gekauft hättet?


    Mich würd' da mal die Rechtsgrundlage interessieren. Ich entsinne mich, dass damals bei den GTRn kein Gerät vorgegeben werden durfte, sondern nur ein Modell empfohlen wurde.


    In unseren Tablet-Klassen können die Schülerinnen ein eigenes Gerät mitbringen. Sonst bekommen sie eines von der Schule. Das eigene Gerät wir dann aber auch in dieses Überwachungssystem eingebunden. Dazu muss die jeweilige Schülerin eine kostenpflichtige App installieren. Dass das nicht datenschutzkonform sei, höre ich zum ersten Mal. Ich daselbst möchte mir da keine rechtliche Expertise herausnehmen.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

  • Das liegt dran, dass Apple sich in viele Schulen eingezeckt hat.

    Nur warum ist das so? Lag das an Corona und man hat in dem Moment zugegriffen, als das Ausschütten von Digitalpaktgeld und "jedes Kind braucht ein Endgerät" aufeinanderfielen? Oder waren die Dinger im Sonderangebot? So ganz neu sind sie offenbar nicht, unsere haben zumindest noch die alten Ladekabel. Oder war da irgendwer mit irgendwem golfen und hat einen Hammer-Deal ausgeklügelt? Würde ich echt gerne wissen.

  • Eine kostenpflichtige App installieren zu müssen ginge in Baden-Württemberg nicht, da wir Lernmittelfreiheit haben .

    Zur Teilnahme am Unterricht muss keiner ein Tablet besitzen. Dieses Schulgestz gibt es in keinem Bundesland.

    Selbst in unseren Tabletklassen in der Oberstufe gibt es viele Schüler mit Stift und Block.

    Ich denke, auch in Zukunft wird beides parallel existieren, da ja auch jeder anders lernt.

  • Dieser Thread zeigt, wie wichtig die Diskussion darum ist.


    Und wie bei jeder Methode und jedem Medieneinsatz muss die Frage erlaubt sein, wo der Mehrwert ist.

    Auch die Vor- und Nachteile muss man diskutieren und abwägen.

    Du hast das meine Aussage nicht verstanden. Natürlich muss jeder Methoden- und Medieneinsatz reflektiert und werden. Und natürlich sollte das Thema kritisch diskutiert werden. Es geht hier aber nicht um Methoden. Es geht um das Grundsätzliches.


    Aber aus meiner Sicht kann man den Aspekt nicht diskutieren, dass die Digitalisierung kommt und ohne Leben in den letzten Jahren und in der Zukunft dadurch massiv ändert. Die Digitalisierung ist keine Modeerscheinung die kommt und dann wieder geht. Die Digitalisierung hat und wird unser Leben massiv verändern. Da gibt es kein zurück mehr. Wir werden nicht in 20 Jahren wieder in einer analogen Welt leben. Wir müssen uns mit der Digitalisierung auseinandersetzen und der Frage, wie es das Leben der Schüler betrifft. Und dann kann man über Methoden und Medien diskutieren. Aber wenn Lehrkräfte in der Digitalisierung nur eine Modeerscheinung sehen, läuft irgendwas falsch.

  • Aber wenn Lehrkräfte in der Digitalisierung nur eine Modeerscheinung sehen, läuft irgendwas falsch.

    Ich frage mich, wo du das hernimmst. Wer hält denn Digitalisierung für eine Mode?


    Gesagt habe ich:

    Und wie bei jeder Methode und jedem Medieneinsatz muss die Frage erlaubt sein, wo der Mehrwert ist.

    Jegliche Einführung irgendwelcher Neuerungen ist von genau diesen Diskussionen geprägt, begleitet sie und führt zu Abwägungen und möglicherweise Verbesserungen.

    Und du:

    Wir müssen uns mit der Digitalisierung auseinandersetzen und der Frage, wie es das Leben der Schüler betrifft. Und dann kann man über Methoden und Medien diskutieren.

    Natürlich muss jeder Methoden- und Medieneinsatz reflektiert und werden.

    Ach.


    Dass die Digitalisierung kommt, wird gar nicht diskutiert, es ging darum, welcher Medieneinsatz auf welche Weise förderlich sein kann … oder eben auch nicht.

    Und meiner Meinung nach braucht auch das ein Korrektiv, um so mehr, wenn „Digitalisierung“ bedeutet, dass wir Buchseiten am Board anschauen.

  • Ich frage mich, wo du das hernimmst. Wer hält denn Digitalisierung für eine Mode?


    Gesagt habe ich:

    ...


    Es ist zu kurz gegriffen, es über das Alter laufen zu lassen und zu meinen, die Fähigkeiten seien bei Älteren nicht vorhanden. Ältere Lehrkräfte sind tendenziell immer bei Neuerungen skeptischer, weil sie schon genug Säue durchs Dorf treiben mussten. Bleiben sie bei den alten Aufgaben, sehen sie vielleicht dort einen Nutzen, der anderen nicht klar genug ist. Ich bin inzwischen irgendwo in der Mitte. Es gibt durchaus Methoden und Herangehensweisen, die herkömmlich sinnvoller sind, es gibt auch Neues, was man nutzen kann ... und ich stelle zunehmend fest, dass die alten Sachen wiederkommen - wie auch Buttonmaschinen, Cordhosen und Trockenblumen.

    ...

  • Die Digitalisierung kommt nicht, sie ist schon da

    Trotzdem wird es auch weiterhin analoges Leben geben.

    Mitten im Digitalisierungsprozess feiert gerade die Schallplatte ihr Comeback, weil eben manche etwas in der Hand haben wollen. Die Chefin des Buchladens bei uns sagte letzte Woche, dass es mit gedruckten Büchern gerade wieder aufwärts geht, auch die wird es weiterhin geben.

    Und jeder soll für sich entscheiden, was für ihn in welcher Situation geeigneter ist. Auch der Lernende und der Lehrende.

  • Es ging ja noch weiter…

    Bei den immer wieder vorgehaltenen sinkenden Leistungen, wie auch immer man das fasst, hoffen viele auf eine Rolle rückwärts und sehen darin die Lösung. Daher auch Beiträge, in denen in der GS vieles, das in den letzten 30 Jahren eingeführt wurde, nicht sein müsse oder man Lehrbücher aus den 50ern vorliest (Krötz).

    Ich halte weder Inhalte noch Methoden für Moden, an dem nächsten Absatz kannst du erkennen, dass beides immer wieder diskutiert wird.

    Argumente, die früher zur Änderung geführt haben, sind nicht mehr präsent und führen dazu, dass die Nachteile in Vergessenheit geraten. Dann ruft man nach alten Methoden und Inhalten, weil es ja viel besser gewesen sein soll.


    Ein weiteres Beispiel ist auch Englisch in der GS. Die einen sehen darin vergebene Zeit, die man für anderes nutzen sollte, die anderen einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung und zum frühen Fremdsprachenlernen. Englisch verschwindet auch nicht aus unserem Leben, dennoch wird diskutiert, wie der Unterricht und der Schule erfolgen soll, 25 Jahre nach der Einführung.


    Ebenso wird der Medieneinsatz in der Grundschule hinterfragt, jetzt und in ein paar Jahren wieder und wieder.

    Vor 20 Jahren gab es Intel-Schulungen für Lehrkräfte, damit sie digital besser aufgestellt sind. Was davon hat man in den Unterricht gebracht?

    Vor 15 Jahren haben die GS in Niedersachsen PC-Ausstattung bekommen. Was ist davon übrig geblieben und wirklich in den Unterricht implementiert?

    Vor 10 Jahren haben viele Schulen Interaktive Whiteboards bekommen. Was von den interaktiven Möglichkeiten am Board wurde wirklich genutzt oder hätte ein Beamer ausgereicht?


    Was nutzt dem Unterricht? Was beschneidet bisherige Fähigkeiten?

    Und was an Medienbildung bringt man an welcher Stelle unter?

    Wird es Unterrichtsstunden für Medienbildung schon in der GS geben, um Kindern, die sich im Internet tummeln, Rüstzeug zu geben?

  • Als Lehrkraft kommt noch hinzu, dass es nicht nur um das benutzen der App sondern auch um die Hintergründe geht. [...] Aber der Anteil der erfahrenen Nutzer mit Hintergrundwissen und der Wissenstand wird einfacher höher sein.

    Interessant. Ich beobachte genau das Gegenteil. Bei meinen Kollegen und bei meinen Schülern beobachte ich, dass mit den jüngeren Generationen das Hintergrundwissen und die Fähigkeit strukturiert mit komplexeren Programmen zu arbeiten (*hüstel* Niveau Word O_o) deutlich abnimmt. Nach dem Motto: "Keine App? - Geht nicht". Zwar werden digitale Tools breiter genutzt, aber die Tools und die damit erledigten Aufgaben immer simpler.

  • Eine kostenpflichtige App installieren zu müssen ginge in Baden-Württemberg nicht, da wir Lernmittelfreiheit haben .

    Zur Teilnahme am Unterricht muss keiner ein Tablet besitzen. Dieses Schulgestz gibt es in keinem Bundesland.

    Besitzen müssen sie es eben doch, es muss sich aber nicht in ihrem Eigentum befinden. Bei uns bekommen sie entsprechend ein iPad von der Schule, sie dürfen aber auch ein eigenes mitbringen. Dann mit App. Ob das mit der App wirklich rechtlich OK ist, kann ich dir nicht sagen.


    Selbst in unseren Tabletklassen in der Oberstufe gibt es viele Schüler mit Stift und Block.

    Was man dann damit macht, ist ja noch mal ein anderes Thema. Bezüglich des Schreibens darauf erklärte mir damals eine Schülerin in einer Tablet-Klasse, sie seien eine iPad-Klasse und müssten das Gerät benutzen. Eine solche Vorgabe, insbesondere die Verpflichtung darauf zu schreiben, gab aber es nicht.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

  • Bezüglich des Schreibens darauf erklärte mir damals eine Schülerin in einer Tablet-Klasse, sie seien eine iPad-Klasse und müssten das Gerät benutzen. Eine solche Vorgabe, insbesondere die Verpflichtung darauf zu schreiben, gab aber es nicht.

    Da stellt sich auch grundsätzlich die Frage, wie man das einsetzt und wann es einen Mehrwert bringt. Bei reinen Niederschriften, die jetzt nicht irgendwie weiterverwendet, geteilt, verschlagwortet oder durchsucht werden sollen, ist das IPad das falsche Medium, weil klassischem Papier deutlich unterlegen.


    Das ist so die grundsätzliche Medienfalle, dass man sie nicht nur um ihrer selbst willen einsetzt.

  • Ich teile grundsätzlich die Haltung, dass die Ipads für mehr als für reine Mitschriften eingesetzt werden können und sollten. Aber selbst für diese stelle ich bei nicht wenigen meiner Schüler fest, dass sie seitdem überhaupt erst einmal geordnet und vollständig Mitschriften dabei haben ;)

  • Und für den sinnvollen pädagogischen Mehrwert im Unterricht sind ja auch die Fachkollegen zuständig. Der einzelne Schüler kann für sich selbst ja zunächst nur solche Dinge wie Nutzung als Ersatz von Heften und Büchern umsetzen. Und dann wenn er es gelernt hat, auch Karteikarten usw. damit anlegen.

  • Mich würd' da mal die Rechtsgrundlage interessieren. Ich entsinne mich, dass damals bei den GTRn kein Gerät vorgegeben werden durfte, sondern nur ein Modell empfohlen wurde.

    Ich als Elter hab aber überhaupt nicht die Expertise zu entscheiden, welches Alternativmodell dann auch funktioniert. Zudem möchte ich meine Kinder davor schützen, dass sie womöglich alleine mit einem anderen Modell arbeiten muss und dann das Schwarmwissen der Klasse nicht nutzbar ist. Deswegen habe ich mich an die Sammelbestellung der Klasse angeschlossen.

    Und beim iPad vom Nachzügler habs die Frage gar nicht. Er liebt es, weil er sonst immer seine Aufschriebe und Arbeitsblätter verloren hat.


    Mitten im Digitalisierungsprozess feiert gerade die Schallplatte ihr Comeback, weil eben manche etwas in der Hand haben wollen. Die Chefin des Buchladens bei uns sagte letzte Woche, dass es mit gedruckten Büchern gerade wieder aufwärts geht, auch die wird es weiterhin geben.

    Und jeder soll für sich entscheiden, was für ihn in welcher Situation geeigneter ist. Auch der Lernende und der Lehrende.

    Also wirklich: Es wird immer Leute geben, die gern Schallplatten hören und gedruckte Bücher lesen. Ob davon Buchhandlungen überleben können....Die Läden mit Schallplatten sind jedenfalls nur noch in Großstädten zu finden, zu denen man natürlich auch gezielt hinfährt.


    Wer unter Digitalisierung in Schule versteht, dass die Musik und Bücher digital vorliegen, der hat eine ganz andere Vorstellung von dem Begriff als ich.

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