Master Grundschullehramt oder nach Alternativen umsehen?

  • Aurike


    Also meine Devise ist immer: Wenn ich nicht weiß, was ich machen soll, mache ich immer erstmal das fertig, was ich angefangen habe. Wärst du denn im Ref an der gleichen Schule an der du das Praktikum gemacht hast? Eine Möglichkeit wäre es doch, einfach eine andere Ref-Schule zu suchen.


    Weiterhin, darauf hat CDL schon hingewiesen, kann man in BaWü das Ref in Teilzeit machen. Das würde ich dir auch unbedingt empfehlen mit zwei kleinen Kindern.


    Das Ref an sich muss nicht "hart" sein. Es ist immer auch eine Frage der inneren Einstellung. Außerdem gilt das Pareto-Prinzip. Mir hat es geholfen, dass ich das Ganze sehr eigenständig durchgezogen habe. Meine Mentoren an der Schule habe ich eigentlich nie groß um Rat gefragt bzgl. UBs und Lehrproben. Ich war eher darauf bedacht, eine Kooperation mit ihnen zu erreichen als eine "Lehrling-Meister-Situation". Ich hatte an meiner Schule damals einige Mitreferendare, nämlich fünf an der Zahl. Und diejenigen, die sich in jede Richtung abgesichert haben, ob der Unterricht passt, etc. hatten eher mehr Stress als ich, weil sie ständig, je nachdem wie das Urteil der KuK ausfiel, den Unterricht nochmal komplett umgeschmissen haben. Für einen gehaltenen Unterricht Feedback zu bekommen, sich dann zu reflektieren und somit zu verbessern anstatt im Vorhinein die gesamte Unterrichtskonzeption zur Diskussion zu stellen, war für mich auf jeden Fall die bessere Option.

  • Eine weitere Option um die Kinderbetreuung zu entspannen wäre ein AuPair.

    Ginge in unserer Familie überhaupt nicht ohne.

    (Davon sind wir seit drei Jahren überzeugt! - Ergänzung dazu: Wir haben unseren Aupair nach einem Jahr Aupairvertrag als Midijobber angestellt; so haben wir beidseitig keine Probleme mehr mit Versicherungen und sonstigem Kram.)

    #Zesame:!:


    Konzentrieren Sie sich ganz auf den Text, wenden Sie das Ganze auf sich selbst an. (J.A. Bengel)

  • Mach bitte deinen Weg fertig, schon allein, damit du deinem Arztehemann mit eigener Praxis etwas entgegenzusetzen hast und er soll dich dabei wertschätzend unterstützen. Meine Freundin würde sagen: "Schließlich hatte er den Zeugungsspaß", aber so weit will ich nicht gehen. Ihr seid eine Familie und er hat auch Verantwortung und ihr solltet gemeinsam eine gute Lösung finden.

    P.S. Es gibt nix Schlimmeres, als diese Babykurse.

  • Guten Abend,


    oh, mit so vielen Antworten hatte ich nicht gerechnet:staun:Danke dafür!

    Nachdem ich jetzt mal alles durchgelesen habe, versuche ich mal zu antworten.

    Zunächst: mein Mann macht so viel er kann, aber es ist halt ganz klar, dass er durch seine Praxis eben nur bedingt flexibel ist. Das ist für mich aber auch völlig in Ordnung und war von Anfang an gemeinsam so besprochen. Soweit es geht und auch an den Wochenenden macht er ser viel.


    Ein au Pair ist, egal in welche Richtung es beruflich geht, quasi schon eingeplant, sobald unsere Hausbaustelle mal etwas weniger ist und wir mehr als 2 bewohnbare Zimmer haben;) Neben seinem Beruf ist mein Mann (leider) auch gern Hobbyhandwerker und will vieles im Haus selbst machen...:pfeifen:


    MrsPace:

    Das Ref muss ich, Gott sei Dank, nicht an der Praktikumsschule machen, da ich mich auf den Schulbezirk hier in der Gegend (Heilbronn oder Bad Mergentheim) bewerben möchte. Heidelberg gehört da dann nichtmehr dazu. Sonst würden mich keine 10 Pferde mehr in eine Schule bringen, wenn ich nochmal mit dieser Frau arbeiten müsste.:grimmig:


    Websheriff:

    Danke für die aufmunternden Worte. Ich glaube was das angeht, hat mich das ISP tatsächlich gestärkt.

    Tja, woher diese Zweifel komme frage ich mich auch schon eine Weile. Sie sind seit dem ISP vorhanden und über die letzten Monate hinweg kontinuierlich größer geworden. Hauptsächlich bedingt durch meine eigenen Erfahrungen im ISP, aber auch durch die Erfahrungen von Kommilitoninnen, die ebenfalls bereits Kinder haben. Die Erfahrungen ähneln sich eigentlich durch die Bank hinweg und dazu kommen teilweise echt utopische Vorstellungen von seitens der PH, aber eben auch von den betreuenden Lehrkräften an den Schulen.


    Auf jeden Fall finde ich es schonmal sehr beruhigend, dass es wohl auch andere Erfahrungen im Ref gibt und es nicht so schlimm werden muss wie das ISP.

    Bevor das so wirkt: Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn ein Job mal stressig ist und man sich anstrengen muss. Ganz im Gegenteil, alles andere wäre absolut eintönig. Aber es muss sich eben die Waage halten und die Erfahrungen aus dem ISP waren halt tatsächlich eher von der Sorte "wir pressen die Praktikanten in eine schulkonforme Form, ob sie dabei zerbrechen oder nicht".

    Ich dagegen bin einfach jemand, vor allem seit ich selbst Kinder habe, der seine Meinung vertritt und auch dafür einsteht, aber eben auch mit den Konsequenzen lebt, wenn es schief geht. Damit bin ich fürchte ich angeeckt...:engel:

    Und ja, ich will arbeiten. Ich verbringe sehr viel Zeit mit meiner Tochter und das ist mir auch heilig, aber ich will kein Leben, dass sich nur durch sie identifiziert und aus Spielplatzbesuchen und Krabbelgruppen besteht. Ich brauch auch geistigen Input und meiner Tochter tut es auch gut, wenn es nicht nur Mama gibt, sondern auch Aktivitäten und Zeiten ohne Mama.


    Wie ist das denn mit dem Teilzeit-Ref? Ist die Arbeits"belastung"(blödes Wort...Pensum würde es wohl eher treffen) da denn wirklich geringer? Zu mir meinte mal jemand, dass das in keinem Verhältnis stünde zur doppelten Dauer, da man lediglich weniger Stunden unterrichten müsste.


    Vielen Dank nochmal für eure zahlreichen Antworten!

  • Ich dagegen bin einfach jemand, vor allem seit ich selbst Kinder habe, der seine Meinung vertritt und auch dafür einsteht, aber eben auch mit den Konsequenzen lebt, wenn es schief geht. Damit bin ich fürchte ich angeeckt...:engel:

    Dieses Verhalten solltest du im Ref nicht zeigen. Ich habs schon so oft gehört und auch bei Kommilitonen im selben Kurs gesehen: selbstbewusste Refis, die ihre Meinung zu pädagogischen oder fachdidktischen Sachen gegenüber den Fachleitern vertreten, haben es schwer bei den meisten Fachleitern. Du scheinst es ja schon selbst erlebt zu haben.


    Ich schließe mich sonst den Meinungen an: Ref in Teilzeit oder nochmal was ganz anderes machen, je nachdem, ob du an sich Lehrer werden willst oder nicht.

  • Ich selber habe die 30 jährige - fast immer die mindestens 80 prozentige Teilzeit nur durchgestanden, weil die Arbeit zugleich mein Hobby war und weil ich immer unabhängig sein wollte. Da unser Job in der Schulzeit oftmals 50 Stundenwoche bei Vollzeit bedeutet, bin ich oft an meine Grenzen und teilweise auch darüber gegangen. Trotzdem macht es mir immer noch Spaß. Ich habe allerdings Kinder mit großen Abständen. Ein großer Teil meines Gehaltes ging für Entlastungen weg - ich hatte eine Tagesmutter, die nach Hause kam, die einen Teil des Haushaltes übernahm und auch für die Kinder da war, wenn sie krank waren,

    nur wenn eine wirklich schlimme Krankheit auftrat (mit Krankenhaus) habe ich gefehlt. Das war sehr entlastend und ich musste nicht pünktlich nach dem Unterricht weg und stand auch nicht unter Druck, wenn die Kinder zu spät aufgewacht waren. Trotz dieser Hilfe habe ich oftmals am Abend gesessen oder am Wochenende, so dass es auch auf Kosten von Freizeitaktivitäten ging. Meine Nachbarn sind Ärzte und ich beneide sie oftmals, wenn sie am Wochenende Zeit füreinander haben oder an Brückentagen im Sommer nicht Zeugnisse schreiben müssen. Dafür habe ich aber in den Ferien kein Betreuungsproblem, kann dann die Zeiten nachholen und es uns gut gehen lassen. Am Nachmittag habe ich fast immer Gestaltungsfreiheit und kann zu wichtigen Terminen begleiten, dafür sitze ich dann am Abend oder in der Nacht an Vorbereitungen. Anstrengend fand ich die Zeit, als meine eigenen Kinder das gleiche Alter wie die Kinder in der Schule hatten - die gleichen Baustellen der Schule hatte ich zu Hause auch. Ich hätte mir zu dieser Zeit eher ältere Kinder gewünscht.... oder Erwachsenen, damit die "Zielgruppen" anders gewesen wären.


    Will damit sagen: Jeder Beruf hat Vor- und Nachteile und alles ist machbar, wenn man Spaß an einer Arbeit hat. Mir selber würde "nur" Hausfrau und Mutter zu sein nicht reichen - dazu macht mir die Haushaltsführung zu wenig Spaß. Mit meinem Netzwerk, das ich bezahlt habe, hätte ich in anderen Bereichen mehr Geld verdienen können.


    Du musst selber deinen eigenen Weg finden - die grundsätzliche Frage ist: Gefällt dir die Arbeit mit den Kindern? Die lassen sich nicht auswechseln, Kollegen, Rahmenbedingungen (Privatschulen, Förderunterricht, DAZ, Verlage...) doch. Auch mit Master findest du alternative Bereiche - notfalls macht man eine Fortbildung...... Vielleicht kannst du den Mutterschutz dazu nutzen, dir die Anforderungen an eine Fortbildung im Bereich Medien anzuschauen.

    flip

  • Mir ist bei meinen Überlegeungen noch ein Gedanke gekommen und ich frage mich, ob das vielleicht eine Möglichkeit wäre.


    Dass ich gerne mit Kindern arbeite weiß ich bereits, allerdings habe ich mich gefragt, ob es vielleicht an der Lehramtsart liegt, die mir nicht zusagt und ich vielleicht weniger erzieherisch, sondern mehr fachlich und mit homogenerer Schülerschaft in der Sek 2 arbeiten möchte.


    Unterscheidet sich, was die Stressbelastung etc. angeht die Arbeit am Gymnasium sehr von der Arbeit an einer Grundschule? Vielleicht gibt es ja hier Erfahrungswerter, oder sogar jemanden, der vom Grundschullehramt zum Gymnasiallehramt gewechselt hat

  • Wenn du Informatikerin werden kannst und willst, mach das, um die wird sich überall gerissen. Ins Lehramt kannst du damit dann später immer noch ququereinsteigen.

    Mein erster Gedanke! Erfahrungsgemäß kann ich berichten, dass das ohne Vorkenntnisse aber ein echter Brocken ist.

    Aurike Wie kommt es, dass du dir Informatik vorstellen kannst? Als Wannabe-Informatiker finde ich diesen Weg am interessantesten.

  • Mein erster Gedanke! Erfahrungsgemäß kann ich berichten, dass das ohne Vorkenntnisse aber ein echter Brocken ist.

    Aurike Wie kommt es, dass du dir Informatik vorstellen kannst? Als Wannabe-Informatiker finde ich diesen Weg am interessantesten.

    Tatsächlich war ich in der Schule in Mathe grottig, habe dann aber 2 Semester Elektrotechnik studiert und festgestellt, dass ich die Programmieranteile und die Mathematik erstaunlich toll fand. Leider war das dann mit der Geburt meiner Tochter zeitlich und vom Aufwand her nichtmehr stemmbar (also in der Babyzeit), so dass ich erst auf Bildungswissenschaften und dann eben auf Grundschullehramt umgestiegen bin, da ich den Bereich einfach auch sehr interessant fande und nach wie vor finde.


    Ich werde meinen Master auch fertig machen und anschließend auch fürs Ref bewerben. Allerdings fange ich nun parallel (da der Master ja fast rum ist und ich Februar 25 nicht mit dem Ref beginnen kann, weil ich kein U1 Kind in eine Betreuung geben möchte) ein Fernstudium an der Fernuni Hagen an und schaue einfach mal, was sich damit so ergibt und ob sich was ergibt.


    Im Zweifelsfall entwickle ich sonst einfach meine eigene Lernplattform/-software und verbinde Lehramt und Informatik :sterne:

    Dank euch bin ich aber jetzt wieder deutlich optimistischer was das Ref und den anschließenden Job angeht ;)

  • Ich werde meinen Master auch fertig machen und anschließend auch fürs Ref bewerben. Allerdings fange ich nun parallel (da der Master ja fast rum ist und ich Februar 25 nicht mit dem Ref beginnen kann, weil ich kein U1 Kind in eine Betreuung geben möchte) ein Fernstudium an der Fernuni Hagen an und schaue einfach mal, was sich damit so ergibt und ob sich was ergibt.

    Informatik an der FernUni Hagen ist kein schlechter Informatik Studiengang, ergo, keine schlechte Wahl. Viel Erfolg dabei und alles Gute für deine Familie.

  • Im Zweifelsfall entwickle ich sonst einfach meine eigene Lernplattform/-software und verbinde Lehramt und Informatik :sterne:

    Das ist der Spirit! Ich entwickle auch nebenbei mehrere Tools für den (Lehrer-)Alltag, das bereitet - neben dem später stiftenden Nutzen - sogar noch ein bisschen Freude.


    Viel Erfolg!

  • Mir ist bei meinen Überlegeungen noch ein Gedanke gekommen und ich frage mich, ob das vielleicht eine Möglichkeit wäre.


    Dass ich gerne mit Kindern arbeite weiß ich bereits, allerdings habe ich mich gefragt, ob es vielleicht an der Lehramtsart liegt, die mir nicht zusagt und ich vielleicht weniger erzieherisch, sondern mehr fachlich und mit homogenerer Schülerschaft in der Sek 2 arbeiten möchte.


    Unterscheidet sich, was die Stressbelastung etc. angeht die Arbeit am Gymnasium sehr von der Arbeit an einer Grundschule? Vielleicht gibt es ja hier Erfahrungswerter, oder sogar jemanden, der vom Grundschullehramt zum Gymnasiallehramt gewechselt hat

    Hast du schon einmal ein Praktikum gemacht in der Sek. II, um zu schauen, ob das für dich passen könnte? Ist dir klar, dass du noch einmal komplett neu studieren müsstest für gymnasiales Lehramt und wärst du bereit, das zu investieren zeitlich?

    Letztlich unterscheidet die inhaltliche Arbeit sich zwar sehr an Grundschulen und Gymnasien, die Belastung ist aber nicht weniger, nur anders.



    Dieses Verhalten solltest du im Ref nicht zeigen. Ich habs schon so oft gehört und auch bei Kommilitonen im selben Kurs gesehen: selbstbewusste Refis, die ihre Meinung zu pädagogischen oder fachdidktischen Sachen gegenüber den Fachleitern vertreten, haben es schwer bei den meisten Fachleitern. Du scheinst es ja schon selbst erlebt zu haben.

    Das ist ein allzu pauschales und undifferenziertes Urteil. In Einzelfällen mag das stimmen, aber sicherlich nicht generell. Die Fachleiter:innen sind schließlich Profis und schauen differenziert darauf, wer da was warum und mit welchem Hintergrund bzw. vor allem auch welcher Kritikfähigkeit äußert. Ist letztere nicht ausreichend erkennbar, weil jemand meint, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, dann wird es allerdings zurecht schnell eng.


    Ich habe immer klar meine Meinung vertreten im Ref, wo ich eine klare, fachlich /pädagogisch /didaktisch begründbare Meinung hatte und nicht nur ein anderslautendes Bauchgefühl. Wo ich letzteres hatte, habe ich das auch angesprochen, aber eben auch nachgefragt nach klaren Begründungen und Argumenten, um mein vages Gefühl entweder argumentativ stützen zu können in der Folge oder mich eben auch auf die Position meiner Fachlriter:innen einlassen zu können. Es gab nur zwei Fachleiterinnen im Ref, die damit und mit mir ein Problem hatten von Beginn an (was aber noch andere Gründe hatte, wie Vorurteile wegen meiner Behinderung) , mit dem Rest inklusive Seminarleitung kam ich sehr gut klar, weil die wussten, welche Berufserfahrung im pädagogischen Bereich ich mitbringe-die die sehr schätzten als anzapfbare Informationsquelle während der Seminare- und dass ich meine Haltungen insofern auch aus der Praxis heraus begründen konnte.


    Wie ist das denn mit dem Teilzeit-Ref? Ist die Arbeits"belastung"(blödes Wort...Pensum würde es wohl eher treffen) da denn wirklich geringer? Zu mir meinte mal jemand, dass das in keinem Verhältnis stünde zur doppelten Dauer, da man lediglich weniger Stunden unterrichten müsste.

    Wie immer bei Teilzeit gilt, dass die Arbeitsbelastung genau dann geringer ist, wenn man selbst sich bei seiner Arbeitszeit an die Teilzeit hält. Das liegt also stark an dir, ob die Rechnung zeitlich aufgeht. Reduziert werden im Ref in Teilzeit nicht nur die Unterrichtsstunden, sondern auch die Seminar Zeit wird gesplittet: Erst wird ein Fach abgeschlossen (bei Konstellation zwei Fächer, bei drei Fächern müsstest du noch einmal nachlesen), dann das andere, so dass man auch weniger Seminarstunden am Seminartag hat, sich komplett auf ein Fach konzentrieren kann bis zum Abschluss und damit deutlich entlastet sein kann, wenn man sich bei seiner Unterrichts vor-und Nachbereitung an die Teilzeit hält. Einige Dinge wie Konferenzen sind in BW untrilbare Aufgaben, bei denen gibt es also keine Entlastung. Es steht und fällt somit mit dir selbst und deiner Fähigkeit, nicht mehr Stunden zu arbeiten, als vorgesehen.


    Ich selbst konnte das Ref ja noch nicht in Teilzeit machen, arbeite seitdem aber in Teilzeit und achte sehr konsequent auf meine Arbeitszeit, damit das im Jahresmittel stimmt. Auch im Ref habe ich als zwingend erforderliche Entlastung aber nicht stundenlang Unterricht geplant, sondern versucht mir schnelle, begründete Entscheidungen anzutrainieren. Viel Zeit habe ich auch schon im Ref in die Erstellung guter Arbeitsmaterialen oder guter Präsentationen investiert, weil mir klar war, dass ich davon langfristig am meisten habe als Entlastung im Alltag.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Wie immer bei Teilzeit gilt, dass die Arbeitsbelastung genau dann geringer ist, wenn man selbst sich bei seiner Arbeitszeit an die Teilzeit hält. Das liegt also stark an dir, ob die Rechnung zeitlich aufgeht. Reduziert werden im Ref in Teilzeit nicht nur die Unterrichtsstunden, sondern auch die Seminar Zeit wird gesplittet: Erst wird ein Fach abgeschlossen (bei Konstellation zwei Fächer, bei drei Fächern müsstest du noch einmal nachlesen), dann das andere, so dass man auch weniger Seminarstunden am Seminartag hat, sich komplett auf ein Fach konzentrieren kann bis zum Abschluss und damit deutlich entlastet sein kann,

    Das stimmt für Hessen nicht.

    Da kann man entweder 2/3 Teilzeit oder 50% Teilzeit machen. Das Einführungssemester (3 Monate) und Prüfungssemester (6 Monate) müssen allerdings in VZ absolviert werden. Lediglich das 1. und 2. Hauptsemester können auf 3 bzw. 4 Semester gesplittet werden. Allerdings müssen die Seminare exakt so besucht werden, wie von den VZ Refs, nur halt eben 1 oder 2 Semester länger. Lediglich die Unterrichtsstunden werden von 12 auf 8 bzw. 6 in den Hauptsemestern reduziert (verteilt auf beide Fächer über die komplette Zeit) und die UBs werden zeitlich gedehnt. Da würde ich es mir wirklich überlegen, ob es das wert ist um 6 Monate bzw. 12 Monate zu verlängern, wo man nur ganz gering entlastet wird, dafür aber die komplette Zeit entsprechend weniger bezahlt bekommt und erst später in den Beruf einsteigen kann.

    Erfahrungsgemäß wurde uns berichtet: Je mehr Zeit man hat umso mehr investiert man in Vorbereitung, noch hübschere ABs etc. So dass die Zeitersparnis kaum zu spüren ist. Außerdem muss man irgendwann seine Ref Gruppe wechseln, sobald die fertig sind und landet in neuen Gruppen, was auch eher als belastend empfunden wird.

    Wer Fehler findet darf sie behalten und sich freuen! :victory:

  • Das stimmt für Hessen nicht.

    Da kann man entweder 2/3 Teilzeit oder 50% Teilzeit machen. Das Einführungssemester (3 Monate) und Prüfungssemester (6 Monate) müssen allerdings in VZ absolviert werden. Lediglich das 1. und 2. Hauptsemester können auf 3 bzw. 4 Semester gesplittet werden. Allerdings müssen die Seminare exakt so besucht werden, wie von den VZ Refs, nur halt eben 1 oder 2 Semester länger. Lediglich die Unterrichtsstunden werden von 12 auf 8 bzw. 6 in den Hauptsemestern reduziert (verteilt auf beide Fächer über die komplette Zeit) und die UBs werden zeitlich gedehnt. Da würde ich es mir wirklich überlegen, ob es das wert ist um 6 Monate bzw. 12 Monate zu verlängern, wo man nur ganz gering entlastet wird, dafür aber die komplette Zeit entsprechend weniger bezahlt bekommt und erst später in den Beruf einsteigen kann.

    Erfahrungsgemäß wurde uns berichtet: Je mehr Zeit man hat umso mehr investiert man in Vorbereitung, noch hübschere ABs etc. So dass die Zeitersparnis kaum zu spüren ist. Außerdem muss man irgendwann seine Ref Gruppe wechseln, sobald die fertig sind und landet in neuen Gruppen, was auch eher als belastend empfunden wird.

    Es geht aber nicht um Hessen, sondern um BW bei der TE und auf die für BW gültigen Vorgaben habe ich mich bezogen in meinem Beitrag, wie aus dem Kontext völlig klar sein sollte. Welche Relevanz sollte die hessische Regelung also haben für sie?

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Ein au Pair ist, egal in welche Richtung es beruflich geht, quasi schon eingeplant, sobald unsere Hausbaustelle mal etwas weniger ist und wir mehr als 2 bewohnbare Zimmer haben ;) Neben seinem Beruf ist mein Mann (leider) auch gern Hobbyhandwerker und will vieles im Haus selbst machen... :pfeifen:

    Ich will euch da nicht zu Nahe treten, aber Hobbyhandwerker hin und her, aber wie lange wollt ihr auf einer Baustelle wohnen?


    Das wäre für mich das erste, dass da Geld in die Hand genommen wird. Eine Haussanierung/renovierung sind im Schnitt 1800 Arbeitsstunden, als Laie kann man locker 2/3 mehr rechnen.

  • sondern mehr fachlich und mit homogenerer Schülerschaft in der Sek 2 arbeiten möchte.


    Unterscheidet sich, was die Stressbelastung etc. angeht die Arbeit am Gymnasium sehr von der Arbeit an einer Grundschule? Vielleicht gibt es ja hier Erfahrungswerter, oder sogar jemanden, der vom Grundschullehramt zum Gymnasiallehramt gewechselt hat


    Ich glaube, dir ist nicht ganz klar, dass "Gymnasiallehramt" nicht nur "fachlich und homogenere Schülerschaft in der Sek 2" bedeutet, sondern, ich glaube, in quasi fast allen Bundesländern, auch Lehramt an Gesamtschulen ist und auch Schülerschaft in der Sek 1. Alternativ gehst du ans BK, aber auch da hast du Schulabbrecher etc.

  • Ich glaube, dir ist nicht ganz klar, dass "Gymnasiallehramt" nicht nur "fachlich und homogenere Schülerschaft in der Sek 2" bedeutet, sondern, ich glaube, in quasi fast allen Bundesländern, auch Lehramt an Gesamtschulen ist und auch Schülerschaft in der Sek 1. Alternativ gehst du ans BK, aber auch da hast du Schulabbrecher etc.

    Das stimmt für BW gerade nicht. Hier gibt es kein Lehramt für Gesamtschulen, da es bis auf eine knappe Handvoll Restschulen eines Pilotprojektes der 70er keine Gesamtschulen gibt im Ländle.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Allerdings landen auch manche Gymnasiallehrer, gerade mit eher überlaufenen Fächern wie Deutsch und Biologie, an den Gemeinschaftsschulen, die auch nicht gerade für eine besonders homogene Schülerschaft stehen.

    Und das Konzept der Gemeinschaftsschulen ähnelt ja dem der Gesamtschulen in einigen anderen Ländern, nur wollte man diesen Namen für die Schulform wohl bewusst vermeiden.

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