Erstellung Zeugnisse - NRW

  • Und die Sache mit dem Layout verstehe ich nicht. Die Word-Datei der Lehrer, wo sie reinschreiben, kommt doch von der Schule. Das ist doch die Zeugnisvorlage - was willst du da anpassen.

    Zeugnisse erstellen ist doch reine Datenschubserei. Noten, Name und Kommentare rein. Der Kram drum herum bleibt gleich und der Inhalt ist sehr minimalistisch. Digitalisierung bedeutet besonders solche banalen Vorgänge zu automatisieren, sowas händisch zu machen biete 0 Mehrwert.


    Ich hoffe sehr dass ihr wenigstens mit der Serienbrieffunktion arbeitet.

  • Bevor man in SchILD überhaupt an die Stelle kommt, dass man etwas drucken kann, muss man viel Arbeit investieren. Dafür investieren wir jedes Jahr sechs Entlastungsstunden.

    Tatsächlich? Empfinde ich ganz anders. Habt ihr so komplizierte Zeugnisse zu drucken?


    Wir hatten vorher Magellan. Jetzt SchilD. Da schaffe ich es sogar selbst, die Zeugnisse eben zu drucken. Ich finde es gar nicht so schwer.


    Wir haben übrigens 4-5 Zeugnisdrucker mit je 0,5h.

    • Offizieller Beitrag

    Wie wir es machen, spielt für mich hier gerade keine Rolle.


    Ich finde nur die ein oder andere Meinung hier ein wenig befremdlich - egal, wie wir es an der Schule machen.


    Ob man nun die Daten händisch in ein Programm oder eine Excel-Datei oder direkt ins Zeugnis einträgt, ist im Grunde kein Unterschied.

    Der einzige Unterschied ... (wie Moebius schreibt) ... ist, dass es einen komplexitäts-Unterschied gibt.

    Die Zeugnisse in eine Datei schreiben und ausdrucken kann jeder.

    Die Zeugnisse in eine Excel-Liste oder ein Schild-Programm eingeben auch.


    Aber die Excel-Datei und den Serienbrief bzw. das Schild-Programm vorzubereiten ist eine komplexere Herausforderung. Eine unnötige komplexe Herausforderung.

    Wenn man jemanden hat, der Zeit und Lust und Stundenermäßigungen dafür hat, kann man das machen. Die einfachste Lösung, die praktisch keine Anforderungen über das normale Word-Nutzen hinaus erwartet, ist eine vorbereitete Word-Datei. (Die man auch bei einem Serienbrief als Layout-Datei vorbereiten müsste.)


    Sprich: die Digitalisierung bietet hier keinen Mehrwert, sondern nur Mehraufwand.


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    Nachtrag: unabhängig davon laufen unsere Zeugnisdateien seit 20 Jahren per Serienbrief, weil wir schon vorn meiner Zeit einen Kollegen hatten, der Zeit und Lust dazu hatte.

    • Offizieller Beitrag

    Nachtrag:

    - mir sagte mal ein Schulleiter-Kollege: wenn du Probleme mit deinen Zeugnissen haben willst, nutzt Schild. Was mich dabei stören würde: Schild erzeugt (meines Wissens) Report-Dateien, die man nicht mehr händisch bearbeiten kann.


    Dieses "händisch bearbeiten" ist bei reinen Word-Dateien möglich. Es ist aber auch bei unseren Serienbrief-generierten Word-Dateien noch möglich. Und das spricht eindeutig dafür und gegen Schild. Für mich.

  • Sprich: die Digitalisierung bietet hier keinen Mehrwert, sondern nur Mehraufwand.

    Dem möchte ich widersprechen: im dualen System werden Noten aus allen Ausbildungsjahren aufs Zeugnis gepackt. Diese dann nochmal aus alten Listen oder Zeugnissen abzutippen ist eine wesentliche Fehlerquelle, die durch ein vernünftiges Programm verhindert wird.

    • Offizieller Beitrag

    Okay, mag sein. Siehe Beitrag von pepe weiter oben.


    Es ist wahrscheinlich ein System-Unterschied. Für euer System und die Regelungen mag das gelten.

    Für Grundschulen nicht. Daher finde ich den pauschalen "anachronistisch"- und "Abwehrreaktion" -Vorwurf etc. weiter oben unpassend.


    kl. gr. frosch, der eigentlich eher it-affin ist. Da wo es Sinn macht.

  • Ob man nun die Daten händisch in ein Programm oder eine Excel-Datei oder direkt ins Zeugnis einträgt, ist im Grunde kein Unterschied.

    Ich mache weder das eine, noch das andere, ich öffne ich sitze zu hause auf der Couch, öffne das iServ unserer Schule, und tippe unter Noteneingabe die Zensuren für meine Kurse ein und die Sache ist erledigt. Nach der Abgabefrist überträgt der Admin die Daten automatisch in die Schuldatenbank, generiert die Zeugnisse und druckt sie aus.


    Um nur mal ein paar Punkte zu nennen, die - abgesehen vom Druckprozess - digitalisiert mit einer vernünftigen Software effizienter sind:

    - eine Software vergleicht automatisch mit den Noten der Vorjahre und zeigt Notensprünge an, die in Niedersachsen begründet werden müssen

    - Halbjahresdaten werden automatisch zum Ganzjahr übernommen

    - gängige Bemerkungen können aus einem Dropdown-Menu ausgewählt werden, dadurch gibt es da keine Tippfehler mehr

    - kein händisches hin- und her Tragen von USB-Sticks oder Versenden per Email, Eingabe ist webbasiert


    Wenn es vernünftig gemacht ist, ist der Effizienzgewinn bei einem digitalen System (erst recht beim digitalen Klassenbuch) dermaßen groß, dass es überhaupt keine ernsthafte Diskussion mehr geben kann, bei uns bin ich mir sehr sicher, das kein einziger von 100 KuK gerne zu an analogen Varianten zurück möchte.

  • Kleiner Zusatz für Niedersachsen:

    Das Land arbeitet gerade an einer zentralen und einheitlichen Lösung, die wird dann bei uns vermutlich sowieso verbindlich für alle kommen. Ob das allerdings eine gute Nachricht ist, bin ich mir nicht so sicher, die Erfahrungen mit zentralen Lösungen des Landes sind nicht unbedingt immer die besten, zumal es bereits gute "privatwirtschaftliche" Lösungen gibt.


    Niedersachsen hat nach meinem Gefühl gerade einen Ambitionsschub in Sachen "Digitalisierung in Schulen", ob die Sachen dann alle so funktionieren, wird man sehen. Dass "moin.schule" bei allen verbindlich implementiert werden soll, ist in vielen Schulen auch noch nicht angekommen.

  • Tatsächlich? Empfinde ich ganz anders. Habt ihr so komplizierte Zeugnisse zu drucken?


    Wir hatten vorher Magellan. Jetzt SchilD. Da schaffe ich es sogar selbst, die Zeugnisse eben zu drucken. Ich finde es gar nicht so schwer.


    Wir haben übrigens 4-5 Zeugnisdrucker mit je 0,5h.

    Das Ausdrucken der Zeugnisse ist einfach, wenn die zugrunde liegenden Reports funktionieren, wie sie sollen.

    Da entstehen schon Probleme, wenn der Platz im Laufbahnbogen für die gymnasiale Oberstufe für einzelne Schüler mit vielen Defizite nicht reicht.


    Es gibt am BK sehr viele Zeugnis-Reports, die alle angepasst werden müssen. Bis man sich da auskennt, vergehen Jahre, in denen man viel friemeln und probieren muss.


    Eigentlich ist die Idee gut: Noten online eingeben und dann mit einem Klick für den ganzen Bildungsgang ausdrucken. Aber bis das fluffig läuft, wie gesagt. Da könnte ich jetzt viel erzählen. Dasselbe gilt für Anschreiben an Betriebe, Eltern, alle Listen, die man so produzieren will etc.


    Wie das Fröschchen schon schreibt, man kann nachher nichts ändern. An einer kleinen Teichschule mit ganz gleichartigen Zeugnissen würde ich mich auch fragen, ob das mit Schild für Zeugnisse Sinn macht. Das ist durchaus IT-Regel: "Never change a running system" :schnelltipp:

  • Wenn es vernünftig gemacht ist, ist der Effizienzgewinn bei einem digitalen System (erst recht beim digitalen Klassenbuch)

    Beim digitalen Klassenbuch (von WebUntis, gibt es andere?) habe ich zwar eine bessere Übersicht, effizienter finde ich es aber nicht wirklich. Die Kollegen tragen bei uns z.B. sämtliche Verspätungen ein, was auch sinnvoll ist, allerdings generiert das haufenweise offene Abwesenheiten, wo man dann erstmal gucken muss, was das eigentlich ist.

  • Beim digitalen Klassenbuch (von WebUntis, gibt es andere?) habe ich zwar eine bessere Übersicht, effizienter finde ich es aber nicht wirklich. Die Kollegen tragen bei uns z.B. sämtliche Verspätungen ein, was auch sinnvoll ist, allerdings generiert das haufenweise offene Abwesenheiten, wo man dann erstmal gucken muss, was das eigentlich ist.

    Wenn die Kollegen gleich die Kategorie Verspätung eintragen oder die Bemerkung, dass der Schulbus zu spät kam, kann der Klassenlehrer das auch sofort einordnen und weiß, wo eine Elternentschuldigung fällig ist und wo nicht.

    Mühsam finde ich das Eintragen der Hausaufgaben am Stundenende, wenn alles andere schon eingetragen ist und man dafür noch ein zweites Mal an den Rechner muss.

  • Es gibt am BK sehr viele Zeugnis-Reports, die alle angepasst werden müssen. Bis man sich da auskennt, vergehen Jahre, in denen man viel friemeln und probieren muss.

    Wir hatten bei Einführung von SchilD einen Fachberater an unserer Schule. Der ist allerdings in diesem Schuljahr weggegangen. Der hatte alle Reports bereits vorliegen und hat sie eingespielt. Auch Legenden für Lernfelder und und und. Ich dachte, das wäre Standard. Warum sollte sich jede Schule damit neu beschäftigen, wenn doch diese Sachen überall gleich, mindestens aber sehr ähnlich sind, da wir alle der APO-BK unterliegen?

    Was für ein Unsinn, dass das alle selbst machen und so typisch fürs Schulsystem.

  • Beim digitalen Klassenbuch (von WebUntis, gibt es andere?) habe ich zwar eine bessere Übersicht, effizienter finde ich es aber nicht wirklich. Die Kollegen tragen bei uns z.B. sämtliche Verspätungen ein, was auch sinnvoll ist, allerdings generiert das haufenweise offene Abwesenheiten, wo man dann erstmal gucken muss, was das eigentlich ist.

    Das sind aber nun mal offene (=unentschuldigte) Abwesenheiten, die auch nachgehalten werden müssen. Wenn der Mehraufwand dadurch entsteht, dass die KuK nun gezwungen sind ihre Arbeit zu machen, bei Dingen, die sie vorher aus Bequemlichkeit haben unter den Tisch fallen lassen, ja, dann führt das tatsächlich zu "Mehraufwand".


    Mühsam finde ich das Eintragen der Hausaufgaben am Stundenende, wenn alles andere schon eingetragen ist und man dafür noch ein zweites Mal an den Rechner muss.

    Webuntis lässt sich nur mit der App über Tablet oder Handy effizient verwenden, da ist das eine Sache von Sekunden. Der Zugang per Rechner ist nur für das Berichtswesen sinnvoll oder um sich vergessene Stunden anzeigen zu lassen.

  • Das sind aber nun mal offene (=unentschuldigte) Abwesenheiten, die auch nachgehalten werden müssen.

    Stimme ich dir zu. Vorher im Klassenbuch stand aber z.B. drin "Max 10 Min Verspätung". Das hat man dann registriert und gut ist. Wenn es gehäuft vorkommt, Elterngespräch.

    Hier sammelt sich das aber.


    Das ist z.B. eine von drei offenen Seiten meiner Klasse in WebUntis bei Abwesenheiten nur der aktuellen Woche:


  • Stimmt, das liegt aber zum Teil auch an der sehr detaillierten Darstellung. Ich pflege als Klassenlehrer diese Daten nicht (heißt: ich lasse sie einfach stehen und setzte sie nicht auf entschuldigt oder unentschuldigt, im Bedarfsfall kann ich bei einzelnen SuS genauer hin gucken), letztlich brauche ich die Daten nur für die Fehlzeiten auf dem Zeugnis und da wähle ich beim Bericht die Option "nur ganze Tage", dann wird es wesentlich übersichtlicher.

  • Nur am Rande erwähnt.

    Ich habe die Diskussion gestartet, weil ich in den Erlassen des Landes NRW die Stelle nicht gefunden habe in der Klassenlehrer die Aufgabe der Zeugniserstellung zugewiesen wird.


    Wegen meiner kann das Thema geschlossen werden, weil meine Frage mit Karl Dieters Verweis auf die ADO (nochmals Dank dafür) beantwortet wurde.


    ;)

  • Auch wenn es Off-Topic ist, man kann Webuntis so einstellen, dass Verspätungen im Entschuldigungsstatus sofort den Status Verspätung bekommen, dann muss ich höchstens noch gucken, ob dies eine Verspätung von z.B. mehreren Stunden durch verschlafen ist, die dann natürlich nicht mehr als Verspätung entschuldigt ist. Geht deutlich schneller.

    • Offizieller Beitrag

    Wenn es vernünftig gemacht ist, ist der Effizienzgewinn bei einem digitalen System (erst recht beim digitalen Klassenbuch) dermaßen groß, dass es überhaupt keine ernsthafte Diskussion mehr geben kann, bei uns bin ich mir sehr sicher, das kein einziger von 100 KuK gerne zu an analogen Varianten zurück möchte.

    Moebius, ich finde es auch grundsätzlich interessant und kann mir schon vorstellen, dass wir als Schule auch mal auf was digitales gehen. In der Grundschule ist es aber vielfach wirklich nicht nötig. Der einzige Punkt aus deiner Liste wäre das mit dem usb-Stick. Aber zumindest an unserer "Teichschule" sitzen die Kollegen eh am PC im Lehrerzimmer und geben die Noten ein. (Und ich meine, dass andere Schulen dafür z.B. Logineo nutzen und die Schulen damit am heimischen PC verarbeiten dürfen.)


    Mich hat es aber gerade mal neugierig gemacht und ich habe Schild aufgerufen und ein paar Kompetenzen für E1, E2,E3, 03 und 04 eingegeben.

    Da fiel mir auch gleich ein Pferdefuß auf, der die Nutzung von Schild für die Zeugnisse in der Grundschule (aus meiner Sicht) fast unmöglich macht.


    Die Kinder sind in Schild der Klasse UND dem Statistikjahrgang zugeordnet

    In Klasse 3 und 4 ist das kein Problem.

    Aber in Klasse 1 und 2 kann das heißen:

    Fritz: Klasse 2a, E2 (weil 2 Schulbesuchsjahre)

    oder

    Hanna: Klasse 1a, E1 (weil 1 Schulbesuchsjahr)

    oder

    Klaus: Klasse 2a, E3 (weil 3 Schulbesuchsjahre)

    oder

    Petra: Klasse 1a, E2 (weil 2 Schulbesuchsjahre)

    Seit einigen Jahren ist es offiziell erlaubt, dass man Kinder auch nach dem 1. Schulbesuchsjahr noch in Klasse 1 verweilen lässt.


    Aber jetzt kommen wir zu den Kompetenzen.

    Wenn ich dann den Kindern die Kompetenzen zuordne, greift Schild auf das "E0..." zurück.

    In E03 kann ich die gleichen Kompetenzen hinterlegen wie in E02. Kein Problem.

    Fritz, Klaus und Petra bekommen also die gleichen Kompetenzen auf dem Ankreuzzeugnis zugeordnet. (DIe von E02 bzw. E03)

    Hanna bekommt die von E01 zugeordnet. Aber ... die müsste auch Petra bekommen, da Petra ja im 1. Schuljahr ist. Sie MUSS in Schild aber zwingend in E02 stehen.


    Bei Word (oder Excel) kein Problem. Bei Schild schon.


    ---

    (Wobei man natürlich einen Workaround nutzen kann und für die Zeit der Zeugniserstellung Petra in E01 schiebt, damit sie die gleichen Kompetenzen hat. Für die Statistik zu Beginn des Schuljahres wäre sie dann wieder in ihrem richtigen Jahrgang.)

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