Wie teuer ist Eure PKV?

  • Du weißt aber nicht, ob nicht auch ein Nicht-Chefarzt der Uniklinik an anderer Stelle auch was anderes vorgeschlagen hätte. Zweitmeinung schadet nie! Und Glück und Pech kann man immer etwas haben.

    Ich weiß, dass ein Arzt eines anderen Krankenhauses eine OP vorgeschlagen hatte, die evtl. böse Folgen gehabt hätte - die Zweitmeinung der Uniklinik hat mich vor negativen Folgen bewahrt. Durch die Expertise des Professors der Uniklinik komme ich mit zwei Tablettchen pro Tag gut zurecht. Auch meine Frau wäre ohne die Expertise eines Professors der Uniklinik und seines Teams vermutlich nicht mehr am Leben. Ich bin mit "Schutz und Fürsorge" des Dienstherrn per Beihilfe und der PKV zufrieden und nehme hier meine Möglichkeiten wahr. Dafür muss ich mich nicht rechtfertigen.
    Dass die Lehrenden an den Unikliniken näher an modernen Forschungsergebnissen und Therapien sind, lässt sich nicht bestreiten. Das ist deren job.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Und die Oberärzte, die die GKV-Patienten an der Uniklinik behandeln, sind noch näher dran an Forschung und moderner Therapie. Mein Opa hatte ein seltenes Hautsarkom und war deswegen an einer Uniklinik in Behandlung. Dort hat ihm dann unter 4 Augen der Oberarzt zu verstehen gegeben, dass er sich nicht als Privatpatient anmelden solle, sondern "Holzklasse". Als PKV würde er vom Chefarzt behandelt werden, der habe aber keine Ahnung von Sarkomen. Als "Holzklasse" würde er der entsprechenden Ambulanzsprechstunde zugeordnet und vom Experten (Oberarzt) behandelt, dessen Forschungsgebiet die Sarkome seien. Mein Opa hat dank dieses Oberarztes an Studien teilgenommen und wurde mit innovativen Medikamenten 90 Jahre alt. Teilnahme an der Studie war nur möglich, weil ihn der Oberarzt behandelt hat, wäre bei Chefarztbehandlung nicht möglich gewesen.

  • Das ist mit Verlaub Quatsch, man darf sich aussuchen von wem man behandelt werden möchte, das muss nicht der Chefarzt sein.

    Man hat bei der Anmeldung im Krankenhaus die Wahl, ob man Chefarztbehandlung wünscht oder nicht. Aufgrund negativer Erfahrungen (nur hohe Rechnungen, aber kaum Kontakt zum Chefarzt) lehne ich diese inzwischen ab, außer ich bin vom Chefarzt überzeugt. Das kam in den letzten 20 Jahren genau 2x bei jeweils einem meiner Kinder vor.

  • Das ist kein Quatsch, das war so. Privatpatient = Teilnahme an Privatsprechstunde unter Leitung des Chefarzts. Verzicht auf private Behandlung = Zuordnung zur zuständigen Ambulanz. Wenn du dich bei der Uniklinik als privat Versicherter anmeldest, landest du in der Privatsprechstunde des Chefarzts.

  • Ich denke, das kommt darauf an, wo und wie man guckt, ich habe bei allen die MRT-Termine selber gemacht und das in weniger als einer Woche in der Regel und auch bei mir als PKV-Patient musste ich drei Tage warten. Aber andere Praxis. Also kann ich so nicht bestätigen.

    MRT Termine bekommst du in kürzester Zeit. Impfungen nicht…

  • Chefarztbehandlung bedeutet: Er sieht dich drei Minuten, damit er das ganze Prozedere (ALLES, auch das, was die Assistenzärztin gemacht hat) mit 3,5 abrechnen kann.
    Das ist meiner Meinung - bei allem Verständnis für "schlechte Bezahlung durch die GKV" - Betrug und nervt total. Ich rede sehr ungerne mit jemandem nur kurz, nachdem jemand anders die ganze Arbeit gemacht hat und ich ihm Vertrauen gegeben habe.

    Absolut nicht. Kind, schwer erkrankt, Termin Chefarzt; Gespräch 45 Minuten. Durchführung der Tests durch Oberarzt, Besprechung, Medikamenteneinstellung, Nachbehandlung; alles durch den Chefarzt.

    Operieren lasse ich auch nicht den Chirug von nebenan. Ich suche mir den Experten raus der diese OP ständig macht und den engagiere ich. Termin als Privatpatient realistisch. GKV? Oje…

  • Operieren lasse ich auch nicht den Chirug von nebenan. Ich suche mir den Experten raus der diese OP ständig macht und den engagiere ich. Termin als Privatpatient realistisch. GKV? Oje…

    Hat bei meiner Tochter keine 3 Wochen gedauert, dass sie vom Spezialisten ein neues Kreuzband eingesetzt bekam und ja, die ist in der GKV.

  • Hat bei meiner Tochter keine 3 Wochen gedauert, dass sie vom Spezialisten ein neues Kreuzband eingesetzt bekam und ja, die ist in der GKV.

    Susannea Versteh es nicht falsch, aber liegt es an eurer ziemlich guten medizinischen Versorgung (vermutlich nicht) oder daran (eher meine Hypothese), dass du eine Löwenmama bist und so lange "nervst", bis du einen Termin hast?
    Meine Mutter ist auch so (und für französische Verhältnisse auch in einer gut versorgten Region) und meint auch, sie habe für meinen erkrankten Vater schnell Termine gehabt.
    mmm... 180 Telefonate, selbst zur Praxis fahren, "flunkern", dass man einen Termin vor Datum X, weil man 2 Tage später die Ergebnisse für Doktor Y braucht...
    (Dafür fährt sie aber tatsächlich alle möglichen Praxen ab und schenkt Merci-Schokolade-Packungen.... und die gibt es in Frankreich NICHT. Also alles ein Import aus Deutschland. Ich weiß nicht, was sie jetzt schenkt, wo wir keinen realen Kontakt haben. Vermutlich irgendeine gut schmeckende Schokolade ;)

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