Schule wechseln wegen Schulleiterin

  • Man kann ja durchaus die „Freiheitsgrade“ (wie viele Freistunden etc.) für einzelne Personen etwas großzügiger festlegen, was aber nicht unbedingt zu schlechteren Plänen führen muss. Man kann aber beim Durchsehen der Pläne, wenn ein Plan besonders schlecht gerechnet wurde, den so lassen, anstatt noch einmal rechnen zu lassen.

    Eben. Zuerst und für die allermeisten ist es sicher nur Zufall und ich glaube auch nicht an einen absichtlich schlechten Stundenplan. Aber beim Durchsehen der Pläne wird für manche noch einmal geschaut, was geht und für andere nicht.

    Als Personalrat durfte ich jahrelang in den Ferien antanzen und Stundenpläne überprüfen. Es war schon auffällig, dass es bestimmte Kollegen regelmäßig besonders schlecht traf. Das beste Beispiel: ein Kollege hatte einen relativ langen Pendelweg. Dann wies sein Stundenplan am Freitag nur eine einzige Stunde auf. Gemeinsam haben wir bei Kollegen eine Tauschmöglichkeit gefunden, die für alle Beteiligten eine Verbesserung dargestellt hätte. Die Schulleitung lehnte ohne Begründung ab.

    Und ja, das habe ich auch schon einmal erlebt. Zuerst war es nur Zufall, aber trotz guter Möglichkeit für eine deutliche Verbesserung und keiner Verschlechterung für andere wurde rigoros abgelehnt.

    Und ja, Einzelfälle tragen zum Misstrauen bei.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Das rigorose Ablehnen solcher Vorschläge kann ich nicht verstehen. Man sollte meinen, dass jede Schulleitung ein Interesse daran hat, dass auch das Kollegium Erleichterungen erhalten kann, wo es möglich ist.

    Aber vielleicht korrumpiert Macht auch in Schule - und gute Führung wird mit entsprechendem Auftreten wahlweise missverstanden oder gar pervertiert.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Aus eigener Erfahrung mit der Stundenplanerstellung:
    Die äußeren Faktoren sind so erheblich, dass ein "fieser" Stundenplan ebenso wie ein "super" Stundenplan erst einmal ein reines Zufallsergebnis sind. Untis errechnet auf der Basis der eingegebenen Daten und Parameter sowie der im Vorfeld erfolgten Unterrichtsverteilung, den Raumkapazitäten, den Stundenkontingenten und den Zeitwünschen bzw. Anforderungen der Teilzeitkräfte und vielem mehr den Stundenplan. Man könnte hier sicherlich bösartig Randstunden, viele Springsstunden etc. bei einzelnen Kollegen provozieren. (Das macht das Programm aber in vielen Fällen auch ohne bösartige Manipulation bei den KollegInnen mit Fächern, die ausschließlich in Schienen unterrichtet werden - beispielsweise die Kombi Französisch/Philosophie - in der Regel ist F die zweite oder dritte FS, also in Kopplung mit anderen Wahlpflichtfächern, dasselbe gilt für (praktische) Philosophie parallel zu Religionslehre.)

    Danach muss in der Regel händisch optimiert werden. Die Sorgfalt der im Vorfeld erfolgten Dateneingabe, sowie die Optimierungen im Anschluss an die errechneten Pläne machen die Qualität des Stundenplanteams aus.

    Und genauso wie sich die Legende hält, dass man eine schlechte Note bekommt, wenn man etwas gegen die Lehrkraft sagt, gilt das mit den entsprechenden Vorzeichen für den Stundenplan. Jede/r meint, eine solche Person zu kennen oder erlebt zu haben, die willkürlich einen schlechten Plan bekommen hat. Über die wahren Motive weiß man oft wenig bis gar nichts. Für SchülerInnen wie für Lehrkräfte ist es einfacher, böse Absicht zu unterstellen, weil man dann eine handfestere Erklärung hat als schlicht nur die äußeren Zwänge oder ein sorgsames Abwägen zwischen verschiedenen gleichermaßen schlechten Optionen für KollegIn A, B, C und D. Alles das erscheint zunächst nicht greifbar. (Und dennoch hat bisher niemand dem Stundenplanteam während der gesamten Arbeit über die Schulter gucken wollen.)

    Und vielleicht noch etwas am Rande:
    Der Stundenplan hat primär eine ganz andere Aufgabe zu erfüllen als den Wünschen der KollegInnen zu entsprechen. Oberste Prämisse ist die Abdeckung der Stundentafel und damit die Versorgung aller SchülerInnen mit dem ihnen zustehenden Unterricht. Das alleine stellt schon eine Herausforderung dar.

    Das meine ich mit integer. Du machst es so, andere gucken aber nicht nach z.B. den Sonderwünschen der TZ-Kollegen sondern nach denen der befreundeten Kolleginnen oder der lauten. Und dann wird händisch optimiert, wie Sabine es gerne hätte und Franz und Frieda, die immer das nehmen, was kommt, sind stille.

    Das muss noch nicht mal Mobbing sein, aber selbstredend kann man jemanden, den man schikanieren will, auch gezielt benachteiligen oder ignorieren mit seinen Bedürfnissen.

  • Als Personalrat durfte ich jahrelang in den Ferien antanzen und Stundenpläne überprüfen. Es war schon auffällig, dass es bestimmte Kollegen regelmäßig besonders schlecht traf. Das beste Beispiel: ein Kollege hatte einen relativ langen Pendelweg. Dann wies sein Stundenplan am Freitag nur eine einzige Stunde auf. Gemeinsam haben wir bei Kollegen eine Tauschmöglichkeit gefunden, die für alle Beteiligten eine Verbesserung dargestellt hätte. Die Schulleitung lehnte ohne Begründung ab.

    Natürlich trifft es einige Kollegen öfter. Das kann zum Beispiel an einer ungünstigen Fachkombination liegen. Die Ursache muss noch nicht mal beim Kollegen selbst liegen, sondern er kann auch der Leidtragende einer Kopplung von anderen sein oder von zwingen zu erfüllenden Bedingungen an anderer Stelle. Das kann man mit einem alleinigen Blick auf den Einzelkollegen nicht adäquat beurteilen.

    Zu dieser Pendelsache vier Anmerkungen:

    1. In wie weit muss die Schule Rücksicht auf private Entscheidungen (Wohnort) nehmen?
    2. Psychologisch kann ich verstehen, dass eine Einzelstunde negativ empfunden wird. Letztlich ergibt sich aber kein wirklicher Unterschied zur Situation, wenn am Vortag eine Stunde weniger ist und dafür dann am Freitag zwei Stunden liegen statt einer. Letztlich ist der Wunsch den Tag dann ganz frei geblockt zu bekommen der Wunsch nach einem überdurchschnittlich gutem Plan.
    3. Eine Optimierungen für jeden Einzelkollegen durch Tausch, kann trotzdem insgesamt eine Verschlechterung sein. In einen Stundenplan spielen ja mehr Überlegungen herein, als nur die Optimierung der Kollegenpläne. Bestes Beispiel ist da die Verteilung der Klassenlehrerunterrichte über die Woche oder die der Hauptfächer.
    4. Man sollte eine Ablehnung von Tauschwünschen als SL allerdings schon begründen können.
  • Das war dann auch die Begründung der SL. Der Kollege hat sich dann angemessen revanchiert.

    Wundert mich in diesem Fall nicht. So agieren wir wirklich nicht. Tauschwünschen wird dann entsprochen, wenn nicht dann plötzlich extrem schlechte Pläne für andere oder Mist-Pläne für Klassen entstehen.

    In der Regel wird sowas aber auch gar nicht erst gemacht, sondern da sieht man dann, dass einer nur für eine Stunde anreist und wir schieben die dann woanders hin. Das bekommt der K. gar nicht erst mit.

  • Mit anderen Worten, er hat dann das getan, was er der SL vorwirft?

    Dann haben sich ja zwei gefunden, die äußerst zufrieden mit der gegenseitigen Konfliktlösung sein müssten.

    Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Wenn sich jemand mir gegenüber arschig verhält, dann erfülle ich natürlich meine Verpflichtungen weiterhin, ich tue der Person aber weder Gefallen noch mache ich mehr, als ich muss.

  • Aus eigener Erfahrung mit der Stundenplanerstellung:
    Die äußeren Faktoren sind so erheblich, dass ein "fieser" Stundenplan ebenso wie ein "super" Stundenplan erst einmal ein reines Zufallsergebnis sind. Untis errechnet auf der Basis der eingegebenen Daten und Parameter sowie der im Vorfeld erfolgten Unterrichtsverteilung, den Raumkapazitäten, den Stundenkontingenten und den Zeitwünschen bzw. Anforderungen der Teilzeitkräfte und vielem mehr den Stundenplan. Man könnte hier sicherlich bösartig Randstunden, viele Springsstunden etc. bei einzelnen Kollegen provozieren. (Das macht das Programm aber in vielen Fällen auch ohne bösartige Manipulation bei den KollegInnen mit Fächern, die ausschließlich in Schienen unterrichtet werden - beispielsweise die Kombi Französisch/Philosophie - in der Regel ist F die zweite oder dritte FS, also in Kopplung mit anderen Wahlpflichtfächern, dasselbe gilt für (praktische) Philosophie parallel zu Religionslehre.)

    Danach muss in der Regel händisch optimiert werden. Die Sorgfalt der im Vorfeld erfolgten Dateneingabe, sowie die Optimierungen im Anschluss an die errechneten Pläne machen die Qualität des Stundenplanteams aus.

    Und genauso wie sich die Legende hält, dass man eine schlechte Note bekommt, wenn man etwas gegen die Lehrkraft sagt, gilt das mit den entsprechenden Vorzeichen für den Stundenplan. Jede/r meint, eine solche Person zu kennen oder erlebt zu haben, die willkürlich einen schlechten Plan bekommen hat. Über die wahren Motive weiß man oft wenig bis gar nichts. Für SchülerInnen wie für Lehrkräfte ist es einfacher, böse Absicht zu unterstellen, weil man dann eine handfestere Erklärung hat als schlicht nur die äußeren Zwänge oder ein sorgsames Abwägen zwischen verschiedenen gleichermaßen schlechten Optionen für KollegIn A, B, C und D. Alles das erscheint zunächst nicht greifbar. (Und dennoch hat bisher niemand dem Stundenplanteam während der gesamten Arbeit über die Schulter gucken wollen.)

    Und vielleicht noch etwas am Rande:
    Der Stundenplan hat primär eine ganz andere Aufgabe zu erfüllen als den Wünschen der KollegInnen zu entsprechen. Oberste Prämisse ist die Abdeckung der Stundentafel und damit die Versorgung aller SchülerInnen mit dem ihnen zustehenden Unterricht. Das alleine stellt schon eine Herausforderung dar.

    Wie gesagt, ich war selbst im SL-Team und habe erlebt wie die stellv. mit Ansage den schlimmstmöglichen Plan gebastelt hat.


    Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann.

    Der Himmel ist nicht mein Limit, ich bin es.

  • Wie gesagt, ich war selbst im SL-Team und habe erlebt wie die stellv. mit Ansage den schlimmstmöglichen Plan gebastelt hat.

    Hoffentlich eher eine Ausnahme :schimpf: Finde ich richtig schlimm, wenn das Amt so missbraucht wird.

  • Ich denke schon, dass es die Ausnahme ist, so wie Idioten generell die Ausnahme sind ;(

    Ich hab mehrfach erlebt, dass bei der SL beliebte Kollegen über Jahre ihre Wünsche erfüllt bekommen haben, weniger beliebte hatten halt einen "okayen" Stundenplan, nicht direkt schlecht, aber halt auch kein Wunsch berücksichtigt.

    Meiner war auch mal bescheuert, meine selbst gefundene Lösung konnte ich aber umsetzen.

    Andererseits kenne ich das auch, dass Kollegen unausgesprochene Wünsche berücksichtigt haben wollen und sich dann beschweren und beleidigt sind, wenn es nicht umgesetzt wird (war gerade dieses Jahr so "Wieso ist das dieses Jahr nicht, dass war doch schon immer so").

  • Es steht niemand morgens auf mit dem Vorsatz, sein Amt zu missbrauchen. Wenn die Entscheidung so fällt wie sie fällt, ist es eine Mischung aus Machtdenken, Unsicherheit und ggf. schlicht Inkompetenz. Rückfragen oder Vorschläge des Kollegiums werden als Kritik oder Hinterfragen der eigenen Kompetenz fehlgedeutet.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Ich habe auch schon erlebt, dass mir vorgeworfen wurde, einige haben immer einen besseren Stundenplan. „Das ist doch kein Zufall.“🤣
    Deswegen gibt es keine Wunschmöglichkeiten mehr. Nur allgemeine Vorgaben, die für alle gleich gelten.
    Dabei habe ich keine Person bevorzugt. Ich habe noch nicht einmal daran gedacht. Dazu habe ich bei 50 Personen keine Zeit. Ich versuche nur, wenn ich sehe, dass einige mehr Springstunden haben, das noch zu bereinigen und das bei allen Personen. Auch die Karens kommen in den Genuss.
    Schön wäre, wenn sich bei der Schulentwicklung alle gleich stark intrinsisch motiviert beteiligen würden. 😬

  • Das hatte ich noch nicht, weil ich das Ganze dafür vermutlich noch nicht lange genug mache. Oder aber ich habe mich bei objektiv ungünstigen Stundenplänen immer um Transparenz bemüht, so dass die Betroffenen es nicht mir anlasten konnten.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Höflich bitte ich darum, von solchen Mutmaßungen abzusehen. Öffentlich werde ich hier sicherlich nichts zu meinen Erlebnissen erzählen. Vermeintliche „Schikanen“ sehe ich weder in der Stundenverteilung noch im Stundenplan. Da kann ich gut einordnen, dass meine Wünsche nicht der Nabel der Welt sind.

    Deswegen habe ich auch Off Topic geschrieben und es damit explizit nicht auf dich bezogen. Es ist vollkommen selbstverständlich, dass du keine Details nennst, durch die andere Rückschlüsse auf deine Person oder Schule machen könnten.

  • Deswegen habe ich auch Off Topic geschrieben und es damit explizit nicht auf dich bezogen. Es ist vollkommen selbstverständlich, dass du keine Details nennst, durch die andere Rückschlüsse auf deine Person oder Schule machen könnten.

    … diese Off-Topic Diskussion fand ich durchaus spannend mitzulesen!

    On-Topic: Ich werde euch bald zum aktuellen Stand informieren.

  • Tja, wie kommen die Kolleg*innen bloß darauf?

    Das halte ich für einen wenig schmeichelhaften und hier vermutlich in wenig freundlicher Absicht getätigten Fehlschluss vor dem Hintergrund dessen, was Andreas in diesem Post geschrieben hat.

    Inwieweit man KollegInnen als "Karens" bezeichnen kann/soll/darf, darüber kann man ggf. diskutieren. Aber ich hätte bei seinem Posting jetzt keinen Grund für eine solch bissige Rückfrage gesehen.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Gut, dann freundlicher: aus dem Beitrag, wie aus anderen des Users vorher, scheint mir ein gewisses Desinteresse an zwischenmenschlicher Kommunikation sowie eine abwertende Haltung gegenüber einzelnen Kolleginnen durchzuscheinen, die sich durch Bezeichnungen konkretisieren, die eine gewisse Distanz durch Kategorisierungen erkennen lassen. In diesem Falle handelt es sich sogar um ein Schimpfwort, denn mit "Karen" ist eine weiße, rassistische, selbstgerechte Frau gemeint.

    Dabei erwarte ich von einer Führungsperson mehr Selbstreflexion und die Fähigkeit, das Gespräch zu suchen, wenn man sich über das Verhalten einer Kollegin geärgert haben sollte.

    Da hier ja wiederholt durch Kollegen qua Amt das Selbstverständnis abgeleitet wird, mehr zu leisten und in allen Belangen mehr Fähigkeiten zu besitzen, sollte sich jeder*r einzelne mit Weisungsbefugnis ganz besonders infrage stellen, ob das denn tatsächlich zutrifft.

    Oder kurz: mach dein Handeln doch einfach ohne Trotz und Abwertung anderer transparent.

Werbung