Hilfe bei der Wohnsitzwahl

  • Hallo zusammen,

    ich würde mich über Erfahrungswerte und Einschätzungen zu folgender Situation freuen:

    Ich beginne im September mein Referendariat für das Grundschullehramt. Aktuell lebe ich gemeinsam mit meinem Partner in Nürnberg. Mein Partner plant, im Frühjahr beruflich zu starten und bewirbt sich derzeit als Anwalt bei Großkanzleien (in Frankfurt oder München). Daher stellt sich für uns die Frage der Wohnsitzwahl für die Übergangszeit.

    Wir würden ungern direkt in eine noch größere Stadt ziehen. Denkbar wäre daher ein Wohnort etwas außerhalb, mit ca. 30–40 Minuten Pendelzeit für ihn, z. B. Aschaffenburg (für Frankfurt) oder Augsburg (für München).

    Wenn wir bereits jetzt umziehen würden, bestünde natürlich das Risiko, dass ich im Referendariat nicht in der Nähe eingesetzt werde und man dann ggf. mit einer Zweitwohnung oder Wochenpendeln arbeiten müsste.

    Als Alternative überlegen wir, vorerst in Nürnberg zu bleiben und erst dann umzuziehen, wenn feststeht, wo ich im Referendariat eingesetzt werde. Das würde für meinen Partner bedeuten, in der Übergangszeit zu pendeln bzw. ggf. eine kleine Unterkunft am Arbeitsort zu haben.

    Mich würden insbesondere folgende Punkte interessieren:

    • Ist es aus eurer Sicht sinnvoll, bereits vor der Zuteilung in einen für ihn günstigen Pendelstandort zu ziehen?
    • Wie wahrscheinlich ist es, dass der Erstwunsch (z.B. Aschaffenburg/Unterfranken) tatsächlich berücksichtigt wird?
    • Gibt es aus eurer Sicht weitere pragmatische Lösungen, die wir noch nicht bedacht haben?

    Ich freue mich sehr über eure Erfahrungsberichte und Einschätzungen.

    Vielen Dank!

  • Keine Ahnung ob euch das weiterhilft aber die meisten Referendare kommen bei uns an Grundschulen in und um München.

    Würde sich denn dein Partner bei der Wahl seiner Arbeit nach dir richten? Oder könnte es auch passieren, dass er dann in Frankfurt arbeitet und du in München?

  • Soweit ich dich verstanden habe, haben aktuell weder dein Partner noch du eine fixe Stelle, er wird aber aller Voraussicht nach vor dir wissen, wo er seinen Job hat, richtig?

    Meine Gedanken dazu wären:

    1) Ruhe bewahren (auch wenn es schwierig ist, aber im Moment kann man eh nichts daran ändern) und die gemeinsame Zeit in Nürnberg genießen

    2a) Falls er eine Stelle in München bekommt, würde ich vermutlich zunächst den Partner von Nürnberg aus pendeln lassen, bis ihr wisst, wo es in deinem Ref hingeht

    2b) Falls er eine Stelle in Frankfurt bekommt, würde ich eine Wohnung in Aschaffenburg für den Partner suchen, die groß genug ist, dass du darin Platz findest

    3aa) Hat er eine Stelle in München und du in Unterfranken, könnten entweder beide in Nürnberg bleiben und pendeln oder ihr verlegt die Hauptwohnung näher an eine Arbeitsstätte und nur einer pendelt

    3ab) Hat er eine Stelle in München und du kommst auch nach München ins Ref, weil der Bedarf dort so hoch ist, könntet ihr in Nürnberg bleiben und beide pendeln oder ihr sucht euch eine nähere gemeinsame Wohnung

    3ba) Du bekommst deine Stelle in Unterfranken, er ist in Frankfurt und ihr beide wohnt in Aschaffenburg

    3bb) Du bekommst eine Stelle im südlichen Bayern, Partner arbeitet in Frankfurt und wohnt in Aschaffenburg. Das hieße dann vermutlich WE-Beziehung, denn die Strecke ist nicht täglich pendelbar ohne extremen Zeitverlust.

    Ich komme nicht aus Bayern, kann mich aber daran erinnern, dass das Ref in Bayern an 3 unterschiedlichen Einsatzorten stattfand. Keine Ahnung, ob das immer noch so ist. Ich fand das immer extrem nervig und die bayrischen Refs haben mir wirklich leid getan. Sie mussten in den zwei Jahren mehrfach umziehen oder eben lange Strecken pendeln, weil die Wohnungssuche ja auch nicht immer funktionert und/oder man eben familiär eingebunden ist und man nicht einfach mal nebenbei umziehen kann. Der einzige Trost war, dass es ja begrenzt ist auf 2 Jahre.

  • Bei uns in Niederbayern werden die GS-Referendare üblicherweise relativ nah zum Erstwunsch eingesetzt. Fahrzeiten zur Einsatzschule oder den anderen Seminarschulen von einer Stunde oder auch mal etwas mehr kommen aber auch vor. Ob das in Unterfranken genauso gehandhabt wird, weiß ich nicht.

  • ... was für Eltern muss man haben ;)

    ontopic: Aschaffenburg ist wirklich ein hübsches Städtchen im Rhein-Main-Gebiet. Nicht die schlechteste Wahl, um nach Frankfurt zu pendeln.

    Tim Finnegan liv’d in Walkin Street
    A gentle Irishman mighty odd.

  • nee, aber die TE sucht aber nach einer Ref-Wohnung bzw. Ref-Seminar abhängig von der möglichen Stadt, wo ihr Freund arbeiten wird.
    Dann ist es eh schon eine Art Kompromiss und Einlassung.
    Ich beziehe mich nur aufs Ref! (ich hab ja gesagt, für später spielt was Anderes eine Rolle).

    Der Freund ist eindeutig "flexibler", kann also warten, bis sie ihre Zuweisung hat, oder sie richtet sich nach ihm und dann kann es auch ein Entgegenkommen seinerseits geben (bei solchen Gehaltsunterschieden werden sie wohl kaum 50/50 bei der Miete machen)

Werbung