Ich hoffe, dass sich hier viele "Forensiker*innen" selbst wiedererkennen können. Der Job kann schön sein,
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Alle mal lesen, der Artikel ist nicht hinter einer Bezahlschranke! -> Linktipp Krautreporter
Ich hoffe, dass sich hier viele "Forensiker*innen" selbst wiedererkennen können. Der Job kann schön sein,
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Puh und dann wundert man sich wieso so viele Lehrkräfte irgendwann ausgebrannt sind.
Erst Grund 6 ist legit. Ok Kollegium geht auch noch.
Nein ich erkenne mich da nicht wieder und ich hoffe viele andere auch nicht.
Besonders kritische sehe ich "Idealismus" und "Veränderungswille". Erstes macht dich kaputt und an zweitem zerbricht man auch, weil nicht weiter kommt.
Es kommt montagsmorgens schon hin und wieder vor, dass ich auf den Kontostand gucken muss, um Motivation aufzubauen.
Bis das erste Mal behauptet wurde, eine der Lehrerinnen wäre schon im 10. Berufsjahr habe ich gedacht, da wurden 500 Berufseinsteiger gefragt. Meine Herren, da haben sie auch eine Tranche erwischt...
Ich kann die Gründe gut nachvollziehen
Was mich nicht motivieren würde, wäre der Kontostand. (Wenn ich den für die Motivation bräuchte, würde ich kündigen. )
Aber das wisst ihr ja.
(Un nein, ich bin nicht im Burn-out.)
Mich befremden zwar die Formulierungen, aber so grundsätzlich kann ich mich in den Gründen schon zum Teil wiederfinden, wenn man dwn Pathos rausnimmt.
Mir gefällt, dass es durch die freie Zeiteinteilung nur sehr wenig Arbeitszeit gibt, die man nur absitzt, damit der Feierabend endlich kommt. Entweder ich habe etwas zu tun oder ich habe Freizeit. Das ist schon einiges wert. Mir gefällt durchaus auch, dass ich einen Job habe, von dem ich insgesamt schon sagen kann, dass er einen gewissen inhaltlichen Mehrwert hat, nicht nur reiner Selbstzweck. Und ich arbeite gerne mit Menschen statt alleine in einem Büro. Dass es junge Menschen sind, macht das ganze abwechslungsreich. Und ich mag meine Fächer echt gerne und rede gerne über die Fachinhalte.
Da gibt es also schon Überschneidungen, aber der sprachliche Pathos ist echt übel und weckt falsche Erwartungen - und ist damit auch nicht ungefährlich.
Mal ehrlich: Wenn es uns primär ums Geld ginge, wären wir nicht Lehrer geworden?
Ich kann die Gründe gut nachvollziehen
Was mich motivieren würde, wäre der Kontostand. (Wenn ich den für die Motivation bräuchte, würde ich kündigen. )
Aber das wisst ihr ja.
(Un nein, ich bin nicht im Burn-out.)
Nicht falsch verstehen, ich brauche auch keinen Kontostand um motiviert zu sein. Ich mache das schon gerne, aber viele Dinge dort sind einfach Quatsch.
Mal ehrlich: Wenn es uns primär ums Geld ginge, wären wir nicht Lehrer geworden?
Naja bei einem Jobs geht es grundsätzlich darum bezahlt zu werden. Essen, Obdach und andere Dinge sind schon ganz nett. Wenn man dann die Tätigkeit noch ganz gerne mag und die anderen Rahmenbedingungen auch passen, ist alles gut.
Ich muss nicht zwingend meinen Kontostand überprüfen - aber sich spätestens seit der Verbeamtung auf Lebenszeit keine Sorgen um sein Einkommen und seinen Arbeitsplatz machen zu müssen, ist ein hohes Gut. Diese Existenzsorgen sind nicht Teil meiner Lebensrealität - und ich stelle mir das wenig erbaulich, wenn nicht schrecklich vor, damit auch nur eine Weile leben zu müssen.
Ich finde mich in den Gründen durchaus wieder. Der Beruf ist für mich sinnstifend und erfüllend, weil er ein Beitrag für die Gesellschaft und die Zukunft ist. Ich bin an meiner Schule zum Glück in der Position, viel mitgestalten zu können und das gibt mir viel in diesem Beruf. Klar, Sicherheit und Ferien sind ein Privileg (und auch notwendig bei den Anforderungen). Aus finanziellen Gründen hätte ich vermutlich eher andere Wege einschlagen sollen als Grundschullehrkraft - wobei A13 ja bald in NRW für Grundschullehrkräfte auch endlich erreicht ist, das konnte ich aber bei der Entscheidung für den Beruf noch nicht wissen. Ob man durch den Beruf jung bleibt? Ich glaube dafür ist die Belastung zu hoch. Man bleibt jedoch auf jeden Fall eher am Zahn der Zeit und kommt in Kontakt mit den Lebenswelten der Kinder.
Mal ehrlich: Wenn es uns primär ums Geld ginge, wären wir nicht Lehrer geworden?
Umgekehrt gilt sicher, wenn es kein oder nur viel weniger Gehalt oder Dienstbezüge dafür gäbe, hätten sicher viele Lehrer eine andere Tätigkeit gewählt.
Es kommt montagsmorgens schon hin und wieder vor, dass ich auf den Kontostand gucken muss, um Motivation aufzubauen.
Wenn ich da morgen früh drauf gucke, hilft mir das nicht ![]()
Ich kann die Gründe gut nachvollziehen
Was mich nicht motivieren würde, wäre der Kontostand. (Wenn ich den für die Motivation bräuchte, würde ich kündigen. )
Aber das wisst ihr ja.
(Un nein, ich bin nicht im Burn-out.)
Lässt sich von einem hohen A leicht sagen. Ich befürchte, sowas sagen kann man nur, wenn man nie Geldsorgen hatte (Herzlichen Glückwunsch!, ganz ohne Neid oder Sarkasmus)
"Der Kontostand motiviert mich" heißt nicht, dass man seine Seele an den Teufel verkauft hat und nur geldgeil ist.
Es heißt nur: Am Ende des Monats möchte ich noch essen, ein Dach über den Kopf haben und sich nicht regelmäßig fragen, ob ich heute Abend einen Nachtisch haben darf oder lieber für Nudelsoße spare.
Es heißt: Den weiteren Familienmitgliedern ein gutes Leben gestalten können.
Es heißt: mir das leisten zu können, weitestgehend im Einklang mit meinen Werten Essen oder Kleidung kaufen zu können.
Und jetzt ganz konkret ein Beispiel aus meinem Alltag: Ich muss nicht zu viel nachdenken, wenn ich mir Eisentabletten oder Schmerzmittel verschreiben lasse, die keiner übernimmt. Es gibt Menschen in Deutschland (!), denen Eisentabletten (!) bei Eisenmangel das Genick im Monat brechen können.
Sorry, aber für mich sind Sprüche wie "Ich arbeite nicht fürs Geld" all denen gegenüber arrogant/ignorant, die von ihrem Lohn nicht das Leben führen können, was wir haben.
Ich habe mich beherrscht, nicht den ersten Kommentar abzugeben und die Gründe sofort schlecht zu reden. Dankenswerterweise hat s3g4 den Job übernommen. Der Gedanke, dass "Kollegen" sowas gesagt haben sollen, macht für mich den Punkt "Kollegium" schwierig. Völlig "unerwartet" kann ich mit dem Artikel nichts anfangen.
Der Kontostand motiviert mich nicht.
Und nein - das ist nicht arrogant gegenüber denjenigen, die von ihrem Geld nicht das Leben führen können, was wir haben.
Ich bin nicht Lehrer geworden, weil ich damals ein A12-Gehalt bekommen habe. Das spielte keine Rolle.
(Und ich finde es sehr verwirrend, mir deswegen diese Arroganz zu unterstellen. )
Der Kontostand motiviert JEDEN, IRGENDWELCHE Arbeit zu leisten.
Man wird nicht XY für 300 Euro mehr im Monat als als ABC, aber wir arbeiten nun mal, um Geld zu verdienen (Jaja, es macht soviel Spass, man könnte trotzdem als Vermögensmillionär weiterarbeiten, blabla.. Das würden doch die Allerallerallerwenigsten in Vollzeit (!) weitermachen)
Wir leben eben nicht bei den Schlümpfen, wo jeder nur tut, was ihm gefällt und Spass macht und am Ende werden alle Ressourcen für alle geteilt und jede*r kriegt, was er will.
Der Kontostand motiviert JEDEN, IRGENDWELCHE Arbeit zu leisten
Es motiviert aber (mich) nicht, den Lehrerberuf gerne zu machen. (Siehe Threadtitel).
Es motiviert aber (mich) nicht, den Lehrerberuf gerne zu machen. (Siehe Threadtitel).
Würdest du genau das gleiche machen, wenn du dafür nur ein monatliches Dankesschreiben deines Dienstherren bekommen würdest?
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