An der Schule meines Kindes kam jemand mit den Skiern.
Glatteis - Notbetreuung
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bei einem so ichbezogenen Kollegium.
Ja, man kann's auch übertreiben.
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Der Lidl bei euch wird aufhaben und auch der Bäcker wird gebacken haben. Die fahren einfach alle zur Arbeit hin.
Immer diese Extrawürste, die Lehrer meinen zu haben. -
An der Schule meines Kindes kam jemand mit den Skiern.
Am Rhein bricht jedes Mal die komplette Zivilisation zusammen, wenn ein Schneeflöckchen sich am Himmel zeigt. Mein Sohn vergleicht das mit der Zombieapokalypse.
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Mein erster Gedanke war, dass man sicher jemanden zum Tauschen findet, weil es Kollegen im Ort nicht so trifft.
Aber nachdem ich alles gelesen habe, bin ich bei Kris24: Das stimmt so nicht.
Bei großen Schneemengen sind die Fußgänger aus dem Ort vielleicht besser aufgestellt als Autofahrer. Bei Glatteis aber eher die Autofahter auf oft schon am Vorabend mit Salz gestreut Straßen. Fußweg werden in solchen Situationen beim Streuen oft hintenangestellt.
Einen großen Unterschied macht es auch, ob man vorm Haus Stufen hat oder ebenerdig aus der Garage fährt.
Und wer dann hingeht, erwartet vermutlich, dass der Hausmeister es früher schafft und noch vor Schulbeginn einen Weg über den Hof freisch
altenippt oder streut. Bei diesem stellt sich die Frage irgendwie nicht. -
Und nein, wir hatten keine Betten, ich habe auf dem Boden im Chemieraum übernachtet.
Ich auf ner Weichbodenmatte in der Turnhalle, aber nur, weil ich auch so ein Glatteisschisser bin.
Zum Glück muss ich nicht mehr Auto fahren, aber zu meiner früheren Schule musste ich erst die ganze Zeit eine kurvige Straße bergab und dann wieder das Ganze bergauf und höher fahren. Die Ohren gingen jedes mal zu. Anfangs hatte ich noch ein Auto mit Allradantrieb (habe ich mir aber nicht deswegen zugelegt, war ein Schnäppchen), da kam ich notfalls auch im Winter hoch. Einmal habe ich 2 Schulbusse und andere Autos am Berg "überholt", die liegen geblieben waren. Ich war außer ein paar Kindern die Einzige, die in der Schule ungefähr rechtzeitig angekommen war. Eine Kollegin rief an und meinte, sie macht sich erst auf den Weg, wenn der Winterdienst durch war. Sie wollte sich und ihre Kinder, die sie noch zur Kita bringen musste, nicht in Gefahr bringen. Ist doch auch verständlich. Hat sie was falsch gemacht? Sie kam dann um halb 10.
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Ganz ehrlich, das ist so ein Fall von "Frag penetrant nach und erhalte eine beschissene Regelung".
Löst das lieber im Einvernehmen.
Jede SL hat Interesse daran, dass ihr auf eurem Arbeitsweg nicht verunglückt.
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Taxi rufen.
Taxi ist ja ÖPNV... Wenn das nicht mehr fährt, wirds spannend.
Und wer dann hingeht, erwartet vermutlich, dass der Hausmeister es früher schafft und noch vor Schulbeginn einen Weg über den Hof freischalten oder streut. Bei diesem stellt sich die Frage irgendwie nicht.
Ich habe echt Mitleid mit unserem Hausmeister. Der musste jetzt regelmäßig Winterdienst machen und dafür zum Teil um 6 Uhr dasein. Da die Hausmeisterwohnung nicht mehr existiert, hatte der fies Anfahrt... Und das auch Samstag und Sonntag.
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Der Parkplatz an unsrer Schule war auch am 3. Tag noch nicht geräumt, ich durfte mehrere Kollegen morgens schon anschieben, die sich festgefahren hatten (ich komme mit Schnee zurecht, ich kam gut in die Parkbuchten morgens).
Im Ref war ich mal an einem Schneetag auch bis ca. 10 Uhr die einzige in meiner Schule, weil alle andren weiter weg gewohnt haben. Kamen auch wenige Kinder damals

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Bei uns werden nur die nahewohnenden Kollegen zur Notbetreuung herangezogen. Im Gegenzug machen die halt mal wann anders was andres.
Schriebst du.
Die wohnortnahen werden nicht gefragt, ob sie auch Bedenken haben, sich ernsthaft zu verletzen, während die anderen sich noch einmal im Bett umdrehen? Sie werden ja herangezogen, nicht gebeten oder gar neutral gefragt.
Sollen doch die sich ihre Knochen brechen.
Was leistet ihr im Tausch? Jede Woche eine zusätzliche Pausenvertretung? Ich würde auf diesen Tausch übrigens nicht eingehen, meine Gesundheit ist mir wichtiger. Also selbst wenn du mir anbieten würdest, du würdest bis zum Schuljahresende alle Pausenaufsichten für mich übernehmen, würde ich ablehnen, wenn ich bereits zu Hause wäre. Ich bin übrigens am nächsten Tag mit dem Auto gefahren, sicherer als zu Fuß. Die Straßen werden geräumt, die Gehwege selten, da Privatleute verantwortlich sind.
Ich kenne halt dieses Geschwätz von der extra Aufgabe, normalerweise nicht der Rede wert, wenn überhaupt nach dem Glatteis daran gedacht wird.
Und was mich interessieren würde, woher wussten die anderen, die zur 1. Stunde Unterricht gehabt hätten, dass 4 Kollegen für 3 Kinder da sind oder haben bei euch nur 4 Kollegen zur 1. Unterricht? Blieben die anderen einfach zuhause, weil die dummen vorortwohnenden es sowieso immer übernehmen?
Ich habe mein Referendariat im Schwarzwald geleistet bei meterhohem Schnee, Ski zur Schule war ca. 1 Monat lang üblich von allen, die nahe genug wohnten, meine 2. Schule lag auf der Schwäbischen Alb, damals auch noch mit reichlich Schnee. Ich wohnte außerhalb mit kurvenreicher Straße mit 19 % iger Steigung, ich weiß wovon ich schreibe.
Aber für die/den TE und dir ist es selbstverständlich, dass nur wohnortnahe kommen.
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Für SH würde gelten: Man wird bei Verbeamtung einem Dienstort zugewiesen. Wenn man dann 45 km entfernt wohnt, ist das die eigene Entscheidung, aber man kann nicht als Argument geltend machen, dass man bei witterungsbedingten Problemen nicht 45 km zur Schule fahren kann. Wenn man im Ort wohnt und die Lage so ist, dass man nicht zu Fuß zur Schule kommen kann, gilt ja Gefahr für Leib und Leben, und das gilt ja dann auch für die Schülerinnen und Schüler. Also wenn ich nicht zu Fuß kommen kann, können die das ja auch nicht. Oder? Ich weiß es nicht, ich habe noch nie einer Situation erlebt, in der ich so definitiv gar nicht vor die Tür treten konnte um zu Fuß eine Strecke zurückzulegen, während Schulkinder um mich herum das doch konnten.
Abgesehen davon finde ich natürlich, das man in einem Kollegium eine einvernehmliche Lösung finden muss für so ein Problem.
Und im absoluten Notfall bleibt noch eine Krannkmeldung… -
Ich meine mit meiner Frage eine Extremsituation: Also wenn der deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung herausgibt, die gewisse Risiken und Gefahren bei Autofahrten voraussagt.
Kann eine Lehrkraft dann gewzungen werden, sich dem Risiko aussetzen zu müssen?
In anderen Berufen muss man halt Urlaub nehmen oder bekommt Minusstunden.
Wenn man nicht zur Arbeit kommen kann, ist das die Folge. -
Der Parkplatz an unsrer Schule war auch am 3. Tag noch nicht geräumt, ich durfte mehrere Kollegen morgens schon anschieben, die sich festgefahren hatten (ich komme mit Schnee zurecht, ich kam gut in die Parkbuchten morgens).
Im Ref war ich mal an einem Schneetag auch bis ca. 10 Uhr die einzige in meiner Schule, weil alle andren weiter weg gewohnt haben. Kamen auch wenige Kinder damals

Bei uns waren 1994/5 im Schwarzwald und Anfang der 2000er auf der Schwäbischen Alb bei teilweise meterhohem Schnee alle da, man startete halt morgens um 5 Uhr.
Ich hatte keine Garage und musste erst mein Auto ausgraben, einmal schaufelte ich vergebens, ich hatte vergessen, dass ich mein Auto auf der anderen Seite geparkt habe.
Solche Schneemassen sind selten geworden.
Noch einmal, ich bin bereit, meinen Dienst zu tun, aber sicher nicht häufiger als andere, die weiter weg wohnen und ganz sicher nicht, weil sie sich nicht trauen und auch nicht vor Ort übernachten wollen. Heute kommen Unwetterwarnungen früh genug. Mich hat eure Selbstverständlichkeit getriggert und abgestoßen.
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Ich meine mit meiner Frage eine Extremsituation: Also wenn der deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung herausgibt, die gewisse Risiken und Gefahren bei Autofahrten voraussagt.
Kann eine Lehrkraft dann gewzungen werden, sich dem Risiko aussetzen zu müssen?
Wurde doch schon beantwortet:
Nuja, dann versuchst du zur Arbeit zu kommen. ÖPNV, Taxi, was auch immer. Rechtzeitig losgehen und ernsthaft versuchen. Wenn es nicht geht, geht es halt nicht.
Niemand kann dich zwingen, dein Auto zu benutzen. Manche haben ja gar keins oder keinen Führerschein.
Aber: wie extrem kann Wetter sein, wenn es Kinder bis in die Notbetreuung schaffen? Deren Eltern kommen ja auch zur Arbeit.
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Kann man, muss man aber nicht. Dass du in der Schule übernachtest, das kann keiner von dir verlangen.
Dass du am nächsten Tag alles versuchen musst, in die Schule zu kommen, das schon.
Ja, muss man nicht. Aber ich bin nicht so unverschämt zu verlangen, dass wohnortnahe für mich die Knochen brechen sollen.
Ich wohnte damals 20 km entfernt auf einem Hügel mit kurvenreicher Straße mit bis zu 19 % iger Steigung rauf und runter. Selbstverständlich bin ich nicht zuhause geblieben, unsere Schülerinnen und Schüler übrigens auch nicht.
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Aber: wie extrem kann Wetter sein, wenn es Kinder bis in die Notbetreuung schaffen? Deren Eltern kommen ja auch zur Arbeit.
Man weiß zuvor nicht, ob und wie viele Kinder da sind, aber man muss als Schule regeln, dass die Notbetreuung gewährleistet werden kann. Also muss zumindest eine Person da sein, öffnen, die Ankommenden betreuen.
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Wie ist es denn in folgendem hypothetischen Fall?
Aufgrund von Glatteis fällt die Schule aus. Eine Lehrkraft hat einen Fahrtweg von 45 Minuten mit dem Auto über Landstraße. Sie soll die Notbetreuung übernehmen. Sie möchte bei dem Wetter aber nicht mit dem Auto fahren. Fühlt sich damit sehr unwohl und unsicher.
Mein Erfahrungswert aus diesem Winter:
Glatteis. Eine Lehrkraft hat einen Fußweg von 20 Minuten (bergab). Fußwege sind vor 8 Uhr in der Regel noch nicht geräumt. Das bedeutet bei Schnee durchaus ein sicheres, aber kaltes Laufen (wenn der Schnee in die Winterschuhe "schwappt"). Bei Glatteis bedeutet das, nun ja, Glätte. Wie gut, dass die Lehrkraft Spikes hat, um auf Schnee und Eis sinnvoll laufen zu können.
Ganz dumm: Wenn selbst die Spikes an den Füßen versagen. (An der Stelle wünscht man sich vier (statt nur zwei) Kontaktpunkte mit dem Boden (aka Räder), mindestens einen Airbag und eine Knautschzone. Und eine Heizung gegen die Kälte.)
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Und nun?
Möglichkeiten:
Die Lehrkraft sucht sich eine Wohnung in der Nähe der Schule oder geht für die eine Nacht in ein Hotel. Letzteres habe ich wegen einer Unwetterwarnung und eines entfernten Arzttermines auch schon gemacht.
Die Lehrkraft nimmt sich ein Taxi.
Sinnvollere Möglichkeiten:
Die Lehrkraft fragt im Kollegium, ob jemand anderes die Betreuung übernehmen kann. Ggf. im Tausch gegen andere Stunden.
Die Lehrkraft erläutert der SL das Problem und fragt, ob es eventuell eine andere Möglichkeit gibt.
Formal hat die Lehrkraft die Aufgabe ihren Arbeitsweg sicherzustellen. Alle anderen arbeiten morgen auch. In einem guten Kollegium findet man aber letztlich immer eine Möglichkeit.
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Ich meine mit meiner Frage eine Extremsituation: Also wenn der deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung herausgibt, die gewisse Risiken und Gefahren bei Autofahrten voraussagt.
Kann eine Lehrkraft dann gewzungen werden, sich dem Risiko aussetzen zu müssen?
Wenn alle anderen auch nicht arbeiten, ist es auch für eine Lehrkraft nicht zumutbar. Wenn also Behörden, Ärzte, Industrie etc. nicht öffnen, musst du als Lehrkraft auch nicht. Solange aber 90% der Menschen ganz normal zu Arbeit gehen, wirst Du kaum argumentieren können, dass Du es nicht kannst.
Sonderfälle wären, wenn dein Dorf durch eine Lawine von der Außenwelt abgeschnitten wäre oder so. Aber Glatteis ist in Winter nicht unerwartet. Du musst dir vorher überlegen, wie du deinen Job erledigen kannst. Vielleicht kannst du einfach bei einer Kollegin vor Ort übernachten.
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Ich wette eine Pausenaufsicht, dass keiner von euch jemals im Schulort übernachten würde, um morgens als erster da zu sein.
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