• Zurück zur Ausgangsfrage. Ich habe Bing gebeten eine Antwort zu finden, wann der Beginn von Fastenzeit und Ramadan wieder auf denselben Tag treffen. Antwort:
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    Mit den genaueren Daten zum Beginn des Ramadan (z.B. 2026–2036) und ohne eine vollständige, verlässliche Tabelle aller zukünftigen Aschermittwochs-Daten bis weit in die Zukunft kann ich kein belastbares konkretes nächstes Datum angeben, an dem beide wieder exakt auf denselben Tag fallen.

    Was sich aber sagen lässt:

    • Ramadan wandert im gregorianischen Kalender jedes Jahr um etwa (10–11) Tage nach vorne.
    • Aschermittwoch liegt immer zwischen 4. Februar und 10. März – diese Vorgabe entspricht genau seinem natürlichen Schwankungsbereich.
    • Aus der Kombination dieser beiden Zyklen ergibt sich, dass ein exaktes Zusammentreffen wie am 18. Februar 2026 extrem selten ist und sich erst nach vielen Jahrzehnten (eher Richtung Jahrhundert) wieder einstellt.

    Ohne eine vollständige, geprüfte Liste aller Aschermittwochs- und Ramadanbeginne über viele Jahrzehnte hinweg wäre ein konkretes Jahr (wie „2060“) schlicht geraten – und das möchte ich dir nicht als „berechnet“ verkaufen.

    Kurz:
    Ein nächstes gemeinsames Datum gibt es, aber es liegt sehr wahrscheinlich weit nach 2100; ein exaktes Datum kann ich dir seriös nicht nennen.
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    Die Frage bleibt wohl offen für RICHTIGE Mathematiker. Das Problem der Berechnung liegt auch an den Sonderregeln der Osterformel. So dürfen Ostern und Vollmond nicht zusammentreffen und die Schaltjahresregel bei vollen Hunderten müssen mit einfließen. Gauss hatte seine Formel dazu jedoch recht präzise formuliert.
    Der Ramadan ist zwar astronomisch leicht zu berechnen. Der Mond zieht konstant seine Bahn. Religiös hängt der Termin jedoch an der Sichtung der Mondsichel und die wird von Menschen variabel festgelegt.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Wenn dem so ist, funktioniert Fasten nicht mit den Regeln des Verzichts auf Fleisch. Und wenn man das ganze Jahr auf Alkohol verzichten mag oder muss, dann ist es für 7 Wochen keine Besonderheit.

    Gerade darum mag ich, dass man sich Fastenvorsätze selbst wählen kann. Der eine empfindet es als Beliebigkeit, der andere als Möglichkeit, etwas Individuelles zu wählen, das einen persönlich betrifft oder berührt.

    Wie gesagt, deswegen wird das in der Moderne alles diskutiert. Aber die erzkonservativen Kreise in der Orthodoxie würden eine Änderung der Fastenregeln als persönliche Beleidigung empfinden und mit Spaltung drohen bzw. sogar sich abspalten.

  • Wie gesagt, deswegen wird das in der Moderne alles diskutiert. Aber die erzkonservativen Kreise in der Orthodoxie würden eine Änderung der Fastenregeln als persönliche Beleidigung empfinden und mit Spaltung drohen bzw. sogar sich abspalten.

    Das ist in vielen Religionen so, es gibt immer Gläubige, die stark an Traditionen hängen und alles daraufhin ausrichten, und andere, die erneuern, an die Zeit anpassen, ins Heute übertragen wollen.

    Dabei haben alle den Anspruch, dass sie genau damit die Botschaft bewahren und tragen.

  • Dabei haben alle den Anspruch, dass sie genau damit die Botschaft bewahren und tragen.

    Die einen tragen die Botschaft weiter, die anderen das Ritual. That's the difference.
    Heute in der Tageszeitung: Die Gebeine des Franziskus wurden in einen Glassarg umgebettet. Cui hoc prodest?

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
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  • Gibt es während der Fastenzeit eigentlich auf Tictok Videos mit Söder und seiner Bratwurst?

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Dann darf er weiter Bratwurst essen :)

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Reliquienverehrung findet sich bereits in der Bibel (z. B. 2. Könige 13,21; Apostelgeschichte 19,12). Schon die ersten Christen beteten an den Gräbern der Märtyrer.

    Reliquien- und Heiligenverehrung war eine der Ursachen für die "Kirchenspaltung" vor 500 Jahren durch die Reformation. Die Reformatoren lehnten die "Götzenverehrung rigoros ab - aus gutem Grund. Diese war - neben dem Ablass - eine Haupteinnahmequelle der katholischen Kirche und verleitete dazu, sich von den Sünden freizukaufen, statt sich bessern.

    Die KI meint zur Umbettung:

    The same procedure as 500 years ago ...

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    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Reliquien- und Heiligenverehrung war eine der Ursachen für die "Kirchenspaltung" vor 500 Jahren durch die Reformation. Die Reformatoren lehnten die "Götzenverehrung rigoros ab - aus gutem Grund. Diese war - neben dem Ablass - eine Haupteinnahmequelle der katholischen Kirche und verleitete dazu, sich von den Sünden freizukaufen, statt sich bessern.

    Die KI meint zur Umbettung:

    The same procedure as 500 years ago ...

    Köln ist da das beste Beispiel. Die haben sich da richtig goldene Nasen mit ihren Reliquien verdient. Und als sie das nicht mehr durften, haben sie halt Statuen mit reliquie verkauft (die Statue wurde bezahlt, die reliquie gabs geschenkt).


    Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann.

    Der Himmel ist nicht mein Limit, ich bin es.

  • Stimmt! Sollte ich als Protestant vielleicht mal lesen...Hatte das zunächst nur ideologie- und religionsfrei aus der rein wirtschaftlichen Perspektive betrachtet8)

    Ich betrachte das derzeit aus kunsthistorischer Sicht. Der Reliquienverehrung kann man einen einzigen positiven Aspekt abgewinnen: Die Reliquien verschafften den Künstlern des Mittelalters eine Einnahmequelle. Um die Reliquien herum wurden damals Altäre erstellt und brachten so die Malerei und die Kleinplastik zu neuen Schöpfungen.

    Eines meiner "Hobbies" im Ruhestand besteht darin, nach dem Verbleib und Aussehen der Altäre zu forschen, die beim Bildersturm 1534 aus der - nun protestantischen - Stadtkirche entfernt wurden. Meine Heimatstadt hatte als "Freie Reichsstadt" bereits 1524 den protestantischen Glauben innerhalb der Stadtmauern für alle Bürger übernommen und auch die Altäre abgedeckt. 1534 wurden diese dann ausgeräumt - ebenso wie in der benachbarten Klosterkirche. Die Patrizier der Stadt zählten durch den Tuchhandel zu den wohlhabendsten in Oberschwaben und hatten für das Seelenheil ihrer Ahnen mindestens 7 Altäre gestiftet. Diese waren von bedeutenden Künstlern der süddeutschen Frührenaissance und Spätgotik gestaltet worden.

    Als sparsame Schwaben hatten die Patrizier jedoch dafür gesorgt, dass die Bestandteile der Altäre nicht - wie anderswo - auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden, sondern eingelagert wurden. Bislang konnte ich Teile der Altäre, die von Ivo Strigel, Bernhard Strigel und Martin Schaffner stammen, in der Gemäldegalerie in Berlin und der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe in der Provenienz zuordnen.

    Ohne Heiligenverehrung und Reliquien hätte es diese großartigen Kunstwerke nie gegeben.
    Ohne die Reformation hätte es jedoch auch das erste Spital der Stadt nicht gegeben, als die finanziellen Mittel nun für wohltätige Zwecke flossen.

    Es gab wohl auch einen Altar zur Verehrung von St.Nikolaus, der verschwunden ist. Ich suche noch nach der Zahnreliquie, die sich darin befand. Falls ich den Zahn finde und berühre, werde ich von all meinen (zahlreichen) Sünden freigesprochen - das ist die Suche wert. :pirat:

    BTW: Die Darstellung des Abendmahls durch Bernhard Strigel (um 1518) von einem der Altäre ist zum Niederknien. Man sieht darin auch den Wechsel der Einstellung, was die Heiligenverehrung betrifft. Die Apostel besitzen nun keinen Heiligenschein mehr, nur bei Jesus ist dieser noch sachte angedeutet. Dargestellt ist in der "Fußwaschung" die Szene, wie Petrus diese von Jesus zurückweist. Zu sehen ist auch die Hinwendung der Renaissance zum Menschen als Individuum mit Charakterkopf. Kaum 30 Jahre zuvor waren die Personen in der Spätgotik nur gleichförmige Chiffren. Die Person, die gelb gekleidet ist, ist Judas - wie auch am gefüllten Beutel erkennbar ist.

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    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang Autenrieth (24. Februar 2026 10:44)

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