Akut drohende Zwangspensionierung

  • Im Fall einer Dienstunfähigkeit und anschließender Wiederaufnahme mit Teildienstfähigkeit ist keine Wiedereingliederung vorgesehen.“

    Also zum Oktober entweder Teildienstfähigkeit ohne Eingliederung oder zwingend Eingliederung mit Ziel volle Stelle?! Auch ohne Pensionierung?

    Nein Teildienstfähigkeit und Wiedereingliederung schließen sich nicht aus. Wiedereingliederung geht aber nur, wenn er krank war und noch im aktiven Dienst ist. Aus dem Ruhestand heraus geht das nicht, da müssen dann die 50% mindestens sein.

    Der Amtsarzt kann aber zum jetzigen Zeitpunkt wohl keine Teildienstfähigkeit feststellen, weil er aktuell gar nicht dienstfähig ist.

    Dazu auch noch: Der Amtsarzt entscheidet überhaupt nicht über die Versetzung in den Ruhestand. Das macht die personalführende Dienststelle, also das zuständige SSA. Das wird aber auch auf Grundlage des amtsärztlichen Berichts gemacht. Wenn die SL hier gute Kontakte hat, könnt die Entscheidung aber in seinem Sinne beeinflusst werden.

    Entropy is a bitch, embrace her.

  • Beitrag von Eugenia (16. April 2026 07:18)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (16. April 2026 07:18).
  • Ich fürchte nur, der Amtsarzt hatte sich bereits festgelegt und wird keine positive Halbjahresprognose geben.

    Das ist auch verständlich, du sagtest ja bereits, dass hier erst im Oktober mit einer Besserung zurechnen ist. Dein Mann muss ja in den letzten 6 Monaten mindestens 3 Monate krank gewesen sein, damit es überhaupt zu einer Einladung zum Versorgungsamt kommt. Die Prognose ist also erstmal noch mindestens 6 Monate nicht dienstfähig und danach könnte es gehen.

    Entropy is a bitch, embrace her.

  • Lasst euch dringend von der Schwerbehindertenvertretung und dem Personalrat beraten.

    Behaltet aber auch im Blick, dass ihr eine realistische Regelung für euer Leben braucht.

    Ich drücke euch die Daumen!

  • ...
    Also in meinem Bundesland (NRW) darf die WIedereingliederung bei Beamten von Anfang an 6 Monate dauern (und ggf. verlängert werden, aber mit Konsequenzen) und der Plan ist absolut frei wählbar, auch was die Stundenverteilung angeht.

    Auch wenn es in der freien Wirtschaft "Modelle" gibt, ...


    Okay, genau, meine Ärztin wollte es nach Hamburger Modell in 8 Wochen durchziehen.

    Mir ist trotzdem nicht klar, wie lange der Erkrankte schon raus ist. Das erhoffte halbe Jahr bis zur Wiedereingliederung ist doch bereits nach der jetzigen Erkrankungszeit.

    Wie auch immer, die Frage wäre dann, wenn der Amtsarzt falsch liegen sollte, an wen man sich stattdessen wenden kann, um seine Rechte durchzusetzen?

  • Wenn man sich keine 50% zutraut, ist man ohne GdB meines Wissens trotzdem erst einmal raus,

    Die Frage ist doch, wie sieht es aus, wenn man den hat? Hier scheint ja eine Schwerbehinderung vorzuliegen, die die eh die mögliche Stundenzahl reduziert. Ist das dann die Zahl von der man 50% nimmt? Das würde ich über die Schwerbehindertenvertretung klären und da eh weiter fragen, ich gehe davon aus, dass die sich mit solchen Fällen auskennen und die häufiger haben und auch wissen, wie die einzelnen Stellen ticken.

  • Ergänzung: Mein Mann hatte sich im Vorfeld einmal die im Fall einer Zwangspensionierung vorliegende Pensionshöhe ausrechnen lassen. Sie unterscheidet sich minimal von der Summe, die er erhalten würde, wenn er bis zur untersten Antragsgrenze in bisheriger Stundenzahl weiterarbeitet. Ob er nach der Erkrankung aber diese Stundenzahl überhaupt halten kann oder teildienstfähig geschrieben wird, kann niemand derzeit sagen. Die Frage ist letztlich: Lohnt es sich v.a. auch kräftemäßig jetzt gegen eine vorzeitige Pensionierung vorzugehen oder nimmt er sie in Kauf? Eine spätere Reaktivierung ist ja auch mit vielen Unwägbarkeiten verbunden, die ihn ebenfalls sehr belasten. Rein finanziell wird das keinen Unterschied machen, er bekommt wahrscheinlich eher weniger, wenn er irgendwann einmal reaktiviert werden sollte. Manchmal denke ich, es wäre einfach schön, das ganze Hickhack hätte ein Ende.

  • Rein finanziell wird das keinen Unterschied machen, er bekommt wahrscheinlich eher weniger, wenn er irgendwann einmal reaktiviert werden sollte. Manchmal denke ich, es wäre einfach schön, das ganze Hickhack hätte ein Ende.

    In diesem Fall wüsste ich, was ich täte. Dann würde ich "raus" gehen und sehen, dass ich gesundheitlich ohne den institutionellen Druck wieder auf die Beine komme und den Rest meines verbleibenden Lebens mit meiner Frau genießen.

    Wäre ich betroffen, hätte ich einige Dinge, die ich in der Zeit - wenn es die Gesundheit ermöglicht - machen wollen würde.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

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