Teilzeit + Gesetzlich Versichert + Inflation

  • Ich käme mit 2700 netto definitiv nicht klar. Die Frage, warum nur 75%-Teilzeit funktioniert - wenn es ein Grundsatzproblem ist, das man in jedem anderen Job auch hätte, okay, wenn es aber speziell der Lehrerjob mit seinen Rahmenbedingungen ist, würde ich bei dieser Gesamtkonstellation vermutlich aussteigen und etwas anderes suchen.

    Oder durchrechnen, wie es finanziell im Anstellungsverhältnis statt Planstelle aussähe.

  • 2700 € nach oder vor Krankenkasse? Sonst wären es ja nur 1900 klassisches Netto. Dann noch 1.000 € Miete. Das ist sportlich.

  • Ich überlege momentan, den anstatt auf Planstelle an einer Ersatzschule nur noch angestellt zu arbeiten. Damit hätte ich monatlich in der Tat ein paar hundert mehr Netto als mit "freiwilliger" GKV (und das trotz AV und RV). Einziger Nachteil ist die Altersversorgung. Wobei ich die a) sowieso nur bekomme, wenn ich bis zum Ende meines Berufslebens auf der Planstelle bleibe und b) ich im Ruhestand ja auch freiwillig in der GKV wäre, sprich den Beitrag alleine bezahlen müsste. So ein großer Unterschied zur Rente ist das dann wohl gar nicht mehr schulterzuck.

    Noch komme ich aber (mit Vollzeit) ganz gut klar.

    Investierst Du die Differenz in ETFs, stehst Du ggf. gar nicht so schlecht da.

  • Als Single? Das sollte ungefähr dem deutschen Durchschnitt entsprechen.

    Mag sein. Für mich gehören aber mindestens eine vernünftige Wohngegend, Auto, Konzerttips und Hunde zum Leben. Allein die Hunde kosten mich (mit Tagesbetreuung) monatlich 1200€. Müsste ich auf irgendwas davon verzichten, wüsste ich nicht, wofür ich überhaupt arbeiten gehe. Diese Unnehmlichkeit nimmt ja in Kauf, damit man den Rest seiner Zeit so verbringen kann, wie man ihn als lebenswert empfindet.

  • Investierst Du die Differenz in ETFs, stehst Du ggf. gar nicht so schlecht da.

    Ich dachte früher wirklich, dass Verbeamtung sich total lohnt. Aber so viel ist es gar nicht. Selbst mit PKV (um 450 €) hätte ich im Monat nur ca. 250 - 300€ mehr (gut, ist auch Geld, aber noch meilenweit weg von dem, was oft als Verdienstvorteil von Beamten in den Raum gestellt wird), in der GKV habe ich deutlich weniger.

  • 2700 € nach oder vor Krankenkasse? Sonst wären es ja nur 1900 klassisches Netto. Dann noch 1.000 € Miete. Das ist sportlich.

    2700€ - Krankenkasse - Miete - Sprit = ca. 800€ für den Monat

  • Für Single, die in der GKV sind, ist das System ohne pauschale Beihilfe nicht gedacht. Da kann es dann wirklich wenig werden.

    Wenn das Geld in Teilzeit nicht reicht, gibt es drei Möglichkeiten:

    • Auf Vollzeit wechseln, was vom Threadöffner aber bereits ausgeschlossen wurde
    • Ausgaben reduzieren
    • Beamtentum aufgeben

    LG DFU

  • Fairerweise sollten wir aber nicht den Bruttolohn sondern nach Steuern vergleichen...

    Wieso? Bruttolohn ist einzige, was sich wirklich vergleichen lässt. Steuern sind sehr individuell. Es würden sich viele ärgern, dass ich nicht viele Steuern zahle.

    Allein die Hunde kosten mich (mit Tagesbetreuung) monatlich 1200€.

    Wow, das ist echt krass teuer.

    Entropy is a bitch, embrace her.

  • 2700€ - Krankenkasse - Miete - Sprit = ca. 800€ für den Monat

    Ok, das ist wenig.

    Hast du mal überlegt, die GKV und Fahrtstrecke unterjährig und nicht über die Steuererklärung anzugeben.

    Da hättest du zwar weniger an Steuererstattung aber mehr Geld monatlich.

  • A14, Erfahrungsstufe 9, Familienzuschlag Stufe 1 (verheiratet): 6.429€ brutto

    Gesetzliches Netto: 4.541 €

    GKV: 1.131 €

    Pflegeversicherung: 86€

    --> Netto nach Krankenkasse: 3.324€

    Kann es sein dass du die Krankenkasse da zweimal abgezogen hast oder habe ich einen Denkfehler? Müsste die im gesetzlichen Netto nicht schon drin sein?

  • Laut AI stimmt die Rechnung des TE - leider muss man ja aus seiner Sicht sagen.

    "Schuld" ist die Kombination aus 75%-Stelle in Verbindung mit der GKV - das bricht ihm finanziell das Genick. Wäre er in der PKV und würde Vollzeit arbeiten, hätte er 1.500 Euro mehr in der Tasche.

    Die Frage ist nun, was der TE tun kann bzw. an welchen Schrauben er drehen kann. Dazu gehören
    a) Das Deputat
    b) Die Wohnkosten

    Frage an den TE:
    Gibt es Gründe, weshalb Du nicht (mehr) in die PKV wechseln kannst/willst?

    Das wäre finanziell ja tatsächlich auch ein Gamechanger.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Kann es sein dass du die Krankenkasse da zweimal abgezogen hast oder habe ich einen Denkfehler? Müsste die im gesetzlichen Netto nicht schon drin sein?

    Wenn er beide Anteile zahlt, passt das.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Man zahlt 1260 € für die GKV? Warum macht man das freiwillig? Da bin ich doch mit Öffnungsaktion und Risikozuschlag in der PKV immer besser dran.

    Freiwillig tut man das in der Regel nicht, Gründe hat Chili genannt. Bei mir z.B. Ersatzschule, da war nix mit Öffnungsklausel.

  • Ja klar! Als Beamter in der GKV zahlt man den Arbeitnehmer- und den Arbeitgeberanteil komplett alleine. Man kann nicht 50% versichern und den Rest mit der Beihilfe abrechnen. Entsprechend hoffen wir aktuell alle auf die Pauschale Beihilfe, also das das Land NRW den Arbeitgeberanteil in der GKV übernimmt, wenn man auf die klassische Beihilfe verzichtet.

  • Als Beamter in der GKV zahlt man den Arbeitnehmer- und den Arbeitgeberanteil komplett alleine. Man kann nicht 50% versichern und den Rest mit der Beihilfe abrechnen.

    Aber wenn du nicht gerade in Steuerklasse 5 bist sind die ca. 2.000 EUR Unterschied zwischen Brutto und gesetzlichem Netto, die du da angegeben hast, doch wahrscheinlich Steuern UND die GKV, oder? Warum ziehst du die GKV dann nochmal ab?

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