Arbeitsbelastung "normal"?

  • In den Fremdsprachen musst du ja jedes Mal einen neuen Text suchen, in der Regel ein Zeitungsartikel, der auch nicht älter als 2 Jahre oder so sein sollte, also durchaus einigermaßen aktuell.

    Ich habe u.a. Englisch, die Vorgabe gibt es bei uns (im BL) so nicht. In SoWi hatte ich mal Kollegen mit Aktualitätsfetisch (Alter des Textes als Selbstzweck), war aber auch recht schnell ausgetrieben.

    😎

  • Bin ich die einzige hier, die sogar "hurra!" springen würde, in der Situation zu sein? Nicht wegen der Arbeitsbelastung, natürlich, sooo schlimm veranlagt bin ich nicht, aber das ist das Zeichen, dass ich viele Oberstufenkurse hätte. Juhuuuuu!
    Lieber drei Prüfungsblöcke in zwei-drei Fächern vorbereiten als einen Klassensatz mehr in der (unteren) Mittelstufe zu haben...

    Bei mir sammeln sich gerade die ganzen Abschlussprüfungen auf dem Schreibtisch. Wenn du magst, kannst die gerne für mich korrigieren. Also Klassensätze mit 4 bzw. 3 Zeitstunden Arbeits- und damit Korrekturumfang für mich. Ich gäbe das gerne weiter :)

    Entropy is a bitch, embrace her.

  • Ich habe u.a. Englisch, die Vorgabe gibt es bei uns (im BL) so nicht. In SoWi hatte ich mal Kollegen mit Aktualitätsfetisch (Alter des Textes als Selbstzweck), war aber auch recht schnell ausgetrieben.

    😎

    Manches ergibt sich auch von selbst. Wenn du z.B. einen Text zum Tourismus nimmst, dann macht es keinen Sinn, den Tourismus in den 90er Jahren zu beschreiben. Auch den Tourismus vor Corona nicht, da hat sich schon einiges verändert.

  • Ich nehme nur das an, wenn ich den Kurs unterrichten darf.
    Und ich habe zwar ein sehr breites Fächerportfolio UND Interesse sowie ggf. Bereitschaft auf weitere Erweiterung, sowie Lust auf Wechsel in den berufsbildenden Bereich...
    ABER
    mit deinen Fächern kann ich nichts anfangen.
    Nichts.
    Mathe konnte ich sehr gut und habe es geliebt, aber nach der 10. abgewählt, ich kenne also nicht mal schleifend die zu unterrichtenden Themen.
    Metalltechnik ist für mich der Inbegriff der doofen Jungs, mit denen ich im Sport war. (Ja, die Mädchen-Literaturklasse zusammen mit der Jungs-Metaller-Klasse zusammenlegen, super Idee.)

    Fazit: Nein, Danke!

  • Manches ergibt sich auch von selbst. Wenn du z.B. einen Text zum Tourismus nimmst, dann macht es keinen Sinn, den Tourismus in den 90er Jahren zu beschreiben. Auch den Tourismus vor Corona nicht, da hat sich schon einiges verändert.

    Das Texte, die kontemporäre Phänomene betreffen, i.d.R. inhaltlich aktuell sein sollten (ich also bspw. nicht über die Arbeitslosenzahlen heute einen Text dazu von 1983 reingebe... wenn ich denn nicht den expliziten Vgl. will und an konkretes Unterrichtswissen anknüpfe), is' klar. Aber eine 'ein Text darf nicht älter als n Jahre sein'-Vorgabe (die in NRW auch expl. nicht existiert) ergibt sich daraus auch nicht implizit.

  • Das Texte, die kontemporäre Phänomene betreffen, i.d.R. inhaltlich aktuell sein sollten (ich also bspw. nicht über die Arbeitslosenzahlen heute einen Text dazu von 1983 reingebe... wenn ich denn nicht den expliziten Vgl. will und an konkretes Unterrichtswissen anknüpfe), is' klar. Aber eine 'ein Text darf nicht älter als n Jahre sein'-Vorgabe (die in NRW auch expl. nicht existiert) ergibt sich daraus auch nicht implizit.

    Doch, das wurde uns auf den Dienstbesprechungen der Bezirksregierung (Fach Spanisch) explizit so gesagt. Also keine exakte Vorgabe, aber sie haben gesagt, er darf nicht älter als 2-3 Jahr sein. Wenn er jetzt 3,5 Jahre alt ist, sagt natürlich auch keiner was.

    Aber unsere Themen sind ja jetzt auch so angelegt, dass man da schon aktuell bleiben muss.

  • Doch, das wurde uns auf den Dienstbesprechungen der Bezirksregierung (Fach Spanisch) explizit so gesagt. Also keine exakte Vorgabe, aber sie haben gesagt, er darf nicht älter als 2-3 Jahr sein. Wenn er jetzt 3,5 Jahre alt ist, sagt natürlich auch keiner was.

    Aber unsere Themen sind ja jetzt auch so angelegt, dass man da schon aktuell bleiben muss.

    Wenn das nirgendwo verbindlich normiert ist (APO-GOSt; Verordnungen etc.; falls ich die Norm übersehe, bitte mit der Nase draufstoßen... habe auch gerade mal die KI drüberlaufen lassen - nichts) ist dss ziemlich egal, was Vertreter der Bezirksregierung dazu meinen (wenn es keine expl. dienstliche Weisung war, die bspw. auch mit Protokoll, Rundschreiben, SchulMail, Erlass etc. daherkam... ich habe auch schon häufig genug Kompetenzüberschreitungsversuche von Dezernenten erlebt - darf man fragen, um welche BezR es geht?), sind halt allenfalls informelle Erwartungen. Die fachspezifischen Vorgaben für die Abiturprüfung beziehen sich ja normalerweise auch in den modermen Fremdsprachen auf Kompetenzen, Themenfelder und geeignete Materialien, nicht auf ein Veröffentlichungsdatum.

    3 Mal editiert, zuletzt von PaPo (19. Mai 2026 19:53)

  • Gewährung von Korrekturtagen unter der Bedingung, dass man an anderer Stelle zusätzlich zu vertreten hat ? Sind bei euch als Kompensation für abiturbedingte Mehrarbeit nicht per Erlass Korrekturtage vorgesehen ? Wenn ja, warum müssen diese noch "nachgearbeitet" werden, was den Zweck von Korrekturtagen quasi ad absurdum führt ? Es wird höchste Zeit für eine korrekte Arbeitszeiterfassung.....

    Bin auch für eine Arbeitszeiterfassung. Es geht nicht nur um das Abitur, ich habe hier das Abi, FHR, Berufsfachschule etcpp liegen. Nein, es gibt eigentlich keine Korrekturtage, da der Unterricht in den meisten Prüfungsfächern nach den Prüfungen entfällt. In der Regel hat man ja trotzdem noch andere Klassen, aber da dürften wir uns mal korrekturfrei nehmen, wenn wir dann mal für andere KuK einspringen würden zum Vertreten (in der beruflichen Bildung... egal, es war die letzte Auskunft der SL und mehr fällt mir dazu auch nicht mehr ein). Bevor ich mich ärgere, korrigiere ich lieber. :);(

  • Wenm das nirgendwo verbindlich normiert ist (APO-GOSt; Verordnungen etc.; falls ich die Norm übersehe, bitte mit der Nase draufstoßen... habe auch gerade mal die KI drüberlaufen lassen - nichts) ist dss ziemlich egal, was Vertreter der Bezirksregierung dazu meinen (wenn es keine expl. dienstliche Weisung war, die bspw. auch mit Protokoll, Rundschreiben, SchulMail, Erlass etc. daherkam... ich habe auch schon häufig genug Kompetenzüberschreitungsversuche von Dezernenten erlebt - darf man fragen, um welche BezR es geht), sind hslt allenfalls informelle Erwartungen.Die fachspezifischen Vorgaben für die Abiturprüfung beziehen sich ja normalerweise auch in den modermen Fremdsprachen auf Kompetenzen, Themenfelder und geeignete Materialien, nicht auf ein Veröffentlichungsdatum.

    Ist doch völlig egal. Wenn ich möchte, dass der Prüfling was Gescheites sagen kann zu dem Text, brauche ich einen, der zum Unterrichtsinhalt passt und das sind nun mal keine alten Kamellen. Es ist so oder so schwer einen passenden Text zu finden, egal ob der 2 oder 7 Jahre alt ist. Und darum geht es ja..

  • Ist doch völlig egal. Wenn ich möchte, dass der Prüfling was Gescheites sagen kann zu dem Text, brauche ich einen, der zum Unterrichtsinhalt passt und das sind nun mal keine alten Kamellen. Es ist so oder so schwer einen passenden Text zu finden, egal ob der 2 oder 7 Jahre alt ist. Und darum geht es ja..

    Ich teile deine Pauschalisierung nicht. Kommt schlichtweg auf das Zusammenwirken von Thema, Fragen, Unterrichtsinhalten und Prüfungszweck an. Will ich prüfen, wie die Textrezeptionskompetenzen sind, geht das ggf. auch mit "alten Kamellen".

    Einmal editiert, zuletzt von PaPo (19. Mai 2026 18:09)

  • Okay, die Möglichkeit gibt es natürlich auch, aber ganz ehrlich: Wie viele SuS mit drei Bestehensprüfungen habt ihr, dass es dann zufällig die selben Fächer vom selben Lehrer in einer anderen Reihenfolge ist?
    Kein Schüler hat Anspruch auf die Prüfung um 8 Uhr und dann ist die Prüfung 1 von Schüler A die Prüfung 2 von Schüler B.

    Bestehensprüfungen sind doch nach zwei Jahren Qualifikationsphase mit allen Möglichkeiten, die der Schüler hatte, zu zeigen, was er nicht kann, doch nicht die normale Tagesordnungen? Ich glaube, um die 2, maximal 3 SuS bei einem mittelgroßen Jahrgang (100) hat es nie überschritten.
    Und wenn die alle 4-5 SuS in den selben Kursen waren, müssten sich die Lehrkräfte an der Nase fassen, ob sie die SoMi-Note nicht krass überschätzen (ich kenne aber auch die Fälle von SuS, die mündlich und "sonstig" tatsächlich gut sind, aber schriftlich stark abweichen, aber bei Bestehensprüfungen muss auch das Notenbild in den weiteren 10 Fächern sehr niedrig sein).

  • Und wenn die alle 4-5 SuS in den selben Kursen waren, müssten sich die Lehrkräfte an der Nase fassen, ob sie die SoMi-Note nicht krass überschätzen (ich kenne aber auch die Fälle von SuS, die mündlich und "sonstig" tatsächlich gut sind, aber schriftlich stark abweichen, aber bei Bestehensprüfungen muss auch das Notenbild in den weiteren 10 Fächern sehr niedrig sein).

    Ich kenne es auch eher so, dass es nicht so viele Bestehensprüfungen gibt und die waren i.d.R. absehbar (gerade so eben zugelassen z.B.).

    Wie viele Bestehensprüflinge man hat, hängt mitunter aber auch vom Fach ab und auch davon, wie schwer/ wie leicht die jeweilige Klausur war (Mathe kann da manchmal schwierig sein). Ich sage mal so: Bisher habe ich noch keine Bestehensprüfung gehabt, die wirklich überraschend kam (z.B. vorher alles nur 3en und besser, plötzlich Bestehensprüfung)

    Aber SoMi zählt halt 50% (wobei du schon Recht hast: Oft sind die Wackelkandidat:innen auch mündlich nihcht stark; wobei es natürlich auch die Fälle gibt: "Mündlich top, schriftlicht nicht so gut".

  • Wir hatten zuletzt irre viele Bestehensprüfungen. Mit 2 oder 3 kam man nicht aus.

    Ehrlicherweise sind das doch oft Kandidaten (m/w/d), die die 2 Jahre vorher schon eher leistungsschwach waren. In solchen Fällen würde ich mir wünschen, dass sie sich selbst gegenüber ehrlich machen und sich eingestehen, dass die allgemeine Hochschulreife vielleicht doch nicht der richtige Abschluss für sie ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Gymshark (20. Mai 2026 17:35)

  • Aber SoMi zählt halt 50% (wobei du schon Recht hast: Oft sind die Wackelkandidat:innen auch mündlich nihcht stark; wobei es natürlich auch die Fälle gibt: "Mündlich top, schriftlicht nicht so gut".

    Nur tun sich die meisten Lehrkräfte (ich nehme mich nicht raus) schwer, jemandem, der viel redet, die 5 zu geben, auch wenn es nur die Hälfte der Zeit ausreichend ist. Und dann wird aus der mangelhaften schriftlichen Note (aber auch DAS muss man schaffe) und einer schwachen 4 doch noch eine Note überm Strich.
    Dass bei sehr vielen Schüler*innen eine Abiturklausur leicht schlechter ausfällt (weil mehr als ein Thema, nicht auf den Kurs und Unterricht zugeschnitten, usw..), ist klar. Und dann hat man plötzlich die 5.

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