Hallo zusammen,
ich hätte eine Frage an diejenigen, die Erfahrungen mit Vertretungsstellen oder Einstellungsverfahren an Schulen haben.
Mir ist aufgefallen, dass einige Kultusministerien bzw. Bildungsministerien regelmäßig Stellen sowohl für reguläre Einstellungen als auch für Vertretungslehrkräfte ausschreiben – teilweise für allgemeinbildende Schulen, teilweise für berufliche Schulen. Dabei steht in manchen Ausschreibungen ausdrücklich, dass sich auch Personen ohne Lehramtsstudium bewerben können.
Dazu würden mich mehrere Punkte interessieren:
- Wie hoch schätzt ihr die Chancen ein, tatsächlich eine solche Stelle zu erhalten, wenn man zwar einen Hochschulabschluss besitzt, aber kein Lehramt studiert hat?
- Sind solche Ausschreibungen ein Hinweis darauf, dass an den betreffenden Schulformen oder Regionen ein akuter Lehrermangel besteht, oder werden solche Stellen routinemäßig ausgeschrieben, unabhängig vom tatsächlichen Bedarf?
- Wie oft kommt es vor, dass Personen ohne Lehramtsstudium tatsächlich eingestellt werden?
- Würdet ihr jemandem ohne pädagogische Vorerfahrung, ohne Schulpraktika und ohne Unterrichtserfahrung empfehlen, eine Vertretungsstelle anzunehmen?
- Wie schwierig ist der Einstieg in den Schulalltag aus eurer Sicht? Ist man als Vertretungslehrkraft eher auf sich allein gestellt oder erhält man in der Regel Unterstützung durch Kollegen und Schulleitung?
- Gibt es Unterschiede zwischen allgemeinbildenden Schulen und beruflichen Schulen hinsichtlich der Anforderungen an Quereinsteiger und Vertretungslehrkräfte?
Mich interessieren sowohl persönliche Erfahrungen als auch Einschätzungen aus Sicht von Schulleitungen, Lehrkräften oder Personen, die selbst über diesen Weg in den Schuldienst gekommen sind.
Vielen Dank für eure Antworten!