Private KV zum Höchstsatz oder in der Gesetzlichen KV bleiben?

  • Ich habe dieses Jahr (wie immer) nur eine verschmerzbare Zuzahlung für das Gestell gehabt, ansonsten wurde alles übernommen, Das erste Mal wurde auch akzeptiert, dass ich nur die Rechnung vom Optiker eingereicht habe und nicht beim Augenarzt war.

    Ich glaube es ist so: Auf die Verordnung wird verzichtet, wenn die Brille älter als 5 (?) Jahre ist. Da wird davon ausgegangen, dass sie erneuert werden muss.

  • Nein, nicht bei der Beihilfe, die ja den Löwenanteil übernimmt.

    Edit: Brille- Bei mir wurde auch (fast) nichts übernommen. 80€ oder so, wenn sich die Dioptrienzahl um mindestens 0,5 ändert.

    Das lässt sich so nicht verallgemeinern und hängt von der jeweiligen Beihilfestelle ab.

    Der Dienstherr hat eine Fürsorgepflicht. Man kann Abschlagszahlungen beantragen für teure Medikamente.

    Auch bei anderen Leistungen wie Brille sind die Leistungen unterschiedlich.


    Wenn wir jetzt auf einzelne Details hier eingehen, muss man bedenken, dass die Beihilfeverordnungen zwar alle ähnlich, aber nicht gleich sind.

    Beispielsweise übernimmt BaWü zumindest grundsätzlich apothekenpflichtige Medikamente, NRW hingegen nur verschreibungspflichtige. NRW hat dafür keine Zuzahlung bei Medikamenten und auch keine Kostendämpfungspauschale wie z. B. in BaWü.

  • Ich glaube es ist so: Auf die Verordnung wird verzichtet, wenn die Brille älter als 5 (?) Jahre ist. Da wird davon ausgegangen, dass sie erneuert werden muss.

    Das ist möglich, aber es müssten dann 3 Jahre sein, meine Brille war nur ein paar Monate älter als drei Jahre.

  • Wenn wir jetzt auf einzelne Details hier eingehen, muss man bedenken, dass die Beihilfeverordnungen zwar alle ähnlich, aber nicht gleich sind.

    ...

    Okay, das klingt einleuchtend.

    Dann wäre es wahrscheinlich sinnvoll, wenn der TE nochmal in Bezug auf sein Bundesland (Ba-Wü) Rückmeldungen bekäme und er sich zu seinen Erkrankungen informieren würde.

  • Merkwürdige Region, in der du wohnst. Hier wartet man als GKV Versicherter 8 Monate auf rinen Kardiologen Termin, 4 Monate auf einen MRT Termin und ca. 12 Monate auf einen Termin im Schlaflabor. Als Privat Versicherter kann ich am kommenden Dienstag (übermorgen) bei Ärzten meiner Wahl doppelt so lange wie ein GKV Versicherter mit einem Kardiologen sprechen, ein MRT machen lassen und ins Schlaflabor.

    Für Privat Versicherte gibt es auch eigene Hausarztpraxen, die gerne noch aufnehmen.

    Ich lebe auch in dieser merkwürdigen Region und bei mir ist es so ähnlich wie bei Kris. Ich wurde auch am Telefon schon heftig angepflaumt, weil ich versucht habe, als Privatpatientin einen schnelleren Termin zu bekommen.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Ich lebe auch in dieser merkwürdigen Region und bei mir ist es so ähnlich wie bei Kris. Ich wurde auch am Telefon schon heftig angepflaumt, weil ich versucht habe, als Privatpatientin einen schnelleren Termin zu bekommen.

    Ich bin zumindest im gleichen Bundesland wie ihr. Hier haben die meisten Praxen separate Telefonnummern für Privatpatienten. Wenn es nicht sowieso Privatpraxen sind. Dass man angepflaumt würde, weil man privat versichert ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen - wie oben gesagt, wir finanzieren ja die Ärzte und die Praxen im Wesentlichen.

  • Bei mir ganz viel. Sogar fürs Gestell. Wahrscheinlich weil ich ein Blindfisch bin

    Nein, weil du mehr bezahlst (tarifabhängig).

    In meinem PKV Vertrag ist überhaupt keine Brille enthalten. Der Aufpreis war deutlich höher genau wie bei Kur usw., als ich je brauchen werde. (Ich benötige immer noch keine Brille mit knapp 60 Jahren.)


    Es gibt auch einiges, was in der GKV enthalten ist und nicht in der PKV z. B. Familenhilfe, wenn Elternteil ins Krankenhaus muss, Kur, ...

    Auch bei Zähnen gibt es in der PKV verschiedene Tarife. Vorteil, man kann wählen, was man versichert, Nachteil, man entscheidet evtl. falsch.

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  • Bei uns schließen viele Ärzte am Ende des Quartals. Da erhalte ich auch mit PKV keinen Termin und wie geschrieben, Ärzte ohne Kassenzulassung gibt es hier nicht.

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  • Nein, weil du mehr bezahlst (tarifabhängig).

    Ich meinte eigentlich die Beihilfe. In dem Jahr, in dem ich meine Brille gekauft hab, hatte ich keine PKV-Abrechnung. Daher weiß ich gar nicht, was sie davon übernimmt.

    EDIT: Und in dem Jahr müsste ich auch noch 70% Beihilfe gehabt haben. Hab daher wirklich viel für meine Brille bekommen. Das hat mich überrascht und schiebe ich auf meine 2-stellige Dioptrie-Zahl (oder wie man das nennen soll)

  • Ich bin zumindest im gleichen Bundesland wie ihr. Hier haben die meisten Praxen separate Telefonnummern für Privatpatienten. Wenn es nicht sowieso Privatpraxen sind. Dass man angepflaumt würde, weil man privat versichert ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen - wie oben gesagt, wir finanzieren ja die Ärzte und die Praxen im Wesentlichen.

    Das mit den anderen Telefonnummern ist mir im Leben noch nicht begegnet.

    Es gibt hier sehr unfreundliche Arzthelferinnen, denen ist auch meine Versicherung egal.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Ich lebe auch in dieser merkwürdigen Region und bei mir ist es so ähnlich wie bei Kris. Ich wurde auch am Telefon schon heftig angepflaumt, weil ich versucht habe, als Privatpatientin einen schnelleren Termin zu bekommen.

    Mir wurde auch schon klar erklärt, dass PKV keine Rolle spielt und ja, ich habe mich auch gemaßgeregelt gefühlt, weil ich "mir ein Vorteil verschaffen" wollte.

    Und ich habe mich nicht einmal um einen schnelleren Termin bemüht, sondern nur um einen.

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  • Hier gibt es immer mehr Ärzte, wo man online einen Termin ausmachen kann. Das finde ich sehr angenehm, denn da muss man nicht ständig warten, bis man in die Praxis durchkommt. Allerdings muss man bei manchen erstmal angeben, wie man versichert ist, ob man schon Patient in der Praxis ist und welches Anliegen man hat. Dadurch wird wahrscheinlich schon eine Vorauswahl bei der Terminvergabe getroffen. Wir haben vor Ort eine große Hausarztpraxis mit mehreren Ärzten, wo man ohne Termin hingehen kann. Die haben das bewusst so als Konzept und es scheint bisher aufzugehen.

  • Ich bin zumindest im gleichen Bundesland wie ihr. Hier haben die meisten Praxen separate Telefonnummern für Privatpatienten. Wenn es nicht sowieso Privatpraxen sind. Dass man angepflaumt würde, weil man privat versichert ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen - wie oben gesagt, wir finanzieren ja die Ärzte und die Praxen im Wesentlichen.

    Dazu gibt es hier zu wenige Privatversicherte und sie machen Mehrarbeit, es müssen extra Rechnungen geschrieben werden. (Meine letzten Briefe mit richtiger Briefmarke waren Arztrechnungen.) Was hatte ich vor 2 Jahren Probleme, einen Grippeschutzimpfstoff zu kaufen. Ich war in 4 Apotheken, die Sprechstundenhilfe telefonierte dann auch und fand schließlich einen in der Nachbarstadt. Ich fuhr schnell hin, damit ich noch geimpft werden konnte. Für gesetzlich Versicherte hatten sie einen Großpack von über 50 Stück, sie konnten mir aber keinen davon geben, sonst hätten sie kompliziert abrechnen müssen. Und das alles für keine 20 Euro. Deshalb werde ich in diesem Herbst eine Apotheke aufsuchen, die impfen darf, ist inzwischen ja erlaubt.

    Und wie geschrieben, gemaßgeregelt habe ich mich auch schon einmal gefühlt. In den anderen Fällen wurde meine Bemerkung einfach "überhört".

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  • Ich kenne beides, Extranummer für Privatsprechstunde und dass man angepflaumt wird, warum man das nicht gleich gesagt habe mit der Privaten als auch umgekehrt ungehalten, dass man da sicher keine Unterschiede mache.

    Das ist in Baden-Württemberg aber nicht anders, gerade bei der online Terminvergabe gibt man die Vericherungsart mit als erstes an.

  • Hier ist es klischeehaft: Extra-Telefonnummer, Extra-Wartezimmer, Termin statt in acht Wochen in zwei Tagen (manchmal auch sofort à la „Wann können Sie hier sein?“). Am Telefon werde ich immer gefragt, wie ich versichert sei.

  • Hier ist es klischeehaft: Extra-Telefonnummer, Extra-Wartezimmer, Termin statt in acht Wochen in zwei Tagen (manchmal auch sofort à la „Wann können Sie hier sein?“). Am Telefon werde ich immer gefragt, wie ich versichert sei.

    Kann ich genauso bestätigen.

  • Merkwürdige Region, in der du wohnst. Hier wartet man als GKV Versicherter 8 Monate auf rinen Kardiologen Termin, 4 Monate auf einen MRT Termin und ca. 12 Monate auf einen Termin im Schlaflabor. Als Privat Versicherter kann ich am kommenden Dienstag (übermorgen) bei Ärzten meiner Wahl doppelt so lange wie ein GKV Versicherter mit einem Kardiologen sprechen, ein MRT machen lassen und ins Schlaflabor.

    Ich glaube das kommt total drauf an.
    Beim Hausarzt ist es völlig egal hier, ob privat oder GKV, es gibt einfach keine Termine in unmittelbarer Nähe usw. beim Orthopäden ist es für einen Termin auch egal, aber ja, MRT kann ich als PKV Mitglied fast sofort kommen und vor allem direkt wieder zum Orthopäden zurück, der hat die digitale Auswertung schon da. Bei der GKV muss ich etwas nach Terminen suchen, habe sie aber auch immer innerhalb einer Woche bekommen (teilweise mit etwas fahren) und nach 24h die Auswertung online gehabt, aber das verzögert schon etwas, ist aber nicht mal ansatzmäßig so schlecht, wie beschrieben. Und Zahnarzt ist nicht die Versicherung, sondern wen man an der Leitung hat oder ob man von der Chefin behandelt wird (echt unterirdisch) der Punkt.

  • Dazu gibt es hier zu wenige Privatversicherte und sie machen Mehrarbeit, es müssen extra Rechnungen geschrieben werden. (Meine letzten Briefe mit richtiger Briefmarke waren Arztrechnungen.)

    Ich kenne beide Konstrukte. Online-Masken, die mir Termine in zwei Wochen anbieten (und meinem Mann in vier Monaten..) als auch viele, die gar nicht nachfragen. Mein Hausarzt interessiert sich überhaupt nicht dafür und rechnet die niedrigsten Sätze überhaupt, er hat das Leben nicht verstanden.
    ein anderes medizinisches Zentrum, an dem ich angebunden bin, hat nie danach gefragt und ich höre seit über zwei Jahren, dass es wirklich stressig ist mit Privat Versicherten.
    Es mag also je nach Fachrichtung unterschiedlich sein, von der Haltung der Praxis abhängen aber auch von der Quote. Da wo es prozentual nur wenige Privat Versicherte gibt, lohnt sich weder Aufwand noch richtige Einarbeitung. Mein Hausarzt ist Knappschaftsarzt, das medizinische Zentrum behandelt vom Klientel eher Familien mit vielen sozialen Problemen, da bin ich einfach zufällig reingerutscht und eigentlich wird versucht, Privatpatienten wie eine heiße Kartoffel an Kolleg*innen weiterzugeben.
    Aber insgesamt bin ich nicht naiv, ich profitiere bei vielen Praxen mehr, als mir lieb ist (ich kann ja nicht "freiwillig" warten, sobald ich online angebe, wie ich versichert bin). Fachärzte sind aber nicht in meiner Stadt, sondern Richtung größere Stadt mit ziemlich sicher überdurchschnittliche PKV-Quote.

  • Ich habe gerade im online-Tool meiner Hausarztpraxis geguckt, da gibt es für beide Versicherungsarten den nächsten freien Termin Ende Oktober.

    Impfung geht schon nächste Woche (bei gesetzlich corona und Grippe, bei privat nur Grippe, warum?).

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