Hallo zusammen,
ich stehe aktuell vor der Entscheidung zwischen zwei Schulen für mein Referendariat. Eine Schulleitung hat mir signalisiert, dass sie mich gezielt anfordern könnten. Das Seminar im ZfsL meinte außerdem, dass ich aufgrund meiner Sozialpunkte meine Wunschschule mitteilen soll und sie sich dann um die Zuweisung kümmern würden. So kommen also 2 Schulen in Frage, ich kann aber für mich nicht abwiegen welche „besser“ wäre.
Schule 1:
- Gute technische Ausstattung
- Nettes und hilfsbereites Kollegium
- Allerdings wohl auch ein recht anspruchsvolles bzw. anstrengendes Kollegium, man erwartet bspw. für jede Stunde (egal, ob man die selber hält oder nicht) einen Stundenentwurf inkl. Arbeitsblätter und Präsentationen. Diese müssen quasi dem Ausbildungslehrer zugeschickt werden. Was ja an sich zwar sehr anstrengend ist, aber eine gute Vorbereitung für die UPP wäre.
- Über die SL höre ich nichts gutes (ausnahmslos). Dieser spielt ja auch eine sehr wichtige Rolle.
- Mehrarbeit würde die Schule aufgrund Überbesetzung nicht erlauben (in meinem Fall wäre es vorteilhafter 2-3 Stunden extra machen zu dürfen)
- Es ist eine sehr disziplinierte Schule und hat hier einen sehr guten Ruf (auch bei Fachleitern, Eltern, und auch Lehrkräfte anderer Schulen sind da fasziniert über die Diszipliniertheit der Schule
- Schülerschaft ebenfalls sehr diszipliniert
- Moodle-Räume haben sehr wenig Inhalt
Schule 2:
- Teilweise kleinere Klassen (ca. 17–22 Schüler)
- Oft auch Doppelbesetzung (für nach dem Ref eventuell sehr vorteilhaft)
- Aussicht auf eine direkte Übernahme nach dem Referendariat (die SL hat mir da schon was versprochen; auch wenn sich das natürlich ändern kann). Die SL ist dennoch sehr sehr lieb und bietet bspw. auch das Du an, ist immer erreichbar egal ob per Mail oder WhatsApp…
- Technische Ausstattung katastrophal und Klassenräume katastrophal (trotz kleinerer Klassen)
- Lehrkräfte sehr nett und ich kenne da schon einige Lehrkräfte auch privat und bin mir sicher, dass sie mir helfen würden (ich bin schon seit 2 Monaten an der Schule und bislang haben sie es auch immer getan). Also auch die Gutachten wären dann eventuell positiver formuliert

- Schülerschaft sehr schwierig
- Moodle-Räume haben sehr viele Materialien
Einerseits denke ich mir, dass eine disziplinierte Ausbildung super wäre, aber es ist im Ref ja so oder so schon anstrengend genug, da bräuchte ich bitte nicht für jede Stunde Entwürfe zuschicken (Schule 1). Andererseits denke ich mir aber, eine entspanntere Ausbildung wäre gut und ich würde ja trotzdem voran kommen, aber da stellt sich dann für mich die Frage, inwiefern die Lehrkräfte mich dort auf die UPP vorbereiten könnten, da mir alle auch privat meinten, dass die zwar ihr bestes geben würden, aber ich bedenken solle, dass auch sie ihr Ref gerade mal so bestanden haben. Aber die direkte Übernahme wäre mir halt auch wichtig, dann müsste ich nicht 3 mal die Schule switchen und mich jedes mal neu umorientieren und könnte quasi direkt dort bleiben.
Wofür würdet ihr euch entscheiden und welche Faktoren wären euch dabei am wichtigsten?
Ich weiß, dass es Luxusprobleme sind und ich mir eventuell zu viel Kopf mache. So ist das Schulleben, auch „schwierige“ Klassen muss man natürlich leiten können und es wird im Schulleben immer sowas geben. Also nicht falsch verstehen: Mir geht es nur darum, dass Referendariat so angenehm wie möglich zu machen (was in Schule 2 der Fall wäre), aber andererseits will ich auch die UPP bestehen (Da würde mich Schule 1 eventuell besser darauf vorbereiten, aber halt wie erwähnt ohne Übernahme und mit sehr hohen Erwartungen)
Danke euch!🥹