Anrechnung von Bereitschaftsdiensten

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    • Da mein Mann im sogenannten Baunebengewerbe arbeitet, gelten hier nicht tarifliche Vereinbarungen. Einen Betriebsrat gibt es nicht. Mein Mann verdient nicht mehr als ich, wenn ich 100% arbeiten würde. Wie schon gesagt, hat er bei einem Kind gar kein Anspruch auf Kindkrank.

      Bei dem akuten Mangel an qualifizierten Arbeitskräften würde die Firma meines Mannes übrigens folgendes tun...

      "Arbeitgeber können die Verringerung der Arbeitszeit oder deren gewünsche Verteilung aus betrieblichen Gründen ablehnen (§ 8 Abs. 4atz 1 TzBfG). Das Gesetz nennt als betriebliche Gründe insbeondere eine wesentliche Beeinträchtigung der Organisation, des Arbeitsablaufs oder der Sicherheit im Betrieb ..."

      Letztlich habe ich Anspruch auf 10 Tage pro Kind. Warum soll ich die nicht nehmen? Verstehe ich ehrlich gesagt nicht, das Problem.
    • Anna Lisa schrieb:

      Wenn einer auf der Arbeit 8 Stunden fehlen würde, der andere aber nur 1,5. Was meinst du, ist dann eher sinnvoll???
      Wenn einer auf der Arbeit 8 Stunden fehlt und die Akten dann bis zum nächsten Tag liegen bleiben, ist das eine Sache. Aber wenn 30 Leute 2 Stunden auf mich warten, fallen so gesehen gleich 60 Stunden aus (30 Schüler zu je 2 Stunden) und eben nicht nur 2 Stunden. So sehe ich die Gegenüberstellung. Was ist jetzt eher sinnvoll?

      Und komme mir jetzt keiner mit sinnvollem Vertretungsunterricht. Entweder ich plane den selber, gebe dem Kollegen die fertigen Materialien in die Hand und hoffe das Beste oder der Unterricht kann gleich ganz ausfallen. Wirklich fachgerechten Vertretungsunterricht in Spontanvertretungen habe ich noch nie gesehen. Aber wenn ich dann extra für den Kollegen alles aufbereiten muß, kann ich den Unterricht auch gleich selber halten und bin eben nicht krank.
    • Anja82 schrieb:

      Letztlich habe ich Anspruch auf 10 Tage pro Kind. Warum soll ich die nicht nehmen? Verstehe ich ehrlich gesagt nicht, das Problem.
      Ich finde diese Einstellung unserem Beruf gegenüber ehrlich gesagt traurig.

      Wir LehrerInnen arbeiten mit/an der wichtigsten, wenn nicht sogar einzigen, Ressource, die unser Land hat. Alle regen sich über Bildungsmisere, Personalmangel an Schulen, zu viel unzureichenden Vertretungsunterricht etc. auf. Aber wenn es einen selbst betrifft, dann zuckt man mit den Schultern und sagt "Ich weiß gar nicht, wo das Problem ist, wenn ich zehn Tage pro Kind in der Schule fehle."
      Ich fände diese Einstellung einer Lehrerin meines Kindes zu ihrem Beruf nicht besonders prickelnd.
    • Wenn ich alleinerziehend wäre, würdest du es dann auch traurig finden? Allen (gesetzlich versicherten) Kindern steht so etwas zu. Da ist der Beruf der Eltern völlig nebensächlich. Sei doch froh, dass es noch Menschen gibt, die Kinder kriegen...
    • Xiam schrieb:

      Wir LehrerInnen arbeiten mit/an der wichtigsten, wenn nicht sogar einzigen, Ressource, die unser Land hat. Alle regen sich über Bildungsmisere, Personalmangel an Schulen, zu viel unzureichenden Vertretungsunterricht etc. auf. Aber wenn es einen selbst betrifft, dann zuckt man mit den Schultern und sagt "Ich weiß gar nicht, wo das Problem ist, wenn ich zehn Tage pro Kind in der Schule fehle." Ich fände diese Einstellung einer Lehrerin meines Kindes zu ihrem Beruf nicht besonders prickelnd.
      Das Problem liegt doch eher beim Arbeitgeber (= Dienstherrn), der aus sozialpolitischen Gründen die 10 Tage pro Jahr gewährt, sich aber gleichzeitig weigert, eine adäquate Vertretungsreserve in den Schulen vorzuhalten. Dass die Kollegen und Kolleginnen, die dann zwangsweise unbezahlten Vertretungsunterricht zur Kompensation dieser ungedeckten Versprechen des Dienstherrn ableisten, sich nicht noch stundenlang (auch wieder unbezahlt) hinsetzen um die optimale Vertretungsstunde vorzubereiten, ist doch verständlich...

      Gruß !
      Mikael - Experte für das Lehren und Lernen

      "In theory there is no difference between theory and practice. In practice there is." (Yogi Berra)
    • Xiam schrieb:

      Anja82 schrieb:

      Letztlich habe ich Anspruch auf 10 Tage pro Kind. Warum soll ich die nicht nehmen? Verstehe ich ehrlich gesagt nicht, das Problem.
      Ich finde diese Einstellung unserem Beruf gegenüber ehrlich gesagt traurig.
      Mir gefällt diese Haltung gegenüber den Kindern und die professionelle Sichtweise auf den Beruf.

      Xiam schrieb:

      Wir LehrerInnen arbeiten mit/an der wichtigsten, wenn nicht sogar einzigen, Ressource, die unser Land hat.

      Wenn das so wäre, müsste man in der Konsequenz auch dafür sorgen, dass auch genug Personal vorhanden ist, um diese Ressource zu nutzen. Und da wären wir dann wieder bei den Bereitschaftsdiensten, die's dafür braucht, die man aber nicht bezahlen möchte.


      Anja82 schrieb:

      Allen (gesetzlich versicherten) Kindern steht so etwas zu. Da ist der Beruf der Eltern völlig nebensächlich.
      Nach den hier angeführten Beispielen ja eben nicht.
    • plattyplus schrieb:

      Anna Lisa schrieb:

      Wenn einer auf der Arbeit 8 Stunden fehlen würde, der andere aber nur 1,5. Was meinst du, ist dann eher sinnvoll???
      Wenn einer auf der Arbeit 8 Stunden fehlt und die Akten dann bis zum nächsten Tag liegen bleiben, ist das eine Sache. Aber wenn 30 Leute 2 Stunden auf mich warten, fallen so gesehen gleich 60 Stunden aus (30 Schüler zu je 2 Stunden) und eben nicht nur 2 Stunden. So sehe ich die Gegenüberstellung. Was ist jetzt eher sinnvoll?
      Und was ist, wenn es sich nicht um Akten, sondern Patienten handelt?
    • Anna Lisa schrieb:

      plattyplus schrieb:

      Anna Lisa schrieb:

      Wenn einer auf der Arbeit 8 Stunden fehlen würde, der andere aber nur 1,5. Was meinst du, ist dann eher sinnvoll???
      Wenn einer auf der Arbeit 8 Stunden fehlt und die Akten dann bis zum nächsten Tag liegen bleiben, ist das eine Sache. Aber wenn 30 Leute 2 Stunden auf mich warten, fallen so gesehen gleich 60 Stunden aus (30 Schüler zu je 2 Stunden) und eben nicht nur 2 Stunden. So sehe ich die Gegenüberstellung. Was ist jetzt eher sinnvoll?
      Und was ist, wenn es sich nicht um Akten, sondern Patienten handelt?

      Die sind doch nur in der Schule wichtig ;)

      Das es auch noch andere Berufe gibt, wo Menschen dran hängen und auch die Akten manchmal Leben stark beeinflussen können, das wird gerne übersehen.
    • Etwas OT, aber ehrliches Interesse:
      Ich hätte ein anderes "Problem", wenn ich Teilzeit arbeiten würde: Wir sind schon viele Jahre verheiratet, haben aber trotzdem in Grundsätzen getrennte Kasse. Er verdient seins, ich meins. Aus den beiden Gehältern speisen wir unsere gemeinsamen Kosten. Hätte ich plötzlich weniger Geld, müsste ich auf "sein" Geld zugreifen. Damit hätte ich ein Problem! Und meine Rente/Pension, die ich mal bekomme, will ich auch nicht von ihm bekommen. Die möchte ich mir selbst verdienen. Ich finde die Gewissheit, dass ich im Zweifel auch ohne Mann prima zurecht komme, förderlich für die ganze Beziehung.

      Deswegen meine ehrlich gemeinte Frage: Haben die TZ-Kräfte nicht manchmal ein Abhängigkeitsgefühl?
    • Sissymaus schrieb:

      Etwas OT, aber ehrliches Interesse:
      Ich hätte ein anderes "Problem", wenn ich Teilzeit arbeiten würde: Wir sind schon viele Jahre verheiratet, haben aber trotzdem in Grundsätzen getrennte Kasse. Er verdient seins, ich meins. Aus den beiden Gehältern speisen wir unsere gemeinsamen Kosten. Hätte ich plötzlich weniger Geld, müsste ich auf "sein" Geld zugreifen. Damit hätte ich ein Problem! Und meine Rente/Pension, die ich mal bekomme, will ich auch nicht von ihm bekommen. Die möchte ich mir selbst verdienen. Ich finde die Gewissheit, dass ich im Zweifel auch ohne Mann prima zurecht komme, förderlich für die ganze Beziehung.

      Deswegen meine ehrlich gemeinte Frage: Haben die TZ-Kräfte nicht manchmal ein Abhängigkeitsgefühl?
      Nein, denn bei uns gibt es kein meins und deins. Es ist unser Geld, unser Haus, unsere Kinder.

      Wenn ihr das strikt trennt, dann musst du eben die Zeiten, die du für die Kinder zu Hause bist von deinem Mann bezahlen lassen.

      Und dieser Ausgleich wird ja im Falle der Scheidung beim Rentenausgleich auch vorgenommen,

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Susannea ()

    • Nein, ich auch nicht.
      Ich habe in der Zeit, als mein Mann studiert hat, mehr verdient und auch mehr Ausgaben übernommen.
      Ich habe sein Bafög abbezahlt. War ihm erst unangenehm aber ich hatte das Geld und habe eben auch darauf verwiesen, dass er irgendwann mehr übernimmt, wenn ich für die Kinder zu Hause bin.

      Wir haben übrigens auch darüber nachgedacht, beide 75% zu arbeiten.
      Mein Mann verzichtet aber mir zu Liebe auf mehr Zeit mit den Kindern. Ich würde auch immer noch nicht arbeiten, wenn wir es uns leisten könnten mit einem Gehalt.
    • Wir haben auch seit der Hochzeit alles auf denn gemeinsamen Konto. Aber wir bekommen jeder das gleiche Taschengeld, damit jeder damit machen kann was er will, ohne Diskussion.
      Anfangs hab ich mehr verdient, jetzt verdient er mehr. Find ich ok. Und damals habe ich auch sein Bafög zurück gezahlt.
      Einzig und allein beim Hauskauf, habe ich mir beim Notar den größeren Anteil eintragen lassen, da das Eigenkapital mehr von mir kam.
      Wenn die Kinder größer sind und ich wieder mehr arbeite, werde ich mehr verdienen, so gleicht sich das auf die Jahre schon irgendwie aus.

      Hängt aber eventuell auch davon ab wie groß der Gehaltsunterschied ist. Hier sind es trotz TZ (70%) nur ein paar hundert Euro.
      Mal gucken wie es nach der Elternzeit aussieht, wenn ich noch etwas runter gehe.

      Und wir hatten auch überlegt beide TZ zu machen, aber die hohe Klausurbelastung in manchen Phasen hat mich davon abgehalten. Er kann wenigstens pünktlich den Rechner aus machen und fertig.
      Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.
    • Nein, ich habe kein Abhängigkeitsgefühl. Warum auch? Falls wir uns mal trennen sollten, kann ich ja jederzeit wieder Vollzeit arbeiten und dann komme ich ja ganz prima ohne ihn zurecht.

      Ich bin also überhaupt nicht von ihm abhängig. Ich könnte ja, will aber nicht. Sein Gehalt ist nur dadurch möglich, dass ich nachmittags auf die Kinder aufpasse etc. Ansonsten müsste er das ja tun und dann könnten er seinen Job in dieser Form nicht machen.
      Andersrum: Wenn ich Vollzeit arbeiten würde, müsste er definitiv Teilzeit arbeiten, denn mit 6 Korrekturen bin ich ganz bestimmt nicht nachmittags verfügbar, denn nachmittags Pause machen und dann bis Mitternacht oder später am Schreibtisch sitzen kommt für mich nicht in Frage, ich habe ein Recht auf 8 Stunden Schlaf und auf Freizeitaktivitäten.

      Aber wo ist der Unterschied in einer Ehe, ob Partner 1 Teilzeit arbeitet und Partner 2 mehr zahlt oder ob Partner 2 Teilzeit arbeitet und Partner 1 mehr zahlt??? Einer muss definitiv Teilzeit arbeiten, wenn man Kinder hat. Zumindest in unseren beiden Jobs.

      Mich würde es viel mehr stören, wenn ich die ganze Zeit ackern muss und dann auch noch den Löwenanteil hier zahlen muss, aber kaum die Kinder zu Gesicht bekomme und kaum Freizeit habe. Dann doch lieber andersherum ;)
    • Bei uns ist es auch so. Ich arbeite 75% und kümmere mich nachmittags um die Kinder. Mein Mann arbeitet Vollzeit. Kind-krank-Tage nehmen wir übrigens beide, es nimmt halt der, für den es am jeweiligen Tag machbar ist. Das war auch schon oft mein Mann.

      Wir haben eine Wohnung, zwei Kinder, ein Konto. Es ist alles unser gemeinsames.
      Ich habe keinerlei Abhängigkeitsgefühle, meine 75% bringen übrigens beinahe so viel Geld wie die 100% meines Mannes. Also es ist nicht so, dass ich nichts zum Einkommen beitragen würde und vormittags bei der Pediküre / beim Yoga / beim Shoppen wäre und das Geld meines reichen Ehemannes verprassen würde - DANN könnte ich mir vorstellen, dass man sich abhängig vorkommen könnte... Aber doch nicht weil einer reduziert, um Zeit für die gemeinsamen Kinder zu haben!!!

      Die strikte Trennung der Gelder in einer Ehe finde ich irgendwie unsinnig und nicht schön. Hier kann sich jeder was kaufen, größere Anschaffungen werden abgesprochen, wir sind uns in den meisten Fällen sofort oder zumindest bald einig. Aber dieses "mein Geld - dein Geld" gerade wenn man Kinder hat und eigentlich am gleichen Strang zieht, ist nix für mich.
    • Sissymaus schrieb:

      ch hätte ein anderes "Problem", wenn ich Teilzeit arbeiten würde: Wir sind schon viele Jahre verheiratet, haben aber trotzdem in Grundsätzen getrennte Kasse. Er verdient seins, ich meins. Aus den beiden Gehältern speisen wir unsere gemeinsamen Kosten. Hätte ich plötzlich weniger Geld, müsste ich auf "sein" Geld zugreifen. Damit hätte ich ein Problem! Und meine Rente/Pension, die ich mal bekomme, will ich auch nicht von ihm bekommen. Die möchte ich mir selbst verdienen. Ich finde die Gewissheit, dass ich im Zweifel auch ohne Mann prima zurecht komme, förderlich für die ganze Beziehung.

      Deswegen meine ehrlich gemeinte Frage: Haben die TZ-Kräfte nicht manchmal ein Abhängigkeitsgefühl?
      als unsere Kinder kamen, habe ich eine lange Familienpause gemacht. Das hatten wir beide so beschlossen. Also hat eine recht große Familie von einem Lehrersgehalt gelebt.
      Ich habe damals nur freiberuflich gearbeitet, mit sehr unregelmäßigem Einkommen also.
      Finanziell nicht das Problem.
      Ich kam mir auch nicht minderwertig vor, weil ich die Arbeit als Familienmutter sehr schätzte und ganz genau wusste, was ich leistete.
      Aber es gab bei mir immer ein Gefühl des finanziellen Ungleichgewichts. Für mich persönlich.
      Mein Mann gab mir NIE das Gefühl. Aber es kam von mir.

      Ohne Kinder, getrennte Kassen und TZ, das wäre für mich nicht so das Problem.
      pingo, ergo sum