Empfehlung PC-System ;-)

  • Alle gängigen Geräte inklusive nicht allzu alter Gebrauchtgeräte erfüllen deine Anforderungen.


    Die Frage ist, welches Betriebssystem dir am besten gefällt. Das musst du ausprobieren; Windows kennst du sicherlich - spiel mal mit einem Mac oder einem Linux-Gerät rum; irgendwer im Kollegium hat das bestimmt.


    Überlege dann, wieviel technisches Know-How du mitbringst und wieviel Aufwand du in Lernen und Basteln investieren willst. Linux ist in der Hinsicht eher anspruchsvoll, Windows liegt in der Mitte, Applesysteme kommen der Bequemlichkeit des Benutzers weit entgegen.


    Überlege, ob du Service brauchst oder dein System selber warten kannst. (ALLE Computer müssen gewartet werden! Siehe die Beiträge oben.) Ich brauche das nicht, weil ich grundsätzlich alles selber machen kann. Aber vielleicht möchtest du die Möglichkeit haben, dein Gerät zu einem Fachhändler zu tragen? Dann wäre es u.U. keine schlechte Idee, den Computer da auch gekauft zu haben.


    Man sollte auch in Betracht ziehen, ob man Alltagshilfe und Unterstützung im Kollegium braucht (da ist nichts Peinliches dran!) Dann ist es nicht unbedingt eine gute Idee, ein Betriebssystem zu wählen, von dem keiner Ahnung hat.


    Im Grunde ist das beim Computerkauf wie beim Autokauf. Alle Autos transportieren Personen und Lasten zuverlässig von A nach B. Die Entscheidung wird durch die Bedürfnisse der Käufer beeinflusst.

  • Ich danke euch für die vielen wirklich informativen Meinungen und Beiträge!


    Zu meinem Vorgehen ;-) Grundsätzlich sollte es ein Desktop-PC sein, jedoch nur der Tower!
    Und dann bitte nicht zum "selbst zusammenstellen o.ä.", aus diesem Grunde kam mir auch ein Modell aus diversen Elektrofachmärkten in den Sinn, da es wohl am "einfachsten" ist.
    Aber ich möchte halt auch ungerne die Katze im Sack kaufen...


    Denke, dass die Auflistung von eurer Seite, was die Ausstattung - wohl mit dem Betriebssystem Windows angeht - passen wird, um bestimmte Vorgaben an das momentane Sortiment zu stellen, oder?

  • Die aktuelle Prozessorgeneration sollte man mitnehmen, aber ansonsten kommst du mit dem Anforderungsprofil sehr preiswert weg, z.B. hier für 349€. Zusätzlich ein Datengrab (HDD) an den Router oder per USB3 an den PC und du bist gut versorgt.


    P.S.: Nicht im "Elektrofachmarkt" kaufen. Im besten Fall ist es nur teurer als im Internet, im schlimmsten Fall verkaufen sie dir zwei Jahre alten Rotz als High End PC zum Vollpreis. Ein Fachhändler nur für PCs ist wieder was anderes, aber da bezahlst du auch den Service mit (wenn du das haben möchtest, keine dumme Investition).

    If you look for the light, you can often find it.
    But if you look for the dark that is all you will ever see.

  • Nein, nein, ist okay... Ist ja auch ein Lehrerforum, kein Computerforum - wenn ich das richtig verstanden habe ;)


    Ich mach solche Aktionen nur mit ausführlichen Anleitungen (für 0815-Nutzer...) im Internet. Gebracht hat mir das bei bisher zwei Sony Vaio und Macbook nichts, egal, was ich probiert habe.

  • Ich habe auch schon mal das ganze System platt gemacht und neu installiert. Hat kaum etwas gebracht.

    Dann liegt es vermutlich an der Festplatte. Fehlerhafte Sektoren werden als solche markiert und nicht mehr verwendet, aber das bremst. Du kannst mal schauen, ob es für Mac ein Smart-Monitoring-Tool gibt ( https://de.wikipedia.org/wiki/…_and_Reporting_Technology ).



    Falls dein Windows abschmiert, hast du eine (abgesicherte) Hintertür, um an deine Daten zu kommen.

    Es ist aber Mac-OS drauf.
    Ich würde, ehrlich gesagt, niemandem, der technisch unerfahren ist (wobei ich natürlich nicht weiß, ob das auf @Lehrerin2007 zutrifft), empfehlen, alleine eine Parallelinstallation von Linux + MacOS durchzuführen.


    Gemeinsam mit einem technisch erfahrenen Nutzer die Ersteinrichtung machen, das ist realistisch. Zwar ist die eigentliche Linux-Installation mittlerweile sehr einfach, aber i.d.R. trifft man dann doch irgendwann auf ein etwas kniffliger zu lösendes Problem (was bei den anderen Systemen häufig ja auch zutrifft).


    Edit: Sorry, ich habe zwischendrin ein paar Beiträge übersehen, meiner ist damit teilweise redundant.

  • Bei Linux werden ALLE Programme und Treiber ständig aktuell gehalten. Ohne Lizenzgefrickel.

    Dafür hat man, sofern Programme nicht über den Paketmanager installiert werden, einen riesigen Aufwand Programme zu installieren (für den Laien) und generell gibt es deutlich weniger Software.


    Linux ist imho nur was für Bastler, für den Alltag nicht geeignet (und ja, jetzt werden mir hier einige Bastler entgegenschmettern, dass das ja überhaupt nicht stimmt, sehe ich anders).


    MacOS ist, wenn man den Unix-Unterbau will, die deutlich bessere Alternative für den Alltag.

  • Ich kaufe gebrauchte, überholte Laptops mit Windows drauf. Dazu Drucker mit Scanfunktion, fertsch. Das große Kind hat einen mit 16GB RAM wegen der Spiele, meiner hat 8. Als Otto-Normallehrer braucht man doch nicht viel...

  • Einen VGA-Anschluss braucht man meiner Meinung nach nicht mehr. Zwar ist unsere technische Ausstattung auch teilweise noch aus dem letzten Jahrtausend, aber in meine Laptoptasche passt auch noch ein VGA-Adapter, dafür ist der Laptop flacher und leichter.


    Ansonsten schließe ich mich meinen Vorrednern an: SSD statt HDD und einen guten Prozessor.

  • Ihr ratet doch nicht wirklich 08/15 Nutzern zu Sachen wie parallelem Linux installieren und solchen Späßen? Unfassbar.

    Klar doch- warum nicht?


    Wenn du diese Frage stellst, hast du das noch nie angeschaut.
    Die Installation ist einfacher als bei Windows. Kein Lizenznummerngefrickel, der Standort und die Sprache werden über den Internetanschluss ermittelt und vorgeschlagen, die Sprache ebenfalls... im Prinzip musst du nur ständig auf "ok" klicken und hast ein stabiles, lauffähiges System. Zumindest mit den Distributionen mx-linux oder ubuntu.


    Die sind genau auf diese Zielgruppe hin entwickelt worden.


    Und kosten tut das auch nix.
    Dass man - egal welches neue Programm oder System installiert wird - zuerst die wichtigen Daten gesichert werden müssen, versteht sich von selbst. Genauso wie regelmäßige Backups.
    Aber du stellst 08/15-Nutzer ja hoffentlich nicht mit Deppen gleich ;-)


    Bei der parallelen Installation kümmert sich die Installationsroutine selbstständig um die Neupartitionierung und Einteilung der Festplatte. Das Ursprungssystem Windoofs wird nicht angetastet.
    Beim Neustart bekommst du einen Anmeldebildschirm, auf dem du dein System wählen kannst, mit dem du arbeiten möchtest. Klickst du auf Windows, startet Windows. Klickst du auf Linux, startet Linux.
    So what.

  • Hast du das negativ aufgefasst? Ich bin selbst 08/15 Nutzer und möchte mit Linux nichts mehr zu tun haben (ein kurzer Abstecher während der Uni-Zeit hat mir gereicht).

    Dacht' ich mir's doch.


    Hinweis nebenbei:
    Heutzutage haben Autos Zündschlüssel. Du brauchst keine Kurbel mehr ;-)


    Linux ist heute ein System, das sicherer und komfortabler ist als Windows.
    Die Entwickler- und Programmierergemeinde hat weltweit mehr (und durchaus höher qualifiziertes) Personal als Micidoof.

  • Dafür hat man, sofern Programme nicht über den Paketmanager installiert werden, einen riesigen Aufwand Programme zu installieren (für den Laien) und generell gibt es deutlich weniger Software.

    Eindeutig falsche Aussage. Was du brauchst findest du im Paketmanager. Anklicken, auf installieren klicken, fettisch.
    Sicher gibt es für Windows mehr Software - wobei der größte Teil schrottig oder gegen Geld vergeben wird.
    Bei Linux sind 90% der Programme (die den Konkurrenzprodukten von Windoofs durchaus das Wasser reichen können) kostenlos und werden über automatische Updates aktuell gehalten.
    Das bekommst du bei Windows nicht.


    Weil Linux eine völlig andere Architektur als Windows hat, ist es auch ungemein schwieriger, Virenprogramme zu schreiben.
    Daher sind Linuxrechner zu 99% virenfrei.


    Geschrieben mit Firefox 71.0 auf meinem Internet-Rechner unter Ubuntu 18.04 ;-)


    Aber das ist jetzt langsam off-topic ;-)

  • Linux ist schon eine nette Sache, aber trotzdem würde ich privat niemandem einem PC für den "produktiven" Linux-Einsatz empfehlen. Warum? Ganz einfach: Fast niemand kennt sich mit Linux aus (Anteil an den Dekstop-PCs wohl im Bereich weniger als 1 bis 2 Prozent), d.h. der "Tippgeber" ist dann automatisch der Support-Heini und -Depp für alles, wenn's nicht so läuft wie gewünscht.


    Also: Wer hier von den Linux-Propagonisten ist denn bereit, zukünftig für FranziS. den Support zu leisten?


    Gruß !

  • Um mal die Ausgangsfrage zu beantworten :


    ich würde mir wahrscheinlich gar keinen PC oder Mac mehr holen. Ich arbeite fast (zu 98%) iPad only.Mit Stift mache ich damit fast alles, was ich so machen will und muss.


    Dürfte für deine Zwecke genau richtig sein.


    Kann natürlich auch ein anderer Hersteller/ Betriebssystem sein.

  • Sorry, so eine massive off-topic (oder mindestens semi-off-topic) Diskussion wollte ich natürlich nicht lostreten.


    Zu Linux auf dem Mac: Linux ist die einzige Möglichkeit, einen Mac, der von Apple nicht mehr supportet wird, mit aktueller Software weiterzunutzen. Da die Hardware von Macs qualitativ oft sehr hochwertig ist und Macs sehr viel länger halten, als sie von Apple noch Software Updates bekommen, ist das tatsächlich ein Tipp, den ich recht häufig gebe. Hier kann man schauen, wie schnell das geht: https://support.apple.com/de-de/HT201624 (ich bin aber zugegeben nicht ganz sicher, ob das sich nur auf die Hardware bezieht, evtl. bekommt man Software-Updates noch etwas länger). Mit einem alten Mac ohne Updates kann man ja nicht mal mehr ins Internet, weil die zertifikate aktueller https-Seiten nicht funktionieren.


    Linux generell: Von der reinen useability her ist Linux mittlerweile absolut konkurrenzfähig zu Windows, wenn
    - die Software, die man nutzen möchte, unter Linux läuft
    - die Hardware, die man nutzen möchte, unter Linux läuft


    Der zweite Punkt ist bei einem neuen Rechner irrelevant, dann wird man ja ohnehin einen Rechner nehmen, der Linux-kompatibel ist (oder, noch einfacher, einen Rechner mit vorinstalliertem Linux).


    Wenn's dann erst mal läuft, läuft es i.d.R. stressfreier als Windows, weil es praktisch keine Viren / Malware gibt, Updates stressfrei gehen (und, wie bereits erwähnt, alle Software aus den Repos gleich mitaktualisiert werden).


    Gegenüber Windows 10 Home kommt die professionellere Arbeitsumgebung hinzu. Wenn man sich z.B. diesen Tipp mal durchliest:
    https://www.heise.de/tipps-tri…installieren-3970502.html


    wo es nur (!) darum geht, die bei Windows oft vorinstallierte Bloatware loszuwerden, ist es dann auf einmal nicht mehr so einfach.



    Gerade für eine Lehrer, der Internet und Office (im Linux-Fall dann i.d.R. Libre Office) stressfrei nutzen möchte, ist Linux dann insgesamt das bessere System. Berücksichtigt man dann noch den Datenschutzaspekt (Windows 10 darf eigentlich nicht verwendet werden, sobald man personenbezogene Daten verarbeitet, was bei Lehrern i.d.R. der Fall ist, siehe hier: https://www.heise.de/newsticke…n-Windows-10-4584678.html ) , eine klare Empfehlung.



    Linux hat aber auch (nach wie vor) große Nachteile. Sind meine beiden Punkte oben nicht erfüllt (Software, Hardware), dann stellt sich die Frage erst gar nicht. Problematisch wird es auch dann, wenn sich das Nutzungprofil ändert, man also später merkt, dass man eine bestimmte Software gerne nutzen möchte, die es aber (und das ist ja nicht selten) nur für Windows gibt.



    Ich habe bereits ein paar Kollegen beim Umstieg unterstützt. Die Zufriedenheit ist groß, aber, wie @Mikael sagte, gelegentlich werde ich um Support gebeten. Ist allerdings, wenn man sich mit Windows auskennt, auch nicht anders.



    Zu behaupten, Linux sei nur was für Bastler oder nur Gefrickel ist aber Blödsinn. Man kann besser damit basteln, das ist wahr, einfach, weil alles offen ist, und wenn man unbedingt was möchte, was eigentlich nicht geht, dann ist es auch Gefrickel, aber man muss (!) das nicht, wenn man sich an die Dinge hält, die unter Linux gut gehen. Alles eine Frage der sinnvollen Vorauswahl.

  • Habe auch zwei Pads (aktuelles iPad neue Gen 7. Und ein 6 Jahre altes Google Nexus7).
    Zum Surfen, Übersetzen, Nachschlagen, E-Mail lesen, ... benutze ich noch immer sehr oft das alte Nexus 7 (7 Zoll). Das iPad (10 Zoll) ist mir dafür einfach zu groß.
    Professionell arbeiten (Arbeitsblätter erstellen, Tabellen verwalten, Programmieren, YouTube-Videos erstellen, ...) kann ich mit beiden Pads nicht, dafür sind mir u.a. auch die Bildschirme einfach viel zu klein. Brauche mindestens meinen 27 Zoll Hauptbildschirm. Oft noch zusätzlich mein alten (4:3) 19 Zoll Monitor am PC.

  • Goeba: Schade dass ich in den Weihnachtsferien wegfahre. Wäre sonst mal ein Projekt auf meinem alten PC.
    Aber sobald mal ein neuer hier hinkommt, installiere ich mir Linux parallel zum testen.


    Danke.


    kl. gr. frosch

    Man sollte darauf achten, seinen Kindern den richtigen Glauben zu vermitteln. ... Den an sich selbst.
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    "Angst ist ein unfähiger Lehrer." Jean-Luc Picard

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