Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • Alterra: Nimm trotzdem bitte Angebote öffentlicher Einrichtungen deiner Wahl (Kino, Fitnessstudio, Gastronomie, etc.) in Anspruch! Es hängen am Ende Existenzen daran, die auf deinen Besuch angewiesen sind. Es ist ja inzwischen bekannt, dass die Leute sich kaum im öffentlichen Raum anstecken, wenn in eben diesem Hygienekonzepte Anwendung finden, sondern eher im Rahmen privater Veranstaltungen, die bewusst auf Hygienekonzepte verzichten.


    Was Angst vor Ansteckung angeht: Ich habe keine Angst vor dem Virus, eher davor, durch eine Ansteckung in eine Quote zu fallen, die dafür sorgt, dass das Leben meiner Mitmenschen einschränkt wird - ob eine Maßnahme begründet ist oder nicht. Eigentlich ziemlich traurig, dass man so Angst vor dem Staat haben muss!

  • Zitat

    Eigentlich ziemlich traurig, dass man so Angst vor dem Staat haben muss!

    *verwirrt*

    Man sollte darauf achten, seinen Kindern den richtigen Glauben zu vermitteln. ... Den an sich selbst.
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    "Angst ist ein unfähiger Lehrer." Jean-Luc Picard

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    "Urteile nie über einen Moderator dieses Forums, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist." (frei nach Firelilly)

  • kleiner gruener frosch : Aja, du weißt doch, dass ab bestimmten Indizienzwerten Maßnahmen folgen, die sich die Politik ausgedacht hat, um vermeintlich die Ansteckungen zu senken, obwohl sie teilweise sogar erwiesenermaßen falsch sind und damit primär wirtschaftlichen Schaden anrichten (z.B. die Sperrstunde in der Gastronomie, die in einigen Landkreisen bereits erfolgreich gekippt wurde). Ich will halt echt nicht derjenige sein, der der Grund ist, warum es von 49,9 auf 50 geht.

  • WAS? Warum so wenig?


    Bei uns hieß es, dass wir auch im Falle der Klassenteilung den normalen Stundenplan weiter unterrichten. Gilt das nicht für die Grundschulen in BY?

    Oder hat es dann die Woche darauf Mo/Mi/Fr Unterricht?


    Bei uns soll dann schon nach dem Stundenplan unterrichtet werden.



    Bei uns sind die Zahlen bayernweit gesehen mit am höchsten und ich erlebe zahlreiche Eltern, die die Maßnahmen an der Schule übertrieben streng finden und überhaupt von diesem ganzen Corona nichts mehr hören wollen. Ich wundere mich also nicht über unsere Zahlen.

  • Ich habe eigentlich keine Angst, mich in der Schule anzustecken. Ihr?

    Ich auch nicht wirklich. Alle KuK und so gut wie alle SuS tragen ihre Masken vernünftig, es wird fast durchgängig gelüftet, die Sitzordnung wird eingehalten. Das einzige "Risiko" ist, dass ich nicht den Abstand einhalten kann. Aber so lange hält man sich ja auch nicht bei einem Schüler auf. Ich fühle mich sicher.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Bei uns gab es wg. Dauerlüften extrem Proteste und die SL hat bestimmt, dass die KMK-Vorgabe (5 Minuten lüften nach 20 Minuten geschlossen) reicht.

    Ja, bei uns auch.

    Vermutlich ist die Ansage, das Lüften auf 5 min zu begrenzen, eine Reaktion auf genau diese Elternproteste,

    Eltern, die das Lüften und weitere Maßnahmen IN der Schule gut fänden, hört man nicht.


    Den Hinweis, sich warm anzuziehen, fand ich gar nicht soo falsch, tatsächlich haben viele Kinder nur dünne Shirts an, nennen aber alles mit langen Ärmeln Pullover. Inzwischen unbekannt scheint auch, dass man mehrere Schichten übereinander tragen kann. Warum auch? In der Wohnung, in der Schule und im Elterntaxi ist es immer muckelig warm, bei der Drive-In-Schule wird das Kind auch nie nass, sodass es selbst in Norddeutschland keine Regenjacke und feste Winterschuhe benötigt.

    Eigentlich müssten statt Klopapier die Regale mit Pullovern und anderer warmer Kleidung leer sein.

  • Ich habe keine Angst davor, mich selbst anzustecken. Aber ich habe unglaublich Angst davor, dass ich jemanden anstecken könnte. Z.B. ältere Verwandte oder eben auch Schüler (wir haben nämlich einige, die schlimme Risikogruppen sind)


    die sich die Politik ausgedacht hat, um vermeintlich die Ansteckungen zu senken, obwohl sie teilweise sogar erwiesenermaßen falsch sind und damit primär wirtschaftlichen Schaden anrichten (z.B. die Sperrstunde in der Gastronomie, die in einigen Landkreisen bereits erfolgreich gekippt wurde).


    Ich glaube wirklich nicht, dass die Politiker absichtlich dumme Regeln aufstellen. Sie wissen es einfach nicht besser und haben das Gefühl, dass sie halt irgendwas machen müssen, damit es nicht heißt, sie wären untätig.


    Prinzipiell tut ein Politiker doch alles dafür, dass er beim nächsten Mal wieder gewählt wird. Was sollte er davon haben, wenn in der Zwischenzeit die Wirtschaft kaputt geht?


    Das Problem bei den Clubs/Diskotheken/Veranstaltern ist doch, dass die meisten Politiker eben alt sind und sich darunter nicht viel vorstellen können. Überlegt doch mal, in welchem Jahr die Politiker jung waren, 1960 war ein Club ein verranzter, verrauchter, stickiger Raum. An großzügige Großraumdiskotheken denken die nicht. Und sie können sich eben auch nicht erinnern, dass das für junge Menschen eben wichtig ist.

    Bei Markus Söder z.B. weiß ich relativ sicher, dass der in der Jugend hauptsächlich auf Bierzelt-festen abgehangen ist. Der hat bestimmt noch nie Clubkultur erlebt. Für ihn ist das einfach unwichtig.


    Die Regeln mit den Veranstaltungen nerven mich übrigens auch. Jedes Mal, wenn darüber geredet wird, wo sich die Leute anstecken, kommen private Feiern ganz vorne. Bei offiziellen Veranstaltungen hätte man wahrscheinlich weniger Infektionen, weil Veranstalter eben das Einhalten der Regeln überprüfen. Außerdem wären offizielle Events für die Polizei einfacher zu kontrollieren.

    Ich gehe im Sommer z.B. gerne auf Open-Air-Festivals. Die sind alle abgesagt worden. Sehr wahrscheinlich wären die alle gegangen, vielleicht mit Maskenpflicht direkt vor der Bühne, oder mit etwas weniger verkauften Tickets oder mehr Platz. Das finde ich unglaublich schade.


    Mir geht Corona übrigens riesig auf die Nerven. Ich sag das auch so in der Schule. Die Schüler gucken dann immer etwas bedröppelt, verstehen dadurch aber, dass man genervt sein kann und sich trotzdem an die Regeln hält.

    Sei konsequent, dabei kein Arsch und bleib authentisch. (DpB):aufgepasst:

    Einmal editiert, zuletzt von Veronica Mars () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • Ne, jede Woche nur insgesamt 2 Tage mit jeweils 4h, also wöchentlich 8h.


    Es ist eine kleine Grundschule mit jahrgangsgemischten Klassen, das Kind ist in der 3. Klasse und wäre somit Die und Do dran. Mi&Fr wären die 4. dran.

    Man kann auch einfach mal fragen, wie es dazu kommt.

    Werden die Klassen aufgeteilt zu den Tagen?

    Gibt es Lehrkräfte, die nicht in der Schule sein werden, sondern dienstunfähig sind oder im Homeoffice?


    Wir haben genau so viele Lehrkräfte wie Klassen, dabei muss die SL selbst eine Klasse führen.

    Gleichzeitig stellt sich das Land vor, dass wir bei Wechselunterricht zusätzlich Notbetreuung (voller Umfang) und (jetzt neu) zusätzlich beaufsichtigte Arbeitsplätze (bisher keine Zeitangabe) zur Verfügung stellen sollen.

    Vor den Ferien waren die Pausen versetzt, jede Lehrkraft musste zu jeder Zeit im Unterricht oder in der Pause Aufsicht führen.


    Man kann also gar nicht alle Gruppen mit Lehrkräften besetzen, selbst dann nicht, wenn wirklich alle LuL da sind.

    Das Ministerium sagt zum einen „Unterricht hat Vorrang“, fordert aber gleichzeitig Kapazitäten für Betreuung und Schüler-Arbeitsplätze.


    Welche andere Lösung gäbe es, als die Unterrichtszeiten so einzuschränken, dass die zur Verfügung stehenden Lehrkräfte für alle Gruppen ausreichen?

  • Kaum jemand von uns weiß "es" besser.

    Deshalb vertraue ich auf meine Ärzte und den Beratern der demokratischen Einrichtungen, sogar dann, wenn ich persönlich den Durchblick nicht habe, mir oft sogar an den Kopf fasse.


    Und deshalb habe ich keine Angst vor Corona, Grippe, Polio, Pocken, Pest u.ä. Bedrohungen.

    Ich verlasse mich da auf die Mehrheit der gutwilligen Kräfte, auch in der Politik, und tue an meiner Stelle dazu, was in meinen Kräften steht.

    Was mich irritiert und mir auf den Keks geht, sind die Dauernörgler und Immerbesserwisser.

  • Gibt es eigentlich verlässliche Quellen oder Zahlen dazu, ob Lehrer sich seit dem "Regelbetrieb" häufiger anstecken als die "Normalbevölkerung" (nicht, dass Lehrer nicht auch normale Menschen wären, aber... ;))?


    Bei uns gab es bisher einen Fall im Kollegium, aber ohne dass es einen Fall in der Schule gab, also wahrscheinlich angesteckt durch das eigene Kind bzw. im Privatbereich.

  • Ich auch nicht wirklich. Alle KuK und so gut wie alle SuS tragen ihre Masken vernünftig, es wird fast durchgängig gelüftet, die Sitzordnung wird eingehalten. Das einzige "Risiko" ist, dass ich nicht den Abstand einhalten kann. Aber so lange hält man sich ja auch nicht bei einem Schüler auf. Ich fühle mich sicher.

    Ich kann den Abstand auch manchmal nicht einhalten. :(Es gab bei uns gestern Herbstferien, da haben sich zwei oder 3 Schüler mit einem kurzen :troest:verabschiedet. Hab ich sie gelassen.

    Ebbes isch emmer.


    Wenn man nicht immer alles weiss, nervt man sich unter Umständen weniger. (Froeschli, hat nichts mit dem hier anwesenden Frosch zu tun)

  • Ich habe schon Angst vor Ansteckung. Das liegt aber vor allem daran, dass ich eben auch pflege und Kinder notgedrungen nah komme (lagern, wickeln, Essen anreichen, Nase putzen etc.) und meine SuS weder mit Maske noch mit Handhygiene etwas anfangen können.

    Weniger besorgt bin ich bei den jüngeren SuS, bei den älteren im Jugendalter deutlich mehr. Ich denke, da ist meine Arbeit wahrscheinlich eher vergleichbar mit der in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung als mit einem Gymnasium.

    Und dann hab ich eben selbst Risikofaktoren und mein Kind auch.


    Nichtsdestotrotz möchte ich mich nicht vom Präsenzunterricht befreien lassen. Gerade jetzt brauchen unsere SuS ihre vertrauten Bezugspersonen und mich lenken sie von all dem Irrsinn ab. Ich will auch die fitteren, körperlich nicht eingeschränkten Kinder nicht auf Biegen und Brechen von mir fern halten. Gerade die Kleinen brauchen auch Körperkontakt und hier und da mal eine Umarmung. Entwicklungsmäßig sind viele meiner SuS vergleichbar mit 2-3jährigen und da käme ja auch keiner auf die Idee, die jetzt nicht mehr näher als 1,5 m kommen zu lassen.


    Ein Balanceakt bleibt es trotzdem.

    Geteilte Klassen würde ich auf jeden Fall bevorzugen.

  • Sprich, du bist auch in Quarantäne? Aber die bleibt doch unabhängig vom Test, oder?

    Ich schätze beides ja.


    Offiziell ist noch nix, die Person hat mich halt angerufen und Bescheid gesagt. Ich begebe mich eben aktuell selbst in Quarantäne.


    Mein Mann geht direkt mit zum Testen, der hat durch sein Hobby auch unglaublich viele Kontakte.


    Wäre ich positiv, wäre das aktuell echt ein Drama. Gerade diese Woche hatte ich echt viele Kontakte, schulisch und privat. :traenen:

    Sei konsequent, dabei kein Arsch und bleib authentisch. (DpB):aufgepasst:

  • Darf man bei Quarantäne eigentlich das Haus überhaupt nicht verlassen? Ich bin normalerweise total viel draußen. Ist wenigstens alleine spazieren gehen erlaubt?

    Sei konsequent, dabei kein Arsch und bleib authentisch. (DpB):aufgepasst:

  • Weswegen ich mich privat zur Zeit halt auch echt zurückhalte. Ich habe beruflich so viele Kontakte, da muss ich den Virus nicht auch noch in der Freizeit abgreifen bzw. in mein privates Umfeld tragen.

  • Den Hinweis, sich warm anzuziehen, fand ich gar nicht soo falsch, tatsächlich haben viele Kinder nur dünne Shirts an, nennen aber alles mit langen Ärmeln Pullover. Inzwischen unbekannt scheint auch, dass man mehrere Schichten übereinander tragen kann. Warum auch? In der Wohnung, in der Schule und im Elterntaxi ist es immer muckelig warm, bei der Drive-In-Schule wird das Kind auch nie nass, sodass es selbst in Norddeutschland keine Regenjacke und feste Winterschuhe benötigt.

    Eigentlich müssten statt Klopapier die Regale mit Pullovern und anderer warmer Kleidung leer sein.

    Das habe ich mir in der letzten Zeit auch oft gedacht. Es wird immer überall erzählt, dass man sich im sogenannten "Zwiebellook" anziehen soll, vor allem auch die Kinder mehrere Schichten übereinander. Ich bin nur schon über 40, und habe mich mein Leben lang so angezogen, dass ich was ausziehen kann, wenn es wärmer ist bzw. etwas drüberziehen, wenn es kälter wird. Ich dachte bis vor einigen Jahren, dass das normal sei. In meiner Kindheit hatten wir immer im Winter T-Shirt und Pullover drüber - heutzutage haben die Kinder oft entweder T-Shirt oder Pullover, so dass man nicht flexibel reagieren kann, wenn es einem zu kalt oder zu warm ist. Habe ich noch nie verstanden...

    Immerhin lernt die Gesellschaft durch Corona so grundlegende Sachen wie Händewaschen, nicht quer durch den Raum husten, sich ordentlich anziehen, ...


    Allerdings bin ich trotzdem der Meinung, dass es unzumutbar ist, dass Schüler und Lehrer vielleicht auch im Winter bei offenem Fenster lernen und arbeiten. Ich bin überzeugt, dass das in keinem Büro (für "normale" Arbeitnehmer) zulässig wäre, das würde arbeitsrechtlich sicher nicht gehen...

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