Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • Wer sich durchlesen mag, was die Leopoldina in ihrer aktuellen Ad hoc-Stellungnahme an Maßnahmen und Strategien empfiehlt wird hier fündig.


    Klingt vernünftig, aber auch hier fehlt wieder die Langzeitperspektive. Man ergänze das mit dem Konzept darüber und wir hätten übrigens, das was ich mir wünsche. Ich verstehe nicht, warum meine Vorschläge für Empörung sorgen, wenn aber andere quasi dasselbe schreiben wird es für okay befunden. Manche sollten mal die Scheuklappen auslüften.

  • Abgesehen von gesellschaftspolitischen und ethischen Unterschieden die ich sehe zwischen deinen Forderungen Nymphicus und denen der z.B. Leopoldina macht der Ton die Musik. Ruhe, Gelassenheit, niemanden mit aller Macht überzeugen wollen, möglichst wenig eigene Bewertung als Appelle verpackt ergänzen, sondern dafür ruhig und gelassen eine ebenso ruhige und gelassene Quelle verlinken und ggf. zusammenfassen. Wo du das ausnahmsweise mal schaffst stößt du direkt auf deutlich weniger Widerstand in diesem Forum.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

    • Offizieller Beitrag

    Keine Beleidigungen und Angriffe ("manche sollten mal die Scheuklappen auslüften"), etc.


    Könnte hilfreich sein.


    Ich sehe übrigens in einem ständigen Wechsel zwischen Grüner/Gelber/Roter Zone keine Langzeitstrategie. Das ist nur ein ständiges auf und ab und nachjustieren. Auf Dauer würde das zu einer so massiven gesellschaftlichen Belastung führen, dass wir gleich einpacken können. (Zumal weiterhin gilt, dass sich weder Deutschland als Ganzes noch Teile von Deutschland so gut isolieren lassen wie z.B. Neuseeland. )


    Die einzige Langzeitstrategie, die wir haben sind die Impfungen. Und die Hoffnung darauf, dass wir lange genug gut durchhalten und Covid19 dann doch den Weg der spanischen Grippe geht.

  • Der Ton macht die Musik.

    Da bin ich einfach baff, weil daraus indirekt hervogeht, dass ihr in die Beurteilung einer geistlosen Naturgewalt die Freundlichkeit und Verpackung der Informationen mit einfließen lasst? Kann ich 0 nachvollziehen.

    Die einzige Langzeitstrategie, die wir haben sind die Impfungen. Und die Hoffnung darauf, dass wir lange genug gut durchhalten und Covid19 dann doch den Weg der spanischen Grippe geht.

    Was passiert, wenn Immune Escape sich soweit beschleunigt, dass Impfstoffe ineffektiv werden (das kann durchaus passieren, würde aber hier zu weit führen. Bei Bedarf erkläre ich das gerne)? Was passiert, wenn SARS-CoV2 nicht den Weg der spanischen Grippe geht? Dann geht halt alles zum Teufel, oder was?

  • Aber, CDL , findest du nicht, dass das Wölkchen eher orange ist?

    Orange ich jedenfalls sehr cool!

    Richtiges Rosa gab es gar nicht, nur wahlweise dieses Lachsfarben oder Flieder. Lachsfarben hat nach längerer Abwägung gewonnen.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Mir fällt es schwer, gelassen zu bleiben. Das war alles vorhersehbar. Wozu gibt es all diese Expertinnen und Experten, die die Politik beraten?

    Laschet weigerte sich im Sommer trotz besseren Wissens, nachzudenken, und mit ihm viele andere Politiker.

    Klar, war ja Wahlkampf. Hier schön pointiert berichtet:


    https://www.zdf.de/politik/ins…enesen-gestorben-100.html


    Und jetzt warten wir erst mal wieder ab, bis wir die Maskenpflicht wieder einführen.


    Die 400 Toten *am Tag*, die Wieler prophezeit hat, sind ja schon fast erreicht. Ist uns das jetzt echt egal? Dass Schwerkranke im Flieger von A nach B gebracht werden müssen, dass Pfleger am Anschlag sind ... all das war vorhersehbar.


    Wie oben geschildert: Sich zurückziehen und selbst schützen ist ja schön und gut, aber man ist ja auch ohne Erkrankung betroffen. Von Lieferengpässen zum Beispiel. Von erhöhten Krankenkassenzuschlägen.


    Wer sagt als Erstes: "I want you to panic"? Gelassenheit ist schön und gut, ist aber aktuell nicht angebracht.

  • Ja, sehe ich genauso. Ich kann das garnicht nachvollziehen; genauso bei offensichtlichen Warnzeichen erstmal abzuwarten. Es ist bei solchen Gefahrensituation notwendig lieber dreimal überzureagieren, als einmal zu spät. Man kann die Maßahme immer noch zurücknehmen, aber die eintretenden Schäden sind z.T. nicht mehr zu beheben.


    Auch hat das nichts mit "Panik" zu tun. Die Leute die den Begriff nutzen wissen anscheinend nicht was er bedeutet, denn Panik ist eine Angstreaktion, die das abwägen von Informationen gerade durch einsetzen von instinkthandlungen verunmöglicht. Mithin das Gegenteil von dem, was Leute betreiben, die auf Basis von Erkenntnissen und Studien warnen.


    Ich halte das Verhalten weiter Teile der Öffentlichkeit für einen Selbstschutzmechanismus. Es sind die Ängstlichen, die mit allen Mittel ein Ende des Informationsflusses bewirken wollen und sich damit dem nicht bewältigbaren Bedrohungsgefühl entziehen wollen. Deswegen auch die lange bestehende Abneigung gegen Masken, die heute noch fortwirkt. Den sie ist eine ständige Erinnerung an die verdrängte Gefahrenlage. Deswegen auch die Besondere Abneigung gegen Karl Lauterbach. Der Vorwurf der Panikmache ist also in vielen Fällen Projektion. Und dass die, die von Gelassenheit reden, es oftmals selbst nicht sind, erkennt man daran, dass sie irgendwann zur Diskursverweigerung, abrupten Themenwechseln oder auch Entfernung aus der Diskussion neigen.


    Ich verurteile das nichtmal, dass wäre alles nur halb so schlimm, wenn es nicht von Lobbygruppen und Medien wie der Bildzeitung durch bewusste Streuung von Desinformation zum Hintertreiben von Maßnahmen genutzt werden würde. Das Ergebnis dieser bewusst herbeigeführten Abstumpfung sehen wir etwa momentan in Ostdeutschland, wo mal eben der ein riesiger Teil der jüngeren Kohorten mit absoluten Horrorzahlen weitgehend ohne Abwehrreaktion durchseucht wird. Das wäre zu Beginn der Pandemie noch absolut unvorstellbar gewesen.

  • Ich bin eher ängstlich. Daher trage ich FFP2 Maske und bin mittlerweile dreimal geimpft. Ich meide Veranstaltungen in Innenräumen und derzeit auch in Außenbereichen.


    Was ich tatsächlich bewusst NICHT mache, ist, rhetorische Fragen zu stellen, im Sinne von "Was ist, wenn eine tödlichere Variante kommt, gegen die die Impfstoffe überhaupt nicht mehr wirken?". Weil das nichts bringt.

    Es hilft nicht, und ja, ich nenne das Panik verbreiten, was du tust.

  • Ich empfinde Nymphicus' Schreibweise als aufgebracht, aber nicht als Panik verbreitend. Eeher wie die Worte von jemanden, der zunehmend genervt versucht einen Haufen träger Schnarchnasen (da schließe ich mich mit ein) zu plötzlichen Höchstleistungen anzutreiben, aber Panik? Nee.


    Ich selbst denke auch, dass sehr viele Menschen dazu tendieren (in meinem Fall wie zuvor beschrieben aus Selbstschutz) manche Tatsachen bewusst zu ignorieren bzw. herabzuspielen, um nicht langsam völklig entnervt und gefrustet zu sein. Ich finde das sehr verständlich und merke, dass ich auch so ganz allmählich fühle, wie mein Geduldsfaden seeeeeeehr dünn wird, aber er hat in mancherlei Hinsicht m.E. n. Recht: Mit unserer derzeit trägen und sehr kurzsichtigen, gelassenenen und lockeren Art kriegen wir den Mist ganz offensichtlich nicht in den Griff. Und OBWOHL ich das weiß, hab ich keinen Bock mehr und kaum mehr Motivation.

  • Es hilft nicht, und ja, ich nenne das Panik verbreiten, was du tust.

    Ich meine das diesmal in keiner Weise zynisch. Es tut mir wirklich leid, das ist aber die mögliche Folge einer solchen Lage mittelfristig. So ein Szenario ist nicht aus der Luft gegriffen. Es kann aber auch gut gehen. Aber wir müssen das in unsere Überlegungen einbeziehen. Und wenn die Politik ihre Handlungskompetenz nicht ausreizt, muss das Wissen darüber eben möglichst allgemein bekannt werden.


    Aber wenn dir das an die Nieren geht, lies meine Posts besser nicht. Es ist davon ab gesehen aber unfair, mir die Aussage ohne den Kontext der Äußerung von KGF aufs Brot zu schmieren, denn eine einzige (!) Strategie zu behaupten und dann diesen Einwand nichtmal zu bedenken, ist einfach nicht tragfähig.


    Die einzige Langzeitstrategie, die wir haben sind die Impfungen. Und die Hoffnung darauf, dass wir lange genug gut durchhalten und Covid19 dann doch den Weg der spanischen Grippe geht.

    Das was ich hier verbreite, verbreiten Wissenschaftler, die daran forschen. Ich denke mir das nicht aus, ich lese anders als die meisten sehr viel direkt von Forschern auf Englisch bei Twitter. Ich habe daher einen anderen Blickwinkel auf das Ganze, zugegeben, aber es gibt Experten die sorgen sich um genau diese Sachen. Und bisher lagen sie deutlich häufiger richtig, als die deutsche Diskursblase im Großen und Ganzen.


    Wer es selbst lesen will soll halt auf Twitter bei Anthony J Leonardi, Dr. Eric Feigl-Ding, Zoe Hyde oder in Deutschland auch bei Brinkmann, Priesemann, Meyer-Hermann nachlesen. Das meine Standpunkte als extrem und randständig wahrgenommen werden, obwohl sie Teil des wissenschaftlichen Diskurses sind, zeigt wie verschoben die Perspektive in den Schlagzeilen ist.

  • Ich bin eher ängstlich. Daher trage ich FFP2 Maske und bin mittlerweile dreimal geimpft. Ich meide Veranstaltungen in Innenräumen und derzeit auch in Außenbereichen.


    Was ich tatsächlich bewusst NICHT mache, ist, rhetorische Fragen zu stellen, im Sinne von "Was ist, wenn eine tödlichere Variante kommt, gegen die die Impfstoffe überhaupt nicht mehr wirken?". Weil das nichts bringt.

    Es hilft nicht, und ja, ich nenne das Panik verbreiten, was du tust.

    Ich ergänze noch um: Ich lese keine BLÖD-Zeitung oder ähnliche Formate und informiere mich seriös, nicht zuletzt auch, indem ich die Veröffentlichungen des RKI oder auch der Leopoldina lese und mit einbeziehe in meine persönlichen Bewertungen.


    Unreflektierte Panik macht mir Stress und macht mich krank. Ich mache mir auch so schon ständig Sorgen gerade. Insofern bin ich SEHR froh, dass es genügend User:innen gibt in diesem Forum, die versuchen trotz aller persönlichen Belastungen noch gemeinsam zu lächeln, sich mit- und füreinander freuen können (z.B. darüber, wenn jemand geboostert wurde, aber eben auch über die vielen kleinen schulischen Erfolge, die geteilt werden), die noch mehr Themen debattieren können als NUR Covid, die es immer wieder schaffen wenn es um Covid geht Ruhe, Gelassenheit oder auch einfach etwas Empathie für die Belastungen anderer User:innen aufzubringen, statt beständig weiter verbal auf sie einzuschlagen mit dem immer nächsten Weltuntergangsszenario. Sich der Realität zu stellen bedeutet nicht, ständig das Schlimmste anzunehmen. Es bedeutet auch, die Hoffnung nicht zu verlieren, damit man überhaupt noch die Kraft hat die Realität zu gestalten.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Wie jemand vor mir frage ich mich, Nymphicus, ob du auch zu schulischen Themen etwas beitragen kannst oder ob du dich nur zurückmeldest, um Weltuntergangsszenarien zu verbreiten 🤔 Woher nimmst du die Zeit, dich damit derart ausführlich zu beschäftigen?


    Ich bin nicht unbedingt ängstlich, eher vorsichtig, überlege tatsächlich, ob ich auf den Weihnachtsmarkt gehen soll oder nicht. Mal sehen, wie es so weitergeht. Naiv bin ich sicher nicht, aber manchmal doch optimistisch, auch wenn es aussichtslos erscheint.

  • Ich wiederhole mich, ich denke für den Moment ist alles gesagt.

    Eine Stunde hat dieser Moment übrigens gedauert.


    Unreflektierte Panik macht mir Stress und macht mich krank.

    So geht's mir auch, zumal die Treiber der Panik versuchen, Eulen nach Athen zu tragen. HIER ist doch nun wirklich jede*r geimpft und tut alles dafür, seine SuS zu schützen, vermeidet jede Veranstaltung, testet sich die Nase wund und was man noch tun kann. Wirklich, wirklich, wirklich.


    Im übrigen halte ich das Getwitter für dieselbe Blase wie Telegramgruppen. Da mag der eine oder andere noch so viel wissen und Richtiges sagen. Wenn er nur dazu beiträgt, dass Leute anderen das Leben zusätzlich schwer machen, macht er so viel kaputt wie Attila und Co.

  • vermeidet jede Veranstaltung

    Das tatsächlich nicht. Mein Zertifikat lohnt sich echt, das ist im Dauereinsatz. Meine Stimmung wird zugegeben zunehmend fatalistisch. Ab Montag müssen wir an der Schule wieder Masken tragen, klar mache ich das. Wir sind auch gebeten, alle wieder Proben zum Test abzugeben, klar mache ich das. Ich gehe auch das 3. Mal impfen sobald ich darf. Aber ich gehe unter Leute, mehrfach die Woche und es ist mir ehrlich gesagt mittlerweile scheissegal, ob da Zertifikatspflicht gilt oder nicht. Infizier ich mich halt, irgendwann passiert es sowieso.

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