Seiteneinstieg? Muss dieser bald angepasst /verbessert werden?

  • Ich empfinde die aktuelle Regelung als unflexibel.


    So wie es es sehe, ist die Lehrerausbildung teilweise aus einen anderen Jahrhundert. Dazu kommt, dass die vermeintlichen Unterrichtsbesuche im OBAS zwingend Methoden angewandet werden müssen. Also eine Art SHOW - Unterricht.


    Ist es wirklich nötig eine Show abzuziehen, um denen die dich bewerten (im OBAS) zu zeigen das man unterrichten kann?


    Der Alltag bzw Standard an Schulen ist nicht in jeder Stunde so viele Methoden anzuwenden oder? Ich verstehe, dass es unterschiedliche Lerntypen gibt und das Methoden teilweise wichtig sein können, aber ich finde der Kontakt, das Gefühl und das Begeistern der Klasse ist für einen Lehrer wichtiger als viele Oberlehrer denken.

    Die meisten Voll ausgebildete Lehrer haben kein Gefühl für die Gruppendynamik. Mag sein, dass diese Methoden kompetenter sind, aber das erscheint mir nicht als ausschlaggebend.


    Dazu kommen die Probleme mit den Punkt-Regeln für den OBAS. Ich habe den Eindruck, dass man (eigentlich) keine Absolventen für den Schuldienst gewinnen will. Denn wäre es so, würde man die Möglichkeit für die Bedingungen in den OBAS zu kommen lockern.




    Was denkt ihr?

    Grüße

    Die meisten Lehrer würden in der Wirtschaft keinen Job bekommen.

    Wer weiß warum?

  • Ich denke, dass ich deinen Beitrag mal zur Überprüfung an die Mods melden werde, was nicht an den vielen Rechtschreibfehlern oder den Syntaxproblemen liegt (auch wenn die für eine angehende Lehrkraft eher überraschend wären), sondern an der völligen Unkenntnis von fachdidaktischen Hintergründen (die deutlich machen, dass Methoden nicht nur "teilweise wichtig" sind, auch wenn sie natürlich kein Selbstzweck sind), dem Umstand, dass du das Bedürfnis hast angehende Kolleginnen und Kollegen (oder doch eher deine aktuellen Lehrkräfte?) als "Oberlehrer" abzuwatschen (solltest du den Beruf tatsächlich anstreben, würde ich dir ans Herz legen ganz dringend an deinem Rollenverständnis und deinem Respekt gegenüber deinen Peers zu arbeiten wenn du einen Fuß auf den Boden bekommen willst in deinem künftigen Kollegium, aber auch SuS gegenüber) oder der eigentümlichen Schulform ("Universität, Berufskolleg und Hauptschule" ist mir zumindest als Schulform nicht bekannt).

    Jede ausgebildete Lehrkraft weiß, dass gute Klassenführung und Unterrichtsgestaltung natürlich auch motivationale Aspekte beinhaltet. Beziehungsarbeit halten nicht alle Lehrkräfte für gleich relevant, dass sie eine Rolle spielt ist aber ebenfalls allen mindestens am Rande klar- auch diese Dinge lernt man in einem Referendariat, ganz gleich, ob dieses regulär erfolgt oder in Form des Seiteneinstiegs. Es gibt gute Gründe nicht jeden, der meint Schule und guter Unterricht wären doch so simpel und die über etwas Fachwissen verfügen einfach vor eine Klasse zu stellen, dein Beitrag unterstreicht das durchaus. OBAS und andere Seiteneinstiegsprogramme sind nicht der normale Weg, das bedeutet aber nicht, dass man deshalb alle Ansprüche die man an die Qualifikation von Bewerbern stellt fallen lassen könnte oder sollte (auch wenn es Bundesländer gibt die deutlich geringere Ansprüche stellen als andere wenn es um Seiteneinsteiger geht- Not und Verzweiflung drücken da leider den Qualitätsanspruch, was keinesfalls zur bundesweiten Norm werden sollte).


    P.S.: OBASler sind nach Abschluss des Programms (genauso wie beispielsweise Seiteneinsteiger hier in BW, die ein Ref absolvieren samt 2.Staatsexamen) voll ausgebildete Lehrkräfte, Methoden sind niemals kompetenter, das können nur Menschen sein oder werden (u.a. mittels zielgerichteten Methodeneinsatzes) und ein Gefühl für Gruppendynamik haben meiner Erfahrung nach die meisten Lehrkräfte mit entsprechender Berufserfahrung mindestens gut bis sehr gut, das ist immerhin unser täglich Brot.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

    2 Mal editiert, zuletzt von CDL ()

  • Oh, endlich nochmal ein Seiteneinsteiger, der den doofen Lehrern erklärt wie man richtig unterrichtet :gruebel: Ich gehe von Troll aus, warte aber trotzdem noch ein bisschen ab, ob weitere (oder besser: sinnvolle) Beiträge kommen. Dann gebe ich vielleicht noch meinen Senf dazu.

  • Das was da bemängelt wird, ist gängige Referendariatspraxis egal ob OBAS oder nicht. Unterrichtsbesuche müssen alle machen.

    Ich finde die Zugangsmöglichkeiten zum OBAS bis dato nicht falsch. In den Seminaren würde ich mir manchmal mehr Praxisbezug und Praxisrelevanz wünschen, weil es das ist was ich, so denke ich lernen kann und muss. Mit der Theorie habe ich mich schon viel beschäftigt, aber das hat halt auch nicht jeder gemacht (wobei ich davon ausgehe die normalen Lehramtsanwärter im Studium schon)

    Gut ich hätte mir gerne das Bildungswissenschaftliche Seminar und Kolloquium gespart. Aber nicht weil ich es unsinnig finde, sondern weil ich mich mit den Inhalten in meinem vorherigen Job bereits beschäftigt habe.

    Sicherlich ist der Alltagsunterricht nicht immer so wie ein UB, aber dennoch finden in meinem Alltagsunterricht auch Methoden ihren Platz die ich in einem UB zeige und in irgendeiner Form finden sich meine UBs auch im späteren Unterricht in anderen Lerngruppen zum gleichen Thema wieder. Auch haben Methoden für mich nichts mit Oberlehrer zu tun...

    Manchmal habe ich den Eindruck das es ein paar OBASler KuK gibt die noch nicht so einen guten Einblick in das System Schule bekommen haben und auch zu Unterschieden zwischen Universitärer Lehre und Schulunterricht. Auch wenn in den letzten Jahren viel auch im Hochschuldidaktischen Umfeld getan wurde, fließt das auch dort nur langsam in die Lehre ein. Gerade wenn man lange in der Wissenschaft gearbeitet hat ist Schule schon was anderes. Ich finde es toll und viele andere auch. Aber es ist wohl auch nichts für jeden. Und darüber wie ein Referendariat abläuft gibt es sowieso unabhängig von OBAS oder nicht viele Meinungen.

  • Also ich habe auch Stunden gezeigt, die ebenso Alltagsstunden hätten sein können.
    Think-Pair-Share, Still/Einzel-Arbeit und Partnerarbeit sind übrigens alles Methoden ...

  • Bei uns waren die "Showstunden" tatsächlich ein riesiges Theater, inklusive Staatsexamen. Mit Seiteneinstieg oder nicht hatte das nichts zu tun.


    Mein Chef riet mir: "Sieh das als ein zeigen, was Du könntest, wenn Du für jede Stunde unbegrenzt Zeit, Geld, Ressourcen und extrem motivierte Schüler zur Verfügung hättest".

    Mit der Sichtweise geht's. Dass manche Seminare das als Alltag verkaufen, ist natürlich Unsinn.

  • So wie es es sehe, ist die Lehrerausbildung teilweise aus einen anderen Jahrhundert.

    Ja, vermutlich aus dem zwanzigsten.

    Dazu kommt, dass die vermeintlichen Unterrichtsbesuche im OBAS zwingend Methoden angewandet werden müssen.

    Na, da bin ich doch mal gespannt auf den methodenfreien Unterricht, den uns diese kleine Genie zeigen wird.

    Dazu kommen die Probleme mit den Punkt-Regeln

    ... mit den Komma-Regeln, mit der Rechtschreibung. Sehen wir.


    Troll, sicher!

  • Bei uns waren die "Showstunden" tatsächlich ein riesiges Theater, inklusive Staatsexamen. Mit Seiteneinstieg oder nicht hatte das nichts zu tun.


    Mein Chef riet mir: "Sieh das als ein zeigen, was Du könntest, wenn Du für jede Stunde unbegrenzt Zeit, Geld, Ressourcen und extrem motivierte Schüler zur Verfügung hättest".

    Mit der Sichtweise geht's. Dass manche Seminare das als Alltag verkaufen, ist natürlich Unsinn.

    Genauso wurde es uns auch im Ref gesagt und so sage ich es auch leicht realitätsresistenten Reffis.

    Viele Bäcker leben auch mal von ihrem Standort, der Sympathie der Verkäuferin und vielleicht vom Familiennamen. Die meisten Kunden wollen nur normale Brötchen und ihnen ist es fast (!) egal, wie es genau schmeckt.
    TROTZDEM muss ein Bäcker bei seiner Gesellen- und Meistenprüfung eben viel mehr nachweisen als "ein paar Kaiserbrötchen, wenn es sein muss mit Sesam".
    und ja, im Alltag hätte der Bäcker, der Konditor, der Tischler niemals solche aufwändige Projekte im normalen Betrieb und sowieso nicht die bezahlte Zeit dafür. Aber er muss nachweisen, DASS er es könnte, WENN er es hätte.


    chili, die ihr Ref durchaus gehasst hat, die aber der Meinung ist, dass ein Handwerkzeug gelernt werden kann und muss.

  • Bin auch Seiteneinsteigerin. Vieles, was ich da gelernt hab, kann ich immer noch gebrauchen. Methodenfeuerwerk wurde an keiner Stelle erwartet. Du denkst das vielleicht, aber dann hast Du nicht verstanden, was Du zeigen sollst. Da solltest Du vielleicht nochmal ein bißchen nacharbeiten.


    Und nochwas: Was ist denn die Punkt-Regel? :gruebel:

  • Alles was irgendwie im Unterricht geschieht (sprechen, unterhalten, schreiben, tanzen, turnen, singen etc.) kann man Methode nennen.

    Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.


    Albert Einstein

  • Leute:

    1. Solltet ihr nicht so herablassend und beleidigend sein. Das mache ich schließlich auch nicht.

    2. Empfinde ich die Obas Ausbildung als auch den nornalen Weg über lehramt als veraltet und verbesserungsfähig.


    Grüße

    Die meisten Lehrer würden in der Wirtschaft keinen Job bekommen.

    Wer weiß warum?

  • Solltet ihr nicht so herablassend und beleidigend sein. Das mache ich schließlich auch nicht.

    da bin ich mir nicht so sicher. Manches kommt hier durchaus so an

    Empfinde ich die Obas Ausbildung als auch den nornalen Weg über lehramt als veraltet und verbesserungsfähig.

    okay. Nun wissen wir das. Und nun?

  • Leute:

    1. Solltet ihr nicht so herablassend und beleidigend sein. Das mache ich schließlich auch nicht.

    2. Empfinde ich die Obas Ausbildung als auch den nornalen Weg über lehramt als veraltet und verbesserungsfähig.


    Grüße

    Nr. 2: Dann geh doch bitte mit gutem Beispiel voran und äußere konkrete Vorschläge, was du wie verbessern würdest. In diesem Punkt werden dir viele wohl zustimmen, dass die Ausbildung in einigen Punkten problematisch ist bzw. sein kann. Aber deine Aussagen aus dem Eingangsposting klingen eher so, als wenn sie ein Schüler geschrieben hätte, der sich mal ein bisschen über seine lehrer "auskotzen" möchte weil er meint alles besser zu wissen, nur weil er selbst mal Schüler war. Wenn du ernstgenommen werden möchtest, dann solltest du diesen ersten Eindruck, den du uns gegeben hast, schleunigst korrigieren.

  • Guten Abend,


    Ich denke, dass es mehr darum geht wie die Lehrkraft mit der Klasse harmoniert. Natürlich ist dies schwer messbar.


    Ich wollte hier eine Art Brainstorming mit euch machen.


    Grüße

    Die meisten Lehrer würden in der Wirtschaft keinen Job bekommen.

    Wer weiß warum?

  • Alles was irgendwie im Unterricht geschieht (sprechen, unterhalten, schreiben, tanzen, turnen, singen etc.) kann man Methode nennen.

    Beruhigend.

    Ebbes isch emmer.


    Wenn man nicht immer alles weiss, nervt man sich unter Umständen weniger. (Froeschli, hat nichts mit dem hier anwesenden Frosch zu tun)

  • Jetzt möchte ich aber wissen, warum ich in der Wirtschaft keinen Job bekommen würde, wie A.C. meint :rauchen:

    Ebbes isch emmer.


    Wenn man nicht immer alles weiss, nervt man sich unter Umständen weniger. (Froeschli, hat nichts mit dem hier anwesenden Frosch zu tun)

  • "Die meisten Lehrer würden in der Wirtschaft keinen Job bekommen.

    Wer weiß warum?"


    Sollte man nicht Impulse statt Fragen setzen ?

    sorry, kleiner Witz :D


    Es gibt schon Lehrer ,die in anderen Bereichen arbeiten. Teils im sozialen Bereich, teils im akamemiscjen Bereich, oder auch teils im kaufmännischen Bereich. Und andere Jobs sind ja auch möglich.

Werbung