Ministerin Gebauer plant den Regelbetrieb

  • Wollt ihr sehen, was der RICHTIGE Dank eines Bildungsministeriums ist?
    dann guckt mal, was das Bildungsministerium einer französischen Akademie gezaubert hat:
    Es sind kleine "Abzeichen", die man beantragen kann.

    Explorateur: Erforscher -> für die Lehrkräfte, die andere pädagogische Wege durchsucht / erforscht haben
    Utilisateur: Nutzer -> für die Lehrkräfte, die andere pädagogische Wege genutzt haben
    Passeur: Weitergeber -> für die Lehrkräfte, die Materialien oder Handlungen weitergegeben haben
    Batisseur: Bauer -> für die Lehrkräfte, die Inhalte produziert haben.

    Na? Was beantragt ihr denn bei eurem Ministerium?


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  • Bestätigt meinen Eindruck, dass die meisten KuK die Diskussion und die Panikmache leid sind und einfach wieder normalen Unterricht wollen.

    Bestätigt meinen Eindruck, dass die meisten KuK ihren Kopf nur haben, damit es nicht in den Hals regnet. "Ich will aber" kann doch nicht Grundlage für lebenswichtige Entscheidungen sein.


    Habe nicht unterzeichnet. Den Zustand wie jetzt beibehalten?

    Der Zustand wie jetzt ist, dass das Virus noch unterwegs ist. Ob der beibehalten wird, kann man sich leider nicht aussuchen. Was wir in den Schulen machen, kann nur Reaktion auf das sein, was passiert. Wir können uns den ganzen Tag und auch über Nacht den Normalzustand herbeiwünschen, wie wir wollen, davon bekommen wir ihn nicht.


    So lange es keinen Impfstoff gibt, ist Abstand halten immer noch Schutzmaßnahme Nummer eins (in Worten: Nummer 1). Gerne ergänzt durch Maske, Visier etc. Bei der in NRW beliebten Massenbschulung mit 30 Menschen pro Klasse, wird das nichts. Halbe Klassen 14-tägig ergänzt durch Heim-Aufgaben wäre z.B. für die BKs ein gangbarer Weg. Auch auf Jahre. Man müsste nur wollen. Unter konsequenter Einbehaltung der Abstandsregeln kann man auch den Infektionsschutz für Risikogruppler sicher stellen. Aber man will ja lieber etwas anderes. Man will, dass alles so ist wie früher, männo. Und Schnee an Weihnachten und Eis zum Nachtisch. Nur erwachsen werden möchte man nicht.


    Es kommt noch einiges hinzu. Die Leute reisen in den Ferien von quer nach sonstwo. Darf man ja wieder. Und sie treffen sich in Gruppen, darf man ja wieder. Ob das sinnvoll ist? Egal. Man darf, also macht man. Schöne viele Infektionsmöglichkeiten.


    Und dann steht ja immer noch die These im Raum, dass niedrige Temperaturen, die Ausbreitung des Virus begünstigen. Ischgl, Karneval, Tönnies - alles kalt. Wenn das so ist, knallt's im Herbst, spätestens im Winter. Dann haben wir wieder kein Komzept, wie man dann weiter macht. Dann haben wir 'nen Lockdown, der sich gewaschen haben wird. Aber Hauptsache man will, dass alles normal ist. Patsch!

    Das kann doch ernsthaft keiner wollen.

    Ist das relavant?

    fühle mich dabei persönlich sicher.

    Ein sicheres Gefühl nützt dir genau gar nichts.

    Ich erwarte von einer Gewerkschaft nicht, dass sie dafür Ideen haben. Aber zumindest die Diskussion in diese Richtung anstoßen wäre doch wohl nicht zu viel verlangt

    Hm, mit der Petition haben sie keine Diskussion angestoßen? Ah, ja.


    Denkfehler! Denn genau das wirkt sich auf den "normalen Schulbetrieb" aus, den es somit nicht geben kann. Voraussichtlich.

    Jope. Man hat zig Sachen auf einmal "normalisiert". Unterm Strich fatal.

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

  • Zitat


    Ich lese in der Petition keinen sinnvollen Vorschlag. Er unterstreicht nur mal wieder die allgemeine Meinung, dass Lehrer eh nur rumpienzen und jammern. Solche Petitionen scheint es auch nur für Lehrer zu geben. In Kindergärten, Krankenhäusern, Supermärkten, Pflegeheimen scheint man ganz normal ohne Risiko seiner Arbeit nachgehen zu können ohne überall Lebensgefahr zu wittern und darauf zu bestehen, dass die Klienten möglichst daheim bleiben.

  • hm. Bisher 18.000 Unterschriften bei 160.000 Lehrern in NRW?

    Die Petition wurde von der Gew übrigens Anfang der Woche an die Schulen verschickt.


    kl. Gr. Frosch

    An unserer Schule ist nichts Derartiges angekommen bzw. weitergeleitet worden. Leider.

    In der vergangenen Schulwoche, der letzten in NRW, fehlten krankheitsbedingt jeden Tag 10-15 Prozent meiner Schüler, 10 Prozent saß schniefend und niesend im Klassenzimmer. Masken wurden zum Blinde-Kuh-Spielen benutzt und landeten alle Nase lang auf dem Fußboden. Seit dem letzten Schultag bin ich nun selber krank, mit Erkältungsymptomen, für den Juni sehr untypisch. Ich bin sauer...

  • Ich lese in der Petition keinen sinnvollen Vorschlag. Er unterstreicht nur mal wieder die allgemeine Meinung, dass Lehrer eh nur rumpienzen und jammern. Solche Petitionen scheint es auch nur für Lehrer zu geben. In Kindergärten, Krankenhäusern, Supermärkten, Pflegeheimen scheint man ganz normal ohne Risiko seiner Arbeit nachgehen zu können ohne überall Lebensgefahr zu wittern und darauf zu bestehen, dass die Klienten möglichst daheim bleiben.

    Ich habe, ehrlich gesagt, unfassbar die Nase voll davon, dass Lehrer mit Krankenschwestern oder Pflegerinnen gleichgesetzt werden. Hier gab es übrigens auch Protestaktionen von Pflegepersonal gegen die grottige Ausstattung mit Schutzmaterial, von Erzieherinnen, die ihre Bedenken artikulierten, von Krankenschwestern, die empört sind, dass auf Applausaktionen keine Taten folgen - das ist legitim. Und genauso legitim ist es, dass Lehrer auf Probleme in ihrem Arbeitsbereich aufmerksam machen. Ich habe manchmal den Eindruck, diese Vergleiche sollen nur dazu dienen, Lehrer mundtot zu machen und Leute gegeneinander auszuspielen. Ich bin keine Krankenschwester - aus gutem Grund. Aber ich arbeite in Räumen, in denen auf engstem Raum 30 Personen sitzen, zwischen der ersten Reihe Kinder und mir teilweise nur mit einer Armlänge Abstand. Sind alle im Raum, gehen die Fenster nicht auf - die hat der Architekt sinnigerweise so angelegt, dass dann die Kinder das Fenster voll gegen die Stirn bekommen würden, die dort sitzen. Ich arbeite auch nicht in einem Supermarkt - dann hätte ich hier am Ort wenigstens einen Plexiglasschutz und Masken, die der Arbeitgeber zahlt. Und nein, ich meine nicht, dass Supermarktmitarbeiter zu beneiden sind. Aber dieses "Stell dich nicht so an, anderen geht es auch mies und die jammern nicht" ist ganz gefährlich - weil es berechtigte Bedenken und Beschwerden abwürgt. Nur weil Kindergärtner, Krankenpflegepersonal und andere einen riskanten Job haben und teilweise unter miesen Bedingungen arbeiten, muss ich das als Lehrer nicht auch für mich klaglos hinnehmen. Und diese Berufsgruppen müssen das auch nicht.

  • Bei uns dürftest du die abholen lassen. Kinder mit Krankheitsanzeichen dürfen nicht in den Unterricht und müssen abgeklärt werden. Wir fragen uns, wie das im Herbst werden soll, wenn die Erkältungszeit beginnt.

  • Bei diesen ganzen „Ich wills“ auch seitens der Schulministerin fehlt nur noch das „Fußaufstampfen“. Meine Omma würde sagen „Kinder, die was wollen, kriegen was auf die Bollen.“

    Irgendwann könnten erwachsene Menschen bemerken, dass es nicht darum geht, dass man Schulöffnungen will, ich glaube, das wollen einfach alle - bis auf manche Jugendliche vielleicht. Es geht darum, was vernünftigerweise machbar ist und wie man in Krisenzeiten kühlen Kopfes plant, für diverse Szenarien gewappnet ist usw.
    Da fehlt es etwas im Schulministerium.

    Die Weisheit des Alters kann uns nicht ersetzen, was wir an Jugendtorheiten versäumt haben. (Bertrand Russell)

  • Das "Fußaufstampfen" und "den kühlen Kopf verlieren" sehe ich aktuell eher bei den Gewerkschaften.


    Kl.gr.Frosch

    Ein weiser Mann (oder eine weise Frau) hat mal gesagt: "Wenn die Situation sich zuspitzt und man die Sicherheit nicht mehr gewährleisten kann, ist es vielleicht an der Zeit, die Priorität vom Präsenzunterricht auf die Kinder zu schieben."

  • Also Berlin zumindest wird auch im nächsten Schuljahr noch weit weg von "normal" ein, wenn ich mir den Musterhygieneplan anschaue und das wird noch so einige Umbauten zumindest bei uns im Stundenplan bedeuten.

  • Immerhin gibt' solch einen Plan in Berlin schon. In NRW kommen genauere Anweisungen wahrscheinlich direkt vor dem Sommerferienende... Unser Musterhygieneplan ist von 2015, das Wort Corona kommt darin nicht vor.

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

  • ich habe hier einen vom April 2020. Link


    Basierend auf diesem Plan hat unser Schulträger für die Schulöffnungen gearbeitet.


    kl. gr. frosch

    Ein weiser Mann (oder eine weise Frau) hat mal gesagt: "Wenn die Situation sich zuspitzt und man die Sicherheit nicht mehr gewährleisten kann, ist es vielleicht an der Zeit, die Priorität vom Präsenzunterricht auf die Kinder zu schieben."

  • Genau den meine ich. Stand: 18.08.2015 ...

    Darin ist eine Pandemie nicht berücksichtigt. Zumindest sollte der "allgmeine Plan" von 2015 entsprechend ausführlich ergänzt werde. Wie in Berlin, mit landesweiten Bestimmungen.

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

  • Ist doch schön, dass wir 2015 schon eine passende Musterhygieneverordnung hatten. ;) Die ist soweit doch auch richtig, auch in dieser Situation.

    Kann man sich doch gut dran orientieren. (Auch ohne das Wort "Corona". Ist ja nicht so, als ob es nicht auch schon 2015 Infektionssituationen gegeben hätte. Pandemie hin oder her.)


    kl. gr. frosch

    Ein weiser Mann (oder eine weise Frau) hat mal gesagt: "Wenn die Situation sich zuspitzt und man die Sicherheit nicht mehr gewährleisten kann, ist es vielleicht an der Zeit, die Priorität vom Präsenzunterricht auf die Kinder zu schieben."

  • Selbst die alte Verordnung kann an vielen Schule schon allein wegen baulicher Unzulänglichkeiten oft nicht umgesetzt werden. Deswegen wäre ich auf eine landesweite Ergänzung gespannt. Ganz abgesehen davon haben nicht alle Schulträger/Schulleitungen Spaß daran, sich an etwas zu orientieren, was auf diese spezielle Situation eben nicht so ganz passt.

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

  • Wie gesagt, es passt gut genug. Nur weil jetzt noch "Pandemie" auf dem 2020-Stempel steht, heißt das nicht, dass man diese Musterhygieneverordnung ad acta legen muss. Sie ist für die aktuelle Situation auch noch mehr als gut genug. (Einzig den Punkt "Dauerlüftung" statt "Stoßlüftung" würde ich ergänzen wollen. Aber vielleicht ist eine Stoßlüftung, wie empfohlen, doch besser und ich vertue mich da.)


    Und die Schulträger (da muss ich Frau Gebauer recht geben) sollten auch mal irgendwann ihre Hausaufgaben machen, wenn das bisher nicht der Fall war. Die Musterhygieneverordnung kennen sie ja auch nicht erst seit gestern. Da müsste man sich vielleicht mal an den Schulträger wenden.


    kl. gr. frosch

    Ein weiser Mann (oder eine weise Frau) hat mal gesagt: "Wenn die Situation sich zuspitzt und man die Sicherheit nicht mehr gewährleisten kann, ist es vielleicht an der Zeit, die Priorität vom Präsenzunterricht auf die Kinder zu schieben."

  • Kleiner grüner frosch: Hmmm. Du hast hier im Forum schon mal (wahrscheinlich leicht übertrieben) von paradiesischen Zuständen in deinem Schulumfeld geschrieben, wenn ich mich nicht irre... Da muss dein Schulträger ja auch paradiesisch sein, denn wo ich mich auch umhöre, machen Schulträger wirklich wenig "Hausaufgaben".

    Auf Druck der Schulen (von SL mit E..rn) wird oft nicht reagiert, oder Zuständigkeiten werden so lange weitergegeben, bis keiner mehr weiß, wer was tun muss. Das fängt bei defekten und nicht vorhandenen Waschbecken an und hört aktuell beim Mund-Nasenschutz noch lange nicht auf.

    Und dass ausgerechnet die liebe Frau Gebauer andere auffordert, Hausaufgaben zu machen - da fällt mir wirklich nichts zu ein.

    Natürlich:

    Nicht nur die aktuelle Landesregierung hat den Bildungsbereich (Gebäude, Schulwege, Ausstattung, Personal...) vernachlässigt, das geht schon Jahrzehnte so. Und ja, es gibt durchaus Schulleitungen, die durch Eigeninitiative immer wieder die Kohlen aus dem Feuer holen. Finde ich aber nicht immer gut, denn dadurch manifestieren sich Missstände, weil es ja trotzdem gut funktioniert.

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

  • Doch, die Zustände sind hier paradiesisch. Gebe ich zu. Das liegt aber auch daran, dass alle Beteiligten auf Zack sind. Auch der Schulträger. Das ist deren Job, aber den macht er auch sehr gut. So wie man es von allen Schulträgern erwarten müsste. Wenn das nicht der Fall ist, kannst du die Schuld daran nicht dem Musterhygiene-Konzept des Landes in die Schuhe schieben.


    Kl.gr.Frosch

    Ein weiser Mann (oder eine weise Frau) hat mal gesagt: "Wenn die Situation sich zuspitzt und man die Sicherheit nicht mehr gewährleisten kann, ist es vielleicht an der Zeit, die Priorität vom Präsenzunterricht auf die Kinder zu schieben."

  • Aber vielleicht der höheren Instanz über den Schulträgern? Das ganze träge System könnte man ja auch etwas besser in Schwung bringen, die Schulen allein können das nicht.

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

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