Umfrage zur Impfbereitschaft gegen Corona

  • Warum gab es dann keine klare Empfehlung der Stiko und auch der ein oder andere Arzt ist nicht völlig von einer Impfung überzeugt?

    Weil in der Studie nur 2500 Kinder beteiligt waren. Man wartet jetzt auf die Millionen Kinder in den USA (es gibt übrigens bereits erste Ergebnisse und ohne Omikron kämen sie vielleicht noch rechtzeitig) .


    Und weil in Deutschland sehr viele denken (es gibt allgemeine Studien also nicht corona dazu), dass man nur Schuld ist, wenn man etwas aktiv tut.


    Kurz es wäre für viele schlimmer, wenn ein Kind durch Impfung Schaden nimmt, als wenn 100 Kinder durch Infektion, die man durch Impfung verhindern hätte können, Schaden nehmen (dann sollte es halt sein, Schicksal usw.). (Ich kenne noch die Diskussion um Impfung für andere Kinderkrankheiten. Auch die lehnen manche Ärzte ab. )

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • In meinem Umfeld haben die meisten auf die Kinderimpfung gewartet und sind jetzt froh, die Kinder impfen lassen zu können.


    Die Gründe sind ganz unterschiedlich: Vermeidung von eigener Erkrankung des Kindes und Long Covid, Schutz von Angehörigen mit Risikofaktoren, Verhinderung dauernder Quarantänen, gesamtgesellschaftliche Verantwortungsgefühl…


    Auf die Empfehlung der STIKO gebe ich da gar nichts, die haben in den letzten Monaten schon viel zu oft ihre Meinung geändert (Astra, Impfung Jugendlicher, Boosterimpfungen…). Ich vertraue da lieber auf die Erfahrungen aus anderen Ländern (USA, Israel etc.), in denen schon Millionen von Kindern problemlos geimpft wurden.

  • Die STIKO rechnet das akute Risiko bei einer Infektion gegen mögliche Nebenwirkungen einer Impfung.


    Die STIKO geht von 'möglicherweise noch auftretenden Nebenwirkungen' aus und rechnet keine LongCovid Folgen ein.


    In meinem Umfeld kenne ich sehr viele Kinder die sofort nach Zulassung/Bereitstellung des Impfstoff geimpft wurden/noch vor Weihnachten geimpft werden, die grade um Termine kämpfen oder auf Termine warten. Eine off-Label Impfung (wie bei uns) kenne ich tatsächlich persönlich sonst nicht.


    Die Kinder (5 und 7) hatten bei beiden Impfungen (ausser am Abend einen 'Impfarm') keine Nebenwirkungen.


    Unser Kinderarzt sagte (Anfang September bereits!) übrigens auch: Man hat nicht die Wahl ob Impfung oder nicht, man hat nur die Wahl zwischen Infektion und Impfung.

    Das war bei mir das entscheidende Argument! (geimpft hat dann letztlich aber jmd anders, aber das hatte andere Gründe).

  • Ich glaube, alle Leute, die sich als man es konnte sofort impfen lassen haben, lassen jetzt auch vernünftigerweise ihre eigenen Kinder impfen, aber am Ende werden trotzdem die Impfgegner*innen übrigbleiben, die ihre Kinder nicht impfen lassen, bis es eine Impfpflicht gibt und sie nicht mehr drumherum kommen.

    Nachdem nicht ungeimpfte Kinder unser Problem sind, sondern ungeimpfte Erwachsene, wird eine Impfpflicht sich nach aktuellem Stand jedenfalls nur auf Erwachsene beziehen. Zurecht, wie ich finde. Erst einmal müssen wir Erwachsene die Suppe auslöffeln, ehe wir Kinder mit in die Pflicht nehmen.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Mein Achtjähriger wird morgen geimpft. Alle meine Kolleg*innen mit denen ich gesprochen habe, lassen ihre Kinder schnellstmöglich impfen. Ich wollte es zuerst irgendwann Anfang nächsten Jahres machen lassen, aber die aktuelle Lage (und auch die zweite Quarantäne als schulische Kontaktperson für ihn innerhalb von 6 Wochen 🙄) haben mich dann doch dazu gebracht, so schnell wie möglich zu buchen.

  • Mein Achtjähriger wird morgen geimpft. Alle meine Kolleg*innen mit denen ich gesprochen habe, lassen ihre Kinder schnellstmöglich impfen. I

    Hier auch so. Fahren großteils auch in Nachbarlandkreise, um einige Tage schneller zu sein.

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

  • Impftourismus ... Hätte eigentlich das Wort des Jahres werden sollen. Ich bin echt krass als quasi Baslerin nach Zürich zu fahren und das am kommenden Dienstag schon zum dritten mal. Das ist wie wenn man als Kölner nach Düsseldorf fährt. Oder als Rosenheimer nach Landshut. :D

  • Oder als Rosenheimer nach Landshut. :D

    Eher geht ein Kamel durchs Nadelör....

    Ich hab uns heute im Nachbarlandkreis beim Impfen mit den Worten: GrüßGott, wir sind die Impfflüchtlinge! vorgestellt. So hab ich mich auch gefühlt.

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

  • Warum gab es dann keine klare Empfehlung der Stiko und auch der ein oder andere Arzt ist nicht völlig von einer Impfung überzeugt?

    Das Risiko für Kinder durch die Infektion bzw. durch die Impfung hängt ganz entscheidend vom Infektionsdruck ab. In den älteren Kohorten ist der Fall ganz klar, die Impfung ist immer zu bevorzugen. Bei den Kindern ist es eben nicht grundsätzlich so klar, im Moment aber schon da der Infektionsdruck sehr hoch ist. Von daher ist die Entscheidung der STIKO schon logisch nachvollziehbar. Es muss keine generelle Empfehlung geben aber im Moment ist die Impfung auch für Kinder ganz klar sinnvoll. Ich finde die Kommunikation der STIKO einfach ungeschickt. Die EKIF in der Schweiz macht es meiner Meinung nach besser. Die schwafeln nicht so viel drumrum, die sagen einfach, wer möchte soll seine Kinder doch impfen lassen, es ist halt nicht ausdrücklich empfohlen. Es klingt in deren Worten aber nicht so, als könnte man irgendwelche Bedenken haben. Ich glaube viele Eltern haben einfach die Schnauze voll von Quarantäne und lassen allein schon deswegen ihre Kinder jetzt so schnell wie möglich impfen.

    Einmal editiert, zuletzt von Antimon ()

  • Nicht nur die Quarantäne. (Keine Ahnung ob da nicht wegen Omikron eh noch was geändert wird)

    Wenn die Kinder krank werden, können die auch (geimpfte) Eltern oder Großeltern anstecken, oder Lehrer, Erzieher, Physio-, Ergotherapeuten, Logopäden, Ärzte,... jeder der nicht angesteckt wird ist also ein Gewinn. Ich bin dankbar für jeden geimpften Schüler, der damit sein und somit auch mein Infektionsrisiko senkt. Also ist es auch meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass das Infektionsrisiko seiner Lehrer gesenkt wird.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Die Idee ist eben falsch. Da hatte ich jetzt wohl schon genügend SuS, die in geimpft entweder sich selbst oder andere dann eben doch angesteckt haben. Die Impfung ist primär Selbstschutz, auf alles andre darf man sich nicht verlassen. Und es ist wirklich ganz arg schlimm Kindern zu erzählen, sie würden Omas und Opas anstecken und seien and irgendwas schuld. Das sind sie nicht.

    • Offizieller Beitrag

    sie würden Omas und Opas anstecken und seien and irgendwas schuld

    Streich das "Schuld" - dann ist die Aussage nicht mehr schlimm. Sondern es sind einfach nur noch Fakten. Schütz dich. Dann schützt du andere. Das kapieren auch Kinder. Ohne Probleme.

  • Die Fakten sind, dass du spätestens mit Omikron auch als Geimpfter andere Leute anstecken kannst und zwar nicht nur ausnahmsweise sondern ziemlich wahrscheinlich. Du schützt mit der Impfung primär dich selbst und nicht andere. Du schützt mit dem Selbstschutz aber auch die gesamte Gesellschaft. Als Kind ist dein Beitrag diesbezüglich aber viel kleiner als als Erwachsener. Die Kinderimpfung ist kein Matchwinner. Sagen ALLE Experten.

  • Die Frage ist, was ist ein Matchwinner. Nichts ist ein Matchwinner alleine. Man braucht immer ein ganzes Bündel von Maßnahmen. Die Impfung von Kindern ist ein nicht unerheblicher Aspekt.


    BERLIN. Der Chef-Virologe der Berliner Charité, Prof. Christian Drosten, hält die Omikron-Variante für besorgniserregend. Der Blick nach Südafrika zeige, wie rasant sich die Mutante verbreitet – und wie gefährlich sie auch für Kinder sein kann, sagte er in den ARD-„tagesthemen“. Drosten rät, Kinder ab fünf Jahre so schnell wie möglich impfen zu lassen. Auch wegen der Risiken im Schulbetrieb.

  • Warum gab es dann keine klare Empfehlung der Stiko

    Weil’s keine braucht. Der Impfstoff ist zugelassen. Dazu wurde geprüft werden kann. Die Stiko-Empfehlung braucht’s für die Kostenübernahme durch die Krankenkassen.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

  • Mit STIKO-Empfehlung stehen einem im Falle eines anerkannten Impfschadens Versorgungsansprüche gegenüber dem Bund zu.

    (-> § 60 Infektionsschutzgesetz)


    In meinem Umfeld gibt es Kinder U12, die sogar vor Zulassung von einem Kinderarzt geimpft wurden. Durch ein Gespräch mit der Mutter eines solchen Kindes habe ich den Eindruck gewonnen, dieser ist seinen Aufklärungspflichten nicht bis kaum nachgekommen. In so einem Fall kann man natürlich auch den Arzt haftbar machen für Schäden.

  • Mertens stellt sich bezüglich einer Impfung von Unter-12-Jährigen noch Fragen: „Wie ist es bei diesen kleinen Kindern unter Umständen mit den bekannten, von älteren Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen bekannten Myokarditiden?“ Herzmuskelentzündungen treten sehr selten auf, sind aber möglich. Zudem befänden sich Kinder noch im Wachstum, gibt Mertens zu bedenken. „Ob es da Dinge gibt, die man besonders noch berücksichtigen muss, also in der Kombination von noch wachsendem Organismus und möglichen Nebenwirkungen der Impfung, das wird zu prüfen sein.“

    Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rät seinen Mitgliedern, auf eine Stiko-Empfehlung zu warten. Das sagte Sprecher Maske der Deutschen Presse-Agentur. Er rechne mit einer Entscheidung erst im nächsten Jahr. „Wir wollen eine sichere Impfung und das wollen ja auch die Eltern.“ Kinder infizierten sich, dass sie schwer erkranken, sei aber die absolute Ausnahme. Die Nutzen-Risiken-Abwägung müsse bei Kindern daher eine andere sein als bei Erwachsenen. Auch unabhängig von einer Stiko-Empfehlung dürften Kinderärzte nach einer EMA-Zulassung aber impfen, betonte Maske. Allerdings hat das Folgen für die Haftung und Entschädigungen, falls es zu einem Impfschaden kommt. Denn die Landesgesundheitsbehörden zahlen nur dann Versorgungsanspüche, wenn es sich um eine öffentlich empfohlene Impfung gehandelt hat.


    https://www.deutschlandfunk.de…impfungen-kinder-100.html

  • Welche Langzeitfolgen kann es denn geben, wenn der Impfstoff nur wenige Tage im Körper verbleibt?

    Wer durch die Impfung eine Myokarditis bekommt, die nicht vollständig wieder ausheilt, leidet dann offensichtlich an Langzeitfolgen. Dass das extrem selten vorkommt ist klar, spielt aber für die Definition von "Langzeitfolgen" keine Rolle.

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