Schnelltests für alle Schülerinnen und Schüler in NRW

  • Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich wahnsinnig skeptisch war, aber erstens die Durchführung völlig problemlos war und ich zweitens doch positiv überrascht war, dass fast alle SuS negativ waren (1000 Schüler, weiß nicht genau, wie viele mitgemacht haben, aber die allermeisten und 1 positives Ergebnis, habe noch nicht gehört, was da beim PCR rauskam). Mich beruhigt das schon ein wenig, auch wenn ich weiß, dass die Aussagekraft begrenzt ist.

  • Zum Thema: Ich habe gestern zum ersten Mal mit zwei Kursen die Tests durchgeführt. Ich konnte eine sehr hohe Beteiligung erreichen, da ich die Tests als etwas positives verkauft habe (was sie meiner Meinung nach auch sind).

    Ich hatte in meinen Kursen beide Male eine 100% Quote und bei meinem Kollegen war es genauso. Im 10er Jahrgang hat sich lediglich ein Schüler nicht testen lassen, da ihm das vor seinen Mitschülern unangenehm war. Die Eltern des besagten Schülers haben selbst Tests angeschafft und ihn dann Sonntags getestet, sodass er schon mit einem negativen Ergebnis zur Schule gekommen ist. Bin sehr zufrieden

    Holy Moses met the Pharaoh

    Yeah, he tried to set him straight

    Looked him in the eye,

    "Let my people go!"

    Holy Moses on the mountain

    High above the golden calf

    Went to get the Ten Commandments

    Yeah, he's just gonna break 'em in half!

  • ich habe Tests jetzt 2mal durchführen lassen (es werden bei uns täglich mehr, inzwischen sind es über 70 %). Niemand hat sich verletzt, alle ernsthaft durchgeführt, bisher bei meinen Gruppen kein positives Ergebnis, aber auch kein ungültiges. Nur der Müllberg ist extrem.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Also halten wir fest an o0Julia0o s Schule ist nicht nur der SL Satan höchstpersönlich sondern auch alle Schüler der Schule wollten nur o0Julia0o in Gefahr bringen und alle Masken/Tests/Hygieneverweigerer wurden auf o0Julia0o Schule gesteckt. Habe ich das richtig verstanden?

    Sorry o0Julia0o aber deine Beiträge lesen sich echt meilenweit ab vom Pin. So viel Pech mit dem Umfeld kann ein einzelner Lehrer doch nicht haben...

    Ich frag mich echt, ob da eine völlig fertige und paranoide Julia dahinter steckt, oder eine neue Art Troll. Aber es erheitert mich, also beschwere ich mich nicht.

  • Um nochmal darauf zurückzukommen: Heute Vormittag kamen die "Probetests" für uns Lehrkräfte an, so dass wir diese dann morgen oder übermorgen mal ausprobieren dürfen.

    Nur der Hinweis: Die GEW BW hat darauf hingewiesen, dass nachdem die Durchführung der Tests nicht Teil der Dienstgeschäfte sei, diese Tätigkeit auch nicht beamtenrechtlich abgesichert sei, es greife maximal die Unfallversicherung im Schadensfall. (PDF ist im BW-Thread hochgeladen von mir.)

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • CDL: Da steht auch drin, dass das nur für die aktuellen Testvarianten gilt, bei denen Kollegen der Schulen das in Privatinitiative auf die Beine stellen.
    Das steht auch drin, dass sich das wohl ändern wird, wenn die offizielle Teststrategie kommt.

  • Nur der Hinweis: Die GEW BW hat darauf hingewiesen, dass nachdem die Durchführung der Tests nicht Teil der Dienstgeschäfte sei, diese Tätigkeit auch nicht beamtenrechtlich abgesichert sei, es greife maximal die Unfallversicherung im Schadensfall. (PDF ist im BW-Thread hochgeladen von mir.)

    Du hast es zwar schon einmal geschrieben (und ich gelesen), aber ganz verstehe ich es nicht. Was passiert mir schlimmstenfalls? Ich zwinge ja niemanden, fasse die Tests noch nicht einmal an, notfalls ist eher die SL oder die Stadt dran, die die Tests besorgt haben. Es sind Selbsttests, ich sage niemanden, bohre tiefer (glücklicherweise hatte ich beim 1. Mal erst später Unterricht).


    Da habe ich im Chemieunterricht (bei Schülerversuchen, aber auch eigenen) ganz andere Dinge schon erlebt. (Einmal war die Situtation kritisch und mir wird heute noch schlecht, wenn ich daran denke, zweimal ging es gut aus und wäre vermutlich auch nicht lebensgefährlich geworden, aber fast in jeder Stunde könnten sich Schüler ernsthaft verletzen, der Gasbrenner wird immerhin 1700°C heiß usw.)

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Da habe ich im Chemieunterricht (bei Schülerversuchen, aber auch eigenen) ganz andere Dinge schon erlebt. (Einmal war die Situtation kritisch und mir wird heute noch schlecht, wenn ich daran denke, zweimal ging es gut aus und wäre vermutlich auch nicht lebensgefährlich geworden, aber fast in jeder Stunde könnten sich Schüler ernsthaft verletzen, der Gasbrenner wird immerhin 1700°C heiß usw.)

    Da machst du aber auch vorher eine Gefährdungsbeurteilung :-). Und wenn sich das Experiment auch mit der warmen Luft einer Heizung durchführen lässt, machst du das natürlich statt des Gasbrenners. Ich erinnere mich noch mit Grausen an meine UBs im Ref, in denen ich die Gefährdungsbeurteilung für Elektrotechnik natürlich jedes Mal schreiben musste, inkl z.B. dem Risiko, dass sich SuS an Widerständen die Finger verbrennen können :-).


    Du hast es zwar schon einmal geschrieben (und ich gelesen), aber ganz verstehe ich es nicht. Was passiert mir schlimmstenfalls? Ich zwinge ja niemanden, fasse die Tests noch nicht einmal an, notfalls ist eher die SL oder die Stadt dran, die die Tests besorgt haben. Es sind Selbsttests, ich sage niemanden, bohre tiefer (glücklicherweise hatte ich beim 1. Mal erst später Unterricht).

    Ich würde an dieser Stelle behaupten, dass hier nix passiert, solange du das nur beaufsichtigst. Hinweise, was SuS anders/besser machen können, sind dann aber schon kritisch. Du weißt doch: Solange nix passiert, interessiert sich eh niemand dafür. Wenn jemandem mal was passiert, wird der/die Schuldige gesucht. Bei vorsätzlichen Sachen haftest du sowieso, im Zweifel immer gegenüber dem Dienstherren. Insofern machst du sicher alles richtig, wenn du nicht sagst "tiefer rein, ordentlich drehen".

  • Nur der Hinweis: Die GEW BW hat darauf hingewiesen, dass nachdem die Durchführung der Tests nicht Teil der Dienstgeschäfte sei, diese Tätigkeit auch nicht beamtenrechtlich abgesichert sei, es greife maximal die Unfallversicherung im Schadensfall. (PDF ist im BW-Thread hochgeladen von mir.)

    Ich stehe jetzt auch gerade auf dem Schlauch. Wieso sollte das denn Teil meiner Dienstgeschäfte sein? Wir KuK, die ihr Einverständnis zu den freiwilligen Tests erklärt hatten, hatten heute Morgen jeder zwei Tests im Fach im Lehrerzimmer liegen. Diese beiden Tests dürfen wir mit nach Hause nehmen, um sie dort auszuprobieren. Das ist dann aber ja meine Privatsache (es überprüft ja auch niemand, ob ich die Tests wirklich durchführe; ist ja meiner Schule auch völlig "wumpe"). Also hafte ich selber doch dafür im Schadenfall, oder? Ist ja genauso, als wenn ich mir einen Selbsttest für 5 Euro bei ALDi gekauft hätte.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • alle Schüler der Schule wollten nur

    Nich alle, aber die meisten. Sie (auch durch Eltern initiiert) wollen die bestmöglichen Noten herausholen, bei möglichst geringem Einsatz. Die meisten SuS setzen dann dazu solche Mittel ein. Einige schwimmen dann mit. Nur wenige - und das hinter vorgehalterner Hand distanzieren sich von solchem Verhalten. Das ist also jetzt keine Corona-Test-Besonderheit die so ungewöhnlich wäre.

  • Doch, auch du musst regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen und ansonsten musst du halt den Krankenwagen rufen.

    Der ist aber für den normalen Schulalltag und nicht für einen Corona-Test!



    "Antigentests sollte nur geschultes Personal durchführen


    Der Experte bemängelt nicht nur, dass die Antigen-Schnelltests selbst nicht sehr zuverlässig seien. Er betont, diese Tests müssten auch unbedingt korrekt durchgeführt werden. «Das sollte in Händen geschulten Fachpersonals sein», sagt er. «Nun gibt es die Idee, große Zahlen von Arbeitssuchenden zu rekrutieren, um solche Tests in Alten- und Pflegeheimen durchzuführen. Wenn ungeschultes Personal zum Einsatz kommt, habe ich Sorge, dass die Zuverlässigkeit der Testergebnisse noch weiter leiden wird.»


    Die Ergebnisse von Schnelltests könnten nur dann hilfreich sein, wenn sowohl die Abnahme des Abstrichs gut sei, als auch der Test richtig durchgeführt werde. Und auch nach dem negativen Resultat eines Schnelltests müsse man die Hygieneregeln einhalten, betont Keppler"

    Quelle: https://www.pharmazeutische-ze…em-papier-123017/seite/2/ 2021

  • Wir haben auch bei Inzidenz 150 und 1400 Testungen angeblich keinen Positivfall. Die Nachbarschule auch nicht. In unserer alten Reffigruppe gab es bei all den Leuten an all den unterschiedlichen Schulen gerade einmal zwei Falschpositivfälle, aber ebenfalls keine Treffer.

    Sorry, aber ich glaube das nicht. ich war von der Idee erst zu testen wirklich angetan, aber ich traue den Dingern nicht.

  • Mit den Zahlen ist es nahezu sicher, dass die Tests unbrauchbar sind. Mathematisch völlig unmöglich. Das muss bekannt gemacht werden.


    Im Nachhinein wird dann auch klar, warum es in den Altenheimen lief, wie es lief.

  • o0Julia0o : Hier mal die Infos von der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums zum Unterschied zwischen PCR-Tests, Antigen-Schnellstests und Selbsttests (https://www.bundesgesundheitsm…-schnelltests.html#c20484) :

    Was ist der Unterschied zwischen PCR-Tests, Antigen-Schnelltests und Selbsttests?

    PCR-Tests sind der „Goldstandard“ unter den Corona-Tests. Die Probenentnahme erfolgt durch medizinisches Personal – die Auswertung durch Labore.

    Antigen-Schnelltests: Haben ihren Namen, weil das Ergebnis schnell vorliegt. Können nur durch geschultes Personal durchgeführt werden – dafür wird ähnlich wie beim PCR-Test ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Die Auswertung erfolgt im Gegensatz zu den PCR-Test aber direkt vor Ort. Seit 8. März hat jeder Anspruch auf mindestens einen Schnelltest pro Woche.

    Selbsttests: Haben ihren Namen, weil diese Tests jeder selber, bspw. zuhause, machen kann. Die Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich oder mit Speichel erfolgen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte überprüft zusammen mit dem Paul-Ehrlich-Institut Qualität und Aussagekraft der Tests.

    Schnell- und Selbsttests haben gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerrate. Daher soll nach jedem positiven Schnell- und Selbsttest immer ein PCR-Test zur Bestätigung gemacht werden.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Für die (Grund)schulen in NRW heißt es in der gerade veröffentlichten Schulmail:

    Das Ziel der Landesregierung ist es, das Angebot für alle Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen bereits für die Woche nach den Osterferien auf zwei Testungen zu erweitern. Zudem ist die Landesregierung bestrebt, den Schülerinnen und Schülern der Primarstufe (Grund- und Förderschulen) schnellstmöglich ein alters- und kindgerechtes Testangebot machen zu können. Hierbei ist die Verfügbarkeit passgenauer Testmöglichkeiten zu berücksichtigen.

    Immerhin hat man wohl gemerkt, dass Grundschüler doch noch etwas anders ticken als die älteren... Man ist wieder mal gespannt.

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

    "Durch die strikten Testungen wirken unsere Schulen in der Pandemie wie ein Hygienefilter für Kinder und Jugendliche." So sieht es unsere Ministerin...

  • Mit den Zahlen ist es nahezu sicher, dass die Tests unbrauchbar sind. Mathematisch völlig unmöglich. Das muss bekannt gemacht werden.

    Hmmm: Die Inzidenz bildet die Fälle pro 100.000 Einwohner*innen in den letzten 7 Tagen ab. Das sind also 150/100000. Nach Definition des Robert-Koch-Instituts (RKI) gelten Corona-Infizierte frühestens 14 Tage nach Beginn ihrer Symptome als genesen. Die Anzahl der aktiven Fälle muss demnach mehr als doppelt so hoch wie die 150 sein. Verdreifachen(*) wir einfach und nehmen dies als Wahrscheinlichkeit an, eine Person mit einer Corona-Infektion anzutreffen. Die Wahrscheinlichkeit ist dann 450/100000.

    Unter Annahme der Binomialverteilung ist damit die Wahrscheinlichkeit, keinen einzigen positiven Test bei insgesamt n = 1400 Testungen zu erhalten bei rund 0,18%.


    Das spricht also für eine äußerst umsichtige, gesundheitsbewusste und stets die Hygieneregeln beachtende Schülerschaft! Damit dürfte euch der Yvonne-Gebauer-Preis für die sichere Schule nicht mehr zu nehmen sein (war doch NRW, oder?)!


    -------------------

    (*)Tatsächlich ist der Faktor für die Anzahl der aktiven Fälle weitaus höher.

  • Sie (auch durch Eltern initiiert) wollen die bestmöglichen Noten herausholen, bei möglichst geringem Einsatz.

    Das ist ja sowieso nicht möglich. Entweder man setzt einen bestimmten Einsatz fest und versucht damit, eine möglichst gute Note zu erreichen, oder man setzt sich ein Notenziel und versucht dieses mit dem geringst möglichen Einsatz zu erreichen.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Bei den Selbsttests werden doch nur die wenigen Stunden der höchstinfektiösen Phase gefunden, nicht der Anfang einer Infektion, nicht der Ausklang. Deshalb kann man auch nur bei negativen Test nur sagen, dass man voraussichtlich die nächsten Stunden niemanden anstecken wird. Von daher halte ich die Zahlen schon für glaubwürdig, der Test zeigt nur 6 - 10 Stunden der Infektion an, nicht x Tage. (Und deshalb müsste er täglich durchgeführt werden, wenn man sich allein darauf verlassen will.)


    Bei uns heißt es klar, man will einen Ausbruch mit x Leuten erkennen, verhindern lässt er sich nicht.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Bei den Selbsttests werden doch nur die wenigen Stunden der höchstinfektiösen Phase gefunden, nicht der Anfang einer Infektion, nicht der Ausklang. Deshalb kann man auch nur bei negativen Test nur sagen, dass man voraussichtlich die nächsten Stunden niemanden anstecken wird.

    Hm, ich hab das etwas anders verstanden. Der Selbsttest findet erst "größere" Mengen von Viren, so dass der schleichende Anfang und das ausschleichende Ende nicht erfasst wird (im Gegensatz zum PCR). Der gesamte Teil der hochinfektiösen Phase wird aber erkannt. Die Aussage, dass der Schutz nur für ein paar Stunden gilt, passt damit auch überein.


    Ich find das Bild dazu jetzt gerade leider nicht (und hoffe, dass ich das nicht mit dem "Schnelltest" verwechsel)

Werbung