• Dr. Caligiari

    Zur Beantwortung Deiner Frage. Man hat seiner Zeit (ist glaube ich jetzt schon bestimmt 30 Jahre her) die allgemeine Krankenversicherungspflicht eingeführt. Danach muss jeder, der in Deutschland seinen Hauptwohnsitz hat eine Krankenversicherung haben. Im Zweifel ist dies die GKV , die ja letztlich auch die meisten Sozialhilfeempfänger übernimnen hat. Genauso gehört da m.E. auch jeder Asylbewerber oder sonstige Fküchtling zu solange der seinen Wohnsitz hier hat. Was nicht geht, ist jedoch, dass derzeit die Sozialämter beispielsweise einen viel zu geringen Satz für jeden Versicherten an die KV zahlen. Und zwar zahlen sie wohl ungefähr die Hälfte dessen was sie eigentlich zahlen müssten. Das geht zu Lasten alker gesetzlich Versicherten . D.h. de facto subventioniere ich die Sozialhilfeempfänger mit meinen Beiträgen.Meine verbeamteten Kollegen beteiligen sich aber nicht daran. Gerechterweise müsste man also Privatversicherte mit einer Sonderabgabe belegen oder aber verdammt nochmal den Satz aus Steuermitteln bezahlen den jeder freiwillig Versicherte ohne eigenes Einkommen auch bezahlen muss

    Das war im Kern nicht meine Frage. -Findest du wir sollten allen arbeitslosen Ausländern Wohnung/KV/Unterhalt zahlen, auch denen, dein kein Recht auf Asyl haben, keine Arbeitsmigranten sind und noch nie in Deutschland gearbeitet haben? -

  • Nicht nur Frauen. Das sieht man doch auch bei den Schülern. Das Freizeitverhalten ist oft durchorganisiert und wir per Elterntaxi abgearbeitet. Früher ging man einfach raus und hat Leute getroffen. Heute wird alles vorbesprochen und organisiert. Entsprechend gibt es viel weniger freies Treffen.

    Auch für mich persönlich würde ich das so sehen. Das fängt schon damit an, dass es viel weniger Kneipen gibt. Mal in die Stadt gehen ist bei uns selten. Klar, man fährt zum Kino oder zum Escapegame oder Bowling. Aber alles geplant und oft mit dem PKW. Einfach am WE abends in die Stadt und gucken, wo man endet gibt es kaum noch. Und das liegt nicht nur am Alter. Auch die jüngeren treffen sich bei uns viel öfter bei jemanden Zuhause oder haben etwas fest organisiert.

    Das ist richtig. Ich würde aber auch auf Großveranstaltungen wie den CSD oder Konzerte nicht mehr gehen.

  • Auch bei Berichten über arabische Länder sieht man meist nur Männer auf öffentlichen Plätzen, ich frag mich schon immer, wo die Frauen sind (ich weiß, im Haus).

    Das ist offenbar kulturell bedingt und ich finde es generell schräg, wenn zwischen Frauen und Männern so große Verhaltensunterschiede sind bzw gemacht werden.

    Ich habe 4 Jahre in Berlin gelebt, von 2017-21. In den Straßencafés in Neukölln sitzen keine Frauen an den Tischen . Die sind meist mit den Kindern im Park. Die 50er kommen wieder.

  • Ich habe 4 Jahre in Berlin gelebt, von 2017-21. In den Straßencafés in Neukölln sitzen keine Frauen an den Tischen . Die sind meist mit den Kindern im Park. Die 50er kommen wieder.

    Das passt schon mal zu den Vorstellungen der Rechten ...

  • Das war im Kern nicht meine Frage. -Findest du wir sollten allen arbeitslosen Ausländern Wohnung/KV/Unterhalt zahlen, auch denen, dein kein Recht auf Asyl haben, keine Arbeitsmigranten sind und noch nie in Deutschland gearbeitet haben? -

    Bei „illegalen“ solange sie in Deutschland leben:

    Unterkunft, KV, Marken für Lebensmittel und Kleidung.
    Das entspräche der Einhaltung der allgemein Menschenrechte.

    Mag uns nicht schmecken, weil es sich ungerecht anfühlt, aber solange ich denen nicht die Möglichkeit bzw den Zwang gebe, unsere Sprache schnell lernen zu können um dann, ebenfalls im Zweifel unter Zwang, arbeiten gehen zu dürfen (an der Erlaubnis scheitert es ja oft)…bleibt nur das zur Einhaltung der Menschenrechte.


    Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann.

    Der Himmel ist nicht mein Limit, ich bin es.

  • Ich war gerade noch spät (mit dem Auto) unterwegs und habe, wertungsfrei, auch nur Männer auf der Straße gesehen. Was machen Frauen um die Uhrzeit? Es werden ja am Wochenende nicht alle bereits schlafen.

    sie sitzen in einem Taxi oder nur als Gruppe, weil sie auf Straßen, wo "nur Männer" sind, NICHT SICHER sind!

  • sie sitzen in einem Taxi oder nur als Gruppe, weil sie auf Straßen, wo "nur Männer" sind, NICHT SICHER sind!

    Stellst Du mit dieser Aussage nicht alle Männer unter Generalverdacht?


    Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann.

    Der Himmel ist nicht mein Limit, ich bin es.

  • ja. Und es tut mir total leid.
    (wirklich).
    Aber ja, ich wechsle nachts die Straßenseite, wenn ein Mann hinter mir läuft. Ja, ich hole mein Telefon raus und telefoniere mit jemandem (ggf. als Fake). Ja, ich vermeide es überhaupt.

    Ich zeige ja nicht die Person an, ich sperre sie nicht ein, ich vermeide nur, selbst in die Situation zu kommen.
    Und damit dürfte ich für ziemlich viele Frauen repräsentativ sein.

  • ja. Und es tut mir total leid.
    (wirklich).
    Aber ja, ich wechsle nachts die Straßenseite, wenn ein Mann hinter mir läuft. Ja, ich hole mein Telefon raus und telefoniere mit jemandem (ggf. als Fake). Ja, ich vermeide es überhaupt.

    Ich zeige ja nicht die Person an, ich sperre sie nicht ein, ich vermeide nur, selbst in die Situation zu kommen.
    Und damit dürfte ich für ziemlich viele Frauen repräsentativ sein.

    Das stimmt mich ehrlich gesagt traurig. Schade das leider Vertreter meines Geschlechts es schaffen, solche Unsicherheiten (ob nun objektiv vorhanden oder subjektiv empfunden) erzeugen.


    Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann.

    Der Himmel ist nicht mein Limit, ich bin es.

  • ja, ist es.
    Aber hoffentlich keine Neuigkeit für dich.

    Weswegen es als Mann auch nett ist, mitzudenken und zum Beispiel selbst die Straßenseite zu wechseln, oder aufzupassen, dass man nicht genau das selbe Tempo über eine lange Zeit behält, wenn man hinter jemandem läuft, usw..

  • Das stimmt mich ehrlich gesagt traurig. Schade das leider Vertreter meines Geschlechts es schaffen, solche Unsicherheiten (ob nun objektiv vorhanden oder subjektiv empfunden) erzeugen.

    Das überrascht dich aber jetzt nicht wirklich? Soweit ab von Gesellschaft kann eigentlich niemand leben, dass er das nicht mitbekommen hätte:gruebel:  

  • Das überrascht dich aber jetzt nicht wirklich? Soweit ab von Gesellschaft kann eigentlich niemand leben, dass er das nicht mitbekommen hätte:gruebel:

    Das ist eine eher neue Entwicklung. Dass Menschen so in Angst leben ist irrational und der zunehmenden Berichterstattung geschuldet.

  • mmm... Dass Frauen aufpassen müssen, ist nicht unbedingt neu.
    Dass die Angst irrational ist, lasse ich eher deine Wertung sein.
    Dass diese Angst der Berichterstattung geschuldet sei, vergisst, dass sie bei Vielen auch der Erfahrung geschuldet ist.

  • Als Ergänzung: Wenn die Straße ganz voll ist, ist mir fast egal, dass es nur Männer sind.
    Mein Problem ist eher, wenn es auf Straßen nur wenige Menschen gibt / weniger werden und es nur Männer sind.

  • Es ist einfach, es mit Irrationalität abzutun.

    Jede und jeder, der oder dem es so geht, fühlt sich unverstanden und schuldig gesprochen.

    Für dich:

    Es ist keine neue Entwicklung.

    Es ist nicht irrational.

    Ich habe schon als Kind eine solche Situation erfahren, ich hätte nichts tun können, ich hatte Glück.

  • mmm... Dass Frauen aufpassen müssen, ist nicht unbedingt neu.
    Dass die Angst irrational ist, lasse ich eher deine Wertung sein.
    Dass diese Angst der Berichterstattung geschuldet sei, vergisst, dass sie bei Vielen auch der Erfahrung geschuldet ist.

    Männer müssen auch aufpassen. Sie werden deutlich häufiger Opfer von Gewalt. Das meine ich mit irrational. Den allermeisten Frauen ist noch nie irgendetwas passiert, weder tagsüber noch nachts. Und nein, dass ein Mann guckt oder mit einer Frau spricht ist keine sexuelle Belästigung.

    In Frankfurt ist die Stadt am Wochenende nachts voll von verschiedenen Menschen, Männer wie Frauen. Da hat die Angst offenbar noch nicht dafür gesorgt, dass Menschen sich aus abstrakten Vorstellungen aus der Gesellschaft zurückziehen. Dass man generell vorischtig sind sollte bleibt davon unbeschadet.

  • Den allermeisten Frauen ist noch nie irgendetwas passiert, weder tagsüber noch nachts. Und nein, dass ein Mann guckt oder mit einer Frau spricht ist keine sexuelle Belästigung.

    Ich fürchte, das Gegenteil ist der Fall.

    Ich denke, dass die Mehrheit der Frauen hier im Forum schon sexuelle Belästigung erfahren hat. Damit meine ich nicht "cat calling", sondern echte, körperliche Übergriffe.

    Mein Leben verlief bisher dahingehend recht entspannt.

    Mehrfach wurde in meiner Gegenwart das Gemächt ausgepackt und daran manipuliert, zB tagsüber in leeren Zugabteilen.

    Ansonsten hatte ich Glück.

  • Wie hatten die Diskussion schon einmal und ich kann es für meine Städte, in denen ich mich nachts aufhalte, und für mich weiblich seit 40 Jahren meistens alleine unterwegs, nicht bestätigen. Vor zwei Tagen war ich nachts in 3 Städten mit hohen Migrationanteil, also für viele besonders schlimm, unterwegs und ich habe überall gefühlt, ich habe natürlich nicht gezählt, gleich viel Frauen wie Männer getroffen, bis Mitternacht oft ganze Familien mit kleinen Kindern, aber auch nach Mitternacht junge Frauen, oft allein, vielleicht wie ich auf der Heimfahrt von einem Konzert, vielleicht auch auf dem Arbeitsweg. Ich fahre immer mit ÖPNV und laufe mindestens 2 Kilometer zwischen Veranstaltungsort und meiner Wohnung, ich wohne nicht am Bahnhof.

    Ich bin ein Zahlenmensch, von Bauchgefühl lasse ich mich höchstens kurz einschränken, ich suche immer Daten. Es ist heute sicherer als in den 90er Jahren, nur dank sozialen Medien und Gruppen, die dieses Angstgefühl pushen, glauben dies die meisten nicht.

    Es kann mir auch zuhause etwas passieren oder tagsüber, ich kenne deutlich mehr Menschen, die von Bekannten vergewaltigt wurden als von Fremden, obwohl vermutlich über ersteres eher geschwiegen wird. Beide Raubüberfälle im weiteren Umkreis sind erstens mindestens 17 Jahre her und geschahen tagsüber, einer in einer Einkaufsstraße vormittags. Immerhin hat dies zu Folge, dass ich sicher kein Handy oder Geldbeutel zeige, Gelegenheit macht Diebe. Geld habe ich immer verteilt, notfalls wird ein kleiner Geldbetrag übergeben, meine einzige Vorsichtsmaßnahme, war aber noch nie notwendig.

    Ich habe vor vielen Jahren beschlossen, mich von Angst nicht einschränken zu lassen, das Leben ist zu kurz, ich möchte viel sehen und bin aktuell mehrmals die Woche nachts unterwegs, in Schulzeiten beschränkt auf Freitag und Samstag.

    Die einzige schlechte Erfahrung ist jetzt fast 2 Jahre her, ich fuhr mit dem letzten Zug heim, den auch Betrunkene mit Dirndl und in Lederhosen vom Cannstatter Wasn, zweitgrößtes Fest nach Oktoberfest, benutzten. Sie grölten, diskutierten wie sie den Rauchmelder austricksen könnten, um zu rauchen, 2 Stunden Zugfahrt sind lang, ließen mich aber in Ruhe. Als der Rauchmelder losging und der Zug deswegen stand, verließ ich meinen schönen Platz und lief durch den vollen Zug. Vier Waggons das gleiche Bild, nur der vorderste, weitester Weg im Kopfbahnhof, war leer, es saßen nur mehrere arabisch aussehende junge Männer drinnen. Mein Bauchgefühl schlug kurz an, aber einer lächelte mir zu und sagte grinsend auch geflohen, sein Bekannter lachte, die anderen schliefen zum Teil. Ich nickte und hatte die restliche Fahrt Ruhe.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

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