? Zwangsabordnungen NRW Sek II

  • und was sagt / tut dein Anwalt?

    Was soll der machen? Formal, laut PR, ist es doch nun sauber: Weitere Abordnung für ein halbes Jahr, PR muss nicht mehr eingebunden werden (wobei in NDS ja bei fortgesetzten Abordnungen, die dann über 1/2 Jahr insgesamt dauern, der PR dennoch wirksam wird, in NRW angeblich nicht?!), SL muss bei Abordnungen keine Begründung für die Auswahl des Personal geben...

    Beim ersten Mal ging es ja um die Abordnung an eine Förderschule für geistige Entwicklung. Das konnte mit Hilfe des Anwalts aufgehalten werden. Aber an eine Gesamtschule... formal sicher möglich.

  • Die Vorgehensweise ist aber schon eigenartig: der andere Kollege kommt zurück.. einige Stunden meiner Fächer werden nun am WBK durch eine externe Honorarkraft unterrichtet

    Sei doch froh. Die Alternative wäre ein Teilabordnung. 3 Stunden deines 'gebrauchten' Fachs am WBK, den Rest an einer Schule bis zu 50km entfernt.

    Das wäre doch noch blöder für dich.

  • Die Alternative wäre ein Teilabordnung. 3 Stunden deines 'gebrauchten' Fachs am WBK, den Rest an einer Schule bis zu 50km entfernt.

    Den Mist habe ich mehrere Jahre (3 oder 4) mitgemacht. Das wird dann erst richtig toll, wenn die beiden Schulen auch noch unterschiedliche Ferientermine haben und du ggf. schon angelehnt an den Ferienplan deiner Stammschule eine Urlaubsreise gebucht hast, diese aber nicht antreten kannst, weil du in der einen Urlaubswoche teilabgeordnete 3 Stunden an der anderen Schule geben mußt. :daumenrunter:


    Ich kann allerdings nicht bestätigen, daß damals der Personalrat bei der Abordnung involviert war oder ich als Betroffener dazu angehört wurde.

  • Der Personalrat hat in Abordnungen sowieso nichts zu entscheiden, er muss aber angehört werden. Ich vermute zumindest, dass das überall so ist

    Beim ersten Mal ging es ja um die Abordnung an eine Förderschule für geistige Entwicklung. Das konnte mit Hilfe des Anwalts aufgehalten werden. Aber an eine Gesamtschule... formal sicher möglich.

    Was sagt denn die Schulleitung selbst zu ihren Plänen? Normalerweise ist es doch so, dass eine Schule Unterhang hat und Bedarf anmeldet und nicht, dass man rumfragt, wer gerade eine Kollegin in Fach XY braucht.


    Oder hast du den Eindruck, dass du von Mobbing/Bossing betroffen bist? Gibt es schon lange Querelen mit deiner Schulleitung?

  • (Gesamtschule in der gleichen Stadt wie die Heimatschule mit meiner Planstelle, sodass mein Argument mit der unzumutbaren Fahrerei nicht mehr zieht).

    Also. Wäre das Entfernungsproblem schon mal gelöst. Ansonsten klingt das nach der Schulform, für die du ausgebildet wurdest und sie scheinen dich auch brauchen zu können.


    So langsam scheint das ja in Bahnen zu kommen, auf denen sich eine neue Schule für dich finden lassen sollte.

  • Der Personalrat hat in Abordnungen sowieso nichts zu entscheiden, er muss aber angehört werden. Ich vermute zumindest, dass das überall so ist

    Was sagt denn die Schulleitung selbst zu ihren Plänen? Normalerweise ist es doch so, dass eine Schule Unterhang hat und Bedarf anmeldet und nicht, dass man rumfragt, wer gerade eine Kollegin in Fach XY braucht.


    Oder hast du den Eindruck, dass du von Mobbing/Bossing betroffen bist? Gibt es schon lange Querelen mit deiner Schulleitung?

    Der PR ist insofern wirksam gewesen, als dass er die weitere Abordnung für ein ganzes Jahr in die 50km weit entfernte Schule aufgehalten hat. Dies aber nur deshalb, weil der Dezernent einen Fehler gemacht hat. Jetzt hat der PR erwirkt, dass die neuerliche Abordnung in derselben Stadt ist wie das WBK und nur für 1/2 Jahr.


    Es war aber genau so wie geschrieben, die Schulen wurden angefragt, wer Bedarf an einer Lehrkraft mit meinen Fächern hat.


    Ich sag mal so... ich habe meiner SL öfter mal Widerworte gegeben.

  • Es war aber genau so wie geschrieben, die Schulen wurden angefragt, wer Bedarf an einer Lehrkraft mit meinen Fächern hat.

    Klingt sinnvoll. An der ersten Abordnungsschule kamst du dir ja etwas fehlbesetzt vor.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

  • Und wieder einmal weiß ich nicht, was jetzt noch dein Problem ist.


    Du bist für Gym/GeS ausgebildet,

    du wirst an Gym/Ges abgeordnet,

    die Schule hat dringenden Bedarf und offenbar auch Verwendung in deinen Fächern.

    Ja, aber man kann doch nicht sein Leben lang darauf festgenagelt werden, was man mit Anfang 20 mal entschieden hat?!

    Ich habe im Ref festgestellt, dass ich mit Kindern nicht klar komme, sie nerven mich und provozieren ständig Konfliktsituation ("Haben Sie schon gesehen, dass der XX das und das macht?"), verursachen Lärm und ich hatte immer das Gefühl, dass ich ihre Denkweise nicht durchschaue.

    Deshalb habe ich mir ja nach dem Ref die Berufskollegs ausgesucht, später dann das Abendgymnasium.

    Außer in manchen Berufsschulklassen, wo notentechnisch großer Druck auf die Azubinen ausgeübt wurde und die mit meiner strengen Benotung nicht einverstanden waren, gab es dann nie wieder Schwierigkeiten. Ich konnte ruhig schlafen, die Studierenden waren zufrieden und ich hab gemerkt, dass ich im Bereich des Lehrens nun die Sparte gefunden hab, die mir passt.

    Andere KuK haben nur für die Sek II eine Zulassung, z.B. an Berufsschulen mit einen theoretischen und einem praktischen Fach.

  • Ja, aber man kann doch nicht sein Leben lang darauf festgenagelt werden, was man mit Anfang 20 mal entschieden hat?!

    Die Abordnung an eine andere Schulform war dir auch nicht recht.


    Viele Leute arbeiten ein Leben lang das, was sie sich als Jugendliche ausgesucht haben. Viele treffen die Entscheidung schon mit sechzehn.

    Deshalb habe ich mir ja nach dem Ref die Berufskollegs ausgesucht

    Womöglich hättest du da bleiben sollen. Manchmal ist man hinterher schlauer.


    Ich habe im Ref festgestellt, dass ich mit Kindern nicht klar komme, sie nerven mich und provozieren

    Trotzdem hast du das Referendariat für diese Schulform beendet und an dieser eine Staatsexamensprüfung abgelegt. Ja, damit hast du dich weitgehend festgelegt.


    Andere KuK haben nur für die Sek II eine Zulassung, z.B. an Berufsschulen

    Die Kolleginnen haben entsprechend studiert, ein entsprechendes Referendariat durchlaufen und eine entsprechende Prüfung abgelegt. Die sind genau so an ihre Entscheidung gebunden. Wenn ihnen auffällt, dass junge Erwachsene sie nerven und sie lieber mit Kindern arbeiteten, sind sie näse.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

    Einmal editiert, zuletzt von O. Meier ()

    • Offizieller Beitrag

    Aviator: ich formuliere es mal so:


    - wenn dein Schulleiter dich auffordert, Tische zu schleppen ... verweigere es gerne.

    - wenn dein Schulleiter dich auffordert, Schüler-Geld auf dein privates Konto einzuzahlen ... verweigere es gerne.

    - wenn dein Schulleiter dich auffordert, privates Geld für die Schule zu investieren ... verweigere es gerne.

    - wenn dein Schulleiter dich auffordert, mit ihm ein Bier zu trinken ... verweigere es gerne.


    Aber: wenn du an die studierte Schulform versetzt wirst ... dann mach bitte deinen verdammten Job, den du gewählt hast und für den du ausgebildet wurdest. Und zwar vernünftig.


    Wenn du das nicht kannst - hier ist die Lösung für dich:

  • Ja, aber man kann doch nicht sein Leben lang darauf festgenagelt werden, was man mit Anfang 20 mal entschieden hat?!

    Doch natürlich kann dein Arbeitgeber darauf bestehen, dass du die Arbeit, für die du deine Planstelle erhalten hastend ausgebildet worden bist, nämlich GymGes, auch bis zur Pensionierung ausübst. Wenn du das nicht mehr möchtest, dann kannst du natürlich versuchen, dich innerhalb des Systems umzuorientieren, musst aber auch akzeptieren, dass du keinen Anspruch darauf hast, sondern eben im Zweifelsfall deine Beamtenstelle aufzugeben bereit sein. Rosinenpickerei klappt eben nicht ad infinitum.

    Offensichtlich will deine SL dich nicht mehr zurückhaben, offensichtlich hat diese eine Lösung gefunden, gegen die du keine Mittel vorbringen kannst. Mach deinen Frieden damit und fang endlich an, deinen Job professionell auszuüben, wenn du dann an deiner neuen Abordnungsschule angekommen bist. Dann wird man dich auch mal wieder irgendwo behalten wollen, wo du bleiben wollen würdest..

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Ich sag mal so... ich habe meiner SL öfter mal Widerworte gegeben.

    Ich sag mal so: sie sitzt am längeren Hebel. Zu allem anderen wurde ja schon viel geschrieben, du bist offenbar an die Schulart abgeordnet, für die du ausgebildet wurdest. Rein rechtlich also alles richtig und du kannst nur für dich überlegen, ob du neue Wege gehen willst oder dich weiter verkämpfen magst. So wie du gerade kämpfst, kannst du m.E. nur verlieren.

  • Das Thema ist eigentlich durch.

    Die persönliche Motivationslage interessiert den Arbeitgeber in der derzeitigen Situation nicht. Ihr habt in Eurer Schulform sehr viele Überhänge und im Essener Norden Krebsen einige Schulen an der 50 % Marke. Die Entscheidung da Menschen abzuordnen ist alternativlos. Ein Widerspruch muss mit einem gewichtigen Grund eingelegt werden, damit er Aussicht auf Erfolg. Abgesehen von Formfehlern wären dies:

    - Schwerbehinderung oder gleichgestellt

    - Angabe gesundheitlicher Gründe (Überprüfung durch Amtsarzt erforderlich)

    - zu pflegenden Angehörige (Bescheinigungen der Ärzte erforderlich)

    - Kinder unter 12 , deren Betreuung sonst nicht sichergestellt werden kann.

    - Ggf. auch fahrtechnische Probleme, wenn man ohne Auto ist und die Schule mit dem ÖPNV nicht vernünftig zu erreichen ist


    Und mehr fällt mir auf Anhieb nicht ein Falls Du selber noch nach höheren Weihen strebst, könntest Du Dich auch auf offene Funktionsstellen an Deiner bisherigen Schulform bewerben.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

Werbung