Teilzeit + Gesetzlich Versichert + Inflation

  • Und wie lange dauert dieser Prozess?

    Gehst du dann einfach so auch mal öfters zum Arzt um mehr Leistungen auf der Liste stehen zu haben?

    Per Mail, KV-App und Beihilfe-App geht das recht flott.

    Nein, das tue ich nicht. Die Zeit dafür ist mir zu schade. Ich müsste monatlich etwa 1000€ Leistung beanspruchen um auf das 50%-Beitragsäquivalent durch die Beihilfe zu kommen.

    Aktuell stehe ich mit meinem monatlichen "Nettonetto"-Gehalt (A13Z, Stufe 5, St.-Kl. 4, Zuschläge, Vollzeit), also mein Netto abzüglich der KV/PV-Beiträge, in etwa gleich zu einem Angestellten-Pendant (E13, Stufe 5 ...).

    Der Einfluss der signifikant steigenden Beiträge auf das Ruheghalt ist auch nicht zu vernachlässigen.

    Ich spiele schon mit dem Gedanken eine Versetzung in ein anderes Bundesland (mit pauschaler Beihilfe) zu beantragen.

  • In BW können nur Frauen gewählt werden.

    Findet sich aber auch auf persönliche Nachfrage bei allen potentiellen Kandidatinnen keine, die sich zur Verfügung stellt, dann darf die Schulleitung in der allergrößten Not auch eine nicht weibliche Person dazu bestellen. Allerdings muss dann spätestens nach sechs Monaten eine neue Wahl durchgeführt werden.

    Es ist daher aufwändiger als gleich eine weibliche Person zu bestellen.

    Ob die Schulleitung mehrmals hintereinander den gleichen Mann für 6 Monate dazu bestellen dürfte, wenn sich alle einig wären und daher die weiblichen Beschäftigten alle verweigerten, habe ich allerdings keine Ahnung.

    LG DFU

  • Per Mail, KV-App und Beihilfe-App geht das recht flott.

    Nein, das tue ich nicht. Die Zeit dafür ist mir zu schade. Ich müsste monatlich etwa 1000€ Leistung beanspruchen um auf das 50%-Beitragsäquivalent durch die Beihilfe zu kommen.

    Das würde ich einfach machen... für jeden Arztbesuch bekommst du doch bestimmt mehr als 100€ raus :D

    Was für ein blödes System ist das denn? Ich wäre wöchentlich beim Arzt wegen Schnupfen ;)

  • Das würde ich einfach machen... für jeden Arztbesuch bekommst du doch bestimmt mehr als 100€ raus :D

    Was für ein blödes System ist das denn? Ich wäre wöchentlich beim Arzt wegen Schnupfen ;)

    Ich nicht, das ist doch Zeitverschwendung. Soviel hoch sind die Rechnungen auch gar nicht. Besonders, wenn das über die GKV abgerechnet wird, muss man sich die Rechnungen immer auch schicken lassen.

    Entropy is a bitch, embrace her.

  • Ich nicht, das ist doch Zeitverschwendung. Soviel hoch sind die Rechnungen auch gar nicht. Besonders, wenn das über die GKV abgerechnet wird, muss man sich die Rechnungen immer auch schicken lassen.

    In meiner App steht, dass meine Ärztin ca. 250€ für eine Sprechstunde bei meiner GKV abrechnet. Dann würde ich ja an jedem Arztbesuch 125€ verdienen. An deiner Stelle wäre ich wöchentlich beim Arzt :D

  • In meiner App steht, dass meine Ärztin ca. 250€ für eine Sprechstunde bei meiner GKV abrechnet. Dann würde ich ja an jedem Arztbesuch 125€ verdienen. An deiner Stelle wäre ich wöchentlich beim Arzt :D

    Was ist das für eine Ärztin? Facharzt? Mein Hausarzt bekommt manchmal nur 30€ von mir. Und das ist schon der 2,3-fache Satz.

  • Was ist das für eine Ärztin? Facharzt? Mein Hausarzt bekommt manchmal nur 30€ von mir. Und das ist schon der 2,3-fache Satz.

    Ja sorry, nicht richtig gelesen. Es waren 250€ im Quartal. Pro Sitzung nimmt sie ca. 50€. Wären trotzdem 25€ pro nicht wahrgenommenen Sprechstunde verschenkt :/

  • Aber so richtig verstehe ich das nicht. Wenn man GKV-versichert ist, reicht man doch nicht jede Rechnung ein und bekommt 50% davon. Wie kommt denn diese Rechnung jetzt zustande?

    Ja sorry, nicht richtig gelesen. Es waren 250€ im Quartal. Pro Sitzung nimmt sie ca. 50€. Wären trotzdem 25€ pro nicht wahrgenommenen Sprechstunde verschenkt :/

    Und was heißt "nicht wahrgenommene Sprechtunde"? Ich bekomme doch kein Geld für Sprechstunden, in denen ich gar nicht gewesen bin.

    Welche Info fehlt mir? Wo hab ich was überlesen?

  • Ok, jetzt hab ich den Beitrag gefunden, aber das kann doch gar nicht sein? Dann würde ja die GKV die Arztkosten 100% übernehmen und die Beihilfe nochmal 50% davon. Es kann doch nur so sein, dass die Beihilfe 50% der Kosten übernimmt, die NICHT von der GKV übernommen wurden.

    Oder?

  • In meiner App steht, dass meine Ärztin ca. 250€ für eine Sprechstunde bei meiner GKV abrechnet. Dann würde ich ja an jedem Arztbesuch 125€ verdienen. An deiner Stelle wäre ich wöchentlich beim Arzt :D

    Die Abrechnung über die GKV funktioniert völlig anders als die mit der PKV. Das Vorgehen, was hier beschrieben wurde geht damit gar nicht. Entweder die ärztlichen Leistungen werden privat oder die GKV abgerechnet. Beides geht überhaupt nicht. Besonders geht eine doppelte Abrechnung rechtlich nicht. Wenn die GKV bereits alles gezahlt hat (was sie immer macht, es gibt keine anteilige Zahlung über Kassenärztliche Vereinbarung), dann können die gleichen Kosten nicht nochmals bei der Beihilfe eingereicht werden. Das könnte auf Betrug hinauslaufen. Naja die Beihilfe wird so oder so nicht zahlen, weil diese Rechnung überhaupt nicht Beihilfekonform wäre.

    Das nur meine laienhafte Einschätzung dazu.

    Entropy is a bitch, embrace her.

  • Die Abrechnung über die GKV funktioniert völlig anders als die mit der PKV. Das Vorgehen, was hier beschrieben wurde geht damit gar nicht. Entweder die ärztlichen Leistungen werden privat oder die GKV abgerechnet. Beides geht überhaupt nicht. Besonders geht eine doppelte Abrechnung rechtlich nicht. Wenn die GKV bereits alles gezahlt hat (was sie immer macht, es gibt keine anteilige Zahlung über Kassenärztliche Vereinbarung), dann können die gleichen Kosten nicht nochmals bei der Beihilfe eingereicht werden. Das könnte auf Betrug hinauslaufen. Naja die Beihilfe wird so oder so nicht zahlen, weil diese Rechnung überhaupt nicht Beihilfekonform wäre.

    Das nur meine laienhafte Einschätzung dazu.

    Wie tutto a posto ja geschrieben hat, gibt es in Hessen anscheinend ein System, wo GKV versicherte Beamte die jährlichen Leistungen der GKV (z.b. alle Kosten für die Arztbesuche in dem Jahr) einreichen können und dann davon 50% zurück bekommen.

    Wenn der Arztbesuch die GKV 100€ kostet, bekommen gesetzlich versicherte hessische Beamte am Jahres Ende 50€ zurück.

    Darauf hin hab ich dann gesagt, dass ich bei diesem System ständig beim Arzt sitzen würde ;)

  • Der Spaß würde sich bei mir in der Tat lohnen. Bekomme jedes Quartal Blutuntersuchungen im Werte von 3000 Euro. Das wäre echt gutes Geld.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Wenn ich das korrekt verstanden habe, wird nur bis zur Hälfte des GKV-Beitrags erstattet, das wäre dann der Arbeitgeberanteil bei Angestellten oder Pauschaler Beihilfe.

    Es könnte alles so einfach sein - ist es aber nicht.

  • Wenn ich das korrekt verstanden habe, wird nur bis zur Hälfte des GKV-Beitrags erstattet, das wäre dann der Arbeitgeberanteil bei Angestellten oder Pauschaler Beihilfe.

    Stimmt. Aber um auf den halben GKV Beitrag zu kommen muss man echt oft zum Arzt gehen 😄

    Dann doch lieber die Pauschale Beihilfe, ist weniger "Arbeit".

  • Stimmt. Aber um auf den halben GKV Beitrag zu kommen muss man echt oft zum Arzt gehen 😄

    Dann doch lieber die Pauschale Beihilfe, ist weniger "Arbeit".

    Genauso ist es. Handelt es sich um beihilfefähige Leistungen, dann liegt der Beihilfebemessungssatz i.d.R. bei 60%. Ich zahle 1200€ KV-Beitrag pro Monat. Um von der Beihilfe 600€ pro Monat zu bekommen, müsste ich über das weiter oben von mir beschriebene Verfahren (KV-Liste an Leistungserbringer, KV-Liste wieder an mich, KV-Liste wieder an KV, KV-Liste wieder an mich und KV-Liste an Beihilfestelle) 1000€ beihilfeberechtigte Leistungen " sammeln". Und das jeden Monat. Oder einmal pro Jahr eine "ordentliche" OP ...

    Wie so oft in solchen Sytemen wird einem erst das Geld genommen und man muss sich seinen Anteil später irgendwie wieder zurückholen (Bsp. Bonusprogramme bei KVs). Die Versicherer gehen natürlich diese Wette auf Zeit ein, dass nur wenige Versicherumgsnehmer dies zu 100% nachverfolgen.

  • Genauso ist es. Handelt es sich um beihilfefähige Leistungen, dann liegt der Beihilfebemessungssatz i.d.R. bei 60%. Ich zahle 1200€ KV-Beitrag pro Monat. Um von der Beihilfe 600€ pro Monat zu bekommen, müsste ich über das weiter oben von mir beschriebene Verfahren (KV-Liste an Leistungserbringer, KV-Liste wieder an mich, KV-Liste wieder an KV, KV-Liste wieder an mich und KV-Liste an Beihilfestelle) 1000€ beihilfeberechtigte Leistungen " sammeln". Und das jeden Monat. Oder einmal pro Jahr eine "ordentliche" OP ...

    Wie so oft in solchen Sytemen wird einem erst das Geld genommen und man muss sich seinen Anteil später irgendwie wieder zurückholen (Bsp. Bonusprogramme bei KVs). Die Versicherer gehen natürlich diese Wette auf Zeit ein, dass nur wenige Versicherumgsnehmer dies zu 100% nachverfolgen.

    Also jenseits der Unverschämtheit des Systems mit der GKV für Beamten: Sei doch froh, wenn du in einem Versicherungssystem (egal ob zu 50% oder 100% versichert) dein Geld nicht "zurückholst".
    Ich habe einen sehr hohen Beitrag (bezahle zur Zeit knapp über 500 Euro im Monat) und habe mir im Jahr 2025 Leistungen in Höhe von knapp 25000 "gegönnt". Glaub mir, ich hätte gerne darauf verzichtet. Genauso wie auf die kommenden Leistungen.
    Und ich bin sicher, chemikus08 würde liebend gerne darauf verzichten, jeden Monat so ein tolles Geschäft zu machen.

  • Es ist schon halbwegs irre, wie sehr es vom Familienstand abhängt, wie groß der Unterschiede zwischen Beamten und Angestellten ist.

    Bei mir wären es als Angestellter (Rechner 2026):

    Ergänzung: Die Sache mit der GKV schlägt natürlich auch extrem zu Buche @Threadersteller.

    Als Beamter:

  • Als Beamter:

    Bei dem Aufgeführten 2Netto" des Beamten fehlt die Kranken- und Pflegeversicherung. Wenn ich von dem Netto von 5637€ noch 1237€ GKV und Pflegeversicherung abziehe, bleiben "netto nach Krankenkasse" 4400€ übrig. Sicher ist das immer noch mehr als das "netto nach Krankenkasse von 3913€ beim Angestellten. Aber ganz so extrem wie dargestellt ist der Abstand dann doch nicht mehr.

  • So sieht es bei mir aus:

    Ich habe die KV gewechselt, d.h. es gehen von diesem Netto noch ca. 1100€ KV/PV-Beitrag ab. Es bleiben also noch ca. 3800€ übrig.

    Die gleichen Parameter für einen Angestellten in den Rechner eingegeben:

    In Hessen bekommen Angestellte noch eine jährliche Sonderzahlung (60% eines Monatsgehalts), Beamte nicht.

Werbung