• https://www.news4teachers.de/2026/07/beamte…schulen-sorgen/

    Ich bin ja mal gespannt... in NRW brauchen Beamte erst ab dem 4. Arbeitstag eine AU und nicht ab dem 4. Kalendertag. Der Beamte kann sich dann ohne AU von Donnerstag bis Montag krankmelden und der Angestellte muss ab Tag 1 zum Arzt. Da werden dann viele Teleclinic und co. nutzen und von einem Arzt krankgeschrieben, der sie nicht kennt. Die telefonische AU wird hingegen abgeschafft, obwohl dies über die Hausarztpraxis läuft.

    Die massive Zunahme der Arzt-Patienten-Kontakte, die eh schon zu hoch (dafür aber auch sehr kurz sind) wird dann auch zum Problem werden... und die zusätzlichen Kosten.

    Private Arbeitgeber werden denke ich häufig bei der alten Regelung bleiben. Wenn es so kommt, wird es inbesondere den ÖD treffen und dort zuerst die Angestellten.

  • Sollte das kommen hat meine Schule nen Problem.

    Ich bin selten krank (dieses Jahr leider aufgrund der Kinder 3x selbst erwischt + 3x Kinderdienst)… und gehe (abgesehen von Vorsorgeuntersuchungen oder ärztlichen Bestätigung das ich gesundheitlich in der Lage bin sportevent X mitzumachen) nie zum Arzt.
    Bei meinen drei Krankentagen war ich am nächsten Tag (2x Wochenende dazwischen gewesen) wieder fit.
    Meine Hausarztpraxis wäre bei einem Aufsuchen aber immer bei einer Woche Krankschreibung weil die die Philosophie fahren „gesund wird nur wer sich auskuriert“.


    Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann.

    Der Himmel ist nicht mein Limit, ich bin es.

  • Ich verstehe das Argument nicht, dass man sich vorsichtshalber länger krankschreiben lässt, als man das ohne Arztbesuch täte.

    Welche Diagnosen könnten das sein, bei denen man 2 Tage krank wäre aber man sich so unsicher ist, dass man lieber mal 5 Tage daheim bleibt?

  • Nicht ‚man‘ lässt sich krankschreiben, sondern der Arzt. Kein Arzt wird 80% der Patient*innen für nur einen Tag krankschreiben.

    Bin auch gespannt, was es für Diagnosen werden, die für 1-2 Tage gebraucht werden.

  • Nicht ‚man‘ lässt sich krankschreiben, sondern der Arzt. Kein Arzt wird 80% der Patient*innen für nur einen Tag krankschreiben.

    Bin auch gespannt, was es für Diagnosen werden, die für 1-2 Tage gebraucht werden.

    Das denke ich auch.

    Die Bedenken, dass die Person dann Morgen/Übermorgen wieder da sitzt und Arbeit macht, ist wahrscheinlich groß.

    Viele Grüße aus dem Süden :wink_1:

  • Bin auch gespannt, was es für Diagnosen werden, die für 1-2 Tage gebraucht werden.

    Seit meiner Jugend haut mich vier bis fünf Mal im Jahr bei massiver Luftdruckveränderung eine Migräne um. Da hilft nur Bett, Aspirin und Ruhe. Es dauert nie länger als einen Tag - meist sogar (bei Einhaltung der "Therapie") wenige Stunden. Müsste ich deswegen zum Arzt, würde er mir Bett, Aspirin und Ruhe verschreiben, nachdem ich ihm das Wartezimmer vollgek** hätte. :uebel:

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Seit meiner Jugend haut mich vier bis fünf Mal im Jahr bei massiver Luftdruckveränderung eine Migräne um. Da hilft nur Bett, Aspirin und Ruhe. Es dauert nie länger als einen Tag - meist sogar (bei Einhaltung der "Therapie") wenige Stunden. Müsste ich deswegen zum Arzt, würde er mir Bett, Aspirin und Ruhe verschreiben, nachdem ich ihm das Wartezimmer vollgek** hätte. :uebel:

    Ich weiß, dass es so ist. Nur: wenn man zum Arzt geht, MUSS der Arzt eine Diagnoseziffer aufschreiben. Was schreibt er da auf? „Ist ausgelaugt, übel und am Kränkel, Aspirin und Tag im Bett“ entspricht keiner Diagnoseziffer.

  • G43.x aber was hat die ICD-10 Ziffer mit der Dauer der Krankschreibung zu tun?

    If you look for the light, you can often find it.
    But if you look for the dark that is all you will ever see.

  • Nicht ‚man‘ lässt sich krankschreiben, sondern der Arzt. Kein Arzt wird 80% der Patient*innen für nur einen Tag krankschreiben.

    Sehe ich auch so.

    Ein Furz liegt quer -> Krankschreibung für eine Woche.
    Einmal aufgestoßen -> Krankschreibung für eine Woche.
    Fuß an Ringelblume gestoßen -> Krankschreibung für eine Woche.
    Magen-Darm mit Grippe und gebrochenem Arm zwei Tage vor Sommerferien -> Krankschreibung für zwei Tage.

    Ich hatte noch nie eine Krankschreibung auf meinem Tisch liegen, die in die Ferien hineinging.
    95% der Krankschreibungen sind für eine Woche - außer es ist die Woche vor Ferien, dann ist die Krankschreibung nur für die restlichen Schultage, damit man ohne schlechtes Gewissen am Samstag in Urlaub fliegen kann.

  • Ich verstehe das Argument nicht, dass man sich vorsichtshalber länger krankschreiben lässt, als man das ohne Arztbesuch täte.

    Welche Diagnosen könnten das sein, bei denen man 2 Tage krank wäre aber man sich so unsicher ist, dass man lieber mal 5 Tage daheim bleibt?

    Nicht selten sind das Infektionen wie eine Laryngitis, die meist nach wenigen Tagen ohne jede Therapie von selbst abheilt, für die man aber durchaus länger krank geschrieben wird oder auch Magen-Darm-Infekte, die teils schon nach 1-2 Tagen durch sind.

  • Absolut, wg. Magen-Darm in die Praxis rennen ist völliger Kokolores. Aber kein*e Ärzt*in wird sagen: ah, Magenverstimmung, bleiben se mal 5 Tage heeme.

    (Ich hab mal wegen Hexenschuss um eine Krankschreibung gebeten, fand der junge Arzt überflüssig. Ich habe ihm erklärt, dass ich wirklich selten krank bin, aber halt schlecht kriechend unterrichten kann und dann na gut, gab's 3 Tage gnädigerweise...) Anekdotisch, aber: Ärzte schreiben nicht alle immer automatisch jeden krank. Und schon gar keine Lehrer, diese faulen Ferieninhaber.

  • Ich weiß, dass es so ist. Nur: wenn man zum Arzt geht, MUSS der Arzt eine Diagnoseziffer aufschreiben. Was schreibt er da auf? „Ist ausgelaugt, übel und am Kränkel, Aspirin und Tag im Bett“ entspricht keiner Diagnoseziffer.

    Geht recht genau. in meinem Fall G43.1. Halb blind. Teilnahme am Straßenverkehr (auch als Fußgänger) lebensgefährlich. Das ist nicht spaßig oder "Gekränkel". Zum Glück keine anhaltende, länger dauernde Erkrankung, sondern anfallartig, ererbt und am nächsten Tag (oder schon nach Stunden) vorüber - falls ich die Therapie: "Ruhe & Aspirin" befolge.

    Zitat

    Der ICD-10-Code für Migräne lautet allgemein G43.

    Je nach genauer Form der Migräne wird dieser Code durch eine weitere Ziffer genauer spezifiziert:

    • G43.0: Migräne ohne Aura (gewöhnliche Migräne)
    • G43.1: Migräne mit Aura (klassische Migräne)
    • G43.2: Status migraenosus (ein länger als 72 Stunden anhaltender Migräneanfall)
    • G43.3: Komplizierte Migräne
    • G43.8: Sonstige Migräne (z. B. ophthalmoplegische oder hemiplegische Migräne)
    • G43.9: Migräne, nicht näher bezeichnet

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  • Ich hatte auch schon einen Arzt, der immer länger krankgeschrieben hat als ich ohne Arztbesuch gefehlt hätte. Da war die Devise eben nicht „Nach zwei Tagen geht es Ihnen mit Medikamenten gut genug, so dass sie sich wieder zur Arbeit schleppen sollten.“, sondern „Nach zwei Tagen sollten Sie sich wieder besser fühlen, sonst melden Sie sich noch einmal. Aber erst nach einer Woche dürfen Sie das Antibiotikum absetzten und sind in der Regel auch erst dann wieder ganz fit und 100% einsatz- und arbeitsfähig.“

    Natürlich kann ich früher wieder loslegen, aber wenn der Arzt als Experte für das Krankheitsbild die längere Erholung empfiehlt, warum sollte ich dieser Empfehlung nicht glauben? Er hat doch kein Interesse daran, unsere Wirtschaft durch zu lange Krankschreibungen zu schädigen. Und sieht mich unabhängig von der Länge der Krankschreibung nur wieder, wenn es nicht besser wird.

    LG DFU

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