Ich ärgere mich gerade. Ich schaue gerade „hart aber fair“ und rege mich innerlich auf. Ich muss mal Luft rauslassen hier.
Ich muss nicht Beamtin sein. Wenn das generelle Angestelltenverhältnis dem Lehrerberuf zuträglich wäre, wenn dann dabei herauskommt, dass mehr Geld in die Bildung fließt, wenn das Ansehen dadurch steigt: Bitteschön! Es hat ja auch genug Vorteile, nicht verbeamtet zu sein. Wenn ich das gedanklich durchspiele, finde ich nur die systemischen Vorteile nicht, wenn alle Lehrkräfte nur angestellt sind. Ich plädiere dafür, dass alle Lehrkräfte gleiche Bedingungen haben und dass alle über Anstellung oder Verbeamtung entscheiden können.
Diese Diskussion kommt immer wieder auf, in den Medien, hier im Forum usw… das ist nichts Neues. Ich ärgere mich nur gerade darüber, dass ich mir jeden Tag den Hintern aufreiße, für Kinder, Eltern, Lehrkräfte - und dass das Ansehen zweifach so negativ ist: einmal als Lehrkraft an sich, zum zweiten die Beamte betreffend.
Ich bin zu alt, um umzusatteln, aber ich bin gerade sowieso frustriert, da ist die neue Version des Beamtenbashings nicht förderlich für mein Wohlbefinden und mein Erholungswert in den Ferien…
Beamtentum abschaffen?
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Diese Sau wird ja regelmäßig durchs Dorf gejagt. Gleichzeitig wissen die Länder ziemlich genau, warum sie trotz dieses Bashings lieber am Beamtentum festhalten. Schön wäre natürlich, wenn darüber mal ehrlicher gesprochen würde, als nur auf die angeblichen Privilegien zu schauen.
Dass es in Anbetracht der notwendigen Reformen in den Sozialversicherungen auch mal einen Blick auf den Status Quo bei Beamten gibt, ist hingegen nachvollziehbar. Es gäbe nur auch einige Ansätze zum Nachsteuern, die auch ohne Abschaffung von Beamten auskommen. Ich finde es z.B. wirklich schwer zu transportieren, dass die Pension ausschließlich vom letzten Statusamt (mit 2 Jahren Mindesttätigkeit) abhängt und nicht vom "Karriereweg" durch die Ämter. Anders ausgedrückt: wer noch kurz vor der Pension befördert wird, erhält dieselbe Pension wie jemand, der statusgleich das ganze schon 30 Jahre lang macht....warum? Krass finde ich auch die extrem unterschiedlichen Familienzuschläge in den einzelnen Bundesländern. Hier wäre eine Angleichung wohl auch angezeigt.
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Ich glaube, der Schlüssel liegt eher in der Reform des Beamtenstatus. Ich glaube, es ist niemandem vermittelbar, warum Beamte nicht Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung sein sollten. Ich meine, natürlich ist die Kombination aus Beihilfe und PKV in den meisten Fällen die bessere Versorgung, aber das System stammt aus Zeiten, als Absicherung im Krankheitsfall noch ein Privileg war. Wir haben heute mit der GKV ein System, das dies auch abdeckt. Natürlich ist die GKV auch kurz vorm Kollaps, weil man Reformen verpennt hat. Aber richtig fände ich es schon, wenn Beamte da Mitglied wären.
Bei der Pension schließe ich mich Seph an.
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Es gibt so viele Gruppen, die den Staat plündern, warum sollten Beamt*innen sich in selbst auferlegter Zurückhaltung üben?
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