Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • Wer klagt denn? Die beiden, die allen auf die Nerven gehen mit ihrem abwechselnden "Wir werden alle sterben, weil dumme Arschlöcher keine Maske tragen" und "ich würde keine Maske tragen, wenn man mich nicht aus dem Laden werfen würde" sind Gott sei's gedankt nach wie vor nur zwei von geschätzten 100 User*innen.


    Und nee, ich kann mir nicht vorstellen, dass Erstklässler*innen dauerhaft und effektiv MNS tragen. Kannst du doof finden, ist aber halt realistischerweise so. Zur ganz sachlichen Erklärung: Kinder sind unhygienische Wesen, ihnen läuft der Rotz aus der Nase und sie haben schwarze Fingernägel, auch wenn man sie Naseputzen und Händewaschen schickt, that's life, da sehe ich auch keinen Grund zum Jammern.

    Müssen wir die geballte Schnappatmung der letzten 200 Seiten über Inzidenzen, Klassen in Quarantäne, doofe Gesundheitsämter und Kollegen die keine Massnahmen einhalten noch mal zusammentragen? Unsere Primarschüler tragen gar keine Masken (mit Ausnahme der Basler), aber das will auch keiner und es will auch keiner Wechselunterricht oder gar Schulschliessungen. Das sind Begriffe, die in der politischen Rhetorik überhaupt nicht mehr vorkommen.

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    Chemie ist das was knallt und stinkt, Physik ist das was nie gelingt.

  • Also in Zittau gibt es offenbar die erste Klinik, die über Beatmungskapazitäten entscheiden muss, umliegende Krankenhäuser nehmen nicht mehr auf. Unabhängig von der Infektionslage dort frage ich mich, ob in den letzten 9 Monaten mehr ITS-Pflegepersonal ausgebildet wird und sich die Bezahlung der Leute verbessert hat?

  • Ich will dir wirklich nicht zu nahe treten, aber sicher, dass du dich verlässlich dran erinnern kannst, also an deine Grundschulzeit? Oft erinnert man sich doch eher an die Zeit ab der weiterführenden Schule. Ich habe auch schon Ende der 80er im Klassenraum gefrühstückt.

    Danke, mein Gedächtnis ist dahingehend noch sehr gut - so alt bin ich denn doch noch nicht ;-) - und ja, es war wirklich so, wie beschrieben. Wenn du dich selbst noch an deine Grundschulzeit erinnerst, warum meinst du, dass ich es nicht tue?! :/

    Ich habe mich gerade vor kurzem noch mit einer ehemaligen Klassenkameradin, mit der ich telefoniert habe, über unsere Grundschulklasse und die Zeit in dem alten Gebäude unterhalten. Wir haben noch darüber gelacht, wie wir bei Wind und Wetter draußen "Fangen" gespielt haben und dabei so manches Mal auf die Nase gefallen sind, wenn der Boden rutschig war. In dem Zusammenhang sprachen wir auch darüber, wie wir auf dem Schulhof auf den Bänken saßen und des öfteren mal Schulbrote getauscht haben ;-) .

    Und da das "Frühstücken im Klassenraum an der GS" hier gerade so ein heißes Thema ist, habe ich vorhin extra unsere Nachbarin dazu befragt, als ich sie draußen traf. Auch sie kann sich noch sehr gut erinnern, dass sie als Grundschulkind immer auf dem Pausenhof ihr Schulbrot gegessen und die "Schulmilch" getrunken hat und dass Essen im Klassenraum nicht erlaubt war (das war allerdings noch etwas vor meiner eigenen Grundschulzeit; ihre war Anfang der 1970er, meine Ende der 1970er Jahre).

    Ich vermute mal, dass das damals halt unterschiedlich in den Schulen gehandhabt wurde.

  • Naja auch unsere Schüler essen auch! draußen, aber eben auch im Klassenraum. Übrigens erinnere ich mich nicht. Aber meine Mutter, bzw. existieren Fotos aus der Zeit. Nur in schwarz-weiß aber immerhin. :)

  • samu

    Auf den Jugendamthinweis kam, da würde sowieso nichts passieren. Mag sein, dass das vereinzelt so ist, sollte aber - meines Erachtens nach - nicht dazu führen, dort gar nicht erst eine Meldung zu machen.

    Das hat auch niemand behauptet!


    Wir haben z. B. sehr engagierte Schulssozialarbeiter mit gutem Draht zum Jugendamt. In jeder unserer Klassen sitzen mehrere Kinder, die mehrmals schon begründet gemeldet wurden. Mit viel Glück wird nach langem Kampf evtl. mal eine Familienhilfe genehmigt. Zieht die Familie um und wechselt dadurch das für sie zuständige Jugendamt, beginnt der Kampf von vorne.


    Gemeldet wird von unserer Schule trotzdem jeder Problemfall.

  • Es gibt bei uns durchaus viele Kollegen, die gerne Wechselunterricht auch für die Grundschulen hätten. Viele hatten auch das Gefühl, dass ihre Kinder dort viel lernten. Wir haben halt auch viele ältere Kollegen und Kollegen mit Vorerkrankungen. Genauso Kinder mit entsprechenden Angehörigen. Letztlich möchten wir genauso geschützt werden, wie die Leute in der Sek 1.

    Aber es gibt natürlich auch Lehrkräfte, die einfach normalen Unterricht machen wollen. Und es gibt auch unter den Lehrern genug Querdenker.

  • Also in Zittau gibt es offenbar die erste Klinik, die über Beatmungskapazitäten entscheiden muss, umliegende Krankenhäuser nehmen nicht mehr auf. Unabhängig von der Infektionslage dort frage ich mich, ob in den letzten 9 Monaten mehr ITS-Pflegepersonal ausgebildet wird und sich die Bezahlung der Leute verbessert hat?

    Zu wünschen wäre es auf jeden Fall! Stern TV berichtete mal über die schwierige Personalsituation in dem Bereich... im Jahr 2018. Wahrscheinlich gilt sogar schon deutlich länger das Problem! Es wurde leider jahrelang an falscher Stelle gespart.

  • Und nee, ich kann mir nicht vorstellen, dass Erstklässler*innen dauerhaft und effektiv MNS tragen. Kannst du doof finden, ist aber halt realistischerweise so. Zur ganz sachlichen Erklärung: Kinder sind unhygienische Wesen, ihnen läuft der Rotz aus der Nase und sie haben schwarze Fingernägel, auch wenn man sie Naseputzen und Händewaschen schickt, that's life, da sehe ich auch keinen Grund zum Jammern.

    Ich widerspreche da und trumpfe mit Erfahrungswissen ;)

    Unsre Schüler tragen alle und immer Masken, nicht immer ganz richtig und nicht immer ganz sauber, aber im Großen und Ganzen durchaus mit Effekt.

    Ja, der Effekt könnte bei korrektem Tragen höher sein, aber es hat einen Effekt.

    Wenn ohne Maske 100% Aerosole rauskommen und beim korrekten Tragen vielleicht 10%, dann sind es bei unsren Schülern mindestens 60%, die zurückgehalten werden (das ist allerdings meine Einschätzung, ich hab das nicht gemessen). Und ich rede hier von Ekelpopelrotz-Förderschülern und nicht von den hygienisch gewaschenen Mitschülern meines Kindes (die schauen alle aus wie kleine Geschenke mit schönem Geschenkpapier im Gesicht).

    Also, offizieller Widerspruch: Es bringt auch bei den Kleinen was. Meine Erfahrung.

  • Und da das "Frühstücken im Klassenraum an der GS" hier gerade so ein heißes Thema ist

    "Frühstücken" in der GS heißt das Essen in der Pause und die Kleinen machen das seit einigen Jahren im Klassenzimmer, warum, weiß ich nicht, aber meinem Kind macht es Spaß. Ich hab früher am Schulhof gegessen, beides ist in Ordnung.

    Und es schrieb mal jemand "warum essen die nicht einfach zuhause" - tja, schön wär´s, viele Eltern machen kein Frühstück oder stehen einfach nicht auf oder haben nichts zu essen da oder oder oder.

  • "Frühstücken" in der GS heißt das Essen in der Pause und die Kleinen machen das seit einigen Jahren im Klassenzimmer, warum, weiß ich nicht, aber meinem Kind macht es Spaß. Ich hab früher am Schulhof gegessen, beides ist in Ordnung.

    Und es schrieb mal jemand "warum essen die nicht einfach zuhause" - tja, schön wär´s, viele Eltern machen kein Frühstück oder stehen einfach nicht auf oder haben nichts zu essen da oder oder oder.

    Ich wünsche mir manchmal, dass man auch bei den Großen an der BBS das gemeinsame Frühstücken im Klassenraum einführen würde. Die essen Zuhause grundsätzlich schonmal gar nichts, in der Schule gibts dann mal eine handvoll Chips, die sie irgendwo bei Mitschülern abgreifen können und das ganze wird am liebsten mit Energydrinks runtergespült. Es gibt ja diese Schulobstaktion - ich fänds toll, wenn in meinen Klassen einfach ein voller Obstkorb stehen würde und man da einfach mal morgens sich fünf Minuten Zeit nimmt, um dem Körper mal ein paar Nährstoffe zuführen würde. Und ich weiß, dass die SuS tatsächlich keine Aversion gegen Obst haben. Aber sowas gibts Zuhause halt nicht.

    Und wenn man mal keine Chips oä abgreifen konnte, dann sitzt man halt schonmal bis zur achten Stunde mit leerem Magen da. Find ich doof.

  • ...

    Und es schrieb mal jemand "warum essen die nicht einfach zuhause" - tja, schön wär´s, viele Eltern machen kein Frühstück oder stehen einfach nicht auf oder haben nichts zu essen da oder oder oder.

    Wenn man in einem modernen Bundesland lebt (hihi, gleich gibt's einen Scheißesturm) dann sind die Kinder von 7 oder 8 bis etwa 16 Uhr in der Schule bzw. dem Hort. Da haben Kinder selbstredend Essensdosen mit, das Mittagessen reicht nicht.

  • Ich wünsche mir manchmal, dass man auch bei den Großen an der BBS das gemeinsame Frühstücken im Klassenraum einführen würde....

    Zustimmung :top: vom Gesundheitsaspekt mal abgesehen, gemeinsames Essen ist eine soziokulturell wichtige Tätigkeit. Im Stehen auf dem Hof "geht" schon, ging früher offenbar auch. Aber nicht alles was früher ging, muss auch gut sein...

  • Bei uns im Haus (der Schule) ist auch ein Hort, da gehen etliche Kinder hin (und das, obwohl ich in Bayern lebe, sakradi), zu essen haben die trotzdem nichts dabei. In der Schule gibt es kostenloses Frühstück (das wurde hier in B von USCHI GLAS initiiert, man staune), dann MIttagessen im Hort, dazwischen Schulobst vom Biobauern. Die Eltern können sich komplett rausnehmen.

  • Oh ja, damals (in den 90ern in NRW) in der Grundschule mit Frühstückspause drinnen, mit Milch, Erdbeermilch oder Kakao aus den kleinen Flaschen, die jemand dann kastenweise hoch holte. Hach das war schön. Heute muss ich angucken wie die sich 2 Pakete Durstlöscher *schüttel* und wenn es gut läuft ein Brötchen aus der Cafeteria essen. Wenn es schlecht läuft eher Chips... Wobei in manchen Bildungsgängen auch 1kg Quark oder Joghurt mit Obst dominiert.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Mich würde es sowieso mal interessieren, die es dieser "Durstlöscher"-Mist geschafft hat, in den Schulen eine derartige Monopolstellung zu bekommen. Außerhalb von Schule habe ich das Zuckerwasser so gut wie noch nie gesehen.

  • Mich würde es sowieso mal interessieren, die es dieser "Durstlöscher"-Mist geschafft hat, in den Schulen eine derartige Monopolstellung zu bekommen. Außerhalb von Schule habe ich das Zuckerwasser so gut wie noch nie gesehen.

    Ich hab´s an der Uni Regensburg kennengelernt.

  • Oh ja, damals (in den 90ern in NRW) in der Grundschule mit Frühstückspause drinnen, mit Milch, Erdbeermilch oder Kakao aus den kleinen Flaschen, die jemand dann kastenweise hoch holte. Hach das war schön. Heute muss ich angucken wie die sich 2 Pakete Durstlöscher *schüttel* und wenn es gut läuft ein Brötchen aus der Cafeteria essen. Wenn es schlecht läuft eher Chips... Wobei in manchen Bildungsgängen auch 1kg Quark oder Joghurt mit Obst dominiert.

    Oh ja, an die Milch kann ich mich auch noch erinnern. Die kam immer in so Braunglasflaschen, bzw. eher -Bechern.

    Der „Milchdienst“ war bei uns der begehrteste überhaupt, da durfte man erstens vor Ende der Stunde schon los und zweitens zum Pausenverkauf in der angrenzenden Hauptschule, der sonst streng verboten war.


    Zum Thema Frühstück zuhause: unser jüngstes Kind (Grundschulalter) besucht eine FöS und wird morgens um 6:30 abgeholt. Kind isst ein paar Bissen Obst, mehr mag es morgens um 6 einfach nicht. Natürlich hat Kind dann zur Pause mächtig Hunger.

    Ich habe als Kind auch nie gefrühstückt vor der Schule und tue es auch heute nicht. Ich mag da einfach noch nichts. Man kann den Kindern ja nichts reinzwingen.

  • Meine Kinder frühstücken jeden Morgen 6.30 Uhr ein nahrhaftes Müsli und obwohl sie nicht mal mehr in der Betreuung sind, haben sie natürlich eine Dose mit Brot und Obst oder Gemüse dabei sowie eine kleine Flasche Wasser. Könnt ihr ernsthaft von 6.30 bis 13.30 Uhr (daheim ankommen) ohne Mahlzeit auskommen? Das schaffe selbst ich nicht. Spätestens 9.30 Uhr brauche ich ein vernünftiges zweites Frühstück.

    Vorletztes Schuljahr wurde in der GS meiner Kinder probiert die Essenszeit wegzulassen und die Hofpause zu verlängern. Mit der Konsequenz, dass die Kinder einfach zehn Minuten länger gespielt und nichts mehr gegessen haben. Es wurde dann wieder "zurückgeschraubt", was ich sehr gut finde.


    Auch der Kindergarten hatte mal auf ein "Cafeteria-Konzept" umgestellt - jedes Kind kommt zum Essen, wann es will. Witzig. Dann kommen die meisten nie. Und Erstklässler sind nicht so viel reifer und weiser als Vorschulkinder.

  • Auch der Kindergarten hatte mal auf ein "Cafeteria-Konzept" umgestellt - jedes Kind kommt zum Essen, wann es will. Witzig. Dann kommen die meisten nie

    Das hat unser KiGa auch ausprobiert und auch zurückgezogen.

    Zu mutmaßen wäre dann noch, wie viele Kinder gewohnt sind, feste Essenszeiten oder "gemeinsam am Tisch sitzen und essen" überhaupt kennen. Bei etlichen ist es eher "wenn ich Hunger habe, mache ich mir ein Brot", wenn überhaupt.

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