Wie würdet ihr entscheiden?

  • Bei Dienstvergehen bleiben dir die Dienstaufsichtsbeschwerde und bei Straftaten (zusätzl.) Anzeige bei der Polizei.

    Und danach könnte man wohl viel glaubhafter argumentieren, daß das Vertrauensverhältnis komplett zerrüttet und deswegen eine Versetzung unumgänglich ist.

  • Du bist also mit dem Haustier verheiratet und der Mann ist nur Beiwerk. Hast Du ihm die Rangfolge auch so vor der Hochzeit klargemacht?


    Auch wenn wir Haustiere haben; müßte ich zwischen Frau, Kindern und Haustieren entscheiden, die Tiere wären in weniger als 3 Sekunden weg.

    Maylin85 ist doch gar nicht verheiratet, oder? Sie schrieb doch:

    Bin aber auch nicht der Typ, der mit jemandem zusammenwohnen möchte und sich wöchentlich sehen muss.

    Was bringt dich also zu der Annahme, dass ihr Mann nur "Beiwerk" sei?


    Ehrlich gesagt, finde ich deine Aussage "die Tiere wären sofort weg" auch ganz schön krass. Ich habe selber zwar gar keine Haustiere - bin nicht der Typ dafür -, kann aber schon nachvollziehen, dass sie einigen Menschen sehr wichtig sind (ja, vielleicht sogar wichtiger als Menschen).

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Einige von euch gaben mir Ratschläge im Hinblick auf eine Versetzung/Abordnung mit anwaltlicher Hilfe.

    An so etwas habe ich noch gar nicht gedacht.

    Mein erster Gedanke war: Wer will "so einen" neuen Kollegen?

    Ich bin mittlerweile so kaputt, dass mich der Gedanke erschreckt, mit solchen "Vorschusslorbeeren" irgendwo neu anzufangen.

  • Puh, das ist ja wirklich eine weite Strecke :( . Bei meiner o. g. Freundin und ihrem Lebensgefährten sind es "nur" ca. 500 km (die beiden fahren meist mit dem Zug, wenn er nach Norden bzw. sie nach Süden fährt; da beträgt die Fahrtzeit um die fünf Stunden).

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Du bist also mit dem Haustier verheiratet und der Mann ist nur Beiwerk. Hast Du ihm die Rangfolge auch so vor der Hochzeit klargemacht?


    Auch wenn wir Haustiere haben; müßte ich zwischen Frau, Kindern und Haustieren entscheiden, die Tiere wären in weniger als 3 Sekunden weg.

    Ich bin aus gutem Grund überhaupt gar nicht verheiratet und mein Partner hat auch schön seine eigene Bude. Und seine eigenen Tiere. Und ich bin sehr froh um die absolute Gewissheit, dass er sich genauso wenig gegen die Lebewesen, für die er Verantwortung übernommen hat, entscheiden würde, wie ich. Für vermutlich nichts 😊

  • Mach dir eine Pro- und Contraliste

    Was spricht dafür, dass du es eine gewisse Zeitlang noch an deiner Schule aushältst, dann im Rahmen des normalen Versetzungsverfahrens an eine Schule in der Nähe kommst, du dann weiterhin mit dem LAG zusammenleben kannst ... oder ob du an die 800 km Wunschschule wechselst, dich dort (hoffentlich) wohl fühlst, aber nicht mit dem LAG zusammenleben kannst und nur eine Ferienbeziehung führen kannst?

  • Die 800km Entfernung finde ich auch zu krass und da kann ich wirklich verstehen, wenn da die Familie nicht unbedingt mitzieht.


    Die beste Option ist vermutlich ein besonders dickes Fell wachsen zu lassen und in unerträglichen Phasen, die sich tatsächlich auf deine Gesundheit auswirken, den Ratschlag von k_19 zu befolgen. Währenddessen kontinuierlich Versetzungsanträge stellen, irgendwann (in NRW nach 5 Jahren) muss diesen stattgegeben werden.

  • Ich lese weiter mit und auch wenn ich nicht jeden Beitrag extra kommentiere bzw. nicht direkt auf alle Fragen eingehe, denke ich über ALLE eure Vorschläge nach.

    Mir hilft es gerade sehr, eure unterschiedlichen Perspektiven aufzunehmen. An einige Dinge hatte ich noch gar nicht selbst gedacht.

  • Erstmal: Es tut mir sehr leid, dass Du aktuell an Deiner Schule so unglücklich bist.

    800km sind eine Hausnummer. Da ist nur eine Beziehung möglich, in der man sich alle paar Wochen mal sieht.

    Meine Kollegin hatte jahrelang einen Freund im Ausland. Das war eine ähnlich Entfernung. Nach einigen Jahren ist er hergezogen.


    Worüber ich mich wundere: Warum bewirbst Du Dich auf eine Stelle so weit weg? Und warum ist genau das Deine Traumschule? Ich frage deshalb, weil Du vielleicht unbewusst auch gern einen räumlichen Neuanfang haben möchtest und deswegen in dieser Region nach Stellen geschaut hast. Ich würde jedenfalls bei Unzufriedenheit mit meiner Schule zunächst mal im räumlichen Umfeld schauen, ob ich da was bekomme. Andererseits hab ich auch schon mal geschaut, was es so im Süden Deutschlands für Stellen gibt: einfach allein aus dem Grund, weil ich da gern wohnen würde.

    Hat Deine Stellensuche vielleicht noch einen anderen Grund?

  • Ich habe den Thread jetzt nur überflogen, aber wurde überhaupt schon angeregt, dass du auch über eine A14-Bewerbung zügig wegkommen kannst? Wenn man sich da sehr großzügig bewirbt, kann das durchaus auch schnell gehen. Alternativ (für NRW gesprochen) gibt es bei uns in der Region auch gerade gefühlt 1000 Abordnungsstellen, die m.E. nicht von Bewerbern überrannt werden dürfen (kommunale Integrationsberater z.B.). FALLS du also wirklich nur deiner Schule entfliehen will und nicht eigentlich den großen Neustart suchst, wäre das meine erste Alternative.

    Alles Gute!

    There are only 10 sorts of people - Those who know binaries and those who don't.

  • Mein Senf dazu: Lass dir hier kein schlechtes Gewissen machen. Nimm die Stelle, an deiner Schule gehst du kaputt, da wird sich nichts ändern und wenn sie merken, dass du weg willst, wird sich die Situation eher verschärfen. Kind geht sowieso bald seiner Wege. Bei den Tieren wird sich eine Lösung finden. Viele Kontakte scheinst du auch nicht zu haben. Schade, dass dein LAG anscheinend nicht kompromissbereit ist, aber vllt. findet sich mit der Zeit eine Lösung. Immerhin hast du einige Wochen im Jahr schulfrei .... Probiere es! Bestimmt tut es dir gut.

    Ich selbst musste mehrmals mit Kind und Kegel umziehen, mein Mann hat gar nicht groß Rücksicht genommen, aber arbeitslos sein wollte er auch nicht.

  • LAG versteht mein Dilemma.

    Ein Beenden der Beziehung ist für uns beide kein Thema. Wir sind wirklich schon sehr lange zusammen. Bolzbold schrieb vorhin von der Liebe seines Lebens. Ist auch bei mir so. LAG ist die Liebe meines Lebens.

  • Ich frage jetzt nochmal: Was sagt denn dein Partner dazu?

    In dem Sinne: Du leidest, suchst eine Lösung, was ist sein Vorschlag zur Besserung?

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

    • Offizieller Beitrag

    Bei 800km und dem Stress, sich im Idealfall jedes oder jedes zweite Wochenende zu sehen, würde ich mir das wirklich SEHR gut überlegen. Denn ein Partner, der 800km weit weg wohnt - das ist ja fast die Maximalentfernung, die man in Deutschland entfernt leben kann - kann gar nicht in derselben Form für einen da sein, als wenn man mit ihm zusammenlebt. Umgekehrt gilt natürlich dasselbe.

    Ganz ehrlich, Sprüche wie "eine echte Liebe hält das aus" oder "Ihr könnt Euch ja in den Ferien sehen" halte ich für das, was sie sind. Sprüche.
    Ein solches Vorhaben ist eine einseitige, sehr heftige und möglicherweise irreversible Veränderung, die sich natürlich auch auf die Beziehung auswirken wird.


    "Ich fliehe wegen meiner desolaten beruflichen Situation 800km weit weg an eine andere Schule und hoffe, dass dort alles besser wird."

    Schulisch kann das sogar so sein, auch wenn es darauf keine Garantie gibt. Aber beziehungstechnisch ganz sicher nicht. Es wäre eine Entscheidung, die Du für Dich triffst und die von den Auswirkungen her klar gegen den Partner ginge, auch wenn bzw. gerade weil er daran keinen Anteil hat.

    Wäre ich dieser Partner, würde für mich trotz allen Verständnisses für die Situation meiner Partnerin immer im Raum stehen, ob unsere Beziehung nicht ausreichend stark war bzw. ihr ausreichend Halt gegeben hat, dass sie deswegen unserem Kind und mir ein völlig anderes Leben aufzwingt, das ich so nicht haben wollte. Ich würde meine Partnerin unendlich vermissen und wäre kreuzunglücklich, dass ich sie nur noch am Wochenende - und vermutlich nicht mal an jedem Wochenende - sehen könnte.
    Wäre es eine temporäre Episode, würde ich das nolens volens mittragen. Aber ein solcher Schritt wäre ja vom Grundsatz her auf Dauer ausgelegt. Ich wüsste nicht, ob ich das packen würde. Und ich würde dann irgendwann auch darüber nachdenken, ob eine Trennung dann nicht die langfristig weniger schmerzhafte Entscheidung wäre. (Wie ich mich dann entscheiden würde, wäre natürlich noch einmal eine ganz andere Sache.)


    Frage am Rande:
    Spielt irgendeine andere Person außer dem LAG bei dieser Entscheidung, so weit weg zu gehen eine (positive) Rolle?

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