Aber nur über Kreuz!
Ist die AfD eine demokratische Partei?
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Ich habe beim Lesen und vor dem Anklicken des Links gedacht, jetzt doch.
Da war doch etwas vor einem halben Jahr. Ich verstehe wirklich nicht, wie Menschen sie ernsthaft wählen können außer die 5 %, die einfach die Welt zum "brennen bringen wollen".
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Ich habe beim Lesen und vor dem Anklicken des Links gedacht, jetzt doch.
Nun - Theo Müller - Chef vom "Familienunternehmen Müller-Milch" hat die AfD adoptiert. Sie gehört nun zu seinem Markenportfolio wie Weihenstephan, Sachsenmilch, Landliebe, Almhof, Loose, Harzbube, Bönsel, Nordsee, Homann, Nadler, Hamker, Graal, Lisner ...
Hier wird darauf angesoßen:
https://www.campact.de/rechtsextremis…ellermlich-afd/ -
O danke
Jetzt weiß ich, was ich neben Müller-Milch demnächst noch alles beachten muss. 
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Ich kriege Angst, wenn ich sowas lese:
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Ich finde es absurd, wie man zum einen das Elternrecht aufwerten möchte, sodass die ihre Kinder zuhause unterrichten können, gleichzeitig aber den Zugang zum Gymnasium auf 25 % eines Jahrgangs deckeln will. Ich weiß, bei der AfD sollte man keine Logik suchen, aber wie das irgendwer ideologisch zusammenbringen will, ist mir ein völliges Rätsel.
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Ich finde es absurd, wie man zum einen das Elternrecht aufwerten möchte, sodass die ihre Kinder zuhause unterrichten können, gleichzeitig aber den Zugang zum Gymnasium auf 25 % eines Jahrgangs deckeln will. Ich weiß, bei der AfD sollte man keine Logik suchen, aber wie das irgendwer ideologisch zusammenbringen will, ist mir ein völliges Rätsel.
So rätselhaft finde ich das gar nicht. Sie schreiben derzeit ja nicht, wie eigentlich eine Auswahl auf 25% erfolgen soll, aber vermutlich soll da nicht nur nach Leistungskriterien gefiltert werden. Es dürfte darum gehen, wenigstens eine Schulform "schön deutsch" zu halten. Gleichzeitig will man den völkisch-nationalen Anhängern ermöglichen, ihre Kinder nicht mehr der "linksversifften" Bildungsideologie aussetzen zu müssen. Wenn man sich mal die typischen Motivationen für den Hausunterricht auch in anderen Ländern anschaut, erkennt man da ein Muster, von wem das klassisch in Anspruch genommen wird.
PS: Mich entsetzt tatsächlich der unwürdige Sprachgebrauch in einem offiziellen Papier der AfD. Wenn man da von "pervers" und "Störung" liest, ist das nicht einfach nur Ausdruck politischer Interessen, sondern schlicht menschenverachtend.
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Dachte gerade Ähnliches: Ich sehe da auch keinen Widerspruch. Wem die Lehrerin zu woke, der Lehrer zu queer, die Klientel zu migrantisch ist, soll sein Kind zu Hause unterrichten dürfen. Wer ein siebendes Gymnasium bevorzugt, soll das wählen können. Die Elite soll unter sich bleiben.
Schlimm finde ich diese Rhetorik. Spätestens nach einem Jahr in Regierungsposition wissen die dann auch, was man tun muss, um Vereine ausbluten zu lassen, Schulbuchwahl zu regulieren, jegliche Kulturförderung zu streichen und stattdessen Fahnen zu hissen.
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Schlimm finde ich die Vorstellung wie schnell die AfD den Staat umbauen kann. Es ist mir ein Rätsel, dass man diese Partei nicht verbieten kann.
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Vielleicht wäre das dann der Anstoß für einen Großteil der Lehrkräfte das Bundesland zu wechseln. Im Test der Republik ist ja Bedarf. Vielleicht wird dann auch dort den Menschen klar, dass solche Mehrheiten nicht ohne Konsequenzen bleiben.🤷
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Mal isoliert vom ganzen ideologischen Überbau betrachtet, der bei der AfD völlig daneben ist, finde ich 25% Quote und die Öffnung für häusliche Beschulung gar nicht so verkehrt. Es ist tatsächlich schwer gegen Heimbeschulung zu argumentieren, wenn Schulen gleichzeitig ihrem Bildungsauftrag nicht mehr adäquat nachkommen und es nicht gelingt, eine (räumlich und sozial) lernförderliche Umgebung zu schaffen. Ich war immer ein sehr klarer Verfechter der Präsenzschulpflicht, sehe das seit der Pandemie aber anders. Viele Kinder haben von den Distanzlernphasen profitiert und besser gelernt, also soll man sie doch lassen. Und eine rein auf Leistungsselektion basierende 25% Übertrittsquote wäre für die Gymnasien ein Segen und vielleicht auch mal wieder ein Weg, das Anforderungsniveau zurück auf ein angemessenes Level zu heben. Es wäre wünschenswert, andere Parteien würden irgendwann einen ähnlichen Kurs anvisieren.
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Es ist tatsächlich schwer gegen Heimbeschulung zu argumentieren, wenn Schulen gleichzeitig ihrem Bildungsauftrag nicht mehr adäquat nachkommen und es nicht gelingt, eine (räumlich und sozial) lernförderliche Umgebung zu schaffen.
Das Verbot der Heimbeschulung sorgt dafür, dass alle Kinder im öffentlichen Schulwesen beschult werden. Auch losgelöst von irgendwelchen rechtsradikalen Gruppen, gibt es etliche Menschen mit sehr komischen Einstellungen, die diese liebend gerne an ihre Kinder weitergeben wollen. Nur durch ein staatliches Schulsystem können wir sicherstellen, dass diese Kinder zu mindestens alternative Meinungen und Lebensformen kennen lernen.
Auch die 25% Quote macht überhaupt keinen Sinn. Mal davon abgesehen, dass ich eher ein Freund von Gesamtschulen bin, warum gerade 25%? Ich könnte es verstehen, wenn man sagt, dass man die Anzahl von Kindern auf dem Gymnasium verringern möchte. Vielleicht setzt man bestimmte Noten voraus oder macht einen Aufnahmetest. Aber warum gerade eine Quote von 25%? Vielleicht sind nur 20% der Kinder deutlich intelligenter als der Rest? Vielleicht sind es aber auch 35%?
Und dann die gesellschaftliche Frage. Was brauchen wir für Menschen für die Zukunft? Ist es sinnvoll eher weniger auf hochausgebildete Menschen mit Studium zu setzen und mehr auf Menschen mit mittlerer Schulbildung? Aber sind das nicht die Jobs, die durch KI und Automatisierung immer mehr weg fallen? Müssen wir nicht im Gegenteil darauf setzen, dass mehr Kinder ihr Abitur machen, da wir vor allem gut ausgebildete Menschen für die Zukunft brauchen? Und das heißt natürlich, dass wir nicht auch gut ausgebildete Handwerker etc. brauchen. Aber in der Tendenz werden diese Jobs weniger und die anderen mehr.
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und es nicht gelingt, eine (räumlich und sozial) lernförderliche Umgebung zu schaffen.
Das ändert sich nicht durch Heimbeschulung, das nehmen Eltern in Anspruch, denen die staatlichen Schulen und die bestehenden Privatschulen nicht (einseitig/extrem) genug sind, oder die, die es sich finanziell leisten können und wollen, einen Privatlehrer ins Haus kommen zu lassen, bis das Kind auf das Internat wechselt. Also verstärkt es die Segregation.
Eine 25%-Quote bedeutet eine Reduzierung des gymnasialen Angebots um mindestens die Hälfte. Das schließt die Lehrkräfte mit ein.
Das Bildungsangebot weiter zu reduzieren, spielt diesen Kräften in die Hände. Mädchen benötigen dann sicher nur noch die Grundschule und können dann weggesperrt werden, siehe Afghanistan. Wenn man es lange genug umsetzt, glauben sie irgendwann, dass es normal und richtig ist.
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Tom123 : Derzeit steigt die Arbeitslosenquote vor allem unter (jungen) Akademikern (m/w/d), während der Bedarf an Fachkräften mit Ausbildung (m/w/d) vor allem in den Bereichen Pflege/Medizin, Handwerk und Erziehung/Soziales, erhöht ist. Gleichzeitig merke ich regelmäßig, wie schwer es ist, Abiturienten (m/w/d), selbst solchen mit mäßigen Noten, zu einer (auf dem Arbeitsmarkt gefragten) Ausbildung zu raten, da sie dies leider in großen Teilen als "unter ihrem Niveau" sehen. Ein Bekannter erzählte mir letztens, dass er sich ein Studium an einer privaten Hochschule nicht leisten könne, dass er aber sich lieber mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält und keine Ausbildung machen möchte, da er dafür nicht hätte Abitur machen müssen.
Daher macht es schon Sinn, wenn der Anteil an Abiturienten (m/w/d) sinkt, sodass diese sich wiederum primär für Studiengänge entscheiden, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind (es gibt leider inzwischen einige Studiengänge, die am Bedarf schlichtweg vorbei gehen), und ein größerer Teil an jungen Menschen Ausbildungen absolviert (2023 konnten 35% der Ausbildungsplätze nicht besetzt werden).
Es geht dabei nicht darum, Menschen "dumm zu halten" - von mir aus kann man das inhaltliche Niveau an der Realschule (bzw. an den Schulformen der Sek I mit mittlerem Anforderungsniveau) durchaus nach oben setzen, um etwaige Befürchtungen zu entkräften. Es geht darum, den Anspruch innerhalb des gymnasialen Bildungsganges durch leistungstechnisch homogenere Lerngruppen wieder auf das ursprüngliche Niveau zu erhöhen (und damit die Absenkung des Bildungsniveaus in Deutschland im internationalen Vergleich zu stoppen) und unweigerlich den Zugang zu Hochschulen zu begrenzen (und auch damit wieder das Bildungsniveau an Hochschulen zu erhöhen und zugleich den Schwerpunkt wieder Richtung dualer Ausbildungen als Regelform der beruflichen Bildung zu verschieben).
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Da immer mehr Akademiker*innen ohne Job sind, wird sowieso zur (vorangestellten) Ausbildung geraten. Wer nicht gerade aufs Pharmaziepferd gesetzt hat, tut gut daran, erst mal Berufserfahrung zu sammeln und Softskills zu erwerben.
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Müssen wir nicht im Gegenteil darauf setzen, dass mehr Kinder ihr Abitur machen, da wir vor allem gut ausgebildete Menschen für die Zukunft brauchen? Und das heißt natürlich, dass wir nicht auch gut ausgebildete Handwerker etc. brauchen. Aber in der Tendenz werden diese Jobs weniger und die anderen mehr.
Wir haben bereits eine 50% Abiturquote, die nichts wert ist, weil die Absolventen faktisch keinen abiturgerechten Ausbildungsstand haben.
Ob 25% oder 20% Übertrittsquote ist letztlich egal, wichtig wäre, überhaupt eine Grenze zu ziehen und sicherzustellen, dass wieder eine Art Bestenauslese erfolgt. Das schließt übrigens ja auch nicht aus, dass "der Rest" das Abitur noch auf anderen Wegen erreichen kann, aber es wäre meines Erachtens wichtig, zumindest eine Sek I Schulform vorzuhalten, die leistungsstarken Schülern vorbehalten ist.
Das ändert sich nicht durch Heimbeschulung, das nehmen Eltern in Anspruch, denen die staatlichen Schulen und die bestehenden Privatschulen nicht (einseitig/extrem) genug sind, oder die, die es sich finanziell leisten können und wollen, einen Privatlehrer ins Haus kommen zu lassen, bis das Kind auf das Internat wechselt. Also verstärkt es die Segregation.
Eine 25%-Quote bedeutet eine Reduzierung des gymnasialen Angebots um mindestens die Hälfte. Das schließt die Lehrkräfte mit ein.
Das Bildungsangebot weiter zu reduzieren, spielt diesen Kräften in die Hände. Mädchen benötigen dann sicher nur noch die Grundschule und können dann weggesperrt werden, siehe Afghanistan. Wenn man es lange genug umsetzt, glauben sie irgendwann, dass es normal und richtig ist.
Den letzten Absatz halte ich für himmelschreienden Blödsinn. Wo liest du das raus?
Ansonsten: unter der Voraussetzung, dass zu Hause beschulte Kinder regelmäßig Prüfungen ablegen müssen, finde ich diese Art der Segregation in Ordnung. Wer sich gute Privatlehrer leisten kann, dem sei dieses Privileg doch gegönnt - was genau hat man davon, diese Kinder in staatliche Schulen zu zwingen, wo sie in ihrem Lernen gegenüber einem Privatlehrer sehr wahrscheinlich gebremst werden? Privatschulen gibt es nicht überall in pendelbarer Entfernung, also sind Eltern, die ihre Kinder nicht in staatliche Schulen geben möchten, je nach Region ggf. gekniffen und Heimunterricht könnte hier eine gute Alternative sein. Auch für Kinder mit Neurodivergenzen ergeben sich sicherlich in vielen Fällen Vorteile.
Das Risiko ideologisch zweifelhafter Prägung besteht zugegebenermaßen, ja, aber mir persönlich reicht das nicht aus, um auch Eltern mit vernünftigen Motiven die Option häuslichen Unterrichts zu nehmen. Nicht, solange in staatlichen Schulen das Chaos herrscht, das dort nunmal herrscht, und der Bildungsoutput immer miserabler wird.
Die Reduzierung von gymnasialen Lehrerstellen ist übrigens das allerschlechteste Argument für die Fortführung der lustigen Bildungsinflation. -
Ich sehe das Thema Home Schooling aufgrund der erhöhten Gefahr von Indoktrinierung oder Gewalt/Missbrauch im Elternhaus skeptisch. Sollte es aber irgendwann rechtlich möglich sein, dann zumindest in Kombination mit extern abzulegenden Leistungsüberprüfungen und regelmäßigen Kontrollbesuchen durch Sozialpädagogen (m/w/d).
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Das ist wieder ein Beispiel für einen Sachverhalt, wo in Deutschland weltmeisterlich problematisiert wird, während es in anderen Ländern normale Praxis ist und genügend Untersuchungen belegen, dass die betroffenen Kinder keine Nachteile in Bezug auf den späteren beruflichen Erfolg haben.
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in staatlichen Schulen das Chaos herrscht, das dort nunmal herrscht,
Ist das so?
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Ich sehe das Thema Home Schooling aufgrund der erhöhten Gefahr von Indoktrinierung oder Gewalt/Missbrauch im Elternhaus skeptisch. Sollte es aber irgendwann rechtlich möglich sein, dann zumindest in Kombination mit extern abzulegenden Leistungsüberprüfungen und regelmäßigen Kontrollbesuchen durch Sozialpädagogen (m/w/d).
Klar, der Sozialpädagoge hat ja sonst nichts zu tun.
Bei gut funktionierenden homeschooling-Systemen legen die Kinder nicht nur regelmäßig Prüfungen ab, sondern senden auch Aufgaben ab, oft gibt es auch Treffen mit einem zugeordneten Zentrum, da sieht man die Kinder.
Die Kinder sind ja nicht aus der Welt, sie gehen zum Arzt, machen Aktivitäten, usw. Und diejenigen, die DAS nicht tun, die fangen wir in der Schule auch nicht auf, sorry. Da hatte ich genug Baptistenkinder im Unterricht. WENN es WIRKLICH die reale Angst wäre, dann wären nicht dieselben Leute gegen Ganztagsschule, oder für die Stärkung des Elternwillens bei allen möglichen Entscheidungen.
und warum Sozialpädagog*innen? die "regulär beschulten" Kinder sehen ja auch keine. Reicht etwa eine Lehrkraft nicht aus? -
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