Lehrkräfte bezahlen persönlich die S-Kopien und rechnen direkt mit S ab

  • Mit "Respekt" hat es zu tun, weil man seine Aussagen auch anders formulieren kann als "dem ist einfach nicht zu helfen".

    Die Kritik ist aber berechtigt und beleidigend oder unpassend ist die Aussage auch nicht.

  • Ich habe eine Tabletklasse. Für fast jedes Fach haben wir trotzdem entweder ein Heft oder eine Mappe. Ausschließlich digital zu arbeiten halte ich nicht für sinnvoll. Es müssen zudem ja noch weitere Fähigkeiten trainiert werden. Ein Tablet, Heft und Mäppchen passen auch gut nebeneinander auf einen Tisch.

    Trotzdem fallen eventuell Kopien an. Für Schüler, die neu sind und noch kein Gerät haben, ein paar Kopien für Schüler, deren Gerät aus irgendwelchen Gründen nicht funktioniert,...

  • Sicher kann man Papier sparen durch digital. Allerdings um den Preis, dass man die entsprechende digitale Infrastruktur unterhalten muss.


    Komplett papierlos halte ich für wenig wahrscheinlich.

    Und ich mache es so:

    Wer will eine Kopie haben?

    Und nur die Kopien mache ich noch, seit ich gesehen habe, wie die Kopie abfotografiert wurde und im iPad bearbeitet wurde.

    Am BK sammelt sich von vielen Schulen Schülerschaft und da kommen SuS, die seit Jahren im Unterricht digital arbeiten und welche, die es noch nie gemacht haben, selbst in Corona-Zeiten nicht.

    Daher: Doppelgleisig, aber immer digital, da ich auch alles digital habe.

  • Das jemand im Unterricht auf einen Knopf drückt und die Schülerinnen haben das Material auf dem iPad, konnte mir noch niemand zeigen.

    Das geht mit Airdrop, das schaffe sogar ich.

    Allerdings nervt mich das auch alles an, fürs IPad muss man den Unterricht komplett neu planen und am Ende scheitert's wieder am WLAN oder irgendeinem anderen Käse. Papier liegt einfach da und kann beschrieben werden.

  • Als ehemalige Schulsekretärin, die auch die Budgets von Gemeinde und Landkreis im Blick hatte, kann ich nur sagen, dass m. W. das Einsammeln von Kopiergeld gar nicht zulässig ist

    Für welches Bundesland soll das gelten? Für NDS (wo es ja - wie gesagt - keine Lernmittelfreiheit gibt) vermutlich nicht, denn gemäß §71 NSchG gilt: "Die Erziehungsberechtigten haben dafür zu sorgen, dass die Schülerinnen und Schüler am Unterricht und an den sonstigen Veranstaltungen der Schule einschließlich der besonderen schulischen Sprachfördermaßnahmen nach § 64 Abs. 3 regelmäßig teilnehmen und die ihnen obliegenden Pflichten erfüllen; sie haben sie dafür zweckentsprechend auszustatten." Uns wurde schon im Referendariat gesagt, dass dies bedeute, dass die Eltern ihre Kinder mit den notwendigen Lernmaterialien und -mitteln ausstatten müssten und dazu zähle auch das "Kopiergeld", da die Lehrkräfte ja damit Kopien als zusätzliches Lernmittel bzw. als Ergänzung zu den Schulbüchern erstellen.

    und dies vermutlich in Espressotassen für das LZ oder andere Dinge umgewandelt wird.

    Wow, das ist mal eine Unterstellung :rolleyes:.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

    2 Mal editiert, zuletzt von Humblebee ()

  • Bei uns gibt es auch keine Begrenzung bei Kopien/Ausdrucken. Es gibt zwar einen Code für Farbkopien, den theoretisch die Sekretärin jedes mal eingeben muss, aber der hat sich natürlich schnell herumgesprochen :engel:. Die SL weiß sicher auch davon, aber bisher haben sie ihn (zum Glück) nicht geändert.


    Ausdrucke gehen von allen digitalen Endgeräten im Lehrer-W-Lan mittlerweile problemlos im ganzen Haus - allerdings nur an unserem s/w-Kopierer als Ausgabegerät. Über den Umweg eines Sticks geht es aber auch farbig am anderen Kopierer.

    Vor allem seit das Ausdrucken direkt vom digitalen Endgerät funktioniert bin ich sehr zufrieden - das hat für mich sehr viel vereinfacht.

  • Wir geben am Kopierer unseren Code ein, aber es gibt keine Begrenzungen. Einer der Kopierer ist ein Farbkopierer, auch hier ohne Begrenzung, aber die Bitte, diese nur gezielt und wenn notwendig einzusetzen. Was ungeschickt ist: wenn man an diesem Kopierer direkt vom USB-Stick kopiert, stellt sich automatisch der Modus Farbkopie ein und man muss per Hand SW-Kopie einstellen. Wenn man das nicht weiß oder in dem Moment nicht daran denkt, macht man ungewollt Farbkopien von einer SW-Vorlage. Das habe ich auch nur durch Zufall entdeckt und zumindest mal dem Sekretariat gemeldet.

    Von den Schülern wird Kopiergeld eingesammelt, wobei dieser Betrag in den iPad-Klassen in diesem Jahr deutlich reduziert wurde. In diesen Klassen verschicke ich die Arbeitsblätter über AirDrop und die Classroom-App. Das funktioniert ganz gut und ich werde bei den Arbeitsblättern auch wieder großzügiger, da es keinen Papierverbrauch gibt, ich aber schneller vorankomme. Einerseits sollen die Schüler mehr Kompetenzen erwerben, andererseits schreiben sie gefühlt langsamer, und nur mit Hefteinträgen komme ich nicht mehr schnell genug voran, weil zu viel Zeit mit Abschreiben draufgeht.


    Sarek

  • Derzeit erlebe ich nicht, dass in für die Tablet-Klassen weniger Kopien benötigt werden. Es wird zwar immer erzählt, dass man die Arbeitsblätter digital austeilen könne. Wenn man aber fragt, wie denn das gehen solle, kriegen die Expertinnen rote Ohren. Die beste Antwort war noch „Aber das muss doch gehen.“ Das jemand im Unterricht auf einen Knopf drückt und die Schülerinnen haben das Material auf dem iPad, konnte mir noch niemand zeigen.

    Das klappt mit der Kursnotizbuch-Funktion von Microsoft OneNote meiner Erfahrung nach ziemlich gut.

  • Derzeit erlebe ich nicht, dass in für die Tablet-Klassen weniger Kopien benötigt werden. Es wird zwar immer erzählt, dass man die Arbeitsblätter digital austeilen könne. Wenn man aber fragt, wie denn das gehen solle, kriegen die Expertinnen rote Ohren. Die beste Antwort war noch „Aber das muss doch gehen.“ Das jemand im Unterricht auf einen Knopf drückt und die Schülerinnen haben das Material auf dem iPad, konnte mir noch niemand zeigen.

    Dafür nutzen wir u.a. das Aufgabenmodul bei IServ. Und ja, es ist genauso gemeint: Ich drücke einen Knopf (genauer gesagt habe ich vorab während meiner Unterrichtsvorbereitung bereits eingestellt, wann genau die entsprechenden Materialien für die Klasse freigeschaltet sind) und alle haben digital Zugriff darauf...holen sich das Material dort ab und schreiben digital dort rein.


    Ich kopiere inzwischen fast nur noch Klassenarbeiten.

  • PS:

    Das meine ich ja, anstatt die Dinge nebeneinanderzulegen, schaltet man man Bildschirm um. Ist das praktisch?

    Man schreibt direkt in die digitalen Versionen der Arbeitsblätter rein...man benötigt kein umschalten.

    Sicher kann man Papier sparen durch digital. Allerdings um den Preis, dass man die entsprechende digitale Infrastruktur unterhalten muss.

    Falscher Fokus: die digitale Infrastruktur wird ohnehin bereits unterhalten (Bevor das gleich wieder kommt: Ja, noch nicht an jeder Schule. Bei uns schon).

    Dann kann sie auch genutzt werden und man kann sich dann auch wirklich damit auseinandersetzen, Papier zu sparen.

  • Man schreibt direkt in die digitalen Versionen der Arbeitsblätter rein...

    ..., wenn diese so konzipiert sind. Es kann durchaus Sinn ergeben, etwas vom Arbeitsblatt ins Heft zu übertragen.


    So oder so. Das Tablet-Display hat nur eine bestimmte Fläche. Wenn nur die zur Verfügung steht, muss ich sie aufteilen (zeitlich oder räumlich). Wenn ich erlaube, etwas anderes daneben zu legen (z. B. ein Arbeitsblatt), habe ich insgesamt mehr Fläche.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

    Einmal editiert, zuletzt von O. Meier ()

  • Falscher Fokus: die digitale Infrastruktur wird ohnehin bereits unterhalten (Bevor das gleich wieder kommt: Ja, noch nicht an jeder Schule. Bei uns schon).

    Dann kann sie auch genutzt werden und man kann sich dann auch wirklich damit auseinandersetzen, Papier zu sparen.

    Also warte ich mal, bis alles läuft, und „setze“ mich dann damit „auseinander“.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

  • Das Austeilen von Material funktioniert doch wunderbar unkompliziert über AirDrop, wenn alle Beteiligten iPads haben.


    Die begrenzte Bildschirmfläche stört mich allerdings auch und ist der Grund, warum ich zumindest das Schulbuch gerne weiterhin analog habe. Hat man auf dem iPad zB bereits seine Unterrichtsnotizen und GoodNotes für die Projektion auf den Beamer offen, ist da kein Platz mehr fürs digitale Buch. Außer, man könnte den Bildschirm beispielsweise "kacheln" und 3-4 Anwendungen parallel anzeigen, aber falls es diese Funktion gibt, kenne ich sie nicht.


    Bei Schülern sehe ich den Nachteil, dass sie teilweise den Überblick nicht so gut haben, wie analog. Hat man ein Fach, bei dem man auch mal verschiedene Materialien verknüpfen muss, um den Sachverhalt zu erschließen, wird schlichtweg nicht gesehen, dass auf Seite 2 noch ein passendes Diagramm dazu im Material vorhanden ist, während sie sich gerade auf S. 1 irgendwo reingezoomt haben.


    Unterm Strich finde ich eine vernünftige Kombination aus analog und digital nicht so schlecht 😊

  • Das klappt mit der Kursnotizbuch-Funktion von Microsoft OneNote meiner Erfahrung nach ziemlich gut.

    Auf allen Systemen, in der App oder im Browser. Material ist im Handumdrehen drin und kann wahrhaft multimedial bearbeitet und gestaltet werden. Läuft über die Systemgrenzen, ist gut strukturiert, Klassen sind organisiert, Austeilen und Einsammeln mit drei Klicks. Cooles Tool.


    Und: Mit einem Streaming-Adapter hat man damit die digitale Tafel.

    Tim Finnegan liv’d in Walkin Street
    A gentle Irishman mighty odd.

  • AirDrop, wenn alle Beteiligten iPads haben.

    Von mir aus. Sollen sie doch ein iPad in die Klasse legen, dafür sorgen, dass die Arbeitsblätter da drauf sind. Dann schaue ich mir das auch gerne mal an.


    Ich möchte eine Anekdote zu bedenken geben, in der eine Schülerin einer anderen etwas per AirDrop droppen wollte. Ging auch nicht, die andere hat dann bei der anderen das Display abfotographiert.

    Auf allen Systemen, in der App oder im Browser. Material ist im Handumdrehen drin und kann wahrhaft multimedial bearbeitet und gestaltet werden. Läuft über die Systemgrenzen, ist gut strukturiert, Klassen sind organisiert, Austeilen und Einsammeln mit drei Klicks. Cooles Tool.

    Von mir aus. Sollen Sie das überall installieren und dafür sorgen, dass die Arbeitsblätter da drin sind. Dann schaue ich mir auch das gerne mal an.


    Dass die Tipps über die genialen Tools wie okkultes Wissen weitergegeben wird, holt mich allerdings nicht so richtig ab.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

  • Dass die Tipps über die genialen Tools wie okkultes Wissen weitergegeben wird, holt mich allerdings nicht so richtig ab.

    Ehrlich gesagt verstehe ich dich nicht so recht in dieser Debatte. Anderen empfiehlst du, sich in LaTex einzuarbeiten aber wenn es um das Verwenden irgendwelcher Geräte oder Apps geht, die andere für sich entdeckt haben (oder nutzen müssen, weils halt da ist), dann bist du so negativ. Kopiere doch AB so viel du magst, niemand zwingt dich zu irgendwas.

  • Wir geben am Kopierer unseren Code ein, aber es gibt keine Begrenzungen. Einer der Kopierer ist ein Farbkopierer, auch hier ohne Begrenzung, aber die Bitte, diese nur gezielt und wenn notwendig einzusetzen. Was ungeschickt ist: wenn man an diesem Kopierer direkt vom USB-Stick kopiert, stellt sich automatisch der Modus Farbkopie ein und man muss per Hand SW-Kopie einstellen. Wenn man das nicht weiß oder in dem Moment nicht daran denkt, macht man ungewollt Farbkopien von einer SW-Vorlage. Das habe ich auch nur durch Zufall entdeckt und zumindest mal dem Sekretariat gemeldet.

    Von den Schülern wird Kopiergeld eingesammelt, wobei dieser Betrag in den iPad-Klassen in diesem Jahr deutlich reduziert wurde. In diesen Klassen verschicke ich die Arbeitsblätter über AirDrop und die Classroom-App. Das funktioniert ganz gut und ich werde bei den Arbeitsblättern auch wieder großzügiger, da es keinen Papierverbrauch gibt, ich aber schneller vorankomme. Einerseits sollen die Schüler mehr Kompetenzen erwerben, andererseits schreiben sie gefühlt langsamer, und nur mit Hefteinträgen komme ich nicht mehr schnell genug voran, weil zu viel Zeit mit Abschreiben draufgeht.


    Sarek

    Das klingt nach einer vernünftigen allgemeinen Regelung.

    Bist du zufrieden mit den Verhältnissen bei euch?

  • Hast du in der analogen Variante denn jemanden, der deine Arbeitsblätter für dich kopiert und austeilt?

    Leider nein. Aber das geht schnell und funktioniert zuverlässig. Da verschwende ich keine Dienstzeit mit (ich muss das etwas einschränken, der neue Kopierer hat durchaus das Zeug dazu, eine einfache Tätigkeit zu verkomplizieren).


    Ich erstelle die Arbeitsblätter zu Hause an meinem privaten Rechner. Um sie zum Drucken in die Schule zu kriegen, lade ich sie auf via WebDAV auf die Lernplattform. Dazu habe ich Droplet im Dock, auf das ich die Dateien ziehe. Einfach, schnell, zuverlässig.


    Ja, und von da müssten die dann weiter aufs, Tablet, in OneNote, whatever. Sollte das einfach gehen, kann man mir das gerne zeigen. Ich bin da aber sehr kritisch, weil ich schon viel erlebt habe, das nicht einfach ging, nicht zuverlässig ging. Irgendjemand kümmert sich darum, dass eine Sache funktioniert, dann probiere ich sie.


    Ich korrigiere mich " ... und dafür sorgen, dass die Arbeitsblätter da drin sind oder einfach und schnell da 'rein kommen können."

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

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