Schulleitung lässt sich regelmäßig im Unterricht vertreten

  • Es ist nicht deine Aufgabe sich darum zu kümmern. Die Schulleitung hat genug zu tun und es ist kein Dienstvergehen. Du müsstest nachweisen, dass es keine vorrangigen Dienstgeschäfte sind.
    Invertierte die Zeit lieber in die Schulentwicklung, um die SL zu entlasten!

    Hier schreibt ein SL-Mitglied oder ein SL selbst!

  • Und wäre das so schlimm? Oder ist das „der Feind“?

    Spannende Frage. Zumindest schafft es einen Kontext, in den man die Aussage einbetten kann. Denn natürlich schreiben wir alle aus unserer Perspektive. Ich persönlich würde da nicht gleich in eine Freund/Feind Kategorisierung verfallen.

  • Wenn er mindestens 3 Stunden unterrichten muss, dann hat er sich bereits alle 22 Abminderungen (oder was immer euer volles Deputat ist) zugeteilt.

    Bei uns ist das volle Deputat 25,5 Stunden wovon der Schulleiter per Verordnung für seine Leitungstätigkeit mal gleich 22,5 Stunden erlassen bekommt. Also selbst wenn er Unterrichten will, bleiben nur 3 Wochenstunden übrig und die kann er mit Ermäßigungsstunden auch noch selber bis auf null runterdrücken.

  • Das ist krass. Sowohl, dass ihr nicht eure ganzen Abminderungen für die Schulleitung ausgeben müsst (wovon andere profitieren dürften) als auch, dass es möglich ist, überhaupt nicht mehr zu unterrichten. Da verliert man doch das richtige Augenmaß für die Belange der Lehrkräfte

  • Das ist krass. Sowohl, dass ihr nicht eure ganzen Abminderungen für die Schulleitung ausgeben müsst (wovon andere profitieren dürften) als auch, dass es möglich ist, überhaupt nicht mehr zu unterrichten. Da verliert man doch das richtige Augenmaß für die Belange der Lehrkräfte

    Das würde ich unterschreiben. Und gleichzeitig sage ich: für die Schüler ist es besser, wenn ich mal so sehe wie Kollegen aus der erweiterten Schulleitung oft ihren Unterricht halten (nämlich aus dem Büro heraus mit offener Tür).

  • Das ist krass. Sowohl, dass ihr nicht eure ganzen Abminderungen für die Schulleitung ausgeben müsst (wovon andere profitieren dürften) als auch, dass es möglich ist, überhaupt nicht mehr zu unterrichten. Da verliert man doch das richtige Augenmaß für die Belange der Lehrkräfte

    Eine Schulleitung, die ihren Job gut macht, ist damit mehr als ausgelastet. Da machen 3 Stunden, die man irgendwo reinquetscht auch keinen Mehrwert. Ich hätte kein Problem damit, wenn die Schulleitung z.B. nur im Notfall unterrichtet und sonst nur die Leitung wahrnimmt. Die haben ja in der Regel viele Jahre als Lehrkraft gearbeitet.

  • In der freien Wirtschaft führt die Betriebs- oder Standortleitung in der Regel auch kaum noch operative Tätigkeiten aus, daher finde ich es nicht so ungewöhnlich, wenn eine Schulleitung vor allem strategische Aufgaben, Führung und Repräsentation nach außen übernimmt und wenig bis gar nicht mehr unterrichtet.

    Gleichzeitig finde ich aber wichtig, dass eine Führungskraft weiterhin den Kontakt zur Basis hält, die Erfahrungen aus der Arbeit an der Basis mit in die Arbeit auf strategischer und Führungsebene einfließen lässt und, im Fall der Schulleitung, wenn es Knall auf Fall kommt, weiterhin in der Lage ist, eine Klasse unterrichten zu können.

  • Ich hätte kein Problem damit, wenn die Schulleitung z.B. nur im Notfall unterrichtet und sonst nur die Leitung wahrnimmt.

    Ich hatte mal eine Schulleitung, die offenbar (habe nicht die ganze Zeit selber mitbekommen) 10+ Jahre ihrer Leitungstätigkeit keine einzige Planstunde hatte. War die beste SL von allen die ich bislang erlebt habe (zweistellige Zahl).

  • Ich glaube, darüber würde sich hier auch weniger beschwert als über die im Eingangspostung genannte Schulleitung, die zu ihrer eben doch vorhandenen Unterrichtsverpflichtung laut Stundenplan nie erscheint.

    Das sind ja zwei komplett unterschiedliche Probleme, wenn denn letzteres tatsächlich als reales Problem gesehen wird.

  • Ich glaube, das ist ein strukturelles Problem. Ich muss z.B. 12 Stunden unterrichten. Aber frei nach dem Motto „oben schlägt unten“ kann ich manchmal einfach in bestimmten Stunden nicht, weil es Termine gibt, die kollidieren. Das versteht mein Kollegium, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass das hier im Forum nicht verstanden wird. Schade, denn dann sind wir bei dem, was hier auch irgendwo auftauchte: dem „Feindbild Schulleitung“…

  • 12 scheint mir sehr viel zu sein. Im Ausgangsbeitrag steht auch nicht, wie viele es sind, sondern dass sich die Kollegin auf irgendwas verlassen will.

    Bei uns müssen es mindestens 4 sein und das finde ich schon sinnvoll. Eine Schulleitung, die sich nicht in der Klasse durchsetzen kann oder keine Lust hat, mit SuS zu arbeiten ginge für mich gar nicht. Dass sie das Gefühl nicht verliert, was die Dauerbelastung vor der Klasse ausmacht finde ich wichtig.

  • ... Das versteht mein Kollegium, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass das hier im Forum nicht verstanden wird. Schade, denn dann sind wir bei dem, was hier auch irgendwo auftauchte: dem „Feindbild Schulleitung“…

    Ich glaube es gibt einfach solche und solche Schulleitungen (und auch solche und solche Lehrkräfte).

  • Ich glaube, das ist ein strukturelles Problem. Ich muss z.B. 12 Stunden unterrichten. Aber frei nach dem Motto „oben schlägt unten“ kann ich manchmal einfach in bestimmten Stunden nicht, weil es Termine gibt, die kollidieren. Das versteht mein Kollegium, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass das hier im Forum nicht verstanden wird. Schade, denn dann sind wir bei dem, was hier auch irgendwo auftauchte: dem „Feindbild Schulleitung“…

    Ich glaube, da dramatisierst du. Erstens wurde das "Feindbild" als Behauptung reingeworfen, niemand hat das wirklich so für sich in Anspruch genommen.

    Und zum anderen ist der Witz an einem Forum ja auch, dass man sich mal über was aufregen kann. Ob sich in deinem Kollegium nicht mal jemand über dein Verhalten aufregt weißt du wahrscheinlich nicht und das ist doch okay, solange es nichts Ernstes ist.

  • Ich glaube, da dramatisierst du. Erstens wurde das "Feindbild" als Behauptung reingeworfen, niemand hat das wirklich so für sich in Anspruch genommen.

    Und zum anderen ist der Witz an einem Forum ja auch, dass man sich mal über was aufregen kann. Ob sich in deinem Kollegium nicht mal jemand über dein Verhalten aufregt weißt du wahrscheinlich nicht und das ist doch okay, solange es nichts Ernstes ist.

    Ich habe absolutes Verständnis dafür, wenn sich in meinem Kollegium mal jemand über mein Verhalten aufregt. Die kennen mich. Und ich kenne sie. Aufregen, wegatmen - und wenn das nicht geht, ins Gespräch kommen und das Problem lösen.
    Mich ärgert es viel mehr, wenn im Forum pauschal gewettert wird, wenn alle Schulleitungen über einen Kamm geschert werden, wenn „dramatisiert“ wird - und wenn ich pauschal abgeurteilt werde von Menschen, die mich nicht kennen, die aber zu wissen scheinen, wie ich meinen Job ausübe.

  • Ich glaube, das ist ein strukturelles Problem. Ich muss z.B. 12 Stunden unterrichten. Aber frei nach dem Motto „oben schlägt unten“ kann ich manchmal einfach in bestimmten Stunden nicht, weil es Termine gibt, die kollidieren. Das versteht mein Kollegium, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass das hier im Forum nicht verstanden wird. Schade, denn dann sind wir bei dem, was hier auch irgendwo auftauchte: dem „Feindbild Schulleitung“…

    Das mit dem "Feindbild Schulleitung" kann und will ich so nicht stehen lassen ... Ich kann mich über unsere SL wirklich nicht beschweren. Dennoch hat das Ganze zumindest ansatzweise das Odium einer Ungleichbehandlung.

    Dass die SL viel Arbeit und immer einen überfüllten Schreibtisch hat, streitet niemand ab - abgesehen von Terminen, Terminen, Terminen ...

    Das haben die Kolleginnen und Kollegen an der Basis aber auch - vielleicht von anderer Qualität - vielleicht in anderem Umfang. Dennoch bekommen sie (mit sehr wenigen von der GK beschlossenen Ausnahmen) dafür keine Abminderung. In B liegt das volle Deputat in der Grundschule bei 28 Stunden. Eine Abminderung bekommt man als Klassenleiter, was auch durch die GK muss, meist jedoch anstandslos durchgeht.

    Selbst wenn Du (rein fiktiv) 3 Abminderungen hättest, hättest Du noch 25 Wochenstunden. Alles außerhalb des Unterrichts Anfallende musst Du auch außerhalb des Unterrichts erledigen - vorrangig alles, was mit Elternarbeit zu tun hat - aber auch das Schreiben der Zeugnisse, Aktenpflege oder das Auswerten / Ausdrucken / Abheften irgendwelcher Tests, bspw. Vera 3 ...

    Man macht es gern, weil man seinen Job gern macht und weil es halt dazu gehört. Wie gesagt - ich habe nicht wirklich Grund zum Meckern.

    Andererseits kann ich aber Kolleginnen und Kollegen verstehen, die grummelig oder säuerlich sind, wenn sie einen Rektor / eine Rektorin haben - gleich, welche Schulform - gleich, welches Bundesland - der / die selbst bei 3 oder 4 Stunde (pro Woche !) Probleme hat, diese regelmäßig zu geben.

    Das weckt streckenweise Unmut im Team.

    Das hat m. E. nichts mit Feindbild zu tun, sondern schlicht mit Fairness und mit kollegialem Miteinander. Wie gesagt - der / die Chef / in hat permanent den Kopf voll und eine immense Verantwortung - keine Frage, das zweifelt niemand an.

    Es geht hier nicht darum, dass er / sie "nur" 5 Stunden wöchentlich gibt / geben muss ... Es geht darum, dass nicht mal diese 5 Stunden sicher gehalten werden können und sehr oft irgendwas dazwischen kommt, was eine Vertretung erfordert. Wozu also Doppelbesetzung ? Wenn ich (Beispiel) mit meinem Rektor (z. B. 5 Stunden wöchentlich) doppelt gesteckt bin und ich muss wegen seiner Termine / Verpflichtungen mindestens 3 davon sowieso allein machen - dann kann ich auch alle 5 machen ! Unter´m Strich sieht es nur sehr gut und gewissenhaft aus, wenn der Dienstaufsicht gemeldet wird, dass der Rektor wöchentlich 5 oder 6 oder ... Stunden gibt. Dass davon ein Drittel regelmäßig vertreten werden muss oder gar ausfällt, erfährt die Dienstaufsicht natürlich nicht.

    Es kann nämlich nicht sein, was nicht sein darf ...

  • McGonagall Ich habe absolutes Verständnis dafür, wenn sich in meinem Kollegium mal jemand über mein Verhalten aufregt. Die kennen mich. Und ich kenne sie. Aufregen, wegatmen - und wenn das nicht geht, ins Gespräch kommen und das Problem lösen.
    Mich ärgert es viel mehr, wenn im Forum pauschal gewettert wird, wenn alle Schulleitungen über einen Kamm geschert werden, wenn „dramatisiert“ wird - und wenn ich pauschal abgeurteilt werde von Menschen, die mich nicht kennen, die aber zu wissen scheinen, wie ich meinen Job ausübe.


    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Dich hier jemand verurteilen will. Du möchtest von den Kolleginnen und Kollegen verstanden werden - völlig nachvollziehbar ! Aber die Kolleginnen und Kollegen wollen das ja auch ...

    Den Lösungsweg gibst Du ja selbst vor : Im Zweifel einfach im Büro an einen Tisch, sich miteinander aussprechen und miteinander ein Lösung finden. Wenn es tatsächlich so läuft, ist schon viel gewonnen ...

  • Und wenn bei mir der Schulrat sich zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Besuch ankündigt, kann ich nicht sagen: „Geht es auch eine Stunde später, ich habe noch Unterricht!“ und wenn eine Schulleiter-Dienstversammlung ansteht mit 45 min Fahrzeit um 13.30 Uhr kann ich nicht sagen: „Ich komme ca 30 min später, ich habe noch bis 13.00 Uhr Unterricht!“. Das sind nur mal Beispiele. Ich wehre mich gegen diese Pauschalisierungen. Das hilft niemandem weiter. Schon gar nicht in einem Forum, in dem man die tatsächlichen Umstände nicht kennt.

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