Gängelungen durch die Schulleitung

  • Hast du da gerade implizieren wollen, dass man sich krank melden soll, obwohl man nicht krank ist?

    Nein. Ich merke schon, ich hab mich unpräzise ausgedrückt.

    Ich störe mich an Kollegen, die nicht kommen, "weil sie irgendwie nicht so gut geschlafen haben", insbesondere dann, wenn ich nen Einlauf bekomme, weil ich aus welchen Gründen auch immer, mal kurz vor knapp die Treppe hoch stürme.

    Und was zeitliche Unorganisiertheit mit duschen zu tun hat, musst du mir erklären. Ich kenne es eher so, dass die auf die letzte Sekunde kommen, die auch wenig Zeit auf ihre Kleidung legen. Bleib locker ist ihre Lebensweise, natürlich auf Kosten von anderen.

    Okay, gern, ich bin da von mir ausgegangen: Angenommen ich verschlafe morgens (was noch nie vorgekommen ist) und wache so auf, dass ich noch 3 Minuten + Fahrzeit habe, um vor dem Gong zu erscheinen. Ich würde eher in der Schule anrufen und sagen, dass ich verschlafen habe und viel zu spät komme, als ungeduscht und ohne geputzte Zähne zur Arbeit zu fahren um irgendwie noch pünktlich zu kommen. Ich habe aber Kolleg*Innen, die zwar so pünktlich sind, dass sie easy noch hätten ein Bad nehmen können, dies aber offensichtlich viel zu selten tun.

    Du gehörst also zu den Kollegen, die Mehrarbeit für ihre Kollegen bedeuten (zusätzliche Aufsicht), damit sie ausgiebig duschen können und sich dann aufregen, dass die sich beschweren? Mehrmals im Jahr verzetteln bedeutet konkret wie viel Mehrarbeit für die Kollegen?

    Aber du schreibst ja schön, warum du nicht mehr auf Pünktlichkeit achtest. Du hast gesehen, dass nichts passiert. Deswegen ist es wichtig, dass die SL reagiert.

    Durchaus nicht. Wirklich nach dem Gong angekommen bin ich weniger als einmal pro Jahr. Und 20 Minuten geplanter Zeitpuffer bei 30 Minuten Fahrzeit ist für mich auch nicht "nicht mehr auch Pünktlichkeit achten". Übertrieben frühes Erscheinen bringt bei uns nur einfach nichts.

    Wie schon gesagt, ich hab mich unklar ausgedrückt. Mich stört eher eine völlige laissez-faire Einstellung der Schulleitung, und ich finde häufiges Zuspätkommen muss kritisch angesprochen werden.
    Ich find es jedoch absolut albern, wenn eine SL sonst auf alle Regeln pfeifft und den Hängern alles durchgehen lässt, bei mir aber ein Fass aufmacht, weil ich einmal kurz vor Gong in die Schule stürme. Vielleicht kommt sie ja aus Sachsen-Anhalt, dem Land der Frühaufsteher? ^^ Es muss irgendwie ein klares Bild ergeben, das Verhalten der SL muss konsistent sein. Dazu gehört für mich, dass alle Bereiche der Arbeitsweise des Personals ähnlich kontrolliert und kritisiert werden und dass es auch im Laufe der Zeit keine Unterschiede gibt.

  • die auch im Unterricht durch Lockerheit und Smalltalk auffallen.

    ... und das ist natürlich durch Gebot vom Sinai herab verboten und gar fürchterlich-schrecklich weil?

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

  • ... und das ist natürlich durch Gebot vom Sinai herab verboten und gar fürchterlich-schrecklich weil?

    Dir wird sicher aus dem Kontext heraus bewusst sein, dass Kris24 damit nicht auf die Ablehnung von Kollegen zielt, die nicht nur "einen Stock im Arsch" haben, sondern dass damit Personen gemeint sind, die alles an Schule ziemlich lax sehen und bei denen der Anteil effektiver Lernzeit im Unterricht erheblich reduziert ist. Warum das nicht so sinnvoll ist, sollte sich dir als Lehrkraft leicht erschließen.

  • Disziplin ist nicht alles, aber ohne Disziplin ist alles nichts!8)

  • Dir wird sicher aus dem Kontext heraus bewusst sein, dass Kris24 damit nicht auf die Ablehnung von Kollegen zielt, die nicht nur "einen Stock im Arsch" haben, sondern dass damit Personen gemeint sind, die alles an Schule ziemlich lax sehen und bei denen der Anteil effektiver Lernzeit im Unterricht erheblich reduziert ist. Warum das nicht so sinnvoll ist, sollte sich dir als Lehrkraft leicht erschließen.

    Ich sehe keinen Anlass, dass so 'gutwillig' zu interpretieren. Wenn Dgl. gemeint ist, soll man das auch so schreiben (wobei das schon viel Mutmaßung und Unterstellung ggü. den Kollegen ist), statt "eine[m] Stock im Arsch" das Wort zu schreiben.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

  • Ich sehe keinen Anlass, dass so 'gutwillig' zu interpretieren. Wenn Dgl. gemeint ist, soll man das auch so schreiben (wobei das schon viel Mutmaßung und Unterstellung ggü. den Kollegen ist), statt "eine[m] Stock im Arsch" das Wort zu schreiben.

    Wie gesagt: es hilft, Aussagen im Kontext zu lesen und nicht willkürlich aus diesem herauszulösen. Dann macht zwar eine provozierte Diskussion nur halb so viel Spaß, aber es ist zumindest seriöser.

  • Wie gesagt

    "Ich sehe keinen Anlass" = Kontext beachtet, keine Sorge.

    "Ich mag Kuchen!" (Johnny Bravo)

    Die Bildungsmisere (eine Anekdote)

    Der Vorwurf: "lächerliche Fremdwortdichte"

    Der Fakt: Ein Kommentar von 80 Wörtern beinhaltete das Wortpaar "quantifizierend exemplifizieren" - 2,5 %, indeed "lächerlic[h]" :zahnluecke:

    Einmal editiert, zuletzt von PaPo (26. Februar 2026 09:01)

  • Ich finde es faszinierend, wie viele Beispiele hier angeführt werden, um wahlweise die eine oder die andere Linie zu untermauern.

    Letztlich geht es doch um Schulleitungsverhalten, die Frage der Notwendigkeit sowie die Wahrnehmung desselben.

    Die KollegInnenfraktion, die schlunzig ist, wird sich durch den Hinweis auf mehr Pünktlichkeit etc. gegängelt fühlen und möglicherweise renitentes Verhalten zeigen. Die Fraktion, die pünktlich ist, wird ein solches Schulleitungsverhalten wahrscheinlich begrüßen.

    Zuspätkommen wegen Stau, Müllwagen etc. erlebe ich hier sehr, sehr selten. Die systemisch bedingte Unpünktlichkeit aufgrund von Laufwegen, Gesprächen auf dem Gang etc. ist um ein Vielfaches größer. Ersteres kann man in den Griff bekommen und liegt in der Verantwortung der KollegInnen - da würde ich auch früher oder später Gespräche führen. Bei den systemisch bedingten Gründen sehe ich wenig Sinn darin, hier die KollegInnen zu ermahnen, obwohl hier tagtäglich unzählige Minuten an Unterrichtszeit verloren gehen.

    Pünktlichkeit ist aus den genannten Gründen erstrebenswert und notwendig - und Lehrkräfte sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Überspitzt formuliert wird dies aber nicht über Wohl und Wehe des Abendlandes entscheiden.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

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