Seph: Klagen gegen Verwaltungsakte sind die letzten Jahre gestiegen - nicht nur im Bereich Schule, aber Klagen in diesem Bereich kommen natürlich zu der gerichtlichen Belastung hinzu. Die Bearbeitung von Klagen an Verwaltungsgerichten dauert derzeit gerne (deutlich) über ein Jahr - deutlich zu lang. Ein halbes Jahr sollte meiner Meinung nach das absolute Maximum sein - und da müssen wir hin. Aktuell, da hast du Recht, sind Kosten ein Hemmnis zur Einreichung einer Klage. Kann man durchaus kritisch sehen. Und ja, Widerspruchsverfahren sind ein erster Schritt zur Entlastung, aber aktuell bringen sie zur Reduktion der gerichtlichen Belastung noch deutlich zu wenig.
Zeugniswiderspruch bei fachfremd erteiltem Unterricht
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Für den Lehrer sind es ca 10-12 Stunden Arbeit.
Ich hatte zwei Widersprüche, beide Male kau Arbeit.
Der wird ja zunächst in einer Klassenkonferenz behandelt, die dem stattgibt oder begründet nicht.
Dann ginge es vielleicht auf die nächste Ebene, aber das ist mir noch nie passiert. Vorher würde ich mir die Arbeit im Detail gar nicht machen. Ich bin mir sicher in meiner Notengebung, daher lasse ich mich durch so etwas auch nicht verunsichern.Erster Widerspruch war im Ref, Schüler hatte auf dem HJ Zeugnis ne 2 und dann am Ende ne 4. Konnte das gut begründen und es bleib bei der 4.
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Ich hatte zwei Widersprüche, beide Male kaum Arbeit.
Kommt ja drauf an wie weit der Widerspruch getrieben wird. Bleibt es in der Schule, geht es zur Schulaufsicht oder kommt es zur Klage. Daraus ergibt sich mehr oder weniger Aufwand. Vorauseilend würde ich aber auch niemals irgendwas machen bei solchen Dingen. Das ist wirklich Zeitverschwendung. Zur Klage kommt es in den meisten Fällen überhaupt nicht, weil die Noten überhaupt nicht so wichtig sind.
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Bei uns (BK NRW) geht der Widerspruch erstmal an den Lehrer. Wenn der dem Widerspruch nicht startgibt geht es mit den genannten Unterlagen über die Schulleitung zur BR. Da Note habe ich dem Schüler ja schon vor dem Widerspruch begründet. Also hat man sehr schnell die Arbeit mit den Unterlagen. Aber wenn man alle Klausuren, Musterlösungen und auch die Notenberechnung digital hat und dazu noch ein digitales Klassenbuch und den digitalen didaktischen Wizard, muss man nur alles ausdrucken, sortieren und die Stellungnahme verfassen. Trotzdem prüft man nochmal alles. Dabei achtet die BR ausschließlich auf Verfahrensfehler und prüft nicht die Arbeitrn nicht inhaltlich.
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Ein Widerspruch ist i.d.R. konkret zu begründen und kann ansonsten einfach als "unbegründet" zurückgewiesen werden. Dafür muss der beschriebene Aufwand überhaupt noch nicht gemacht werden. Wenn eure SL wirklich einen solchen Aufwand bereits bei unbegründetem Widerspruch einfordert, liegt das Problem und der Gesprächsbedarf wohl eher dort.
Die Bezirksregierung fordert die entsprechenden Unterlagen von der Schule. Ich vermute mal, hierfür müsste die SL mit der Bezirksregierung in Kontakt treten und dies durchsetzen. Der Widerspruch wird schlussendlich nicht an der Schule bearbeitet.
Etwas häufiger kommen Widerspruchsverfahren vor, die in unserem Bereich gerade die gewünschte "Vorverlagerung" der Prüfung von Erfolgsaussichten darstellen können. Reine Beschwerdeverfahren hingegen sind noch am häufigsten und gleichzeitig am einfachsten zu bearbeiten. Dafür reicht eine nette Antwortmail i.d.R. aus.
Auch diese laufen schlussendlich über die Bezirksregierung, wenn es um Noten geht. Die SL kann die Beschwerde meines Wissens nicht eigenständig bearbeiten.
So kenne ich es zumindest von NRW.
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Kommt ja drauf an wie weit der Widerspruch getrieben wird. Bleibt es in der Schule, geht es zur Schulaufsicht oder kommt es zur Klage. Daraus ergibt sich mehr oder weniger Aufwand. Vorauseilend würde ich aber auch niemals irgendwas machen bei solchen Dingen. Das ist wirklich Zeitverschwendung. Zur Klage kommt es in den meisten Fällen überhaupt nicht, weil die Noten überhaupt nicht so wichtig sind.
Leider möchte die Bezirksregierung in NRW für die Bearbeitung des Widerspruchs all die Unterlagen, die hier genannt wurden, wenn an der Schule keine Abhilfe geschaffen und die Note geändert wird. Es ist insg. sehr aufwendig.
Andernfalls hat die SL nur die Option, die Eltern/den Schüler davon zu überzeugen, den Widerspruch zurückzuziehen.
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Hier ein Überblick der Anforderungen für die Unterlagen von der Bezirksregierung Münster:
https://www.bezreg-muenster.de/system/files/m…-unterlagen.pdf
https://www.bezreg-muenster.de/system/files/m…fachlehrers.pdf
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Ja, gibt es auch. Ich habe noch 2 Z-Kurse gemacht.
In der Grundschule hat uns damals meine Erdkundelehrerin erzählt, wie sie damals nach dem Krieg eingestellt worden ist. Sie hatte gerade das Abi gemacht und musste zur Prüfung a) Ein Gedicht aufsagen , b) ein Lied singen und c) ein Instrument vorspielen. Damit wurde sie dann als Grundschullehrerin eingestellt.
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...b) ein Lied singen und c) ein Instrument vorspielen...
Daran wäre ich schon gescheitert.

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In der Grundschule hat uns damals meine Erdkundelehrerin erzählt
Du hattest in der Grundschule Erdkunde?
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auch die Notenberechnung
Ich dachte, nur in Bayern würden Noten berechnet?
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Richtig.
Natürlich wird die Endnote nie berechnet sondern pädagogisch abgewogen.
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Du hattest in der Grundschule Erdkunde?
Ich schon / auch

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Wenn ein Lehrer sehr viele verschiedene Fächer unterrichtet, können sich die SuS schon denken, dass er die nicht alle studiert hat. Zumal viele SuS auch wissen, dass man i.d.R. zwei Unterrichtsfächer studiert.
Ja, aber "denken" ist nicht wissen und falls es tatsächlich so sein sollte, dass man als Lehrkraft an einer Schule (die möglicherweise sogar gegen den Willen etwas fachfremd unterrichten muss) eher Gefahr läuft, dass Schüler Widersprüche gegen Zeugnisnoten einlegen, dann sollte man es vielleicht ändern, dass die Fächerkombination der Lehrer transparent auf der Homepage stehen. Man muss sich ja nicht absichtlich angreifbar machen.
Genauso gut könnte auf der Homepage stehen, welche Fächer die Lehrkraft aktuell unterrichtet oder eben nur der Name.
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Ja, aber "denken" ist nicht wissen und falls es tatsächlich so sein sollte, dass man als Lehrkraft an einer Schule (die möglicherweise sogar gegen den Willen etwas fachfremd unterrichten muss) eher Gefahr läuft, dass Schüler Widersprüche gegen Zeugnisnoten einlegen, dann sollte man es vielleicht ändern, dass die Fächerkombination der Lehrer transparent auf der Homepage stehen. Man muss sich ja nicht absichtlich angreifbar machen.
Genauso gut könnte auf der Homepage stehen, welche Fächer die Lehrkraft aktuell unterrichtet oder eben nur der Name.
So kenne ich es auch oft
Zumindest habe ich Schwierigkeiten, mir vorzustellen, dass ein so großer Teil einiger Kollegien drei oder mehr Fächer studiert hat. (Also überproportional viel). -
Ja, aber "denken" ist nicht wissen und falls es tatsächlich so sein sollte, dass man als Lehrkraft an einer Schule (die möglicherweise sogar gegen den Willen etwas fachfremd unterrichten muss) eher Gefahr läuft, dass Schüler Widersprüche gegen Zeugnisnoten einlegen, dann sollte man es vielleicht ändern, dass die Fächerkombination der Lehrer transparent auf der Homepage stehen. Man muss sich ja nicht absichtlich angreifbar machen.
Genauso gut könnte auf der Homepage stehen, welche Fächer die Lehrkraft aktuell unterrichtet oder eben nur der Name.
Ich finde sogar, dass es gar nicht nötig ist, dass die Lehrkräfte auf der Homepage stehen.
Bei uns stehen nur die Schulleitung und bestimmte Ansprechpartner z.B. Beratungslehrer namentlich auf der Homepage .
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Du hattest in der Grundschule Erdkunde?
Bei mir hieß das damals "Heimatkunde" und beschränkte sich in der Grundschule auf NRW und ein bisschen Deutschland drumherum. Erdkunde gab es erst in der 5. Klasse.
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Du hattest in der Grundschule Erdkunde?
hmmm... Ich glaube auf dem Zeugnis hieß es damals "Sachkunde", im Grunde haben wir da aber 'nur' "Erdkunde" gemacht (sage ich jetzt mal so als Fachfremder. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass wir z.B. die Stadteile besprochen haben, die nähere Umgebung, die Flüsse in NRW, die Geschichte der Stadt (Das ist ja schnell Fächerübergreifen. In Physik wundern sich meine Schüler auch öfters, dass das Auge nicht nur in Bio vorkommt oder der Atomaufbeu nicht nur in Chemie. Technik hat auch mehrere Bereiche 1:1 aus dem Physikkernlehrplan.)
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Aus dem Sachkundeunterricht weiß ich noch, dass wir relativ viel Physik gemacht haben (Stromkreise, Anomalie des Wassers) und im heimatkundlichen Bereich dann die Industrien des Ruhrgebiets (darunter auch Brandt-Zwieback aus Hagen) und die Talsperren des Sauer- und Siegerlandes. Viele FWU-Filme, 16 mm, schwarzweiß.
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