Projektgelder privat vorschießen

  • Was meinst du mit vollständig? Personalführende Dienststelle ist das zuständige Schulamt. Die Weisungsbefugnis liegt natürlich bei der Schulleitung.

    Bei euch ist die personalführende Dienststelle für die Sekretärinnen das zuständige Schulamt? Bei uns ist das die Gemeinde, die Schulleitung kann daher nicht einfach bisherige Lehrertätigkeiten in die Verwaltung bzw. das Sekretariat verlagern.

    LG DFU

  • Bei euch ist die personalführende Dienststelle für die Sekretärinnen das zuständige Schulamt? Bei uns ist das die Gemeinde, die Schulleitung kann daher nicht einfach bisherige Lehrertätigkeiten in die Verwaltung bzw. das Sekretariat verlagern.

    Bei Landesbediensteten schon. Bei Angestellten des kommunalen Schulträgers, ist natürlich dieser personalführend. Was genau meinst du mit Lehrertätigkeiten?

    Entropy is a bitch, embrace her.

  • Was für eine Ausbildung hätten denn "echte ausgebildete Sekretärinnen" absolviert?

    Am besten Verwaltungsfachangestellte. Meistens sind es Kaufleute oder irgendwas Büronahes.

    Entropy is a bitch, embrace her.

  • Meine Mutter war ausgebildete "Steno-Daktylographe", konnte also schnell schreiben, schnell tippen und eine Notizenart, die wortwörtlich alles notieren konnte.
    Nach dem Jobverlust Anfang der 80er hat sie allerdings nie wieder was gefunden. Sie konnte keinen Computer bedienen (und ist generell ein anstrengender Mensch, wog also vielleicht bei der Jobfindung-Erfolgslosigkeit auch...

  • Bei Landesbediensteten schon. Bei Angestellten des kommunalen Schulträgers, ist natürlich dieser personalführend. Was genau meinst du mit Lehrertätigkeiten?

    Das habe ich tatsächlich nicht genau ausgeführt. So wie ich es verstanden habe, wurde oben irgendwo geschrieben, dass die Schulleitung dem Sekretariat Aufgaben anweisen kann, um Lehrer zu entlasten. Ich wollte nur anzweifeln, dass sie da komplett frei ist. Wie Zauberwald geschrieben hat, können die Aufgabenbereiche des Sekretariats nicht beliebig durch die Schulleitung verändert werden.

    Bei uns sind die Sekretärinnen keine Landesangestellten.

    LG DFU

  • können die Aufgabenbereiche des Sekretariats nicht beliebig durch die Schulleitung verändert werden.

    Da kommt es darauf an, wie genau das ausformuliert ist. In dieser Stellenbeschreibung heißt es z.B. "Übernahme klassischer Sekretariats- und Verwaltungsaufgaben". Das ist entsprechend weit gefasst und da als Voraussetzung eine abgeschlossene kaufmännische oder verwaltungsbezogene Ausgebildung gefordert ist, kann man davon ausgehen, dass die Sekretariatsfachkraft qualifiziert ist und dazu angewiesen werden kann, alle kaufmännischen oder organisatorischen Aufgaben, die in Schulen anfallen, durchzuführen. Damit wird auch deutlich, welche Aufgaben nicht von Sekretariatsfachkräften zu erledigen sind, nämlich pädagogische, handwerkliche oder leitungsbezogene Aufgaben.

  • Nur, weil man ALLE Aufgaben machen kann/darf, heißt es nicht, dass sie ALLE im Zeitkontingent, das der Arbeitgeber bezahlt, passen bzw. dass dieser es zulässt.
    Ich vergleiche es mit unserer Schulsozialarbeiterin, sie muss nicht jeden Quatsch machen, den sich die Schule für sie ausdenken dürfte. Sie hat einen prioritären Auftrag, egal, ob sie für die anderen Aufgaben nicht nur qualifiziert ist, sondern auch die ideale Besetzung ist.

  • Obgleich ich diese Argumentation verstehe, kommt sie wiederum, wenn es um die Aufgaben von Lehrkräften geht, in der Regel so gar nicht, überhaupt nicht, zum Tragen. Ich erinnere mich daran, dass jemand, ich meine es war Kris24, beschrieb, dass an ihrer Schule Lehrkräfte im Notfall sogar handwerkliche Aufgaben ausüben würden. Und wenn man bedenkt, dass Lehrkräfte die teuerste Personalkostenstelle im Schulkosmos sind, ist es fragwürdig, dass bei allen anderen Beschäftigten so genau hingeschaut wird, dass sie bloß innerhalb ihres vorgesehen Zeitrahmens und der Aufgabenbereiche ihres Arbeitsvertrags bleiben, Lehrkräften wiederum gefühlt alles, was irgendwie mit Schule zu tun hat, zugetraut wird - im Zweifelsfall sei immer Zeit dafür vorhanden und man müsse eben effizienter den Unterricht vorbereiten. Deswegen verstehe ich auch, dass im Forum immer mal wieder die Zeiterhebung für Lehrkräfte diskutiert wird.

  • Es ist auch fragwürdig, Entlastung dadurch zu generieren, dass andere Mehrarbeit leisten sollen. Das Schulsekretariat macht doch sowieso schon häufig Dinge, die nicht zum klassischen Aufgabenbereich gehören dürften (von Kühlpack-Ausgabe über Betüddeln von kranken Schülern bis zur Abholung bis hin zu nerviger Elternkommunikation).

    Das sind alles Aufgaben für Schulverwaltungsassistenten.

  • "Kühlpack-Ausgabe" und "nervige Elternkommunikation" sind durchaus Aufgaben, die in den organisatorischen Teil einer Sekretariatsfachkraft fallen können. In der oben verlinkten Stellenanzeige steht explizit drin "zentrale Ansprechperson für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern". Es sollen nur eben keine pädagogischen, medizinischen, handwerklichen Aufgaben sein. Beim "Betüddeln von kranken Schülern bis zur Abholung" stimme ich dir folglich zu. Wo ziehst du konkret die Grenze zwischen Sekretariatsfachkraft und Schulverwaltungsassistenz? In meinen Augen sind die Tätigkeiten nicht eindeutig trennscharf und gehen ineinander über.

  • Obgleich ich diese Argumentation verstehe, kommt sie wiederum, wenn es um die Aufgaben von Lehrkräften geht, in der Regel so gar nicht, überhaupt nicht, zum Tragen. Ich erinnere mich daran, dass jemand, ich meine es war Kris24, beschrieb, dass an ihrer Schule Lehrkräfte im Notfall sogar handwerkliche Aufgaben ausüben würden. Und wenn man bedenkt, dass Lehrkräfte die teuerste Personalkostenstelle im Schulkosmos sind, ist es fragwürdig, dass bei allen anderen Beschäftigten so genau hingeschaut wird, dass sie bloß innerhalb ihres vorgesehen Zeitrahmens und der Aufgabenbereiche ihres Arbeitsvertrags bleiben, Lehrkräften wiederum gefühlt alles, was irgendwie mit Schule zu tun hat, zugetraut wird - im Zweifelsfall sei immer Zeit dafür vorhanden und man müsse eben effizienter den Unterricht vorbereiten. Deswegen verstehe ich auch, dass im Forum immer mal wieder die Zeiterhebung für Lehrkräfte diskutiert wird.

    Nur weil viele Kollegen alles mit sich machen lassen, müssen sie nicht alles machen.

  • "Kühlpack-Ausgabe" und "nervige Elternkommunikation" sind durchaus Aufgaben, die in den organisatorischen Teil einer Sekretariatsfachkraft fallen können. In der oben verlinkten Stellenanzeige steht explizit drin "zentrale Ansprechperson für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern". Es sollen nur eben keine pädagogischen, medizinischen, handwerklichen Aufgaben sein. Beim "Betüddeln von kranken Schülern bis zur Abholung" stimme ich dir folglich zu. Wo ziehst du konkret die Grenze zwischen Sekretariatsfachkraft und Schulverwaltungsassistenz? In meinen Augen sind die Tätigkeiten nicht eindeutig trennscharf und gehen ineinander über.

    Ich kenne die Aufgabenbeschreibungen nicht, vom Gefühl her würde ich aber sagen, das Sekretariat wuppt das Tagesgeschäft und die Verwaltungsassistenten die "Extras", zu denen ich auch ggf. Materialbeschaffung zählen würde. Bei uns haben die Verwaltungsassistenten sowas wie Abrechnung von Mehrarbeit, Verwaltung der ausleihbaren iPad-Klassensätze, Protokollschreiben bei Konferenzen, Begleitung der Orga von Schulfahrten, Einladung zu Teilkonferenzen, Unterstützung bei Versäumnisanzeigen usw. gemacht.

  • . Ich erinnere mich daran, dass jemand, ich meine es war Kris24, beschrieb, dass an ihrer Schule Lehrkräfte im Notfall sogar handwerkliche Aufgaben ausüben würden

    Ich schrieb, ich habe einmal drei Stunden den Pinsel geschwungen, um unseren neuen Lehrerruheraum neue Farbe zu gönnen. Ich freue mich fast täglich daran, wenn ich meine Hohlstunden oder Mittagspause zum ausruhen verwende. Wir haben mehrere Liegen und ein Schlafsofa und der Brandschutz hat es abgenommen.

    Ich übe sicher keine handwerklichen Aufgaben aus, wenn ich nicht persönlich davon profitiere oder jemand anderes dafür verantwortlich ist. Für extra organisierte Ruheräume nur für Lehrer lässt die Stadt keinen Maler kommen. Der wäre erst dran, wenn dieses Stockwerk dran ist und so lange wollten wir nicht warten. Aktion hat übrigens auch Spaß gemacht.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • wenn man bedenkt, dass Lehrkräfte die teuerste Personalkostenstelle im Schulkosmos sind [...] Lehrkräften wiederum gefühlt alles, was irgendwie mit Schule zu tun hat, zugetraut wird

    Hier gab's mal eine Lehrkraft, die nach krankheitsbedingter Abwesenheit in der Wiedereingliederung rund zwei Monate lang ihre reduzierten Deputatsstunden im Sekretariat abgeleistet hat. Die hat dann mit A14 Kühlpacks ausgegeben und Briefe eingetütet...

    Bei uns haben die Verwaltungsassistenten sowas wie Abrechnung von Mehrarbeit, Verwaltung der ausleihbaren iPad-Klassensätze, Protokollschreiben bei Konferenzen, Begleitung der Orga von Schulfahrten, Einladung zu Teilkonferenzen, Unterstützung bei Versäumnisanzeigen usw. gemacht.

    Mehrarbeitsabrechnung macht bei uns das Vertretungsplanteam (A14/A15), iPad-Verwaltung der Digi-Beauftragte (A15), Protokollschreiben die Lehrkräfte reihum, Schulfahrt-Orga die fahrenden Lehrkräfte, Konferenzeinladung und Versäumnisanzeigen die Stufenleitung und/oder stv. SL.

  • Vielleicht konnte Vertretung bei uns deswegen problemlos monatlich abgerechnet und ausgezahlt werden 😊 Ist ja schon was anderes, als wenn jemand das irgendwie nebenbei mitmachen muss.

  • Tingelteacher : Da könnte man aber sicherlich auch mal hinterfragen, warum teure A14/A15-Kräfte für solche organisatorischen Aufgaben genutzt werden. Lehrkräfte könnten sich so viel produktiver um ihr eigentliches Kerngeschäft kümmern, wenn diese Aufgaben bei den Fachkräften landen würden, die hierfür die nötige Qualifikation haben.

  • Mehrarbeitabrechnung macht bei uns jeder für sich, konkret, ich trage die MAU- Stunden in ein Formular ein, gebe es der SL, sie unterschreibt und es geht zur Post. Das dauert nicht lange.

    Monatliche Auszahlung gibt es hier nicht, weil Minusstunden bis zum Ende des Schuljahres gegen gerechnet werden. Man gibt also das Blatt bzw. höchstens 4 Blätter mit je 3 Monaten am Ende des Schuljahres ab.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Bei uns haben die Verwaltungsassistenten sowas wie Abrechnung von Mehrarbeit, Verwaltung der ausleihbaren iPad-Klassensätze, Protokollschreiben bei Konferenzen, Begleitung der Orga von Schulfahrten, Einladung zu Teilkonferenzen, Unterstützung bei Versäumnisanzeigen usw. gemacht.

    Traumhaft

    Mehrarbeitsabrechnung macht bei uns das Vertretungsplanteam (A14/A15), iPad-Verwaltung der Digi-Beauftragte (A15), Protokollschreiben die Lehrkräfte reihum, Schulfahrt-Orga die fahrenden Lehrkräfte, Konferenzeinladung und Versäumnisanzeigen die Stufenleitung und/oder stv. SL.

    Ist bei uns ähnlich, Mehrarbeit der Vertretungsplaner, der das aber von der Schulleitung abzeichnen lassen muss (und das geht erst nach einem Jahr!), IPads ich (sprich der ITB, A13 und Ermäßigungsstunden dafür), Protokolle schreiben die Fachlehrkräfte abwechselnd, Schulfahrt-Orga auch die fahrenden Lehrkräfte, Konferenzeinladungen der Leiter der Konferenz, Versäumnisanzeigen jeder Klassenlehrer selber mit Freigabe durch die Schulleitung.

Werbung