Woran man ein gutes Kollegium erkennt

  • Ich habe an einer Schule, an die ich abgeordnet bin viel Schikanen erlebt und bin mir mittlerweile sicher, dass man ein soziales Kollegium und eine sozial gut funktionierende Schule an verschiedenen Faktoren erkennt.


    Bei besagter Schule ist mir folgendes aufgefallen: Es gibt nur alte Kollegen. Referendare sind nicht geblieben. Ich war fast die einzige junge Frau meines Alters. Bei einer gut funktionierenden Schule müssten die Referendare doch bleiben, oder?

    Gruppenbildung und Spaltung: Es gibt keine gemeinsame Weihnachtsfeier und jeder arbeitet vor sich hin. Viele Grüppchen und kleinen Gemeinschaften, in denen jeder den anderen schlecht machte. Wenn man bei Gruppe A zum Kaffeeklatsch geht, ist man bei Gruppe B verbrannt.

    Kein Zusammenhalt: Gefühlt jeder ist dem anderen sein Todsfeind.

    Viele sprachen sich auch nachdem sie 20 Jahre zusammenarbeiteten noch mit Sie an. Das fand ich schon am Anfang seltsam.

    Das Klima ist generell schlecht.

    Was denkt ihr? Wie sieht es bei euch im Kollegium aus und glaubt ihr auch, man kann ein gutes Kollegium relativ zeitnahe erkennen?

  • Ja. Wenn bei der ersten Besichtigung vor oder während oder nach dem Erstgespräch an vielen Stellen lachende Kollegen angetroffen werden.

  • Solange man miteinander arbeiten kann, ist es doch in Ordnung. Wir sind ca. 40 Leute, da bist du nicht mit allen dicke. Zwei Kolleginnen mag ich z. B. gar nicht (eine Lästerschwester und eine mit Powertrip), aber mit denen habe ich bewusst wenig zu tun. In meinen studierten Fächern wird bei uns sowieso kein Material getauscht, das ist wirklich ein nebeneinander arbeiten. Mit den Kollegen, die wie ich fachfremd unterrichten, tausche ich schon mal Sachen.

    Dass Refis an der Schule bleiben habe ich selbst noch nie erlebt, und nur von zwei Kollegen mal erzählt bekommen. Die hatten an den Schulen sogar schon Abi gemacht. Mit einer ehemaligen Referendarin habe ich länger über ihre Zeit bei uns gesprochen und die hat das natürlich weniger entspannt wahrgenommen.

    Ja. Wenn bei der ersten Besichtigung vor oder während oder nach dem Erstgespräch an vielen Stellen lachende Kollegen angetroffen werden.

    Allgemeine Stimmung im Lehrerzimmer auch, überhaupt dass da in der Pause Leute sitzen.

  • Wir haben momentan ca. 12 ehemalige Refis im Kollegium.

    wobei das Kriterium wohl nicht aussagekräftig ist.
    Es gibt Schulen, die so selten ausschreiben dürfen (weil sie durch Versetzungen voll sind...), dann werden sie wohl kaum den 10. Kollegen mit Geschichte einstellen, falls sie ausschreiben dürfen.

  • Die TE erinnert doch stark an zwei oder drei andere mittlerweile nicht mehr hier schreibende Userinnen.

    Kernpunkt ist immer, dass sie schikaniert, gemobbt oder anderswie drangsaliert wird, die Welt nicht versteht und uns fragt, was man dagegen tun kann. Dann werden die Antworten bewertet und festgestellt, dass wir im Wesentlichen zu kritisch rückfragen und der Großteil unserer Antworten sowieso nicht hilfreich ist.

    Warum tun wir uns das an?

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Bei einer gut funktionierenden Schule müssten die Referendare doch bleiben, oder?

    Es liegt nicht in der Entscheidungsbefugnis der Referendare, an welcher Schule sie nach dem Referendariat unterrichten. Das ist das Los des Beamtentums. Man wird dorthin geschickt, wo man (aus Sicht der Schulbehörde) dringend benötigt wird.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Warum tun wir uns das an?

    Prokrastination.

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  • Bei uns bleiben Referendarinnen nie, weil keine Stelle frei ist. Unser Kollegium ist doch deshalb nicht schlecht.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Bei uns bleiben Referendarinnen nie, weil keine Stelle frei ist. Unser Kollegium ist doch deshalb nicht schlecht.

    Eben. Unsere Referendare würden gerne bleiben und an 2 aktuellen hätte auch die Schule großes Interesse, keine Chance. Wir erhalten Versetzungen, die aus familiären Gründen unbedingt hierher müssen und das ist seit über 15 Jahren so.

    Ich halte mich bei dieser TE auch zurück, ich wundere mich zusätzlich zu dem bereits geschriebenen über soviel Unwissen. Freie Stellen für Referendare und Junglehrer ist eher ein schlechtes Zeichen. Gute Schulen halten ihr Kollegium zusammen.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

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