Ehrliche Erfahrungsberichte aus dem Referendariat

  • 2) Thema Geld: Wurde von der Schule erwartet, dass ihr viel für Unterrichtsmaterialen, Ausflüge u. Ä. aus eigener Tasche zahlt? Lohnt sich der Kauf eines Druckers?

    Drucker? Brauchste nicht. An den Schulen ist heutzutage alles digital und papierlos. Okay, Ernst bei Seite, du sprichst eine wichtige Frage an, die du dir im weiteren Berufsleben womöglich noch öfter stellen wirst.

    Generell halte ich nichts davon, Geld zur Arbeit mitzubringen und zu versuchen, mangelnde Ressourcen zu substituieren. Merke: im Schulsystem ist kein Dank zu erwarten.

    Es geht aber um deine Ausbildung, deine Noten, deinen Abschluss. Der darf einer etwas Wert sein.

    Schau erstmal nach, was es an der Schule gibt, frage rum. Nach dem Kopierer, den Computern, den Druckern, der bunten Kreide, den Büchern. Wenn dir dann etwas fehlt, schaust du weiter.

    Und am Ende des Refs erinnerst du dich, dass es ein Job ist, den du so gut machst, wie die Umstände es erlauben. Dann muss die Privatkauferei ein Ende haben.

    Bei Ausflügen sehe ich eine klare Grenze. Die nützen dir nichts für deine Ausbildung. Die Rechtslage ist so, dass du nicht wirksam auf die Erstattung der Reisekosten verzichten kannst. Es gab ein Urteil, dass das besagt. Ist hier schon diskutiert worden. Du kannst also immer die Erstattung der Reisekosten beantragen, egal, was dir jemand erzählt.


    hth

    „Fakten haben keine Lobby.“

    (Sarah Bosetti)

    3 Mal editiert, zuletzt von O. Meier (17. August 2026 20:45) aus folgendem Grund: Erhänzung, hoffe, ist so klarer.

  • Zu 4:

    Die schlimmste Phase war die Zeit, in der die 2. Examensarbeit zu schreiben war, neben dem Unterricht und den Seminaren samt Unterrichtsbesuchen.

    Aber die 2. Arbeit ist hier abgeschafft.

    1. Hat mich stark gefordert. Bin Quereinsteigerin und erst spät rein. Ich musste viel arbeiten, weil ich anfangs nicht gecheckt hab, was die überhaupt von mir wollen. Dann ging es, aber im Grunde war es auch ein bißchen raten.
    2. Ich hab relativ viel gekauft, aber eher aus Unwissenheit. Ich schließe mich daher O. Meier an, erstmal an der Schule nachzusehen, was es da alles gibt. Einen Drucker würde ich jetzt schon privat für mich benötigen. In manchen Schulen ist es sicher so, dass man zuhause einen benötigt. In meiner eher nicht.
    3. Wochenstunden: 40-60, je nach Phase
    4. UBs/Lehrproben und am Ende die Prüfung
    5. Ich würde genauso wieder handeln. Meine Tipps sind:
      • Aufgaben, die man Schülern stellt, unbedingt selbst mal erarbeiten. Nur so sieht man, ob man Angaben vergessen hat, wie lange die Bearbeitung wahrscheinlich benötigt, ob die Fragestellung schlau ist...
      • Anfangs mehrere Stunden nach dem üblichen Raster planen. Dabei nicht ausführlich, sondern einfach nur in 10 Minuten zu jeder Phase ein paar Notizen machen. Das hat mir geholfen, Zeiten einzuschätzen und nachher abzugleichen. Ich bin dadurch immer besser in der Einschätzung geworden, wie lange ich jeweils für die Phasen benötige.
      • Nicht ewig das perfekte Bild suchen/durch die KI erzeugen lassen --> Pareto-Prinzip
      • Falls es Bücher für Diene Fächer gibt: Nutze sie ruhig auch für Stunden ohne richtige Planung.

    Mehr fällt mir grad nicht ein.

    Viel Erfolg

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