• Hallo,

    ich habe ein wirklich extremes Problem die Namen meiner Schüler zu lernen. Aus diesem Grund habe ich mir heute mal eine halbe Stunde Zeit genommen und mir von Claude eine kleine Anwendung zusammenstellen lassen.

    Die Funktionsweise ist ganz einfach und beruht auf dem Karteikastenprinzip. Die JPG-Bilder der Schüler müssen nach dem Schema Nachname_Vorname_Klasse.jpg benannt sein und in dem entsprechenden Unterordner gespeichert werden. Das Programm wird über die entsprechende Batch-Datei "Namen_lernen.bat" gestartet und durchsucht den Bilderordner. Im Modus "Lernen" wird mir ein Bild gezeigt und erst nach zwei Sekunden der Name des Schülers. Im Modus "Üben" wird mir ein Bild gezeigt und eine Zufallsauswahl von fünf Namen aus der Klasse. Darunter natürlich auch der richtige Name des Schülers. Also quasi ein Single-Choice-Test. Es läuft eine Uhr und je schneller ich richtig antworte um so besser/sicherer beherrsche ich den Namen des Schülers. Entsprechend meiner Antworten kommen die Schüler in die Fächer des Karteikastens. Mit einer Schaltfläche "Fortschritt löschen" kann der gesamte Lernfortschritt gelöscht werden. Bilder von neuen Schülern können jederzeit in den Unterordner gespeichert werden.

    Der gesamte Code ist offen und kann eingesehen oder auch erweitert oder verändert werden. Eine kleine Anleitung findet ihr in der PDF-Datei. Viel Spaß damit.

  • Datenschutzbeauftragte lieben das!

    *hier Zitat nach Wahl einfügen*

  • Was genau meinst du mit der sehr kryptischen und mysteriösen Andeutung?

    Datenschutzbeauftragte lieben das!

    In der hochgeladenen Datei sind keine echten Namen enthalten.

    Ich kenne auch keinen Lehrer, der keine Bilder von seinen Schülern macht. Aus meinem Verständnis her ist das Anfertigen von Bildern auch kein Problem, da die Bilder für einen Sitzplan oder zur korrekten Bewertung von Schülern benötigt werden und somit zur Erfüllung der Aufgaben eines Lehrers notwendig sind. Schüler, die nicht fotografiert werden wollen und daher zu Schuljahresbeginn widersprochen haben, werden einfach nicht fotografiert.

    Also wo sollte ein Datenschutzbeauftragter ein Problem sehen wollen?

  • Ich kenne auch keinen Lehrer, der keine Bilder von seinen Schülern macht. Aus meinem Verständnis her ist das Anfertigen von Bildern auch kein Problem, da die Bilder für einen Sitzplan oder zur korrekten Bewertung von Schülern benötigt werden und somit zur Erfüllung der Aufgaben eines Lehrers notwendig sind.

    Also ich lerne die Namen von Schülern einfach.


    Also wo sollte ein Datenschutzbeauftragter ein Problem sehen wollen?

    Vermutlich weil es in der Regel Privatgeräte sind.

  • Ich kenne auch keinen Lehrer, der keine Bilder von seinen Schülern macht. Aus meinem Verständnis her ist das Anfertigen von Bildern auch kein Problem, da die Bilder für einen Sitzplan oder zur korrekten Bewertung von Schülern benötigt werden und somit zur Erfüllung der Aufgaben eines Lehrers notwendig sind. Schüler, die nicht fotografiert werden wollen und daher zu Schuljahresbeginn widersprochen haben, werden einfach nicht fotografiert.

    Also wo sollte ein Datenschutzbeauftragter ein Problem sehen wollen?

    Bei uns macht kaum jemand Bilder von seinen Schülerinnen und Schülern.

    Viele Grüße aus dem Süden :wink_1:

  • Es gibt noch Lehrer, die kein Dienstgerät haben?

    Und wenn ein Lehrer kein Dienstgerät hat, dann unterschreibt er eine entsprechende Erklärung zur Bearbeitung von Schülerdaten auf Privatgeräten. Damit ist auch wieder alles fein.

    Aber ja, wenn ein Lehrer kein Dienstgerät hat und keine Erklärung für Privatgeräte unterschrieben hat und dann so doof ist, dass er personenbezogene Daten speichert, dann bekommt er Probleme mit dem Datenschutz, sobald er auch nur den Namen eines Schülers auf seinem PC speichert. Oder das Geburtsdatum, eine Klassenarbeitsnoten, einen Test oder sonstige personenbezogenen Daten. Aber der Datenschutz gilt nicht nur für digitalisierte Daten, sondern auch für die Speicherung von personenbezogenen Schülerdaten in analogen Speicheralternativen - also der gute alte Lehrerkalender aus Papier!

  • Naja, der Bayerische Landesbeauftragte für Datenschutz sieht Fotositzpläne skeptisch gegenüber (vgl. https://www.datenschutz-bayern.de/datenschutzref…ideo_Schule.pdf). Es handelt sich dabei schlicht um keinen pädagogischen Zweck.


    Mir stellen sich da die Haare auf, wenn ich sowas lese. Ich bin auch niemand, der sich Namen leicht merkt, aber dafür muss ich keine Bilder der Schüler (whsl auch ohne das Einverständnis der Eltern) knipsen. Ich sehe gerade, dass du am Kolleg bist, da können die SuS immerhin teils auch selbst mitbestimmen.

    *hier Zitat nach Wahl einfügen*

  • Datenschutzbeauftragte lieben das!

    das ist Datenschutzrechtlich unbedenklich. wir haben für alle Lehrkräfte Klassenlisten mit fotos.

    Entropy is a bitch, embrace her.

  • Naja, der Bayerische Landesbeauftragte für Datenschutz sieht Fotositzpläne skeptisch gegenüber (vgl. https://www.datenschutz-bayern.de/datenschutzref…ideo_Schule.pdf). Es handelt sich dabei schlicht um keinen pädagogischen Zweck.


    Mir stellen sich da die Haare auf, wenn ich sowas lese. Ich bin auch niemand, der sich Namen leicht merkt, aber dafür muss ich keine Bilder der Schüler (whsl auch ohne das Einverständnis der Eltern) knipsen. Ich sehe gerade, dass du am Kolleg bist, da können die SuS immerhin teils auch selbst mitbestimmen.

    Datenschutzbeauftragte sehen vieles skeptisch, aber sie sind nicht Gott.

    An großen Schulen haben Lehrer in jeden Schuljahr teilweise 8 - 12 verschiedene Klassen mit 20 - 30 Schülern. Jedes Jahr midestens die Hälfte bis dreiviertel neue unbekannte Schüler. Da muss man halt wirklich Namen lernen. Und zwar schnell. Du da, Der da, Die da; ist halt nicht schön.

  • Datenschutzbeauftragte sehen vieles skeptisch, aber sie sind nicht Gott.

    An großen Schulen haben Lehrer in jeden Schuljahr teilweise 8 - 12 verschiedene Klassen mit 20 - 30 Schülern. Jedes Jahr midestens die Hälfte bis dreiviertel neue unbekannte Schüler. Da muss man halt wirklich Namen lernen. Und zwar schnell. Du da, Der da, Die da; ist halt nicht schön.

    Schüler zwangsweise zu fotografieren (und ja, wenn die Lehrkraft dazu auffordert, ist das selbst bei "Freiwilligkeit" aufgrund des deutlich asymmetrischen Machtgefälles zwangsweise), ist deutlich grenzüberschreitend und schlicht nicht zu rechtfertigen. Die dabei erhobenen personenbezogenen Daten sind auch nicht notwendig.


    Wir haben hier erst kürzlich rund um Lehrersammelkarten diskutiert, dass das Bereitstellen von Fotos von Lehrkräften nicht in Frage kommt. Andersherum soll das aber auf einmal anders sein? Spoiler: Nein, ist es nicht.

  • Schüler zwangsweise zu fotografieren (und ja, wenn die Lehrkraft dazu auffordert, ist das selbst bei "Freiwilligkeit" aufgrund des deutlich asymmetrischen Machtgefälles zwangsweise), ist deutlich grenzüberschreitend und schlicht nicht zu rechtfertigen. Die dabei erhobenen personenbezogenen Daten sind auch nicht notwendig.


    Wir haben hier erst kürzlich rund um Lehrersammelkarten diskutiert, dass das Bereitstellen von Fotos von Lehrkräften nicht in Frage kommt. Andersherum soll das aber auf einmal anders sein? Spoiler: Nein, ist es nicht.

    Es werden Schülersammelkarten erstellt?

    Ich mache Fotos von den Schülern, um die Namen zu lernen. Diese Fotos sehe nur ich. Danach lösche ich diese in derselben Woche, sobald ich die Namen drauf habe. Vorher bitte ich die Schüler und ggf die Erziehungsberechtigten um Erlaubnis. Vielleicht sollten wir die Kirche im Dorf lassen.

  • Ich hab noch nie fotografiert. Ich hab Sitzpläne mit Namen und wer korrekt bewertet werden möchte, möge bitte zusehen, dass er da auch tatsächlich sitzt. Thema gegessen.

  • An großen Schulen haben Lehrer in jeden Schuljahr teilweise 8 - 12 verschiedene Klassen mit 20 - 30 Schülern. Jedes Jahr midestens die Hälfte bis dreiviertel neue unbekannte Schüler. Da muss man halt wirklich Namen lernen.

    Ich habe jedes Jahr rund 400 Schülerinnen und Schüler. Ich lerne die Namen nach Sitzplan und durch konsequentes Namennennen beim Aufruf. Für den Klassenraum reicht das weitgehend; wenn eine Schülerin dann z.B. auf dem Schulhof vor mir steht kann das aber manchmal schwierig sein.

    Und ja, ich hasse Hasse HASSE HASSE es, wenn Sitzpläne geändert werden, womöglich noch jeden Monat. (Wir sind gehalten, die Pläne der Klassenleitung zu verwenden.)

    Fotos machen bei uns glaube ich nur die Sportlehrkräfte.

  • Ich hab noch nie fotografiert. Ich hab Sitzpläne mit Namen und wer korrekt bewertet werden möchte, möge bitte zusehen, dass er da auch tatsächlich sitzt. Thema gegessen.

    same here. (Gebe zu, dass ich aber vor 17 Jahren tatsächlich unbedacht Fotos gemacht (und die 4-5 pro Klasse, die nicht wollten, auch nicht fotografiert), dann aber selbst gemerkt, nee.)
    Sitzplan ist das wichtigste und ich lerne nur die Namen durch Aufrufen. Ich sage also (insbesondere bei den Großen) "Wessen Namen ich bei den SoMi/mündlichen Noten nicht kenne, hat sehr schlechte Karten". Bei schriftlichen Teilergebnissen versuche ich, mir die Sachen sofort einzutragen, es hilft leider nicht ausreichend beim Lernen.

  • Bei uns sind die Fotos der SuS im digitalen Klassenbuch und ein Menüpunkt ist Sitzplan. Ich unterrichte aktuell auch 11 Klassen bis auf eine, alle neu, einen Teil habe ich relativ schnell gelernt, bei den letzten beiden Klassen habe ich vor den Herbstferien mir den Sitzplan im digitalen Klassenbuch erstellt, die Fotos wurden dabei von allein ergänzt.

    Früher vor Corona und digitalen Klassenbüchern habe ich auch fotografiert. Wenn ich die Schüler nur einmal die Woche sehe und sie dann dank wechselnde Räume und nicht funktionierenden PC ständig die Sitzordnung ändern...

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Zum Thema Datenschutz:


    In China ist ein Sack Reis umgefallen!

    Wir haben in Deutschland so riesige Problem im Bildungssystem aber Hauptsache dem Datenschutz ist genüge getan.


    Zum Thema Namen lernen.

    Ich spiel in Stillarbeitsphasen immer mit Klassenlisten Memory in dem ich versuche das richtige Gesicht zum Namen zu finden.

    Qui legere potest, plane praevalet

  • Ich spiel in Stillarbeitsphasen immer mit Klassenlisten Memory in dem ich versuche das richtige Gesicht zum Namen zu finden.

    Das habe ich auch schon oft getan. 😄

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Es werden Schülersammelkarten erstellt?

    Ich mache Fotos von den Schülern, um die Namen zu lernen. Diese Fotos sehe nur ich. Danach lösche ich diese in derselben Woche, sobald ich die Namen drauf habe. Vorher bitte ich die Schüler und ggf die Erziehungsberechtigten um Erlaubnis. Vielleicht sollten wir die Kirche im Dorf lassen.

    Du holst dir also tatsächlich vorher die schriftliche Erlaubnis der Schüler und (bei Nichtvolljährigen) die der Erziehungsberechtigten dafür ein, dass du diese fotografieren darfst und akzeptierst dann auch, wenn jemand dazu "Nein" sagt? Dann mag das passen. Ich habe in der Praxis leider schon viel zu oft miterleben (und dann vermitteln) dürfen, dass gerade das nicht zuvor passiert.

  • Wir haben in Deutschland so riesige Problem im Bildungssystem aber Hauptsache dem Datenschutz ist genüge getan.

    Das Bildungssystem wird nicht dadurch besser, dass man den Datenschutz missachtet. Man kann einfach nicht von einer Einzelnen erwarten, dass sie sich den Ärger einhandelt, der mit Datenschutzverstößen verbunden sein kann. Man kann ihr auch nicht dazu raten.

    „Fakten haben keine Lobby.“

    (Sarah Bosetti)

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