Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • krabat,


    ich lese immerhin die 2m Abstandsregel raus. Und jetzt rechne mal, wie viele Schüler passen dann in ein Klassenzimmer?

    Damit fängt es an. Wenn das nicht eingehalten wird, ist der Infektionsschutz nicht gegeben.


    Ich sehe nur die Möglichkeit, Schüler im Freien zu beschulen. Dort lässt sich der Abstand einhalten. Im Klassenzimmer ist es Harakiri.

  • Ich glaube, was man auch nicht außer acht lassen kann, dass Schule nicht so stattfindet, dass man die Kinder irgendwo (aktuell dann mit je 2 Meter Abstand) platziert und da sitzen sie dann 5-6 Stunden lang. Nicht nur, dass man im Unterricht auch MITeinander arbeitet, nicht nur alleine jeder für sich an seinem Tisch... Sie ziehen sich in der Garderobe um (mit ca. 10 cm Abstand zueinader), sie gehen auf die Toilette, sie spielen in den Pausen miteinander, sie essen, sie kommen zur Schule und gehen wieder nach Hause / in den Hort, ...

    Das alles kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man das alles irgendwie "anders" regeln könnte... Wenn ich meine Kinder zu zweit oder zu dritt in die Garderobe schicke, damit sie ausreichend Abstand halten können, dauert das Umziehen bei einer ersten Klasse sicher über eine halbe STunde, bis alle fertig sind...

    Die Frage ist halt dann natürlich: Irgendwann müssen die Schulen geöffnet werden. Bloß, wie ist das dann sinnvollerweise machbar? Ich weiß es nicht...

  • Das Gutachten hätte wohl eine gewisse Relevanz, weil es (wenn ich es richtig verstanden haben, ganz sicher bin ich mir nicht) im Auftrag der Bundesregierung erstellt wird und am Montag veröffentlicht werden soll um dann die Grundlage für die weitere Planung am Mittwoch zu bilden.

  • Nachdem seit dem Ausbruch erst knapp 4 Monate vergangen sind, wird man dazu noch keine sicheren Aussagen treffen können.

    Darüber bin ich auch schon gestolpert, warum geht man davon aus, dass die Immunität 6-18 Monate andauert, so lange gibt es das Virus im Menschen doch noch gar nicht, woher nimmt man diese Erkenntnis bzw. Vermutung?

    Ich weiß z. B.vom EBV oder Varizella, dass es ein Leben lang im Körper verbleibt und wieder ausbrechen kann, aber dann etwas anderes auslöst (Varizella z.B. Gürtelrose), aber das oft erst nach Jahren oder Jahrzehnten. Warum sollten die Corona-AK nur maximal 1,5 Jahre bleiben...? Oder gibt es das bei anderen Viren auch?

  • Klingt ja erstmal vernünftig, zumindest hat man mehrere Faktoren bedacht.


    Allerdings bleibt das Problem der räumlichen Gegebenheiten und Hygiene sowie die Frage, wie die Schüler unter Beachtung des Infektionsschutzes überhaupt zur Schule kommen sollen. Auch die Problematik der Lehrer und Schüler, die zu Risikogruppen gehören, wird hier nicht angesprochen.


    Ich bin gespannt, ob es dazu in der Stellungnahme auch Vorschläge geben wird.


    Weiß eigentlich jemand, ob Gewerkschaften und Verbände auch in die Planungen einbezogen werden?

  • Wird lustig...


    Ältere Lehrer sind als Risikogruppe raus, junge LehrerInnen müssen vermutlich ihre Konder zu Hause beaufsichtigen, da KiGa und Grundschule zu sind...

    Bin gespannt, was da als Lehrkraft in der Schule übrig bleibt.

  • Darüber bin ich auch schon gestolpert, warum geht man davon aus, dass die Immunität 6-18 Monate andauert, so lange gibt es das Virus im Menschen doch noch gar nicht, woher nimmt man diese Erkenntnis bzw. Vermutung?

    Ich weiß z. B.vom EBV oder Varizella, dass es ein Leben lang im Körper verbleibt und wieder ausbrechen kann, aber dann etwas anderes auslöst (Varizella z.B. Gürtelrose), aber das oft erst nach Jahren oder Jahrzehnten. Warum sollten die Corona-AK nur maximal 1,5 Jahre bleiben...? Oder gibt es das bei anderen Viren auch?

    So richtig klar ist mir das auch nicht.

    Drosten hat mal was zu SARS 1 gesagt, das war ja auch ein Corona-Virus. Da war wohl eine abnehmende Immunität von 2-3 Jahren zu beobachten, wenn ich mich richtig erinnere.


    Dazu gibt es natürlich Erreger, die häufig mutieren, Influenza zum Beispiel.

  • Haben heute über mesax die offizielle Anweisung des Kultus bekommen, dass die Schule hier in Sachsen für die Abschluss - Klassen aller Schularten wieder geöffnet wird.

    Unter Berücksichtigung des Schutzes aller Beteiligten.....was auch immer das heißt.

    Sehr schön war wie immer der Zeitpunkt dieser Ankündigung : kurz vorm WE /Feiertag.

    Die Diskussionen auf dem KMK - Blog laufen erstmal ins Leere, weil über Ostern sicher keinerlei weitere Entscheidungen getroffen werden.

    Ich hoffe nur, dass die Umsetzung und Verantwortung für alle Maßnahmen nicht wieder nur an den örtlichen Schulleitern hängen bleibt und diese damit wieder den Schwarzen Peter zugeschoben bekommen, falls sich dann doch jemand infiziert.

    Werde ab 20.04. auch antreten müssen, ich unterrichte eine Klasse 10 mit 28 Schülern.

    Bin gespannt, was nächste Woche an Informationen weiter gereicht wird.

  • Wird lustig...


    Ältere Lehrer sind als Risikogruppe raus, junge LehrerInnen müssen vermutlich ihre Konder zu Hause beaufsichtigen, da KiGa und Grundschule zu sind...

    Bin gespannt, was da als Lehrkraft in der Schule übrig bleibt.

    Das denke ich auch. Zumal wir im Abschlussjahrgang ein Fach haben, das zu 85% aus KollegInnen aus der Hochrisikogruppe besteht. Wenn man die Klassen dann auch noch getrennt unterrichten soll, dann fällt das Konzept zumindest bei uns in sich zusammen.

    Dödudeldö ist das 2. Futur bei Sonnenaufgang.

  • Dazu gibt es natürlich Erreger, die häufig mutieren, Influenza zum Beispiel.

    Ja, das ist klar, daher gibt es ja bei Grippe auch jedes Jahr einen neuen Impfstoff. Aber beim Coronavirus wurde das doch bisher nicht so stark beobachtet - zumindest habe ich kaum was darüber gelesen. Außerdem erklärt das nicht die angenommene Immunität von 6-18 Monaten. Bei der Grundimmunisierung nach Stiko frischt man alle 10 Jahre auf...

  • Kenne mich damit absolut nicht aus aber vielleicht nehmen die Antikörper mit der Zeit ab und man extrapoliert einfach bis zu dem Zeitpunkt wo diese keine Immunität mehr bieten.

  • Woher soll der Mundschutz für alle kommen und wie soll das Unterrichten damit über Stunden aussehen? Es wurde doch jetzt neu oder nicht neu davon ausgegangen, dass das Sprechen noch viel schlimmer ist als Husten oder Niesen.

  • Es wurde doch jetzt neu oder nicht neu davon ausgegangen, dass das Sprechen noch viel schlimmer ist als Husten oder Niesen.

    Es reicht da schon das Atmen um ein Aerosol mit Viren zu verbreiten.

    Macht doch alle mal den Selbsttest und atmet gegen euren Badezimmerspiegel, einfach nur ausatmen.

    Das was man dann am Spiegel kondensieren sieht ist das Aersol. Das verbreitet sich bei jedem Atmen in der Raumluft.

    Wenn man direkt vor dem Spiegel steht, dann kann man das sichtbar machen, in zu großer Entfernung geht das nicht mehr, weil das Aerosol quasi in der Luft hängt und langsam in alle Richtungen diffundiert. Das heißt aber nicht, dass diese Entfernung dann sicher sei.
    Die Luft reichert sich nach und nach mit diesen Microtröpfchen und damit den Viren an.

    In Klassenräumen ein riesige Infektionsfalle.

  • Alle Bundesländer, die die Schulen in naher Zukunft öffnen, gehen auch mit einer stufenweisen Öffnung ein sehr großes Risiko ein. Ich verstehe die Verantwortlichen nicht. Wie kann man so leichtfertig mit dem Leben von Schülern und Lehrern spielen?

    Das schreibe ich hier schon seit Wochen, aber man hat mich immer glattgebügelt, ich würde nur Panik verbreiten.

    Es kommt aber wieder genauso, wie ich es vorhergesehen habe.

    Man wollte mir damals nicht glauben, dass Corona ein Problem für Deutschland werden wird, und man hat die Schulöffnungen bagetellisiert.

    Das wird uns richtig knüppelhart treffen.

  • Wenn die Methode falsch ist, ist es egal ob Zwischenergebnis oder nicht. Schon bei der Pressekonferenz kam die Nachfrage nach den falsch positiven Antikörpertestes, die Antwort war sehr ausweichend.


    Und wenn wirklich Haushalte mit mehreren Personen als repräsentative Verteilung genommen wurden, sehe ich das auch als fehlerhaft.

    Nicht sauber genug, trifft es nicht ganz. Es wurde aber auch gestern schon gesagt, dass es nur ein Zwischenergebnis ist und das es sich eben nicht einfach übertragen lässt. Die Schuld haben die Medien, die es dann aufgepusht haben. Wobei man durchaus fragen sollte, ob man es nun unbedingt jetzt groß präsentieren musste. Man hätte auch die Informationen der Landesregierung mitteilen können und dann die Sachen in Ruhe nach Ostern präsentieren können. Andererseits hätte man da wieder behauptet, man hält es unter Verschluss ...


    Vor ein paar Tagen gab es eine Veröffentlichung von Göttinger Forschern, die die Dunkelziffer in Deutschland betrachtet haben. Sie meinte auch etwas von ca. 6facher Anzahl von Fällen. Das würde in Sachen Letalität mit den Heinsbergern korrelieren (2,1 : 6 = 0,35). Daher denke ich schon, dass wir am Ende dort irgendwo sind.


    Was mich stört ist dieser Hype. Es war doch allen klar, dass die Letalität deutlich niedriger ist und das wir eine riesige Dunkelziffer haben? Man tut gerade so als ob man ganz plötzlich festgestellt hat, dass das Virus weniger tödlich ist. Es gab auch vorher niemanden, der ernsthaft der Meinung war, dass wir alle Fälle erfassen. Man muss natürlich auch dazu sagen, dass wir wahrscheinlich auch nicht alle Todesfälle richtig erfassen. Vielleicht stirbt am Herzinfakt, obwohl er an Covid krank ist. Und vielleicht stirbt ja an Covid zu Hause und wurde nie getestet. Letztlich können wir das alles nur versuchen abzuschätzen. Belastbare Aussagen werden noch Wochen oder gar Monate dauern.

    i

  • Wobei gestern gesagt wurde, dass die Immunität zwischen vermutlich 6-18 Monaten liegt. Ist jetzt auch nicht so wahnsinnig lang. Edit: Schreibst du später ja auch noch selbst. Sorry, lese gerade nach.

    Grundsätzlich fände ich Antikörpertests, sobald sie zuverlässige Ergebnisse liefern, eine gute Möglichkeit. Man könnte dann zunächst diejenigen wieder in die Schule schicken, die die Infektion überstanden haben. Allerdings bestehen ja auch Zweifel an der Dauer der Immunität und es dürfte illusorisch sein, alle auf Antikörper zu testen.


    Also nein, eine wirkliche Lösung sehe ich nicht, außer darin, die Schulen noch lange geschlossen zu lassen oder einem Verbot des Schulbesuchs für Risikogruppen. Vielleicht könnte man das über Atteste regeln, also eine Bestätigung des Arztes, dass keine Bedenken bestehen?

  • Wenn die Methode falsch ist, ist es egal ob Zwischenergebnis oder nicht. Schon bei der Pressekonferenz kam die Nachfrage nach den falsch positiven Antikörpertestes, die Antwort war sehr ausweichend.

    Die Antwort war nicht ausweichend, sondern dass man unter Berücksichtigung der falsch-positiv Quote auf eine konservative Schätzung von 15% komme. Ohne dies zu berücksichtigen wäre man bei 20% gewesen.

    • Offizieller Beitrag

    Nein, Firelilly.


    Du schreibst(kurz zusammengefasst) immer wieder seid Wochen, dass die Schulen auf jeden Fall nach den Ferien geöffnet werden und die Lehrer geopfert werden, weil sich niemand für die Lehrer interessiert.

    Und "platt gebügelt" wirst du, weil man dir darauf hin immer geschrieben hat, dass das noch niemand weiß und dass es keinen Sinn macht, sich über ungelegte Eier aufzuregen. Und damit sind wir wohl wieder bei der virtuellen Filterblase. :)

Werbung