3G und Schulpersonal

  • Wir waren als Kollegium alle bei einem Sammeltermin beim Impfen - daher wissen wir, dass wir alle geimpft sind. ;)

    Mal ernsthaft Alasam : Was genau sollte traurig daran sein, wenn alle in einem Kollegium geimpft sind? Niemand hat die KuK gezwungen an dem Sammeltermin teilzunehmen, das wollten diese alle. Offensichtlich war es für sie also völlig unproblematisch, dass KuK den eigenen Impfstatus kennen- wohl, weil das schlichtweg so erfreulich und erleichternd war, dass sie sowieso darüber gesprochen hätten. Datenschutz kann also an der Stelle kein Argument sein.

    Angeblich bist du selbst ebenfalls bereits geimpft, an einer grundlegenden Ablehnung der Impfung sollte es also- ungeachtet deines eigentümlich großen Verständnisses für Ungeimpfte- nicht liegen. Was macht dich also so traurig daran, dass ein komplettes Kollegium durchgeimpft ist? Ich finde das großartig und würde mir aus tiefstem Herzen wünschen, mein komplettes Kollegium wäre genauso vernünftig und solidarisch in der Pandemie (die Mehrheit ist es, die ungeimpfte Minderheit ist dafür umso "schwieriger" in ihren Haltungen).

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Eine kritische Haltung zum Datenschutz, der ja derzeit partiell ausgesetzt zu sein scheint, wiederum halte ich für nachvollziehbar. Noch dazu, wo es um medizinische Daten geht, die besonders schützenswert und heikel sind - es zumindest immer waren.


    Ich darf keine Schülernoten auf dem Rechner haben, muss Einverständniserklärungen und Elternunterschriften für jeden Kicki einsammeln und Whatsapp ist des Teufels. Bei Videokonferenzen war es ok, dass SuS ihre Kameras ausmachten, weil man ja etwas aus dem Kinderzimmer erhaschen könnte. Klassenfotos scheitern an Eltern und Schülern, die glauben, ihr Geist würde so gefangen und gephotoshopped auf Instagram wiederauferstehen.


    Dass ich unter diesen Umständen gleichzeitig Impfausweise inspiziere, kann doch nicht nur mir Unbehagen bereiten.

  • Ich fände es toll, wenn mein ganzes Kollegium geimpft wäre, und es darf auch jeder wissen, dass ich geimpft bin etc.

    Einen "Sammelimpftermin" würde ich trotzdem demonstrativ boykottieren, selbst wenn ich dann länger auf meine Impfung warten müsste.

  • (...)

    Einen "Sammelimpftermin" würde ich trotzdem demonstrativ boykottieren, selbst wenn ich dann länger auf meine Impfung warten müsste.

    Das wiederum erscheint mir an der Stelle etwas kindisch. Natürlich zwingt dich niemand an so einem Termin teilzunehmen, also nimmst du halt nicht teil, sondern organisierst dir selbst einen Termin- so what?! Aber warum "demonstrativ boykottieren"? Das hat dann doch etwas unnötig Aufgesetztes und Dramatisches, was der Sache nicht gerecht wird meines Erachtens. Es geht schließlich nicht darum dich zu etwas zu verpflichten (ob der Termin dann genau zu deinen vorherigen Impfterminen zeitlich passt weiß man ja auch nicht), sondern ein pragmatisches Angebot für alle Interessierten zu machen, die dann eben womöglich einige wertvolle und sehnlichst erwünschte Wochen eher einen Impftermin haben, statt unter Umständen bis Januar warten zu müssen bei ihrem Hausarzt oder vier Stunden in der Kälte vor dem Impfbus anzustehen und danach erst einmal mit der nächsten Erkältung flachzuliegen.

    Ich musste meinen Boostertermin infolge eines akuten Infekts leider verschieben und hoffe insofern, dass ich den nächsten Termin des Impfbusses im Dezember an unserer Schule mitnehmen kann für die Auffrischungsimpfung. Das dürfen von mir aus an der Stelle sehr gerne KuK, SuS und Eltern wissen, dass ich geimpft bin, denn dann das ist nichts, worum ich sonst ein Geheimnis machen würde, so privat ich auch andere Gesundheitsinformationen halte.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

    Einmal editiert, zuletzt von CDL () aus folgendem Grund: Buchstabendreher

  • Mal ernsthaft Alasam : Was genau sollte traurig daran sein, wenn alle in einem Kollegium geimpft sind? Niemand hat die KuK gezwungen an dem Sammeltermin teilzunehmen, das wollten diese alle. Offensichtlich war es für sie also völlig unproblematisch, dass KuK den eigenen Impfstatus kennen- wohl, weil das schlichtweg so erfreulich und erleichternd war, dass sie sowieso darüber gesprochen hätten. Datenschutz kann also an der Stelle kein Argument sein.

    Angeblich bist du selbst ebenfalls bereits geimpft, an einer grundlegenden Ablehnung der Impfung sollte es also- ungeachtet deines eigentümlich großen Verständnisses für Ungeimpfte- nicht liegen. Was macht dich also so traurig daran, dass ein komplettes Kollegium durchgeimpft ist? Ich finde das großartig und würde mir aus tiefstem Herzen wünschen, mein komplettes Kollegium wäre genauso vernünftig und solidarisch in der Pandemie (die Mehrheit ist es, die ungeimpfte Minderheit ist dafür umso "schwieriger" in ihren Haltungen).

    Vielleicht hätte ich dazuschreiben sollen, dass niemand dazu gezwungen oder mit Gewalt geimpft wurde. ;) Es gab das Angebot, dass wir uns anmelden DÜRFEN und dann gehen wir zusammen hin. Es gab übrigens eine Kollegin, die es nicht wollte - war absolut kein Problem. Inzwischen hat sie sich jedoch auch impfen lassen. Daher ist die Lage bei uns klar.

  • Die Person ist offiziell krank geschrieben. Früher nur Tage/-wochenweise. Inzwischen seit Monaten. Ich hoffe, da gibt es noch Konsequenzen. Ein offizielles Gespräch mit der Bezreg gab es bereits. Die Person denkt wirklich, sie sei absolut im Recht und ist nun psychisch dermaßen angeschlagen, dass sie nicht arbeiten kommen könne. Fühlt sich gemobbt.

    Wenn sie krank geschrieben ist, ist doch alles geregelt. Warum sollte das, ausser der in solchen Fällen üblichen Vorgehensweise, irgendwelche Konsequenzen haben?

  • Mal ernsthaft Alasam : Was genau sollte traurig daran sein, wenn alle in einem Kollegium geimpft sind? Niemand hat die KuK gezwungen an dem Sammeltermin teilzunehmen, das wollten diese alle. Offensichtlich war es für sie also völlig unproblematisch, dass KuK den eigenen Impfstatus kennen- wohl, weil das schlichtweg so erfreulich und erleichternd war, dass sie sowieso darüber gesprochen hätten. Datenschutz kann also an der Stelle kein Argument sein.

    Angeblich bist du selbst ebenfalls bereits geimpft, an einer grundlegenden Ablehnung der Impfung sollte es also- ungeachtet deines eigentümlich großen Verständnisses für Ungeimpfte- nicht liegen. Was macht dich also so traurig daran, dass ein komplettes Kollegium durchgeimpft ist? Ich finde das großartig und würde mir aus tiefstem Herzen wünschen, mein komplettes Kollegium wäre genauso vernünftig und solidarisch in der Pandemie (die Mehrheit ist es, die ungeimpfte Minderheit ist dafür umso "schwieriger" in ihren Haltungen).

    Naja, bei uns gab es auch einen Sammelimpftermin und zwar in der Form, dass alle, inkl. Sekretariat und Hausmeister, einfach angemeldet wurden. Man hatte die Möglichkeit, sich hinterher aktiv abzumelden. Das haben einige wenige gemacht, m.W. wegen Schwangerschaft/Stillen oder weil sie sich anderweitig schon einen Termin besorgt haben. Ein Mensch hatte bereits Genesenenstatus. Ich habe dann blöderweise mitgemacht, mich aber zunehmend unwohl gefühlt. Gesundheitsfragen sind für mich ganz persönliche Angelegenheiten, die möchte ich nicht mit meinem Kollegium teilen oder unter deren Aufsicht bzw. gar unter Aufsicht der Schulleitung Behandlungen durchführen lassen. Ich habe mich damit äußerst unwohl gefühlt und würde das nicht noch einmal mitmachen. Ich habe mich darüber im Kollegium unterhalten und war auch nicht alleine mit diesen Empfindungen.

    Ich gehe ja auch nicht mit dem Kollegium zur Zahnarztkontrolle/-prohhylaxe oder zum Gesundheits-Checkup beim Allgemeinmediziner.


    Voraussichtlich werde ich jetzt von den ganzen Impfpflicht-Befürworter*innen bombadiert, dass Impfen im Pandemiefall keine Privatangelegenheit ist. Ist es aber für mich und rechtlich auch (noch).

    Menschen haben tatsächlich verschiedene Meinungen, ohne dass eine (= die eigene) richtig und alle anderen falsch sind.


    Die Impfquote in unserem Staat war ja bekannt. Ich habe schon vor Wochen die überaus laxen Regeln nicht verstanden.

    Z.B.: 1./2. Klasse in Niedersachsen bis letzte Woche Dienstag noch ohne MNB (fand ich prinzipiell ok), wenn es dann einen Fall gibt, geht's aber weiter ohne MNB, wenn dann ein zweites Kind positive Schnelltestergebnisse hat, passiert zunächst gar nichts, erst 2 Tage später, als das positive PCR-Ergebnis da ist, heißt es dann, dass einige in Quarantäne gehen sollen, sie können sich aber am selben Tag mit einem Schnelltest vom Testcenter wieder freitesten und am Folgetag wieder zur Schule kommen, alle weiterhin ohne MNB. Geimpfte Kontaktpersonen konnten weiter zur Arbeit, Selbsttests werden lediglich empfohlen, selbst Geschwisterkinder konnten wieder/weiterhin zur Schule gehen.

    Auch Geimpfte und Genesene überall (Clubs, Sauna, ...) reinzulassen und dann ohne Abstände und Limits und ungetestet Vergnügungen nachzugehen, ist mir unverständlich. Schließlich können sich auch Geimpfte anstecken und Überträger*innen sein.

    Hinterher die Ungeimpften zum Sündenbock zu machen, finde ich nicht fair.

  • Naja, bei uns gab es auch einen Sammelimpftermin und zwar in der Form, dass alle, inkl. Sekretariat und Hausmeister, einfach angemeldet wurden. Man hatte die Möglichkeit, sich hinterher aktiv abzumelden.

    Ok, bei uns hat man sich zu solchen Sammel-Terminen natürlich freiwillig angemeldet.

    Und alle die es gemacht haben waren froh um dieses Angebot.:aufgepasst:


    Aus welchem Bundesland kommst du?

    Oder waren dieses komischen Regelungen Stadt-/Landkreisspezifisch?

  • Alasam Dem ersten Abschnitt deines Beitrags stimme ich voll und ganz zu. Das deckt sich mit meinem Empfinden (aber hier gab es auch keine Sammelimpfungen). Ich wollte dir erst eine "Gefällt-mir"-Bewertung geben, aber dann habe ich den Rest des Beitrags gelesen.

  • Ok, bei uns hat man sich zu solchen Sammel-Terminen natürlich freiwillig angemeldet.

    Und alle die es gemacht haben waren froh um dieses Angebot.:aufgepasst:


    Aus welchem Bundesland kommst du?

    Oder waren dieses komischen Regelungen Stadt-/Landkreisspezifisch?

    So war es bei uns auch - wir konnten uns per Mail über das Sekretariat anmelden (auch jetzt für den Booster-Impftermin).

    Meines Wissens kommt Alasam wie ich aus Niedersachsen. Das wird also eine sehr merkwürdige schulspezifische Regelung sein (die ich so von keiner anderen Schule hier in der Gegend, wo es oftmals auch Sammel-Impftermine für die Kollegien gab, in dieser Art und Weise gehört habe).

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Ok, bei uns hat man sich zu solchen Sammel-Terminen natürlich freiwillig angemeldet.

    Und alle die es gemacht haben waren froh um dieses Angebot.:aufgepasst:


    Aus welchem Bundesland kommst du?

    Oder waren dieses komischen Regelungen Stadt-/Landkreisspezifisch?

    Es geht hier um Niedersachsen.


    Dieses unfreiwillige (und datenschutzrechtlich vermutlich unzulässige) Anmelden aller Beschäftigen hat sich unsere SL ausgedacht, um einen schnellen Termin zu bekommen und nicht erst 1-2 Wochen auf Rückmeldungen warten zu müssen.

  • Bei uns gab es im Frühjahr (Mai war es meine ich oder Juni) ein Impfangebot meiner Stadt für alle Beschäftigten im kommunalen öffentlichen Dienst sowie Lehrkräfte und Erzieher:innen. Ich war zu dem Zeitpunkt bereits zweifach geimpft, viele hier im Forum hatten noch nicht einmal die Chance auf eine Erstimpfung gehabt und wären insofern mutmaßlich äußerst dankbar gewesen für so ein Angebot. Selbstverständlich war es aber komplett freiwillig, sich dafür anzumelden und niemand wurde automatisch dafür angemeldet.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

    Einmal editiert, zuletzt von CDL ()

  • Gesundheitsfragen sind für mich ganz persönliche Angelegenheiten, die möchte ich nicht mit meinem Kollegium teilen oder unter deren Aufsicht bzw. gar unter Aufsicht der Schulleitung Behandlungen durchführen lassen. Ich habe mich damit äußerst unwohl gefühlt und würde das nicht noch einmal mitmachen. Ich habe mich darüber im Kollegium unterhalten und war auch nicht alleine mit diesen Empfindungen.

    Das scheint bei uns anders zu sein und mir selber ist das auch völlig wurscht, sprich: Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt unwohl gefühlt und bin sehr froh darum, mich auch um den Booster-Impftermin nicht selbst kümmern zu müssen.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Alasam : Bei einem Gesundheits-Checkup oder einer Zahnarztprophylaxe wirst du ja untersucht und es werden Werte über dich gesammelt, das ist doch was anderes, als wenn du einen Pieks bekommst, bei dem aber keine Werte über dich gesammelt werden.


    Bei uns gab es mehrere Sammeltermine und ich habe einige Kollegen getroffen, andre nicht.

    Von einem Kollegen vermute ich, dass er nicht geimpft ist, er hat das ganze Jahr 2020 über die Maskenpflicht geschimpft, sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit ignoriert (zB wenn er alleine mit einem Schüler im klazi war), und sich immer wieder ablehnend gegenüber den Impfungen geäußert. Ich habe mich einfach immer wieder in Pausenaufsichten mit ihm unterhalten, wie mit andren auch, da hat er sich dann halt so geäußert.

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

  • Bei jedem Gaststättenbesuch darf mein QR Code gescannt werden. Bei Präsenztreffen im Landesverband herrscht 2G+ . Wenn ich dann meinem SL den QR Code zeige, soll ich den Datenschutzrappel bekommen. Ich bekomme dafür auch ein Stück Sicherheit, wenn die schon nicht im Klassenraum besteht.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Ich habe viele Kolleginnen angesprochen. Keine hatte ein Problem damit, ihren Impfstatus bekannt zu geben.


    Den Ungeimpften habe ich durchaus auch mitgeteilt, was ich davon halte. Das waren alles sachliche Gespräche. Komische Ansichten ja, aber keine Querspinnerinnen. Irgendwie müssen wir ja zusammenarbeiten. Das ist nicht immer einfach, geht aber.


    Probleme mit dem Testen gab es bei und bisher nicht.

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