Kuriose Nachrichten

  • Japan hat eine grundsätzlich völlig andere Gesellschaft als wir, es ist wenig zielführend sich einzelne Fragmente davon anzuschauen, und zu sagen "wäre doch schön, wenn das bei uns auch so wäre", weil sie ohne das Gesamtpaket nicht funktionieren.

    Warum? Schulessen zu überdenken halte ich jetzt nicht für sooo komplex, nur halt teuer.

  • Warum? Schulessen zu überdenken halte ich jetzt nicht für sooo komplex, nur halt teuer.

    Du hast selber geschrieben, dass ein wesentlicher Punkt das Verhalten der Beteiligten ist und das ist auch zutreffend, es ist nicht alles nur eine Frage des Geldes.

    Aktuell gehen auch wieder die Videoaufnahmen von Japanischen Fußballfans durchs Internet, die nach den Spiel das Stadium aufräumen und sauberer hinterlassen, als sie es vorgefunden haben.

    Das hat Ursachen und die liegen nicht daran, dass Japaner genetisch zum Aufräumen und gesittetem Verhalten veranlagt sind, sondern darin, dass

    • Japan eine Gesellschaft ist, in der ein enormer sozialer Druck für ein gesittetes und höfliches Verhalten besteht und eine Abweichung davon sehr schnell zu Repression und Ausgrenzung führt.
    • die japanische Bevölkerung hochgradig homogen ist, fluchtbedingte Zuwanderung gibt es praktisch nicht, faktisch kein Recht auf Asyl (eine zweistellige Anzahl von Asylanträgen pro Jahr wird anerkannt) und auf Menschen, die als Arbeitskräfte einwandern herrscht ein erheblicher Druck, sich geradezu zu assimilieren wenn sie zB überhaupt eine Mietwohnung bekommen wollen.
    • Das japanische Schulsystem ist weitaus autoritärer als das deutsche. Das Wertlegen auf vorbildliches Verhalten findet nicht nur in der Mensa statt, sondern zieht sich durch und wird auch durchgesetzt .

    Dass sich bei Blick in eine deutsche Schulmensa ein grundsätzlich anderes Bild zeigt, als bei einer japanischen, hat bei weitem nicht nur mit dem zu tun, was auf dem Teller liegt.

  • In knapp 30 Beiträgen vom Fischstäbchenvirus von der Fischstäbchenkrise zur neuen Fragestellung:

    Wie geht ihr der "Schulspeisungskrise" entgegen? (Vor allem bei der Hitze) :hitze: :flieh:

  • Restaurants machen natürlich im Vorfeld eine Marktanalyse, da sie, wenn sie Familien bzw. Kinder als Zielgruppe anvisieren, Gerichte anbieten wollen, die ein Großteil der Zielgruppe potentiell mag. Da ist ein außergewöhnlicheres Gericht eher der Gefahr ausgesetzt, dass es nur von wenigen Gästen (m/w/d) bestellt wird und sich somit auf Dauer nicht rentiert

    Das ist doch totaler Quatsch. Ob von dir oder von der Marktanalyse.
    Bleiben wir beim Fisch.
    Wenn ich auf meiner Menükarte einen Seelachs mit Reis und Gemüse anbiete, alternative mit Kartoffeln, dann kann ich (ZUSÄTZLICH zum Hähnchen-Pommes) auch die Kinderportion vom Seelachs mit Reis anbieten. Halt kleiner und günstiger.

  • Ich hatte neulich ein Gespräch an einer Privatschule mit Koch und täglich frischer Küche - hat schon was, sah wirklich sehr gut aus! Kostet sicherlich auch ein bisschen was, aber hätte ich Kinder, wären das alles Dinge, an denen ich mittlerweile nicht mehr sparen würde. Pommes und Fischstäbchen mal auswärts als große Ausnahme, okay, aber grundsätzlich sollte sowas nie Normalität und auch nie alternativlos sein.

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