Ist die AfD eine demokratische Partei?

  • Etwas mehr Forendisziplin bitte.
    Kann mal jemand die ganze leidige Bildungs und Notenfindungsdebatte auslagern? Mit dem Threadtitel hat das ja nichts zu tun.

    Back on topic:
    Die AfD Sachsen-Anhalt hat ihr Programm für die Landtagswahl verabschiedet und daraus weht es weit von rechts.
    https://www.tagesschau.de/inland/innenpo…anhalt-128.html

    Zitat

    Die Politik anderer Parteien beschreibt die AfD so:

    Die sinkende Bevölkerungsdichte in Sachsen-Anhalt erklärt sich die Partei damit, dass "nicht-reproduktive Lebensweisen" mehr beworben würden als "normale Familien" bestehend "aus Vater, Mutter und Kind".

    ....

    Zitat

    Vereine will die AfD Sachsen-Anhalt nur dann mit staatlichen Geldern fördern, wenn sie "ein glaubhaftes Bekenntnis zur demokratischen Ordnung und zu einer patriotischen Grundhaltung ablegen". Was genau die AfD hier unter Patriotismus versteht und welches Bekenntnis Vereine ablegen sollen, wenn sie auf staatliche Fördergelder angewiesen sind, lässt die AfD offen.

    Der kulturpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Hans-Thomas Tillschneider, sagt dazu nur so viel: "Ein alleiniges Bekenntnis zum Grundgesetz reicht da nicht aus."

    Auf Sachsen-Anhalts Bühnen werden der AfD zu wenig deutsche Stücke gezeigt. Die Partei erklärt, unter ihrer Regierung wolle sie nur noch solche Kultureinrichtungen fördern, die einen Beitrag "zu einer deutschen Identitätsförderung" leisteten.


    Zitat

    Kontrolle im Klassenzimmer

    Gerade die Bildungspolitik ist einer der Bereiche, in der eine Landesregierung besonders große Gestaltungsspielräume hat. Auch hier will die AfD offenbar Freiheiten einschränken. So sollen nur noch 25 Prozent der Schüler eines Jahrgangs in Sachsen-Anhalt Gymnasien besuchen dürfen.

    Die AfD will dabei zentral in der Landesregierung darüber entscheiden, welche Schulbücher in welchen Jahrgängen als Lehrwerke eingesetzt werden sollen. Welche Verlage dafür dann in Frage kämen, müsse man "dann sehen, wenn es soweit ist", meint Spitzenkandidat Ulrich Siegmund.

    Die Landesförderung für die Initiative "Schule gegen Rassismus" will die AfD einstellen. Es brauche keine "Antirassismus-Programme an Schulen, sondern Selbstverteidigungskurse", erklärt der kulturpolitische Sprecher Tillschneider auf dem Magdeburger Parteitag.

    Die Schulpflicht will die AfD abschaffen und Eltern, die der politischen Erziehung ihrer Kinder in Schulen nicht vertrauen würden, ermöglichen, ihre Kinder zuhause zu unterrichten.

    Der letztgenannte Punkt wurde hier ja bereits "angehimmelt - man sieht deutlich, aus welcher Ecke das kommt

    Zitat

    Das Grundrecht auf Asyl möchte die Sachsen-Anhalter AfD abschaffen und etwa die Abschiebehaftkapazitäten des Landes massiv ausweiten.

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Ich kenne etliche Paare, die nicht aus Mutter-Vater-Kind bestehen, aber durchaus aus mehreren Erwachsenen und unterschiedlich vielen Kindern. Da ist doch heute Vieles möglich.

    Und das sind alles "ganz normale Familien".

  • Ich finde rein gar nichts aus dem Bildungsprogramm sinnvoll. Vielleicht kann man darüber reden, dass man zentral Schulbücher einführt aber die Gefahr, dass das politisch missbraucht wird, ist viel zu groß.

  • Somi-Noten sind einfach der Fluch NRWs für die geschönte Abiquote. Kann restlos durch echte Leistungen ersetzt werden. Aber dann wüsste ja, gasp, etwas geleistet werden.

  • Ich finde rein gar nichts aus dem Bildungsprogramm sinnvoll.

    Ich finde es gut den Zugang zu den Gymnasien zu beschränken. Dann würden da wirklich SuS landen, die das Potential haben zu studieren. Das verbessert das Niveau der Gymnasien und wertet andere Schulformen auf, weil man dann für Ausbildungsberufe nicht mehr zwangsläufig ein Abitur benötigen würde.
    Die anderen Ideen finde ich auch nicht so sinnvoll.

  • Zumindest dieser Punkt könnte so auch von der CDU kommen, weswegen es mich wundert, dass gerade die User (m/w/d) aus NRW, wo die CDU die Kultusministerin stellt, am lautesten klagen, dass diesbezüglich so viel im Argen sei. Hinzu kommt, dass, auch wenn Bildung Ländersache ist, die Bundesbildungsministerin als übergeordnete Koordinatorin der einzelnen Kultusministerien auch von der CDU kommt.

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