Hilfe Referendariat! Zurückhaltung Kollegium Schulleiterbeurteilung

  • Hallo Leute

    Bin leider im Referendariat an meine alte Schule gekommen, an der ich Schüler war.


    Viele ehemalige Lehrer sind nun KollegInnen, es ist für mich sehr seltsam gewesen. Denn Lehrer die einen früher fertig gemacht haben, sind nun Kollegys.


    Zum Glück ist die Schulleitung neu, denn bei der Alten musste ich als Schüler ab und zu (zu Unrecht) vortreten.


    Nun habe ich folgende Situation, ich wurde darauf angesprochen, dass ich sehr zurückhaltend bin. Und ruhig.



    Ich bin eine ruhige Person und habe Schwierigkeiten mich in bestehende Gruppen einzufügen. Nun wurde mir gesagt ich soll mich mehr einbringen.


    Wie kann ich das Eis brechen? Ohne nur über die Arbeit, Fächer und Schule zu sprechen?


    Wie kann ich mich in der Schulmittgestaltung mehr Einbringen? Was kann ich - neben AGs - machen.. ich bin überfordert und verletzt mit dieser Rückmeldung. ;(

  • Wie kann ich das Eis brechen? Ohne nur über die Arbeit, Fächer und Schule zu sprechen?

    Fang doch genau damit an. Sprich mit Kolleginnen, z.B. mit solchen, die in den gleichen Klassen eingesetzt sind, wie du, über diese Klassen.


    Stell Fragen. Ernst gemeinte Fragen. Als Berufsanfänger gibt es da bestimmt jede Menge.

    "wie würdest du in folgendem Fall vorgehen?"

    "Ich behandle aktuell dieses Thema und habe folgende Idee. Könnte ich dazu deinen Rat bekommen?"

    "Ach, du bist zuständig für das Sommerfest/die AG Klettern/den Schachclub/... . Ich würde mich da gerne einbringen, wäre dir das Recht?"


    Zitat

    Kollegys

    Ernsthaft?!

  • Was stört dich an der Ausdrucksweise ?

  • Was stört dich an der Ausdrucksweise ?

    Es hört sich bescheuert an und du vermischst dein gegendere auch noch.


    Ansonsten stimme ich dem Rat zu. Wenn du dich integrieren willst, dann ist die Arbeit doch das naheliegendste Thema. Ob du wirklich nähere kontakt mit Lehrkräften, die dich früher fertig gemacht haben musst du wissen. Ich würde da sehr auf Distanz sein, wenn die sich in der Vergangenheit so daneben benommen haben.

    • Neu
    • Offizieller Beitrag

    ich bin jedes Mal schockiert, wenn ich sowas lese.
    Bei mir im Ref war das ausdrücklich unmöglich, an seine alte Schule zu gehen (man musste sie angeben), auch an eine Schule, die eine Kooperation mit der jeweiligen Schule hat (weil es je nach Fach bedeutet, dass man trotzdem alte Lehrkräfte hat).


    Dass man nicht mal wenigstens eine Schule sperren kann (und für die 70 anderen zur Verfügung steht), wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat, sollte wenigstens möglich sein.

  • "Mehr einbringen" wäre mir zu wischiwaschi, da muss was Konkreteres als Rückmeldung kommen. Wer sagt das denn? Die Kollegen, die dich auch schon als Schüler hatten? Die scheinen schon ein Bild von dir zu haben. Geh woanders hin.

    Wer im Kollegium Schallplatten sammelt oder im Taubenzüchterverein ist, braucht dich nicht interessieren, du bist dort in der Ausbildung. Ich würde dir raten, mach eine Liste der Kollegen, von denen du etwas lernen kannst. Geh ganz offen auf diese zu, frage sie nach AU und sprich über Schule. Reiß dir dort den Arsch auf, damit die Gutachten ordentlich werden, dann überzeugst du auch die SL.

  • Ich bin eine ruhige Person und habe Schwierigkeiten mich in bestehende Gruppen einzufügen. Nun wurde mir gesagt ich soll mich mehr einbringen

    Das braucht seine Zeit, und das ist in der Tat ein schwammiger Rat.

    Ich denke, du hast genug zu tun. Mach dir um so etwas nicht so viele Gedanken. Sowas ist schnell gesagt, und du machst dir Gedanken, was dich auch nicht sicherer macht.


    Mir wurde etwas Ähnliches auch damals gesagt und das hat mir auch nicht geholfen. Und manch anderes auch. Zum Glück gab es auch Kollegys, die mir immer wieder gesagt haben, dass man da nunmal durch muss. Und dass andere das auch geschafft haben.


    Und ja, jetzt habe ich an die 100 Kollegys, die alle sehr unterschiedlich ticken und sich ganz und gar unterschiedlich einbringen. So ist das nunmal. Du bist, wie du bist. Mit der Zeit finden sich immer mehr Berührungspunkte mit den anderen - weil man miteinander zu tun hat.


    Also cool bleiben und nicht verwirren lassen.

  • Wichtig ist, dass du keine Schwierigkeiten hast, dich in die Klasse einzubringen und dass du gegenüber den SchülerInnen aufgeschlossen und eloquent wirkst .


    Ich selber habe ich am Anfang meiner Schullaufbahn auch nicht im Lehrerzimmer wohl gefühlt. Deswegen bin ich schon im Studium jeden Tag 1 Stunde in die Schule gegangen und habe dort "Praktikum" gemacht, indem ich einen Schüler forderte. Mit viel Fleiß (ich habe immer versucht, mich fachlich 100% auszukennen, dann habe ich mich sicherer gefühlt) und Berufserfahrung habe ich die Unsicherheit überwunden. Nun hast du dein Referendariat schon begonnen und es wird erwartet, dass du dich zumindest etwas einbringst.


    Ich sehe genauso wie du das Problem, dass deine ehemaligen Lehrer immer noch dein Schülersein in dir sehen könnten. Ich würde versuchen, mich durch Kleidung (Hemd/Bluse, Sakko/Jacke) abzugrenzen. Du schreibst nicht, welches deine Berufsform ist - in einem großen System kannst du evt. ehemalige Lehrer meiden und bei dem Ausbildungskoordinator das Problem aktiv ansprechen. Evt. kannst du dich bereit erklären, einen Vortrag/Einführung in einer Konferenz zu übernehmen (wenn es so etwas bei euch gibt), dann sieht jeder, dass du auch anders kannst.....


    Um Zeit zu sparen, würde ich einen Coach engagieren - auch wenn es teuer ist - dadurch kannst du schnell Strategien einüben, deine Zurückhaltung zu überwinden. Auf die Zeit lohnt sich der Einsatz - und du wirst dankbar sein, weil es dir einige Probleme vom Hals hält.


    Dir alles Gute im Ref!

    flippi

  • Wer sagt das

    Das dürfte wesentlich leichter bestimmbar sein als

    was genau meint die Person damit

    - oder glaubst du, da käme auf Nachfrage was substanzielles?

    „Think of how stupid the average person is, and realize half of them are stupider than this.“ - George Carlin

  • Ich bin eine ruhige Person und habe Schwierigkeiten mich in bestehende Gruppen einzufügen.

    Wenn du das als Problem erkannt hast, kannst du gegensteuern.


    Davon abgesehen habe auch ich den Eindruck, dass du deine Kolleg:innen weiterhin aus Schüler-Perspektive betrachtest. Du nimmst an, sie würden dich als Schüler:in wahrnehmen oder erinnern und du hast damit ein Problem.

    Ob das so ist oder nur deine Annahme, die Lehrkräfte längst den Schwamm drübergezogen haben oder ob du ihnen gegenüber weiter als Schüler:in auftrittst, können wir nicht beurteilen.

    Nun wurde mir gesagt ich soll mich mehr einbringen.

    In NDS gehören zu den Kriterien der Ref-Bewertung auch außerunterrichtlichen Bereiche. Was bringst du selbst mit, das du in der Schule neben dem Unterricht einbringen kannst?

    Wo wird Mithilfe benötigt, dass du deine anbieten kannst?

  • Mit Verlaub, aber ich verbitte mir diese Unterstellung.


    Meine Reaktion "Ernsthaft?!" auf den in meinen Ohren verniedlichenden und im Schulkontext unpassenden Begriff "Kollegys" (und das ist meini Kritikpunkt an dem Wort!) in den Kontext der Genderdebatte zu stellen - das hat sich in den Reaktionen auf meinen Beitrag entwickelt und wurde von dir offensichtlich dann auf mich rückprojeziert. Unterlass das bitte....

  • Mit Verlaub, aber ich verbitte mir diese Unterstellung.


    Meine Reaktion "Ernsthaft?!" auf den in meinen Ohren verniedlichenden und im Schulkontext unpassenden Begriff "Kollegys" (und das ist meini Kritikpunkt an dem Wort!) in den Kontext der Genderdebatte zu stellen - das hat sich in den Reaktionen auf meinen Beitrag entwickelt und wurde von dir offensichtlich dann auf mich rückprojeziert. Unterlass das bitte....

    Welche Unterstellung? Und warum direkt so angefressen von des Frosches ruhiger Feststellung? Auch wenn du diese inhaltlich nicht teilen magst oder für angebracht erachtest ist das doch wirklich kein Grund sich direkt derart zu echauffieren. Ferienreif? :rose:

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

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