• Hallo ihr Lieben,

    leider bin ich bei meinem Erstversuch im Examen für Realschullehramt gescheitert – bei mir lag es ausgerechnet an Geschichte, obwohl ich mich wirklich intensiv darauf vorbereitet habe. In Bayern hat man ja (bzw. hatte man bisher) nur vier Fragen, oft zu großen Epochen wie dem Mittelalter oder der Neuzeit, und die sind teilweise wirklich fies gestellt oder greifen sehr spezielle Themen auf – bei mir kam zum Beispiel das benediktinische Mönchtum dran.

    Ich habe wirklich viel gelernt und mich gut vorbereitet gefühlt, aber am Ende habe ich im Mittelalter eine 6 kassiert. Das ist natürlich ziemlich frustrierend.

    Was es für mich zusätzlich etwas bitter macht: Das war jetzt der letzte Versuch und auch die letzte Version des Examens mit nur vier Fragen. Ab dem nächsten Jahr – wohl auch wegen der hohen Durchfallquoten – hat das Ministerium ja angekündigt, dass es stattdessen neun bzw. zehn Fragen geben wird.

    Deshalb wollte ich mal eure Meinungen einholen: Wenn ich jetzt ins Ref starte, werde ich ein Jahr älter sein und wäre dann 24, wenn ich nächstes Jahr mit dem Studium fertig bin. Gehört man damit schon eher zu den Älteren im Referendariat? Im Studium ist ja alles recht bunt gemischt, deshalb habe ich ehrlich gesagt keine richtige Vorstellung davon, wie das im Ref so ist.

    Ich freue mich über eure Erfahrungen!

    Liebe Grüße

  • Im Ref ist die Altersdurchmischung oft sehr hoch. Mit 24 wärest du da ganz sicher kein Oldie

    pingo, ergo sum

  • Wenn ich jetzt ins Ref starte, werde ich ein Jahr älter sein und wäre dann 24, wenn ich nächstes Jahr mit dem Studium fertig bin.

    Ich war 32 als ich in den Vorbereitungsdienst gegangen bin.


    Der älteste Referendar war damals schon über 50.

    Entropy is a bitch, embrace her.

    Einmal editiert, zuletzt von s3g4 (25. März 2026 16:21)

  • Bei dem Titel dachte ich, du schreibst von einem Alter 35-45, mit dem du dich zu alt fühlst ;)

    Mit deinem Alter: Nee, du bist jung :)

    Tim Finnegan liv’d in Walkin Street
    A gentle Irishman mighty odd.

  • Ich bin derzeit im bbVD und bin fast 38. Geht alles. :)

    "Misserfolg ist nur eine Möglichkeit von vorne zu beginnen. Nur dieses mal etwas Intelligenter!" (Denis Waitley)

  • Wenn ich jetzt ins Ref starte, werde ich ein Jahr älter sein und wäre dann 24, wenn ich nächstes Jahr mit dem Studium fertig bin. Gehört man damit schon eher zu den Älteren im Referendariat?

    Für Sek I ggf ja, aber du bist weit entfernt von alt.
    Es gibt genug Leute, die nicht direkt auf Lehramt studieren, sei es durch Ausbildung oder andere Studiengänge, AUslandsjahre oder was auch immer.

    Mit 24 ist man alles aber nicht alt.

    (Ich selbst war fast 29 beim Start und mit 30 dann fertig)

  • Na ja, wenn sie leer abgegeben hat, ist es nicht so schwer, das Ergebnis zu antizipieren und dann verstehe ich auch, dass sie überlegt, wie es weitergehen wird.

  • Ich bin mit fast 30 Jahren ins Referendariat gegangen. Unsere jetzigen Referendare sind alle 25 Jahre alt oder älter.

    Sarek

  • Bayern verbeamtet noch bis einen Tag vor dem 45.Geburtstag.
    Das Höchstalter liegt in der BRD zwischen 42 und 52 Jahren - meint die KI.
    Also hast du noch ein bisschen Spielraum ;)

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Ich selbst bin mit 32 ins Referendariat gestartet und mit 24 ist man definitiv nicht zu alt. Tatsächlich gibt es auch immer wieder Referendarinnen und Referendare, die über 40 sind.

    Das Alter spielt dabei eine viel kleinere Rolle, als man vielleicht denkt. Unterschiedliche Lebenswege bringen oft sogar wertvolle Erfahrungen mit, die im Ref sehr hilfreich sein können. 🙂

    Schule. Jeden Tag eine Überraschung. Lohnt sich.

  • Das Hauptproblem mit einem späten Referendariat entsteht eventuell beim Ausscheiden aus dem aktiven Beamtendasein. Bei der Berechnung des Ruhegehaltes werden (neben Teilzeit) auch die geleisteten Dienstjahre berücksichtigt. Pro Jahr ruhegehaltfähiger Dienstzeit erhält man 1,79375 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge. Damit kommt man bei 40 jahren Vollzeit auf 71,75% des letzten Gehalts.

    Zur Beruhigung muss erwähnt werden, dass es anrechenbare Zeiten gibt (wie Studienzeiten - auf 3 jahre gedeckelt), Wehrdienst etc. Hat man mehrere Jahre in die Rentenkasse einbezahlt, erhält man/frau zusätzlich die gesetzliche Rente. Falls man mit anrechenbaren Zeiten, Dienstzeit und Rentenanspruch insgesamt jedoch eine Gesamtversorgung erhielte, die höher als die möglichen 71,75% liegt, wird der übersteigende Betrag vom Ruhegehalt abgezogen. Es darf keine "Überversorgung" geben.

    Für die Quereinsteiger: Hier gilt es in den letzten Dienstjahren mit spitzem Blei zu rechnen. Es kann der Fall eintreten, dass man wegen der möglichen Überversorgung ohne finanzielle Einbußen früher in den Ruhestand eintreten kann. :aufgepasst:

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
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  • Kein Referendariat, weil es das in der Schweiz nicht gibt, aber ich habe meine Lehrerausbildung (nach abgeschlossenem Fachstudium und anderen Dingen danach 😉) mit 40 angefangen.

    Ehrlich gesagt, wie alt oder jung ich bin, war für mich keine Frage die mich beschäftigt hat - ich wollte den Job machen, die Ausbildung an der PH war die Voraussetzung dafür, also hab ich sie gemacht und fertig.

    Tipp: Überlegungen, was andere Menschen machen, haben oder sind oder was du im Verhältnis zu anderen machst, hast oder bist werden dir im Leben nicht viel weiterhelfen 🙂

  • Für die Quereinsteiger: Hier gilt es in den letzten Dienstjahren mit spitzem Blei zu rechnen. Es kann der Fall eintreten, dass man wegen der möglichen Überversorgung ohne finanzielle Einbußen früher in den Ruhestand eintreten kann.

    Das ist mein Plan. Ich muss mal den Break-Even-Point ausrechnen.

  • Ich habe es berechnet, bei mir besteht leider die Gefahr nicht.

    Problematisch (und im Nachhinein falsch entschieden, aber wer kann 5 Jahre in die Zukunft sehen), ist, dass ich nach dem Referendariat in NRW nur angestellt wurde und entscheiden musste, ob ich für das Referendariat in Baden-Württemberg in der Rentenversicherung nachversichert werde. So erhalte ich zwar über 300 EU (aktuell) Rente, es fehlen aber diese Jahre plus Studiumteil für die Pension.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Kein Referendariat, weil es das in der Schweiz nicht gibt, aber ich habe meine Lehrerausbildung (nach abgeschlossenem Fachstudium und anderen Dingen danach 😉) mit 40 angefangen.

    Ehrlich gesagt, wie alt oder jung ich bin, war für mich keine Frage die mich beschäftigt hat - ich wollte den Job machen, die Ausbildung an der PH war die Voraussetzung dafür, also hab ich sie gemacht und fertig.

    Tipp: Überlegungen, was andere Menschen machen, haben oder sind oder was du im Verhältnis zu anderen machst, hast oder bist werden dir im Leben nicht viel weiterhelfen 🙂

    Danke dir für deinen Einblick – das klingt wirklich spannend! 😊

    Darf ich dich noch etwas genauer fragen: Was braucht man denn konkret in der Schweiz, um dort als Lehrer arbeiten zu können?

    Ich komme aus Deutschland, habe einen Bachelor in Physik und einen Master in Informatik und absolviere gerade mein Referendariat als Quereinsteiger. Und ich interessiere mich auch für die Arbeit in der Schweiz – daher würde mich dein Weg bzw. die Anforderungen sehr interessieren 🙂

    Schule. Jeden Tag eine Überraschung. Lohnt sich.

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