Höchstrichterlich bestätigt: Wenn die Arbeitszeit nicht reicht, müssen Aufgaben warten

  • solange du nicht die KL' bist, reicht es auch oft, oder?
    Ich rufe auch keine Eltern an, bisher.
    und als Schüler auf dem Flur meinten, mich auf Französisch zu beleidigen, habe ich eine Mail an Klassenleitung und Mittelstufenkoordination geschickt. Es reichte aus. Aufgrund meiner Schilderung erfolgte eine "Konfrontation" am nächsten Tag und der gleichzeitige Versand einer schriftlichen Missbilligung.
    Manchmal geht es schneller als Schüler*innen glauben. Keinen dieser SuS würde ich irgendwohin mitnehmen. Vertrauensverhältnis vorbei.

  • Ich hab das auch als KL nicht gemacht. Ich hatte vier Teilkonferenzen bei meinen 5ern damals, die Fälle waren aber alle so eindeutig, dass da vorher nicht schon zigtausend anderen Sachen nötig waren.

  • Ich habe übrigens auch den Eindruck, dass das alles in der Regel mehr Zeit und Energie kostet, als angesichts der eintretenden Effekte lohnt. Aus welchem Schüler wurde nach x Erziehung- oder Ordnungsmaßnahmen denn schon jemals ein pflegeleichter Mensch?

    Das gibt es schon, auch wenn es nicht die Regel ist. Ich würde begründete Ordnungsmaßnahmen dennoch immer anstreben, schon allein um die Eltern auf Kurs zu bringen, dass es so nicht weitergeht. Manche schauen sich dann nach anderen Schulformen um...💀

    Man fragt sich, wofür das gut ist.

  • Also mal zu den beiden Klassen die der Kollege bekommen hätte:


    Jeweils 4-5x diagnostizierte Schüler mit einer positiven Lerneinschränkung + ca 7-8 weitere nicht diagnostizierte verhaltensauffällige SuS. Eltern die sofort jegliche Kommunikation in Social Media öffentlich machen und stunk machen + in Brandenburg ist nach dem Klassenleiterverweis (Erziehungsmaßnahme) seit letztem Schuljahr alles ordnungsmaßnahme die nur noch durch die Schulleitung behandelt werden darf (was bei uns schwierig ist, wir arbeiten dran).


    Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann.

    Der Himmel ist nicht mein Limit, ich bin es.

  • Habt ihr keine Sammeltermine?
    und wird es nicht irgendwann weniger, wenn man konsequent an einem Strang zieht und schnell agiert.

    Klar haben wir Sammeltermine. Aber zwei Dutzend Teilkonferenzen pro Woche sind bei uns nichts Ungewöhnliches. Klar wird es irgendwann weniger. Aber wir sind auch nicht an einem Gymnasium, das die Schüler 9 Jahre beschult sondern an einem Berufskolleg. Bei uns sind die Schüler im Durchschnitt nur 2 Jahre da. Die Ausbildungsgänge, in denen üblicherweise besonders viel Erziehungsarbeit notwendig ist, sind sogar nur einjährig. Hat man sich also einmal durch den ganzen Zirkus durchgekämpft, kommt nächstes Jahr der neue Jahrgang und das Schauspiel beginnt von vorn. Die positiven Effekte in den Folgejahren sehen wir da nicht mehr.

  • Beitrag von Quittengelee (24. September 2026 19:38)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (24. September 2026 21:14).
  • Offenbar eine blöde Frage, aber da es nun schon zwei Mal vorkam und als etwas völlig alltägliches dargestellt wird, ich mir aber fragend mein Kinn kratze: Was ist ein Sammeltermin?

    Warum Trübsal blasen, wenn man auch Seifenblasen kann?

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