• Wenn sich ein Gremium einig ist, wäre das für mich aber stichhaltiger als der persönliche Geschmack einer Person. Bei Hitze mit langen Klamotten zu kommen fiele für mich nicht darunter, aber wenn es der Mehrheit der Beteiligten wichtig ist, dass -keine Ahnung- Kaffeetassen nicht mit ins Klassenzimmer genommen werden sollen, würde ich mich dem beugen können, auch wenn ein "scheiß drauf" juristisch reichen würde.

    Es spricht überhaupt nichts dagegen, für sich persönlich zu entscheiden, sich nach dem Modegeschmack von Personen in einem Gremium zu richten....solange es nicht zur - möglicherweise noch sanktionsbewehrten - Pflicht für alle erhoben wird.

  • Eine Kleidungsordnung macht bei folgenden vier Fällen Sinn:

    • Arbeitssicherheit
    • Corporate Identity (insofern ggf. relevant)
    • Schutz vor Witterungseinflüssen
    • Vermeidung von sexueller Belästigung (Exhibitionismus o.ä.)

    Wenn keine Corporate Identity-Regelung (Das wäre im Schulkontext z.B. eine verpflichtende Schuluniform) vorliegt, kein Labor- oder Werkunterricht erteilt wird, die Witterung es entsprechend zulässt und die Länge nicht einen Bereich erreicht, bei dem Geschlechtsorgane zu entblößen drohen, sehe ich keinen Grund, der gegen eine kurze Hose spricht.

  • Eine Kleidungsordnung macht bei folgenden vier Fällen Sinn:

    • Arbeitssicherheit
    • Corporate Identity (insofern ggf. relevant)
    • Schutz vor Witterungseinflüssen
    • Vermeidung von sexueller Belästigung (Exhibitionismus o.ä.)

    Wenn keine Corporate Identity-Regelung (Das wäre im Schulkontext z.B. eine verpflichtende Schuluniform) vorliegt, kein Labor- oder Werkunterricht erteilt wird, die Witterung es entsprechend zulässt und die Länge nicht einen Bereich erreicht, bei dem Geschlechtsorgane zu entblößen drohen, sehe ich keinen Grund, der gegen eine kurze Hose spricht.

    diese vier Fälle treffen auch nicht bei Bankkaufleuten, Pflegekräften und Ärzt*innen, usw... zu.

  • Aber der Oberkörper ist nicht bekleidet. Unerhört!

    Wenn du hier schon austeilst.... was für einen Jesuskittel trägst du eigentlich? Was sagen die Kollegen denn dazu? Ist sowas bei euch erlaubt?

    Und äh, ja, über den Bart müssen wir schon auch reden, sorry, echt.

  • diese vier Fälle treffen auch nicht bei Bankkaufleuten, Pflegekräften und Ärzt*innen, usw... zu.

    Der Dresscode in Banken ist heute bereits wesentlich weniger formal als er früher mal war und bei medizinischem Fachpersonal zielt die Kleiderordnung v.a. auf die Krankenhaushygiene, sodass i.d.R. Nichtalltagskleidung, die leicht desinfizierbar ist, zur Verfügung gestellt wird. Dass diese farbig nach Funktion sortiert ist, dient einerseits der leichten Erkennbarkeit und damit klaren Aufgabenverteilung auch in Notfällen und andererseits als Schlüssel für den Grad möglicher Kontamination mit Keimen o.ä.. Inwiefern man das jetzt unter Arbeitssicherheit subsummieren kann oder wegen mir noch einen weiteren Fall aufmachen möchte, kann man sicher diskutieren.

  • Eine Kleidungsordnung macht bei folgenden vier Fällen Sinn:

    • Arbeitssicherheit
    • Corporate Identity (insofern ggf. relevant)
    • Schutz vor Witterungseinflüssen
    • Vermeidung von sexueller Belästigung (Exhibitionismus o.ä.)

    Schutz vor Witterung dürfte allenfalls unter Arbeitssicherheit fallen.

    Und was bedeutet Vermeidung von Exhibitionismus im Kontext der Klamottenvorschrift bei der Arbeit, wen sollte das betreffen?

    Zumal ein Exhibitionist es nicht so mit Kleidungsvorschriften hat, das könnte ziemlich genau die Definition sein...

  • Der Dresscode in Banken ist heute bereits wesentlich weniger formal als er früher mal war und bei medizinischem Fachpersonal zielt die Kleiderordnung v.a. auf die Krankenhaushygiene, sodass i.d.R. Nichtalltagskleidung, die leicht desinfizierbar ist, zur Verfügung gestellt wird. Dass diese farbig nach Funktion sortiert ist, dient einerseits der leichten Erkennbarkeit und damit klaren Aufgabenverteilung auch in Notfällen und andererseits als Schlüssel für den Grad möglicher Kontamination mit Keimen o.ä.. Inwiefern man das jetzt unter Arbeitssicherheit subsummieren kann oder wegen mir noch einen weiteren Fall aufmachen möchte, kann man sicher diskutieren.

    Ja, es ist mir bewusst, trotzdem habe ich noch keine Bankmitarbeiter in kurzer Hose gesehen (darum geht es hier, und das obwohl es nicht unter den obigen Kriterien fällt).

    Ich war lange nicht in einer Bank, ich bin schon vom Kumpelhaftigen genervt, ein TShirt und eine kurze Hose wären das Ende meines Vertrauens. Ja, ist nicht rational, ist aber so.

  • Zeig mir mal eine Bank, in der es im Sommer mehr als 25°C hat.

    Die Leute die für die Bank arbeiten und kurze Hosen tragen siehst du als Kunde dort eh nicht, denn es sind Informatiker.

    Man fragt sich, wofür das gut ist.

  • Mein Vertrauen im Bankwesen mache ich an seiner Kompetenz fest und nicht an seiner Kleidung.

    Mal abgesehen davon, dass ich den meisten Beratungen grundsätzlich zutiefst misstraue.

    Da gibt's so einen alen Spruch: Die Bank ist der einzige Ort, wo sich ein Rolls-Royce Fahrer von einem U-Bahnfahrer bezüglich Finanzen beraten lässt.

    Früher hatten wir ein Käppiverbot und heute schäme ich mich zutiefst dafür, diese Schwachsinnsregeln befolgt zu haben.

  • Zeig mir mal eine Bank, in der es im Sommer mehr als 25°C hat.

    Als ob DAS der Grund wäre. Oder hatte Klingers Schule heute deutlich mehr als 25 Grad in den Räumen?

    Es gibt Stoffsorten, die passender sind, es muss nicht automatisch kürzer sein.

  • Als ob DAS der Grund wäre. Oder hatte Klingers Schule heute deutlich mehr als 25 Grad in den Räumen?

    Es gibt Stoffsorten, die passender sind, es muss nicht automatisch kürzer sein.

    Warum sollte das kein Grund sein? Wenn es Kollegen an Klingers Schule zu warm ist, möchten sie kurze Hosen tragen. In klimatisierten Räumen dürfte das Bedürfnis geringer sein.

    Und den Hinweis auf die Informatiker finde ich sehr passend, die Leute, die man dringend braucht und am besten bezahlt, sind nicht unbedingt immer die mit der Bundfaltenhose.

    Klar gibt es allerlei ungeschriebene Dresscodes, aber warum das so ist und wer was als höflich oder chic empfindet, ist halt individuell. Yachtbesitzer mögen rosa Polohemden, diese schrecklichen Penny Loafer mit Fransen barfuß tragen und dazu auch noch kurze Hosen, trotzdem würde ich nicht davon ausgehen, dass sie ihren Job nicht adäquat erledigen.

    ...Oder sich nichts Vernünftiges leisten können. Oder FDP wählen ^^

  • Als ob DAS der Grund wäre. Oder hatte Klingers Schule heute deutlich mehr als 25 Grad in den Räumen?

    Es gibt Stoffsorten, die passender sind, es muss nicht automatisch kürzer sein.

    Nein, hatte es nicht. Klinger hat halt einen erhöhten Stoffumsatz und ihm ist oft warm. :|

  • Schutz vor Witterung dürfte allenfalls unter Arbeitssicherheit fallen.

    Für mich sind das zwei unterschiedliche Kategorien. Arbeitssicherheit bedeutet, die Art von Kleidung zu tragen, die mich vor Kontamination oder Verletzung bedingt durch das Verrichten der Tätigkeit schützt. Schutz vor Witterung bedeutet, die Art von Kleidung zu tragen, die mich vor Hitze, Kälte oder Niederschlag schützt.

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