Krank arbeiten im Homeoffice

  • a) man korrigiert trotz Krankheit (ungünstig für die Genesung)

    b) man korrigiert nicht, dafür aber in der nächsten Woche zwei Stapel ( eine 60 Stunden Woche führt schnell zum nächsten Infekt)

    c) man geht in Teilzeit damit das Problem entschärft ist

    d) man legt der Schulleitung die nicht geschafften Klausuren der letzten Wochen auf den Tisch und die Kollegen dürfen ran (durfte da auch schon für andere ran, obwohl selbst von dem Problem betroffen)

    e) man meldet sich mit Schnüpfchen krank, korrigiert in Ruhe und fehlt nur zwei Tage statt eine Woche (klappt das?)

    f) man stellt der Schulleitung die Situation und Belastung dar und erhält von ihr einen Tag zur Korrektur, an dem man dann keinen Unterricht hat.

  • f) man stellt der Schulleitung die Situation und Belastung dar und erhält von ihr einen Tag zur Korrektur, an dem man dann keinen Unterricht hat.

    Aber nur mit Zeugen. Und bloß nicht sagen, dass es einem nicht gut geht und man befürchtet krank zu werden. Wird man dann nämlich wirklich krank (mit Attest und ja, wirklich krank), dann gibt es vielleicht eine Abmahnung wegen angekündigter Krankheit… ( ist schon so ähnlich passiert, hat ein treues, fleißiges Bienchen getroffen).

    Ich habe aber schon von Schulleitungen gehört, die das erfolgreich so handhaben 👍🏻

  • Aber nur mit Zeugen. Und bloß nicht sagen, dass es einem nicht gut geht und man befürchtet krank zu werden. Wird man dann nämlich wirklich krank (mit Attest und ja, wirklich krank), dann gibt es vielleicht eine Abmahnung wegen angekündigter Krankheit… ( ist schon so ähnlich passiert, hat ein treues, fleißiges Bienchen getroffen).

    Ich habe aber schon von Schulleitungen gehört, die das erfolgreich so handhaben 👍🏻

    Bei uns sind die Korrekturtage überhaupt kein Problem. Sie werden von denjenigen, die viel korrigieren auch gerne in Anspruch genommen.

  • Noch wegen dem Vertretungsmaterial:


    Schön, mal eure Seite zu hören bzw zu lesen.


    In meinem Kollegium scheint es anders zu sein:

    - ich war selbst erst in 1 von ca 10 Vertretungsstunden, wo kein Material vorbereitet war

    - auf Nachfrage bei Fachkollegen habe ich online verlinkte ABs und Filmsequenzen gezeigt bekommen - das Zusammensuchen und Zusammenstllen könnte ich in dem Maße gerade gar nicht leisten.


    Da ich neu bin und verbeamtet auf Probe, wollte ich halt nicht negativ auffallen.

    So wie letztes Mal, als ich mich übernommen habe mit Vertretungsmaterial, kanns jedoch nicht nochmal sein. Hoffen wir mal, dass es nicht zu langen Krankheitsphasen kommt...

  • (...)

    Da ich neu bin und verbeamtet auf Probe, wollte ich halt nicht negativ auffallen.

    So wie letztes Mal, als ich mich übernommen habe mit Vertretungsmaterial, kanns jedoch nicht nochmal sein. Hoffen wir mal, dass es nicht zu langen Krankheitsphasen kommt...

    Das kann ich gut verstehen. Ich bin ja auch noch auf Probe verbeamtet und wie du schwerbehindert, was mir zumindest schon manchmal im Hinterkopf mit rumgeistert, weil ich immer noch die Angst habe deshalb einen Stempel verpasst zu bekommen (auch wenn meine SL so eindeutig nicht tickt). Manchmal geht es aber einfach nicht Material zu erstellen (denn einen großen Fundus hat man Anfang nunmal nicht) und so aufzubereiten, dass die SuS das auch alleine oder nur mit Unterstützung fachfremder KuK bearbeiten können. Man ist ja nicht aus Lust und Dollerei krank- egal wie lange es dauern mag. Wenn es mir also so mies geht, dass ich das Bett nur verlasse, um den Hund rauszubringen, Tee zu kochen, ins Bad zu gehen gibt es kein Material, wenn ich aber z.B.- wie in diesem Schuljahr schon mehr als einmal- nur fehle, weil ich mal wieder auf den neagtiven PCR-Test warte (Erkältungssysmptome sind den gesamten Herbst/Winter über mein zweiter Vorname...) gibt es für alle vertretenen Stunden Material von mir, weil ich froh bin, etwas Sinnvolles machen zu können während ich warte. Und für alle Krankheiten dazwischen schaue ich eben und wäge ab, was mir physisch und mental möglich ist. Da lerne ich dann auch noch jedes Mal dazu, wenn ich mich wieder ein klein wenig übernommen habe, weil in meinem Kopf die Stimmen der Leute rumgurken, die mich qua Behinderung für ungeignet für den Schuldienst erachtet haben ohne mich als Lehrkraft jemals erlebt zu haben, denen ich also weder etwas beweisen muss, noch kann, die aber dennoch noch zu viel "Macht" über mich haben mit ihren Abwertungen. Versuch das nächste Mal deine Grenzen besser zu beachten, lern daraus, wenn es mal wieder nicht so gut geklappt hat- mehr geht nicht. :-)

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Hoffen wir mal, dass es nicht zu langen Krankheitsphasen kommt...

    Das hofft man sowieso, aber bitte nicht, weil dich jemand vertreten muss.


    Nie und nimmer würde ich erwarten, dass mir ein kranker Mensch Unterrichtsvorbereitung schickt, weil Unterricht vorbereiten ist nämlich Arbeit und das weiß natürlich jede*r Kolleg*in.


    Wenn das bei euch eingerissen ist, helfen vielleicht Gespräche in der Personalversammlung (vorher Verbündete suchen), auf alle Fälle hilft es, seine Mails nicht zu checken und das Telefon auf stumm zu machen.

  • Für kurze Vertretungen (kurze akute Krankheit) sollen wir Material, dass die Schüler jederzeit selbst bearbeiten können, in Ordnern abheften, die im Lehrerzimmer stehen. Dabei aber nur die Kopiervorlage. Wer sie in einer Vertretung nutzt, kopiert es und entfernt die Kopiervorlage, so dass die Schüler die Aufgabe nicht doppelt erhalten können. Diese Ordner sollen zu Beginn des Schuljahres gefüllt werden.


    Bei bekannten kurzen Fehlzeiten (z.B. Fortbildungen) wird in der Regel Material erwartet. Und meistens möchte man ja auch, dass die Schüler sinnvoll weiterarbeiten. Wenn es nicht möglich ist, kann man ins Gespräch gehen.


    Wenn jemand länger krank ist oder in Elternzeit o.ä., gibt es hoffentlich eine dauerhafte Vertretung, die dann selbständig arbeitet. Bei Elternzeit mit richtiger Übergabe, bei Krankheit muss das Klassenbuch oder das Heft der Schüler zur Information reichen.


    Wenn ich mich in der Lage fühle morgens mein bereits vorbereitetes Material an den Vertretungplaner zu mailen, mache ich das. Das entlastet mich selbst, wenn ich wieder selbst unterrichten kann. Wenn ich es aber nicht kann, dann mache ich das nicht.


    LG DFU

  • Wenn ich als Kinderloser um 16 Uhr nach Hause komme, kann ich mich direkt an den Schreibtisch setzen und 4 Stunden durchkorrigieren und dann um 20 Uhr Feierabend machen.


    Mit Kindern ist das nicht möglich, die müssen versorgt und bespaßt und ins Bett gebracht werden.

    Ja gut, dann muss man halt die Stunden reduzieren und Teilzeit arbeiten.

  • OT

    ... , und überhaupt, und die Pension.......Geht gar nicht.


    Doch.

    Ist doch deine Pension, mach wie du willst. Du musst aber nicht ständig Werbung dafür machen.


    Wusstet ihr, dass Frauen im Schnitt fast 50%(!) weniger Rente haben als Männer? Teilzeit ist ein Teil des Problems. Wobei natürlich Lehrerinnen im Vergleich zu vielen anderen Berufen verhältnismäßig gut abschneiden.


    https://www.deutschlandfunkkul…k-alleingelassen-100.html

  • ich war selbst erst in 1 von ca 10 Vertretungsstunden, wo kein Material vorbereitet war

    ich war neulich in einer Vertretungsstunde, in der ich die Primzahlzerlegung machen sollte. Machen= den Schülern erklären.


    mit meinen Fächern:lach2: selten so gelacht.


    ich habe dann den Schülern die zur Verfügung gestellten Aufgaben gegeben und wir sind die gemeinsam Stück für Stück durchgegangen. Ging sogar.

    Aber erklären bzw. einführen sieht wahrhaftig anders aus.


    Da war die nette Kollegin (keine Ironiel sie iost wirklich sehr nett!) wohl stark von einer Vertretung innerhalb der Fachschaft ausgegangen. Ohne bereitgestelltes Material hätte ich was Geschichtliches mit ihnen gemacht.


    Andererseits hätte die Kollegin sich wahrscheinlich ganz schön reinstressen müssen, ihr Vetretungsaterial an die fachfremden ahnungslosen Kollegen anzupassen. Für beide Seiten eine Zumutung

  • Ohne bereitgestelltes Material hätte ich was Geschichtliches mit ihnen gemacht.

    Vielleicht ja zur Geschichte der Primzahlen. Da gibt es vieles zu sagen und die Geschichte ist noch lange nicht vorbei.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Bei uns erwartet niemand Material.

    Wenn jemand krank ist, ist er krank, fertig. Wenn man aus anderen Gründen ausfällt, dann wird man entweder von jemandem vertreten, der in der Klasse sowieso drin ist, der dann einfach sein Fach macht oder jemand mit dem selben Fach. Da wird meist kurz Rücksprache gehalten, wo man steht und dann macht der Kollege eigenständig weiter. Ich verstehe das Problem nicht.

  • Wenn man aus anderen Gründen ausfällt, dann wird man entweder von jemandem vertreten, der in der Klasse sowieso drin ist, der dann einfach sein Fach macht oder jemand mit dem selben Fach. Da wird meist kurz Rücksprache gehalten, wo man steht und dann macht der Kollege eigenständig weiter. Ich verstehe das Problem nicht.

    Nicht immer steht zur Vertretung eine Lehrkraft zur Verfügung, die genau diese Kriterien erfüllt. Nicht wenige Schulen arbeiten im Übrigen mit Präsenzstunden, in denen sich bestimmte Lehrkräfte zur Vertretung bereithalten. Das hat andersherum den Vorteil für die Lehrkräfte, ihre unterrichtsfreie Zeit besser planen zu können.

  • Wenn man aus anderen Gründen ausfällt, dann wird man entweder von jemandem vertreten, der in der Klasse sowieso drin ist, der dann einfach sein Fach macht oder jemand mit dem selben Fach.

    Mag ja sein, dass das bei euch immer so möglich ist. Bei uns wird dies zwar auch versucht, aber es klappt halt des Öfteren nicht (gerade dann nicht, wenn sich KuK erst morgens für den entsprechenden Tag krankmelden; "Präsenzstunden" für Vertretungen haben wir nicht). Bisher klappt es aber auch bei uns mit den Vertretungen i. d. R. gut.

    Da wird meist kurz Rücksprache gehalten, wo man steht und dann macht der Kollege eigenständig weiter.

    Wie läuft denn das ab, wenn sich jemand erst morgens krankmeldet und nicht in der Lage ist, irgendwelche Rücksprachen zu halten?

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

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