Lernerin kommt 30 Minuten zu spät zur Klassenarbeit - muss ich ihr das Recht einräumen, nachzuschreiben?

    • Offizieller Beitrag

    Mit denen habe ich auch kein Mitleid. Wer sich sowas aussucht, selbst schuld.

    auch wenn es vom ursprünglichen Thema wegführt:

    was ist so mies, so schlimm, so negativ an dem Finanzamtsjob? Worin besteht der Unterschied z.B. zu einem Versicherungsangestellten?
    Übrigens sind auch Finanzbeamte verpflichtet, einem fragenden Steuerzahler Beratung zu dessen Vorteil zukommen zu lassen. Was also ist so übel an dem Beruf?



  • Was also ist so übel an dem Beruf?

    Gar nix. Finanzbeamt*innen haben mir mein Leben lang oft hart verdientes Geld zurückerstattet, das mein Arbeitgeber ganz ohne mich zu fragen einfach abgeführt hat. :thumbup:

    #Zesame:!:


    Konzentrieren Sie sich ganz auf den Text, wenden Sie das Ganze auf sich selbst an. (J.A. Bengel)

  • Die Finanzbeamten sammeln das Geld ein, was mir am Monatsende überwiesen wird.

    WELCHER Finanzbeamte tut sowas?
    Die bekommen das doch immer aufgedrückt.
    Und was dann noch übrig bleibt, wird DIR überwiesen.

    Also nicht immer die Schuld auf andere schieben!

    #Zesame:!:


    Konzentrieren Sie sich ganz auf den Text, wenden Sie das Ganze auf sich selbst an. (J.A. Bengel)

  • Mit dem Spruch kann man jedwede Empathie mit Angehörigen des eigenen oder eben auch anderen Berufen abbügeln. Schade eigentlich, dass sich so etwas so viel leichter sagt/ schreibt/ denkt, als, „vor dem/ der habe ich den größten Respekt, weil er/ sie sich einen Job herausgesucht hat, den ich im Leben nicht machen wollen oder machen können würde, den wir aber dennoch benötigen als Gesellschaft“.


    Ich bedanke mich häufig * bei Verkäuferinnen und Co. Ich erwarte nichts im Gegenzug, freue mich aber, wenn ich ebenfalls entsprechend behandelt werde.

    Heute hat mich gänzlich unerwartet ein 10 er im Hinausgehen gefragt, wie es mir gehe, weil er gehört hatte, ich hätte zuletzt einen Unfall gehabt und das Bedürfnis hatte mir zu sagen, dass er froh sei, dass ich nicht verletzt wäre und hat sich für mein Engagement bedankt. Das sind dann so die kleinen, unerwarteten Geschenke auch im Berufsalltag, die gut tun.

    Hast ja recht. Die Menschen können auch nix dafür, dass ich das Finanzamt nicht mag. Ich bin keine persönlich böse, ich mag die Institution einfach nicht.

  • Fettgedruckte Verfremdung von mir.

    :D ja das natürlich auch. Kann man aber auch bei jedem anderen Beruf sagen. Außer man wird zum Kriegsdienst heran gezogen.

  • Hast ja recht. Die Menschen können auch nix dafür, dass ich das Finanzamt nicht mag. Ich bin keine persönlich böse, ich mag die Institution einfach nicht.

    Verstehe ich, das ist aber genau wie im Supermarkt. Der „kleine Mitarbeiter“ kann am allerwenigsten für deine Erfahrung dort. Er macht nur seinen Job.

  • Wenn man hier auf dem Land aus dem Bus aussteigt ohne Danke zu sagen, hat man sich direkt als Ausländer geoutet. In der Stadt ist es nicht so inflationär aber schon auch üblich, wenn man vorne beim Chauffeur aussteigt. An der Schule ist es völlig normal, dass Jugendliche sich bedanken, wenn man neue Unterlagen ausgibt, was erklärt, ihnen Tee hinstellt, ne Türe zu einem Zimmer öffnet, etc pp Wir haben sogar eine Familie mit mehreren Kindern an der Schule, da bekommen *alle* Lehrpersonen, die diese unterrichten, eine Karte zu Weihnachten ins Fächli. Ich bekomme die sogar noch als ehemalige Klassenlehrperson.


    Wir sagen viiiel häufiger Danke und Bitte als 5 km weiter nördlich. Das macht ne ganze Menge aus, finde ich.

  • Nun denn, die Straßenbahntüren vom Fahrer sind zu und das Sprechen mit ihm untersagt, außerdem hat die Bahn mehrere Waggons. Das Bedanken daher schwierig. Ich meinte es aber auch nur als Beispiel. Wer Dank, Lob oder Beförderung durch seine Vorgesetzten erfährt, kann sich an dieser Stelle mal ausgiebig freuen. Wer stattdessen Arschtritte bekam, kann sich wahlweise krankärgern oder anfangen, mit dem Warten auf externe Anerkennung aufzuhören. Ich übe mich im Wertschätzen der Vorteile meines Berufs und meiner Arbeitsbedingungen und versuche, die Anerkennung abzuhaken.

  • Ich bedanke mich für Dienstleistungen oder wenn jemand mir einen Gefallen tut. Für das reine Dasein bekommt jemand von mir relativ selten ein "Danke". Ich grüße jedoch relativ großzügig, würde ich sagen. Es gibt sehr wenige Fälle, in denen ich überhaupt nichts sage. Das Mindeste ist ein höfliches Nicken oder ein kurzes Guten Tag/Auf Wiedersehen. Je nachdem, um welche Person es geht, fällt das dann auch etwas Großzügiger aus, z.B. "Ich wünsche dir/Ihnen einen guten Start in die Woche." oder auch ein "Freut mich, dich/Sie wieder zu sehen!". Manche Leute sind es leider gar nicht gewohnt, dass man sie überhaupt wahrnimmt und wenn da ein Gruß ausdrückt "Du bist hier nicht auf dich alleine gestellt. Es gibt Leute, denen du etwas bedeutest und die ein Interesse haben, dass du dich hier gut fühlst.", ist das doch eine tolle Sache.

  • Haubsi1975 : Vielleicht habe ich es hier bei der Fülle der Beiträge überlesen. Aber könntest du mal ein Update posten, wie die Sache ausgegangen ist?

    Also hast du die Schülerin mittlerweile nachschreiben lassen?

    Viele Grüße

    Québec

  • Haubsi1975 : Vielleicht habe ich es hier bei der Fülle der Beiträge überlesen. Aber könntest du mal ein Update posten, wie die Sache ausgegangen ist?

    Also hast du die Schülerin mittlerweile nachschreiben lassen?

    Viele Grüße

    Québec

    Die Lernerin, die eine riesen Welle machte, um nachschreiben zu dürfen und der ich dann knapp per Mail mitgeteilt hatte, dass sie in der nächsten Stunde nachschreiben darf, war in eben dieser nicht da. Sollte sie es jetzt bis einschließlich morgen nicht schaffen, ein Attest hierfür im System hochzuladen, kann ich das Ganze so werten, wie ich es ursprünglich werten wollte. Mit einer ungenügend. Aber warten wir es ab, vielleicht kommt ja ein Attest, dann ist nächste Stunde wieder die Gelegenheit, nachzuschreiben für sie.


    Der Schulsozialarbeiterin hatte ich die Tage einen kurzen Besuch abgestattet und ihr mitgeteilt, dass ich ihr Verhalten, vertrauliche Informationen weiterzugeben, für sehr unprofessionell halte. Sie hatte mir dann einen riesen Vortrag halten wollen, aber ich bin nach ca. 5 Minuten wieder weg, mit dem Hinweis, dass ich Unterricht habe. Da sie sich bei zwei weiteren Vorfällen und anderen KuK ähnlich unprofessionell verhalten hatte, hat sie nächste Woche wohl ein Gespräch mit der Schulleitung.


    Ich habe mir die vielen anderen Beiträge bewusst nicht durchgelesen hier, etliche Userinnen und User ignoriere ich einerseits sowieso (da es denen ohnehin nur um Provokation geht), andererseits habe ich - wie beschrieben - nur ein knappes Zeitfenster insgesamt. Und da hatte mich ja netterweise ein anderer User darauf hingewiesen, dass ich meine wenige Zeit durchaus sinnvoller verbringen könne, als mich "hier" rumzuärgern. Diese Empfehlung hatte ich in den letzten Tagen dankbar aufgegriffen und es ging mir sehr gut damit: Werde ich künftig immer tun, wenn ich merke, dass auf eine Nachfrage von mir sich diese Spirale in Gang setzt, wo vertraute User dann nur versuchen, mich runterzuziehen und zu provozieren.

  • Ich habe nach zwei Seiten des Threads angefangen, bei jedem "Lernerin" einen Schluck köstlichen Wein zu trinken. Jetzt sitze ich hier auf der Couch, hab keine Termine und gut einen sitzen.

  • Ich habe nach zwei Seiten des Threads angefangen, bei jedem "Lernerin" einen Schluck köstlichen Wein zu trinken. Jetzt sitze ich hier auf der Couch, hab keine Termine und gut einen sitzen.

    Welche Rebsorte?

    Tim Finnegan liv’d in Walkin Street
    A gentle Irishman mighty odd.

  • ie Lernerin, die eine riesen Welle machte, um nachschreiben zu dürfen und der ich dann knapp per Mail mitgeteilt hatte, dass sie in der nächsten Stunde nachschreiben darf, war in eben dieser nicht da. Sollte sie es jetzt bis einschließlich morgen nicht schaffen, ein Attest hierfür im System hochzuladen, kann ich das Ganze so werten, wie ich es ursprünglich werten wollte. Mit einer ungenügend.

    Siehst du, man kennt seine Pappenheimer halt doch. Vieles erledigt sich letztlich von ganz alleine.

    Der Schulsozialarbeiterin hatte ich die Tage einen kurzen Besuch abgestattet und ihr mitgeteilt, dass ich ihr Verhalten, vertrauliche Informationen weiterzugeben, für sehr unprofessionell halte. Sie hatte mir dann einen riesen Vortrag halten wollen,

    Ich finde auch gut, dass du dich diesem Gesprächg gestellt hast, aber eben auch ihren "Vortrag" abgewiegelt hast. Man sieht an deinem Fall sehr gut, wie Kommunikation schieflaufen kann bzw. eine aufgeladene Stimmung Situationen verschärft. Der Ton macht häufig auch die Musik. Das sollte gerade eine SozPäd wissen.


    Ich kann dich total gut verstehen, weil ich auch mal mit einer SozPäd aneinander geraten bin. Auch sie hat meiner Auffassung nach ihren Tanzbereich deutlich ausgeweitet und ich musste klarstellen, dass weder ich so mit mir umgehen lasse noch es besonders zielführend ist, die SchülerInnen auch noch fürs Kackebauen zu verteidigen. Bei uns ist es nämlich so wie ein anderer User hier geschrieben hat. Der Gang zur SozPäd ist enorm angestiegen und in vielen Fällen nicht zielführend.

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